Kein Streik sondern Protest in Berlin
Es hat sich mal wieder gezeigt. Die Politiker müssen es nur aussitzen, dann wird sich das ganze schon richten. Frei nach dem Motto: Die meisten Dinge lösen sich von selbst, mensch darf sie nur nicht dabei stören.
In der Humboldtuniversität Berlin (HUB) wurde heute der seit dem 19.11.03 bestehende Streik zu einem Protest ummoduliert mit vier Protesttagen die Woche und in dieser Zeit Unigebäudebesetzung.
Nachdem die Studierenden sich zu Weihnachten und Neujahr faul und gemütlich zu Hause bei Mama und Papa zugeprostet haben, brauchen sie jetzt wohl nicht mehr protestieren, auch wenn sie jetzt noch so tun. Denn auch wenn für den Streik/ ach nee, für 4-Protesttags-Woche gestimmt wurde, dann doch nur 1051 für die Protesttage, gegen diese : 931. Und schließlich sah das Ergebnis für oder gegen Streik so aus: 1800 für streiken weiter wie bisher, gegen den Streik in der bekannten Form waren 1980 Leute.
Natürlich kann mensch sich sagen, immerhin sind fast noch die Hälfte der Studierenden für den Streik. Jedenfalls wenn mensch mal schnell vergisst, dass auf der VV nur 10% der HUB-Studierenden waren.
Während der VV (Vollversammlung) wurde auch versucht den letzten Protestwillen zu untergraben. Nach vier Hammelsprüngen (ein Verfahren um das Abstimmungsergebnis genau festgestellt werden soll) und einem unheimlich angestauten Aggressionspotential in der die Moderatorin fast von der Bühne geschubst wurde, weil ein Egozentriker unbedingt das Mikrophon für sich haben wollte, da er nicht einsah, dass die Unigebäude an vier Tagen in besetzt werden sollen. Auch war das Denunzieren ein immerwährender Tagesordnungspunkt. Die ?künftige Elite Deutschlands? entpuppte sich als Kindergarten in dem jedeR angst hatte, dass ihr/ihm das Auto weggenommen wird.
Klar ist noch nicht alles verloren, auch wenn den Aktiven immer mehr der Rückhalt der ?eigenen Leute? bei Aktionen genommen wird. Da bleibt dann nur zu wünschen übrig, dass sich der Rückhalt dann aus anderen Gesellschaftsschichten bildet, mit denen sich ja sowieso während des Streiks verbündet werden sollte. Und es ist auf jeden Fall gut, dass der Protest wenigsten bis zum 29.01.04 gehen soll, an dem über den Berliner Haushaltsplan gestimmt wird in dem es ja auch mitunter um die Hochschulverträge geht. Aber es wurde damit auch deutlich, dass es den Studierenden größtenteils nur um ihren eigenen Sessel geht und nicht um die ach so bewahrenswerte soziale Gesellschaft.
Klar wurde ein bisschen gesagt: Wir Studierende sind noch immer ein bisschen da und noch nicht ganz weg. Und ein Tag die Woche mit Vorlesungen, Seminaren oder ähnlichem ist nicht wirklich die Wucht. Aber wenn dieser Streik eh dazu da war die Öffentlichkeit zu erreichen und so druck auf die in diesem land Möchtegernregierenden auszuüben, dann bestimmt nicht mit einer Meldung der DPA, dass die HUB gegen den Streik gestimmt hat.
Jetzt gilt es noch abzuwarten, ob die TU (technische Universität) und die FU (Freie Universität) in ihren VVen am Mittwoch abstimmt und auch was die anderen Unis und FHs machen werden. Aber ein Zeichen des Ausklangs wurde auf jeden Fall schon jetzt gesetzt.
Und auch die HUB hat anscheinend noch nicht genug ?gelebte Demokratie? erlebt, deren näxte VV wird auch an diesem Mittwoch sein, da die VV nach den sechs Stunden zwar noch Rechtsgültigkeit aber keine Rechtsbindung der Beschlüsse mehr gewährleistet war, durch die mangelnde Anzahl der noch Anwesenden.
Auf das am Mittwoch noch jemensch Lust hat sich noch ein paar Stunden anschreien zu lassen.
Nachdem die Studierenden sich zu Weihnachten und Neujahr faul und gemütlich zu Hause bei Mama und Papa zugeprostet haben, brauchen sie jetzt wohl nicht mehr protestieren, auch wenn sie jetzt noch so tun. Denn auch wenn für den Streik/ ach nee, für 4-Protesttags-Woche gestimmt wurde, dann doch nur 1051 für die Protesttage, gegen diese : 931. Und schließlich sah das Ergebnis für oder gegen Streik so aus: 1800 für streiken weiter wie bisher, gegen den Streik in der bekannten Form waren 1980 Leute.
Natürlich kann mensch sich sagen, immerhin sind fast noch die Hälfte der Studierenden für den Streik. Jedenfalls wenn mensch mal schnell vergisst, dass auf der VV nur 10% der HUB-Studierenden waren.
Während der VV (Vollversammlung) wurde auch versucht den letzten Protestwillen zu untergraben. Nach vier Hammelsprüngen (ein Verfahren um das Abstimmungsergebnis genau festgestellt werden soll) und einem unheimlich angestauten Aggressionspotential in der die Moderatorin fast von der Bühne geschubst wurde, weil ein Egozentriker unbedingt das Mikrophon für sich haben wollte, da er nicht einsah, dass die Unigebäude an vier Tagen in besetzt werden sollen. Auch war das Denunzieren ein immerwährender Tagesordnungspunkt. Die ?künftige Elite Deutschlands? entpuppte sich als Kindergarten in dem jedeR angst hatte, dass ihr/ihm das Auto weggenommen wird.
Klar ist noch nicht alles verloren, auch wenn den Aktiven immer mehr der Rückhalt der ?eigenen Leute? bei Aktionen genommen wird. Da bleibt dann nur zu wünschen übrig, dass sich der Rückhalt dann aus anderen Gesellschaftsschichten bildet, mit denen sich ja sowieso während des Streiks verbündet werden sollte. Und es ist auf jeden Fall gut, dass der Protest wenigsten bis zum 29.01.04 gehen soll, an dem über den Berliner Haushaltsplan gestimmt wird in dem es ja auch mitunter um die Hochschulverträge geht. Aber es wurde damit auch deutlich, dass es den Studierenden größtenteils nur um ihren eigenen Sessel geht und nicht um die ach so bewahrenswerte soziale Gesellschaft.
Klar wurde ein bisschen gesagt: Wir Studierende sind noch immer ein bisschen da und noch nicht ganz weg. Und ein Tag die Woche mit Vorlesungen, Seminaren oder ähnlichem ist nicht wirklich die Wucht. Aber wenn dieser Streik eh dazu da war die Öffentlichkeit zu erreichen und so druck auf die in diesem land Möchtegernregierenden auszuüben, dann bestimmt nicht mit einer Meldung der DPA, dass die HUB gegen den Streik gestimmt hat.
Jetzt gilt es noch abzuwarten, ob die TU (technische Universität) und die FU (Freie Universität) in ihren VVen am Mittwoch abstimmt und auch was die anderen Unis und FHs machen werden. Aber ein Zeichen des Ausklangs wurde auf jeden Fall schon jetzt gesetzt.
Und auch die HUB hat anscheinend noch nicht genug ?gelebte Demokratie? erlebt, deren näxte VV wird auch an diesem Mittwoch sein, da die VV nach den sechs Stunden zwar noch Rechtsgültigkeit aber keine Rechtsbindung der Beschlüsse mehr gewährleistet war, durch die mangelnde Anzahl der noch Anwesenden.
Auf das am Mittwoch noch jemensch Lust hat sich noch ein paar Stunden anschreien zu lassen.
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Ergänzungen
nicht verzagen - demo wagen
neben den üblichen politfuzzis (pds, isl, sav usw) den studentischen politheinis (msb) und den linksradikalen (antifa-kok) mobilisieren auch unabhängige studentische gruppen, die üblichen gewerkschaftsverdächtigen, die arbeitslosen und die anarchistInnen.
das ziel dieser demo ist das möglichst viele menschen die von den aktuellen angriffen durch politik und wirtschaft betroffen sind an diesem tag in der düsseldorfer innenstadt (nobelviertel & konsummeile) lautstark ihren protest kundtun.
wie wär's, vielleicht kommen die berlinerInnen (und die all die anderen aus ganz brd) einfach mal vorbei. pennplätze sind kein problem, denn düsseldorf hat eine große uni, die sich sicher über ein paar hundert / tausend menschen in schlafsäcken freuen wird!
Demo am 31.01.2004
Treffpunkt: Konrad Adenauer Platz (Hauptbahnhof)
Beginn: 12.oo Uhr
nun mal halblang
nicht nur das anfangs 4000 studierende dort waren, noch um 17.30! stimmten im 4. hammelsprung 1059 für die besetzung, 548 dagegen und es gab um die 130 enthaltungen, alles in allem 1729 leute waren damit nach 6 stunden vv noch anwesend um das zentrale moment des streiks zu diskutieren, nämlich die besetzung! ich wüsste nicht das es jemals eine solche vv gegeben hat(jedenfalls nicht seit 1990 an der hu!) ich würde fast behaupten der aktiven kern hat sich dadurch gerade noch vergrößert, nämlich auf über tausend wirklich streikbegeisterte!
und im übrigen ändert das ganze nichts ander situation die auch vorher schon geherrscht, hat, die letzten 3 wochen waren keine institute mehr besetzt und trotzdem hies es streik. jetzt heisst es nicht mehr so, das ist der einzige unterschied. im übrigen ein unglaubliche leisteung mit 4000 leuten so demokratisch zu arbeiten, da kann sich so manch kleine linke gruppe mal ein beispiel dran nehmen, wenn sie von basisdemokratie sprechen!
SchülerInnendemo in Oldenburg...
Infos:
der aktionsrat hats verbockt
und schuld ist m.e. die überhebliche und kompromisslose linie der hu-streikorgas: wäre auch an der hu eine echte diskussion über formen des streiks und der besetzung zustande gekommen, hätte die entscheidung anders ausgehen können. ein echtes (nicht cdu-unterwandertes) kompromissforum, ausgehend vom aktionsrat, hätte gebildet werden müssen, um streikgegnern den wind aus den segeln und studis ihre angst vor dem monster streiksemester zu nehmen. an tu und fu heißt das ding immernoch streik, die besetzungsfrage ist flexibel geregelt und damit eine für alle beteiligten akzeptable lösung gefunden.
die hu hat versäumt, eine solche flexible lösung rechtzeitig anzubieten und hat damit den gesamten streik gefährdet. die letztendliche lösung (rotationsprinzip an 4 tagen) zeigt, dass die studis offen dafür gewesen wären!
die vv der hu hat leider ein völlig falsches signal nach aussen gegeben, jetzt ist es an den studis, dieses ruder wieder herumzureissen. der besetzung der spd-parteizentrale müssen weitere aktionen folgen. wir müssen denen da oben klar machen, dass wir noch da sind!
der streik ist tot, lang lebe der streik!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Fäuste ballen, wir lassen es knallen! — Propagandhi
ohren auf — wir
kannst du das erlaeutern? — studi