Nazi- Konzert im Saarland

Antifa St. Wendel 14.12.2003 13:19 Themen: Antifa
Gestern abend fand im saarländischen Niederwürzbach ein Nazi- Konzert statt.
Gestern abend fand im saarländischen Niederwürzbach, in der Nähe von St. Ingbert ein Nazikonzert statt. Bei diesem Konzert spielte die saarländische Naziband "Jungsturm" . Diese Band spielte auch schon mit größeren Bands der Szene wie Oidoxie und Reinheitsgebot zusammen. Der Ort des Geschehens war eine kleinere Kneipe mit dem Namen "Backstein". Es waren schätzungsweise etwas mehr als 30 Nazis, die meisten aus der näheren Umgebung wie zum Beispiel: Saarlouis, St. Wendel, Neunkirchen und Zweibrücken. Die verständigte Polizei kam soweit bekannt mit 5 Autos und das Konzert wurde nicht aufgelöst.
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Ergänzungen

hmm

hmmm 14.12.2003 - 22:06
Kannst du mal mehr infos bringen? zb. aus welchen gründen das konzert nicht aufgelöst wurde... etc
dANKE

nicht Verfassungsfeindlich

Antifa St. Wendel 14.12.2003 - 22:39
Eine Bewohnerin des Ortes meint dass das Konzert nicht aufgelöst wurde da die Band nicht Verfassungsfeindlich wäre.

also

Terry 15.12.2003 - 12:37
hi,

die zuständige PI hat diese Angelegenheit ans LKA weitergegeben. Morgen wird zudem ein Artikel in der Saarbrücker Zeitung erscheinen und auch die Nachtrichtenredaktion des saarländischen Rundfunks ist informiert. Laut Kneipenpächter wird in Kürze ein Wiederholungskonzert stattfinden, da es so 'gut' war!!! Es sollen sogar Besucher aus Belgien dagewesen sein. Ich selbst habe auch Kontakt aufgenommen zur Antifa Saarbrücken. Zudem gab die vor Ort gewesene Polizei an, dass sie lediglich wegen Lärmbelästigung gerufen worden wäre und dass während des Einsatzes Musik vom Band lief...Es ist wohl wie so oft...hinfahren...wegsehen....weiterfahren und Knöllchen verteilen... Ist es nicht hammer , dass der Kühnen Gruss benutzt wurde? Alleine der Name der CD von Jungsturm 'wir bleiben deutsch' löst in mir einen Würgereiz aus und wenn eine dem Verfassungsschutz einschlägig bekannte Band der Faschoszene kein Grund ist um das Konzert aufzulösen, weiss ich es auch nicht. Aber wo kein 'Kläger', da kein 'Richter'.....also steht auf und tut was!

was vergessen

Terry 15.12.2003 - 12:46
Übrigens....nicht die Bewohnern meint, dass diese Band nicht verfassungsfeindlich ist, sondern die zuständige und vor Ort gewesene überforderte PI meinte das.....zur klarstellung!

@Terry

antifa-igb 15.12.2003 - 14:07
hi, du sagts das es in kürze ein Widerholungskonzert geben soll? WOher stammen diese Angaben und für wann ist das geplant? Wenn du mehr Infos hast oder bekommst schick uns diese bitte an unsere e-mail Adresse.
mit freundlich antifaschistischen Grüssen Antifa-IGB.

Backstein

Sharpskin 15.12.2003 - 19:01
 http://www.niederwuerzbach.de/index.php3?ber=m0&topic=wirtschaft

Im Backstein
Bezirksstr. 38
66440 Niederwürzbach
Tel.: 06842 - 7758

Kann ja mal jemand nachfragen.... ;-)

Artikel in der Saarbrücker Zeitung

leseratte 16.12.2003 - 00:10
 http://www.sol.de/sz/topartikel/2814,583895.html?fCMS=90d0b7cb6f50fa97b98335a2fc799400



Brauner Rock im "Backstein"

Die Skinhead-Band "Jungsturm" gab am Samstag in Niederwürzbach ein Konzert - Mütter in Sorge um ihre Kinder

Die Skinhead-Musikgruppe "Jungsturm" sorgt seit Sonntag in Blieskastel-Niederwürzbach für helle Aufregung. Gab die rechtsextreme Neonazi-Band in einem örtlichen Lokal doch ungeniert ein Konzert.


Blieskastel (red). Dem 30-jährigen ausländischen Studenten (Name und Wohnort bekannt) stand gestern Mittag beim Joggen um den Niederwürzbacher Weiher noch die Angst im Gesicht geschrieben. Stockend erzählt der junge Mann, was er in der Nacht von Samstag zum Sonntag vor der nahe gelegenen Gaststätte "Zum Backstein" in der Bezirksstraße bemerkt hat. Etwa 30 Personen mit kurz geschorenen Haaren seien nach und nach zu später Stunde in die Kneipe gegangen, die nach längerer Schließung am 12. Dezember wieder eröffnet worden war. "Die Musik war grauenhaft. Ein einziger Hass auf Ausländer, Kirchgänger, Sportler, demokratische Parteien und Politiker. Mir läuft es jetzt noch eiskalt den Rücken herunter." Die Angst des Südeuropäers scheint berechtigt. Denn in dem Gasthaus konzertierte die berüchtigte Neonazi-Band "Jungsturm".

Die Gruppe sang wohl Lieder ihrer CD "Wir bleiben deutsch". Der neue Pächter der Kneipe, Philipp Orlemann, gab sich wortkarg, bestätigte nur den Namen der Gruppe, und dass nach dem Konzert auch CDs verkauft wurden. Polizisten der Polizeiinspektion Blieskastel fuhren bis zum frühen Morgen mehrmals an dem Lokal vorbei, da bei ihnen ein Anruf wegen Ruhestörung eingegangen war. Sie stellten vor Ort jedoch keine Straftaten fest. Die Anzeige eines Nachbarn, die zu dem anrückenden Polizeiwagen-Korso geführt habe, sei unberechtigt, so der Wirt. Von den rechtsextremen Umtrieben der Neonazi-Gruppe wisse er nichts.

Beim Landesamt für Verfassungsschutz wird das Konzert jedoch sehr ernst genommen. Direktor Helmut Albert erzählte unter anderem auch über konspirative Methoden der rechten Szene, die vor allem über Konzerte versuche, an Jugendliche heranzukommen. "Für viele ist deren Musik der Einstieg in die rechtsextreme Szene." So wurden am Samstagabend bei der Gaststätte niederländische und dänische Kfz-Kennzeichen gesichtet, auch NK-, WND- und SLS-Nummern. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Namen und Adressen von Band-Mitgliedern nannte der Wirt nicht. Er plane aber bereits ein zweites Konzert mit der Band. Das Gegröle vom Samstag konnte die Polizei aus rechtlichen Gründen nicht auflösen. Die Band sei ja nicht verboten, heißt es beim LKA. Das mag stimmen, doch die Skinheads können ihr menschenfeindliches Gedankengut "offiziell" via Internet verbreiten. So gelangen Jugendliche über das Internet auf Seiten übelster brauner Soße, auf denen Menschen auf unterstem Niveau beleidigt und verleumdet werden.

Niederwürzbachs Ortsvorsteher Albert Welsch, selbst Polizist, will dem zweiten Konzert einen Riegel vorschieben. "Wir werden niemals hinnehmen, dass sich im Ort eine rechtsextreme Szene breit macht, Konzerte dieser Art stattfinden, und wir in Verruf geraten." Beim städtischen Ordnungsamt will er unverzüglich anfragen, ob das Konzert angemeldet war, und ob man dem Pächter schnellstmöglich die Konzession entziehen könne. "Ich dulde in unserem Ort kein Lokal für Neonazis." Die Polizei will das Lokal im Auge behalten. Immerhin liege der Verdacht sehr nahe, dass "Jungsturm" strafbare Lieder gesungen hat.

Eine 40-jährige Frau meint: "Am besten wäre es, die Kneipe würde heute noch dicht gemacht und dem Pächter, dessen dunkle Vergangenheit von seiner Mimbacher Kneipe ohnehin viele kennen, fristlos gekündigt. Das Lokal ist eine Gefahr für unsere Jugend. Mein Kind darf niemals in die rechtsextreme Szene abdriften." Der gesamte Orts- und Stadtrat sei aufgefordert, dem Skinhead-Treiben in der Kneipe möglichst schnell ein Ende zu bereiten. Ähnlich äußerten sich auch viele Vertreter örtlicher Vereine.



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Zimmermann 14.12.2003 - 19:14
Deine etwa?!

wo da? sharp backstein?

tom138 15.12.2003 - 19:44
hab kein telefon ;-)

warste dort?