30 000 in Berlin
Ein erster Kurzbericht von der Berliner Demo gegen Sozialabbau und die Kürzungen im Bildungsbereich
Ca 30 000 überwiegend junge Menschen demonstrieren auf der Leipzigerstrasse Richtung Alexanderplatz.+++Nur wenig Gewerkschafter+++ ca. 800 Menschen im linksradikalen und sozialrevolutionären "Wir wollen alles!" Block
Ca 30 000 überwiegend junge Menschen demonstrieren auf der Leipzigerstrasse Richtung Alexanderplatz.+++Nur wenig Gewerkschafter+++ ca. 800 Menschen im linksradikalen und sozialrevolutionären "Wir wollen alles!" Block
Vor 20 minuten zog die Demonstration von Studierenden, Gewerkschaften Sozialen Initiativen und Linken Gruppen mit ca. 30 000 Menschen die Leipzigerstrasse in Richtung Alexanderplatz. Die Stimmung ist zum Teil laut, überwiegend bunt und fantasievoll (oder so).
Die Bullizei ist zwar um die Demo herum, aber nicht unmittelbar am Zug. Die Friedrichstrassse war allerdings massiv mit quergestellten Mannschaftswagen blockiert.
In der Demo beteiligen sich Blöckchen von IGBau, Verdi und IG Metall sowie GEW, aber dominierend sind die Studis und jüngeren Semester. Ein ziemlich anderes Publikum, als auf der Demo gegen Sozialabbau am 1.11. in Berlin, die ehr von der Gewerkschaftsbasis dominiert war.
Ansonsten gabs noch einen Attc auflauf und den sozialrevolutionären "Wir wollen Alles" Block, wo Transparente von "Berlin umsonst" sowie einigen stattbekannten Gruppen der Radikalen Linken Berlins zu sehen waren.
Im letzten Demodrittel tummelten sich noch absurderweise Christian Ströbele und einige Bündniss 90/die Grünen-Fahnen.(Kein Kommentar)
Im grossen und ganzen wohl die grösste Studi-Demo der letzten Wochen, trotz des nicht gerade optimalen Wetters.
Leittransparent: Für eine Umverteilung von oben nach unten... na denne: Glück auf.
Die Bullizei ist zwar um die Demo herum, aber nicht unmittelbar am Zug. Die Friedrichstrassse war allerdings massiv mit quergestellten Mannschaftswagen blockiert.
In der Demo beteiligen sich Blöckchen von IGBau, Verdi und IG Metall sowie GEW, aber dominierend sind die Studis und jüngeren Semester. Ein ziemlich anderes Publikum, als auf der Demo gegen Sozialabbau am 1.11. in Berlin, die ehr von der Gewerkschaftsbasis dominiert war.
Ansonsten gabs noch einen Attc auflauf und den sozialrevolutionären "Wir wollen Alles" Block, wo Transparente von "Berlin umsonst" sowie einigen stattbekannten Gruppen der Radikalen Linken Berlins zu sehen waren.
Im letzten Demodrittel tummelten sich noch absurderweise Christian Ströbele und einige Bündniss 90/die Grünen-Fahnen.(Kein Kommentar)
Im grossen und ganzen wohl die grösste Studi-Demo der letzten Wochen, trotz des nicht gerade optimalen Wetters.
Leittransparent: Für eine Umverteilung von oben nach unten... na denne: Glück auf.
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Ergänzungen
langweilige latschdemo
Weitere Demonstrationen
Die hohe Teilnehmerzahl in Berlin fand ich schon allein aufgrund des krassen Wetters (Dauerregen) beeindruckend.
Auch in anderen europäischen Staaten gabs Demos. In Sevilla löste die Polizei eine Demonstration von Werftarbeitern mit Gummigeschossen auf.
AP schreibt dazu: "Gewerkschaftsangaben schossen die Polizisten ohne Vorwarnung auf die rund 300 Demonstranten, die lediglich auf ihren Trillerpfeifen geblasen hätten"...
@MrX
Was bitte hast du dir von so ner riesen Demo erwartet? Brennende Autos, zerspliterte Schaufenster und Plünderungen? Wärs so gelaufen hätte sich mindestens die Hälfte der Leute vom Protest abgewandt. Ganz zu schweigen von der restlichen Bevölkerung.
Ist doch geil das soviele kommen. Die Zahl an sich ist ein lautes Statement.
Radikalere Sachen müssen eh in kleineren Gruppen laufen und werden laufen.
Jeden Wette im nächsten Jahr geht noch einiges.
@ MrX
Als Beispiel ein Thread in einem Forum des Protestes in Göttingen:
Nicht nur StudentInnen!
Viel wichtiger finde ich, dass endlich kapiert und publiziert wird, dass es sich NICHT nur um StudentInnen handelt, die da demonstrierten (zumindest in Berlin). Die haben zwar knapp die Hälfte der Demo gestellt, aber den anderen Teil der DemonstrantInnen stellten super viele Leute aus den verschiedensten Gewerkschaften, Trägern aus Jugend und Bildungseinrichtungen, SchülerInnen, Behinderte und und und.
Sehr gut fand ich die große Beteiligung am "Wir wollen alles"-Block. Das waren weit mehr als die oben genannten 800 Leute.
Frankfurt
Es war gut
Jörg
P.S. Dieser Streik und diese Proteste sind keinesfalls nächstes Jahr vorbei!
nanana...
50000-60000 halte ich für realistischer. unabhängige schätzungen gehen auch eher in diese richtung. das ist definitiv ein erfolg, grade wenn mensch dieses beschissene wetter miteinbezieht! allerdings war die demoroute selbst beschissen, da bekommt ja jeder kleine faschoaufmarsch bessere strecken zugewiesen. tststs...
Zur Demo & @MrX
MrX.: Du scheinst entweder ein Streikgegner und Scheinabgreifer zu sein (gegen die du ja selbst polemisierst, aber diese Art der Persönlichkeitsspaltung ist nicht selten) oder einer dieser Elfenbeinturm-Ultralinken, die erst dann aktiv werden wenn die Weltrevolution schon vorüber ist bzw. alles am Brennen ist. Egal, beiden Gruppen ist gemein dass sie nichts beitragen und stattdessen mit den ewiggleichen Argumenten (VV-Beteiligung) die Demonstrierenden angreifen, und noch so tun als wär alles schon vorbei.
Sauberer Tagesschau-Bericht - WOW!
Unglaublich - die Kernaussage der Deutschlandweiten Großdemos "Gegen Sozial-und Bildungskahlschlag!" wurde für ARD/ZDF-Verhältnisse richtig ausführlich behandelt.
Sogar auf die hohe Teilnehmerzahl trotz des schlechten Wetters wurde hingewiesen - hohohoho...!
Zahlenspiele
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Schoeoeoen
Streefighters finest
Natürlich finde ich einen anständigen Krawall so richtig geil und fetzig,ganz nach meinem Geschmack.Und jedem Org dem der Schädel zu Brei geschlagen wird ist so richtig inhaltlich und noch mindestens einer zu wenig.Nur,die Bilder die dabei entstehen sind wenig ästhetisch und transportieren noch weniger von unseren Inhalten und Ansinnen wie vorher
@bernd
ich finde die Proteste vollends richtig, doch das Problem der Studenten ist, dass sie durch diesen Streik keinen Druck ausüben können, wie z.B. die Müllabfuhr dies könnte...
Nehmt euch ein Beispiel an den Bergarbeitern die vor einigen Jahren die Bannmeile in Bonn stürmten....sie haben ihre Forderungen durchgesett...heute gab es sicherlich die Gelegenheit, z.B. das Bundeskanzleramt zu besetzen/ zu belagern oder das Auswärtige Amt, dabei muss kein Auto in Flammen aufgehen....Sitzblockaden etc....können sehr medienwirksam sein, doch heute wurde sogar völlig emotionslos das Rote Rathaus links liegen gelassen oder auch eine spontan Demo durch die Friedrichstraße nicht unternommen, wo man auf sich hätte aufmerksam machen können....lest die Artikel in den Zeitungen, die Presse hat die Studenten schon längst abgeschrieben und die Studenten sich selbst auch...das die HU auf ihrer Vollversammlung glücklich über 4.500 anwesende Studenten ist, sagt doch alles. Dort studieren soweit ich weiss knapp 30.000 Studenten!!! Ihr müsst sehen, dass ihre nicht unbedingt die Mehrheit seit...aber das ist ja jedes Jahr das gleiche...
ein paar gedanken
ich bin kein student, opfer aber viel freizeit(und auch gesundheit(regenwetter,bullen etc.)) als unterstützer.
ich habe diesbezüglich von studenten zuspruch erhalten, aber auch hohle phrasen wie:"hau doch ab! wir wollen keine krawallos!" etc...
das steckt man weg, denn solche spalteridioten kann man nich ernst nehmen...
"keine gewalt"-rufe find ich gut, denn es ist medienwirksam, aber die bullen interessiert das nich!
und ich habe auch respekt vor der energie, die ihr studenten habt, wochenlang proteste einfallsreich zu gestalten und durchzuhalten...
ABER: (das musste ich einfach groß schreiben*g*) ihr werdet veräppelt, und man nimmt euch einfach nich ernst...wenn ihr das rathaus besetzt, gibt das presse, aber wowereit sagt nur, er hält das durch und die kürzungen kommen eh...wenn ihr sarazin's büro besetzt, nennt er euch "arschlöcher", aber die kürzungen kommen trotzdem...
der protest ist salonfähig geworden, so kommt es irgendwie rüber...und das ist traurig, die demos werden von bürgern kaum mehr beachtet, will heissen, es heisst dann nur noch "ach! die studenten wieder!" die proteste haben an kraft verloren, weil die medien kaum berichten, auch wenn ard über ne 30.000 mann demo (zahlen für mich jetz egal) berichtet, es wird leider nichts ändern...
es ist einfach wichtig sämtliche sozialen kämpfe zu integrieren, das ganze dann aber nich als reine studentenproteste zu deklarieren. versteht mich nich falsch, euer protest soll nich "übernommen" werden, aber ihr habt zulauf durch leute von der bankenskandal-ini, durch gewerkschaften, durch linke gruppen etc., aber ich befürchte solltet ihr wirklich etwas erreichen (daran zweifel ich leider schon etwas), dann werdet ihr zufrieden in eure uni gehn, und das war's für euch...und das darf nich passiern, ich hoffe es kommt wirklich bei euch rüber, dass nich nur ihr verarscht werdet, denn wir alle werden für dumm verkauft, uns allen wird geld geklaut, aber wir alle müssen da auch reagieren, und ich denke latschdemos werden nichts verändern...
ich verlange jetz keine neue 68er (denn dann wird es eh wie damals, und die heutigen revoluzzer zocken uns morgen ab), wir müssen druck ausüben, zeigen wir den bonzen wie es sich lebt, wenn man nix hat (und das geht nunmal leider nur durch zivilen ungehorsam in jeglicher form)...ich denke, ihr wisst was ich meine, denn solange es die politiker nich direkt betrifft, is denen doch egal, was auf der strasse passiert...
in diesem sinne: bis zur nächsten aktion!
ps: verzeiht meine gedankensprünge und ähnliches, aber ich bin gut fertig von demo etc. und es is schon spät ;)
@Ludegar
ich bin kein Student mehr, untersütze diese Proteste aber dennoch. Nur die Form des Protestes finde ich wenig hilfreich, da sie wie auch in den vergangenen Jahren nichts bewirken werden.
Die Idee eines Generalstreikes ist da in meinen Augen schon viel sinnvoller, doch wird das daran scheitern, dass sich die unterschiedlichen Interessengruppen nicht einigen werden. Ich bleib dabe, diese Proteste werden im neuen Jahr nicht weitergeführt werden, da viele Studenten erkennen werden, dass ihre Form des Protestes nichts bringt!!!!
Es interessiert wenige, dass es den Studenten so schlecht geht.....denn vielen anderen in diesem Land geht es wesentlich schlechter, aber das ist eine andere Diskussion....