Abschiebeknast Offenbach am Main
Am 10.12. trafen sich ca. 100 Menschen, um gegen Abschiebung zu demonstrieren. Ziel der Demonstration war der in der Bevölkerung weitgehend unbekannte Abschiebeknast mitten in Offenbach bei Frankfurt am Main.
Treffpunkt 18 Uhr, Marktplatz Offenbach. In eisiger Kälte lauschen ca. 100 Leute Redebeiträgen zu deutscher Abschiebepraxis. Unter anderem werden Erfahrungsberichte von Menschen, die bereits in Abschiebehaft gesessen haben, vom Band abgespielt. Dann geht es los: Lautstarke Demonstration durch Offenbachs Einkaufsmeile, vorbei an Weihnachtsmarktbuden. "No border, no nation- stop deportation" und "kein Mensch ist illegal", Informationen zu Abschiebung und dem hiesigen Abschiebeknast über Lautsprecher sorgen für Irritation bis Interesse zwischen Glühwein und gebrannten Mandeln.
Vor dem Abschiebeknast selbst wartet eine Polizeikette auf uns, und Inhaftierte, die uns aus den vergitterten Fenstern zuwinken. Anders als am Flughafen Frankfurt steht hier die Mauer sehr nah am Knastgebäude selbst, die Schatten der Gefangenen in vergitterten Fenstern, ihr Winken und Rufen prägen sich mir tief ins Gedächtnis.
Afghanisch, arabisch, spanisch, türkisch, italienisch, französisch....zahlreich die Sprachen, in denen unsere Grüße die Gefangenen erreichen. An der gegenüberliegenden Hauswand werden Filme gezeigt: Dokumentationen z.B. von No-Border-Camps in Australien, wo es AktivistInnen gelang, einigen Gefangenen den Ausbruch aus der Abschiebehaft zu ermöglichen und ein Film über die Destruktion eines frischgebauten Abschiebeknastes in Italien.
Gegen 21 Uhr: das offizielle Ende der Aktion. Mit dem Gedanken, wenigstens ein Zeichen gesetzt zu haben, gehen wir wieder, nach Hause, ins Warme.
Vor dem Abschiebeknast selbst wartet eine Polizeikette auf uns, und Inhaftierte, die uns aus den vergitterten Fenstern zuwinken. Anders als am Flughafen Frankfurt steht hier die Mauer sehr nah am Knastgebäude selbst, die Schatten der Gefangenen in vergitterten Fenstern, ihr Winken und Rufen prägen sich mir tief ins Gedächtnis.
Afghanisch, arabisch, spanisch, türkisch, italienisch, französisch....zahlreich die Sprachen, in denen unsere Grüße die Gefangenen erreichen. An der gegenüberliegenden Hauswand werden Filme gezeigt: Dokumentationen z.B. von No-Border-Camps in Australien, wo es AktivistInnen gelang, einigen Gefangenen den Ausbruch aus der Abschiebehaft zu ermöglichen und ein Film über die Destruktion eines frischgebauten Abschiebeknastes in Italien.
Gegen 21 Uhr: das offizielle Ende der Aktion. Mit dem Gedanken, wenigstens ein Zeichen gesetzt zu haben, gehen wir wieder, nach Hause, ins Warme.
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Ergänzungen
kraftvoll?
aber was sehr auf mich eingewirkt hat war die umrisse der gefangenen hinter gittern und milchglas zu sehen...besonders als sie gewunken, getanzt und liberté gerufen haben...bei diesem bild wird einen erst klar dass viel mehr getan werden muss...besonders nachdem die videos aus italien und australien gezeigt wurden...wo man bei aktionen gefangene befreien konnte, lager demontieren etc. . sowas wünscht man sich auch hier...aber wie bei sovielen protestbewegungen in deutschland ist diese auch verhältnismäßig klein...
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Oooh... — Da Wirds