Berlin 6.12. - AHA-Team lügt!
Anlässlich des Nazikarnevals in Neukölln und Treptow-Köpenik am 6.12.03 wurden mit fadenscheiniger Begründung ca. 25-30 Personen in bis zu über 12 Stunden währendes Polizeigewahrsam genommen. Dies fand entgegen kurzfristig getroffenen Vereinbarungen mit der Polizei, und nach freiwilligem Verlassen der Nazi-Route statt.
Am Samstag dem 6.12.03 war für 10 Uhr eine Nazidemo angemeldet, die vom U-Bahnhof Rudow zum S-Bahnhof Schöneweide führen sollte. Entlang der Route waren Gegenkundgebungen angemeldet.
Es gelang einer Gruppe von etwa 30 GegendemonstrantInnen die Stubenrauchstraße, aus einem Hinterhof heraus, kurz vor dem Durchzug der Nazis zu betreten. Auf der relativ schmalen Straße wurden Ketten gebildet und die herannahende Grün-Braune Masse (170 Nasen, an die 1000 Polizisten) lauthals angemessen "begrüßt". Das geballte Deutschtum kam zum stehen und aus dem Polizeilautsprecher krächzte die erste Aufforderung die Straße zu räumen. Etwa zeitgleich verließ ein Rudel von mit leuchtendgelben Westchen über dem Schutzpanzer versehenen Beamten des "Anti-Konflikt-Teams" ("AHA-Team") den Mob, und begann auf die GegendemonstrantInnen einzureden. Beim "Anti-Konflikt-Team" handelt es sich um psychologisch geschulte Beamte, die durch Gespräche mit potentiellen Übeltätern, Ausschreitungen vermeiden sollen. Von diesen Beamten wurden den GegendemonstrantInnen nahegelegt, die Straße freiwillig zu verlassen, um so polizeiliche Gewalt und anschließende Festnahmen zu vermeiden. Da angesichts des martialischen Polizeiaufgebots die Lage wenig aussichtsreich schien, wurde von der Gruppe entschieden, auf das Angebot einzugehen. Ob es währenddessen zu einer dritten Aufforderung aus dem Polizeilautsprecher kam ist fraglich, sollte es eine solche gegeben haben ging sie in Sprechchören und massivem Bullengelaber unter.
Die Fahrbahn wurde etwa um 12:30 Uhr, zur Freude (?) der anwesenden Bereitschaftspolizei (und zur Trauer (?) der anwesenden RTL etc.-Kameras), zügig und gewaltfrei verlassen. Auf dem Bürgersteig fanden sich die BlockierInnen in einem Kessel wieder, der nach dem vorbeiziehen der z.T. wild (als Autonome und so) verkleideten Nazis weiter bestehen blieb. Von den Angeboten des AHA-Teams wollte keiner der anwesenden Pigs mehr etwas wissen, und es gab auf einmal den Befehl, die gesamte Personengruppe einzufahren. Anzeigen wurden wegen "Verstoß gegen das Versammlungsgesetz" zusätzlich wahlweise wegen "Nötigung" u.a. geschrieben.
Im Zusammenhang mit diesen Festnahmen sind Eier-, Tomaten- und Papayawürfe auf die Visiere, Jäckchen und Fahrzeuge der am Ort anwesenden Wachtmeister zu verstehen, während die Personen aus dem Kessel nach und nach bearbeitet und verfrachtet wurden. Die Würfe kamen aus einer Menschenmenge von 100-200 Leuten, die die offenbar ursprünglich den Nazis gewidmeten Lebensmittel nun anderweitig verwertete. (Wie Sinnvoll solche Aktionen sind, besonders auch hinsichtlich des vereinzelt geworfenen Altglases, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden).
Die Gefangenen wurde zunächst auf dem Parkplatz der Polizeiwache am Zwickauer Damm (Neukölln) geparkt, später in einer Wache Hohenschönhausen (Pablo-Picasso-Straße) nach und nach verhört, gegen Abend zum teilweise ED-Behandelt und daraufhin entlassen. Ein großteil der Gruppe wurde jedoch noch gegen halb neun noch nach Tempelhof (Kaiserdamm) gekarrt, um die ED-Behandlung dort fortzusetzten. Noch bis nach Mitternacht, nach ca. 12 Stunden, wurden Leute wieder freigelassen.
Im Verlauf der Gefangenschaft kam es zu Gewaltandrohungen, Beschimpfungen, sexistischer Anmache und mindestens einem sexuellen Übergriff seitens der Polizei.
Naziaufmärsche Verhindern - "Antikonfliktteam" lügt - ACAB
Links:
http://www.de.indymedia.org//2003/12/69068.shtml
http://www.Berlin.de/polizei/Service/aha.html#akt
http://www.de.indymedia.org/2003/12/69115.shtml
Es gelang einer Gruppe von etwa 30 GegendemonstrantInnen die Stubenrauchstraße, aus einem Hinterhof heraus, kurz vor dem Durchzug der Nazis zu betreten. Auf der relativ schmalen Straße wurden Ketten gebildet und die herannahende Grün-Braune Masse (170 Nasen, an die 1000 Polizisten) lauthals angemessen "begrüßt". Das geballte Deutschtum kam zum stehen und aus dem Polizeilautsprecher krächzte die erste Aufforderung die Straße zu räumen. Etwa zeitgleich verließ ein Rudel von mit leuchtendgelben Westchen über dem Schutzpanzer versehenen Beamten des "Anti-Konflikt-Teams" ("AHA-Team") den Mob, und begann auf die GegendemonstrantInnen einzureden. Beim "Anti-Konflikt-Team" handelt es sich um psychologisch geschulte Beamte, die durch Gespräche mit potentiellen Übeltätern, Ausschreitungen vermeiden sollen. Von diesen Beamten wurden den GegendemonstrantInnen nahegelegt, die Straße freiwillig zu verlassen, um so polizeiliche Gewalt und anschließende Festnahmen zu vermeiden. Da angesichts des martialischen Polizeiaufgebots die Lage wenig aussichtsreich schien, wurde von der Gruppe entschieden, auf das Angebot einzugehen. Ob es währenddessen zu einer dritten Aufforderung aus dem Polizeilautsprecher kam ist fraglich, sollte es eine solche gegeben haben ging sie in Sprechchören und massivem Bullengelaber unter.
Die Fahrbahn wurde etwa um 12:30 Uhr, zur Freude (?) der anwesenden Bereitschaftspolizei (und zur Trauer (?) der anwesenden RTL etc.-Kameras), zügig und gewaltfrei verlassen. Auf dem Bürgersteig fanden sich die BlockierInnen in einem Kessel wieder, der nach dem vorbeiziehen der z.T. wild (als Autonome und so) verkleideten Nazis weiter bestehen blieb. Von den Angeboten des AHA-Teams wollte keiner der anwesenden Pigs mehr etwas wissen, und es gab auf einmal den Befehl, die gesamte Personengruppe einzufahren. Anzeigen wurden wegen "Verstoß gegen das Versammlungsgesetz" zusätzlich wahlweise wegen "Nötigung" u.a. geschrieben.
Im Zusammenhang mit diesen Festnahmen sind Eier-, Tomaten- und Papayawürfe auf die Visiere, Jäckchen und Fahrzeuge der am Ort anwesenden Wachtmeister zu verstehen, während die Personen aus dem Kessel nach und nach bearbeitet und verfrachtet wurden. Die Würfe kamen aus einer Menschenmenge von 100-200 Leuten, die die offenbar ursprünglich den Nazis gewidmeten Lebensmittel nun anderweitig verwertete. (Wie Sinnvoll solche Aktionen sind, besonders auch hinsichtlich des vereinzelt geworfenen Altglases, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden).
Die Gefangenen wurde zunächst auf dem Parkplatz der Polizeiwache am Zwickauer Damm (Neukölln) geparkt, später in einer Wache Hohenschönhausen (Pablo-Picasso-Straße) nach und nach verhört, gegen Abend zum teilweise ED-Behandelt und daraufhin entlassen. Ein großteil der Gruppe wurde jedoch noch gegen halb neun noch nach Tempelhof (Kaiserdamm) gekarrt, um die ED-Behandlung dort fortzusetzten. Noch bis nach Mitternacht, nach ca. 12 Stunden, wurden Leute wieder freigelassen.
Im Verlauf der Gefangenschaft kam es zu Gewaltandrohungen, Beschimpfungen, sexistischer Anmache und mindestens einem sexuellen Übergriff seitens der Polizei.
Naziaufmärsche Verhindern - "Antikonfliktteam" lügt - ACAB
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http://www.de.indymedia.org//2003/12/69068.shtml
http://www.Berlin.de/polizei/Service/aha.html#akt
http://www.de.indymedia.org/2003/12/69115.shtml
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