Studie-Protest: Nur Mittel zum Selbstzweck?
Jetzt wäre ich gerne ein Sudent. Überall in Deutschland , Frankreich und sonstwo gehen sie zusammen auf die Strasse, machen Aktionen, Streiks , Besetzungen , sind kreativ. Ich würd gern dabei sein.
Aber es geht nicht. Um dort mitzprotestieren braucht mensch mindestens ein Abi.
Mist, dazu fehlen mir drei Jahre.
Drei Jahre langweiliges Irgendwas lernen müssen , was ich dann wenn ich eine Richtung gefunden habe in der ich mich staatlich gesponsort bilden will, grösstenteils vergessen kann und nie mehr brauchen werde.
Aber es geht nicht. Um dort mitzprotestieren braucht mensch mindestens ein Abi.
Mist, dazu fehlen mir drei Jahre.
Drei Jahre langweiliges Irgendwas lernen müssen , was ich dann wenn ich eine Richtung gefunden habe in der ich mich staatlich gesponsort bilden will, grösstenteils vergessen kann und nie mehr brauchen werde.
Neidisch lese ich bei indy vom Akionismus der letzten Tage. Da mitzumachen , viele junge Leute mit einem sich bildenden Wir-Gefühl rebellieren gegen die Nation. Hier wo ich wohne, ne mittelgrosse Stadt in Westdeutschland gibt es auch ne UNI und die Proteste beginnen gerade erst, angespornt durch die bundesweite Entwicklung.
Ich bin 20, arbeitslos, chronisch gelangweilt und sehne mich danach hier abzuhauen, in die Sonne, nach Lateinamerika zu den Zapatisten, irgendwas soziales machen,
wenn nicht immer wieder der Gedanke ne Ausbildung machen zu müssen in mein Hirn gehämmert würde.
Diesmal auf ne nette Art, denn auf Proteste, wenn sie denn soziale Ursachen haben stehe ich voll. Besonders wenn sie gross sind und viele mitmachen bekomme ich Lust, mich mit meinen Ideen und Träumen dort hineinzuschmeissen.
Aber bis ich ein Student sein könnte fehlen ja noch mindestens drei verschenkte Jahre und etwas trotzig beschliesse ich für mich dass es dann sowieso keine Proteste mehr gibt und laufe ein wenig durch mein Viertel.
Von der Altbaustrasse wo ich wohne sind es nur hundert Meter in das Viertel der gleichen Häuser.
Hier leben viel MigrantInnen, viele Arbeitslose und SozialhilfeempfängerInnen. Die Mietpreise sind etwas niedriger, die Wohnungen bewohnter. 2-3 Räume werden nicht selten von bis zu 10-köpfigen Familien geteilt.
Für die meisten Leute hier ist eine studentische Karriere kategorisch ausgeschlossen.Eltern von Grossfamilien besonders verarmte können häufig selbst das Abitur ihrer Kinder nicht bezahlen und wer auf so engen Raum leben muss bekommt auch Probleme in Ruhe zu lernen.
Wenn Leute hier als "Illegal" gelten, dürfen sie noch nichtmal arbeiten.
Ich als deutsches Beamtenkind habs da noch recht gut. Kann mich dahinstellen und philosofisch über die Ungerechtigkeiten des leistungsbasierten Bildungssystems herziehen während andere nie die Möglichkeit bekommen werden auch nur seine Grundstufen kennenlernen zu dürfen.
Meine Gedanken sind wieder bei den Studieprotesten und aufeinmal legt sich die Brisanz. Mir kommen die Forderungen der Studenten in den Sinn. Keine Studiengebühren!
Neid und Euphorie verblassen , etwas Wut kommt hoch. Was für ein priveligierter Misthaufen, diese Studenten doch sind. Selbst wenn sie es durchsetzen könnten dass keine weiteren Semestergebühren eingeführt werden, ändert sich die Situation nicht im geringsten.
Die Roma Kinder aus dem Viertel der gleichen Häuser werden weiterhin auf der Strasse spielen und die ersten priveligierten Kinder, deutscher SozialhilfeempfängerInnen, gesellen sich zu ihnen weil im Folge des Sozialabbaus weitere Kindergärten geschlossen wurde.
Nicht nur in der Uni , nein auch in den vielen Vierteln der gleichen Häuser wird es wilder.und so lange ich nicht genug Kohle hab endlich abhauen zu können gehe ich lieber dort hin um zu spielen und solange die Studies dort nicht mitspielen wollen werde ich auch nicht mit ihnen auf die Strasse gehen. Ya Basta!
Ich bin 20, arbeitslos, chronisch gelangweilt und sehne mich danach hier abzuhauen, in die Sonne, nach Lateinamerika zu den Zapatisten, irgendwas soziales machen,
wenn nicht immer wieder der Gedanke ne Ausbildung machen zu müssen in mein Hirn gehämmert würde.
Diesmal auf ne nette Art, denn auf Proteste, wenn sie denn soziale Ursachen haben stehe ich voll. Besonders wenn sie gross sind und viele mitmachen bekomme ich Lust, mich mit meinen Ideen und Träumen dort hineinzuschmeissen.
Aber bis ich ein Student sein könnte fehlen ja noch mindestens drei verschenkte Jahre und etwas trotzig beschliesse ich für mich dass es dann sowieso keine Proteste mehr gibt und laufe ein wenig durch mein Viertel.
Von der Altbaustrasse wo ich wohne sind es nur hundert Meter in das Viertel der gleichen Häuser.
Hier leben viel MigrantInnen, viele Arbeitslose und SozialhilfeempfängerInnen. Die Mietpreise sind etwas niedriger, die Wohnungen bewohnter. 2-3 Räume werden nicht selten von bis zu 10-köpfigen Familien geteilt.
Für die meisten Leute hier ist eine studentische Karriere kategorisch ausgeschlossen.Eltern von Grossfamilien besonders verarmte können häufig selbst das Abitur ihrer Kinder nicht bezahlen und wer auf so engen Raum leben muss bekommt auch Probleme in Ruhe zu lernen.
Wenn Leute hier als "Illegal" gelten, dürfen sie noch nichtmal arbeiten.
Ich als deutsches Beamtenkind habs da noch recht gut. Kann mich dahinstellen und philosofisch über die Ungerechtigkeiten des leistungsbasierten Bildungssystems herziehen während andere nie die Möglichkeit bekommen werden auch nur seine Grundstufen kennenlernen zu dürfen.
Meine Gedanken sind wieder bei den Studieprotesten und aufeinmal legt sich die Brisanz. Mir kommen die Forderungen der Studenten in den Sinn. Keine Studiengebühren!
Neid und Euphorie verblassen , etwas Wut kommt hoch. Was für ein priveligierter Misthaufen, diese Studenten doch sind. Selbst wenn sie es durchsetzen könnten dass keine weiteren Semestergebühren eingeführt werden, ändert sich die Situation nicht im geringsten.
Die Roma Kinder aus dem Viertel der gleichen Häuser werden weiterhin auf der Strasse spielen und die ersten priveligierten Kinder, deutscher SozialhilfeempfängerInnen, gesellen sich zu ihnen weil im Folge des Sozialabbaus weitere Kindergärten geschlossen wurde.
Nicht nur in der Uni , nein auch in den vielen Vierteln der gleichen Häuser wird es wilder.und so lange ich nicht genug Kohle hab endlich abhauen zu können gehe ich lieber dort hin um zu spielen und solange die Studies dort nicht mitspielen wollen werde ich auch nicht mit ihnen auf die Strasse gehen. Ya Basta!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
hwp machts möglich !
40% der studierenden haben kein abi
ne ausbildung benötigst du aber schon
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Kapiere dein Problem nicht — igorowitsch
LANGEWEILE? — xxx
Herzlich willkommen auf der Straße! — kommensch