Demokratie in der ARD
Ja, ja. "Wir feiern Party bei Sabine (Christiansen)". Lustig, lustig.
Die Juso-Studentenvertreterin Anna Berlit aus der Uni Hannover hat höchstens 4 Minuten lang ziemlich wenigsagend geredet. Nach der Sendung ging es weiter im "Sabine Christiansen Chat Community". Hier, zum Nachlesen (und -weinen) der Wortlaut des Chats. Kritische Fragen waren öffentsichlich nicht erwünscht.
Hoffentlich sehen die mediengeilen Berliner Spaßprotestierenden, dass "in die Medien kommen" nicht unbedingt nützlich sein muss.
Und ein Gegenkonzept? "Nächste Woche zu Schreinemakers", vielleicht?
"Seminar XYZ sucht ein Veranstaltungsraum bei Götz Alsmann und Christine Westermann" ("Platz Frei?")
oder Demokratie an den Hochschulen, beleuchtet bei "Verstehen Sie Spaß?!"
Die Juso-Studentenvertreterin Anna Berlit aus der Uni Hannover hat höchstens 4 Minuten lang ziemlich wenigsagend geredet. Nach der Sendung ging es weiter im "Sabine Christiansen Chat Community". Hier, zum Nachlesen (und -weinen) der Wortlaut des Chats. Kritische Fragen waren öffentsichlich nicht erwünscht.
Hoffentlich sehen die mediengeilen Berliner Spaßprotestierenden, dass "in die Medien kommen" nicht unbedingt nützlich sein muss.
Und ein Gegenkonzept? "Nächste Woche zu Schreinemakers", vielleicht?
"Seminar XYZ sucht ein Veranstaltungsraum bei Götz Alsmann und Christine Westermann" ("Platz Frei?")
oder Demokratie an den Hochschulen, beleuchtet bei "Verstehen Sie Spaß?!"
Mehr Infos über der Hannoveraner Juso-Hochschulgruppe unter
http://www.hsg-hannover.de/kontakt.html
Anna Berlit selber kann man unter
Tel. 0179-8666525 Tel. im ASTA 0511-762 5061
anna.christina.berlit@stud.uni-hannover.de
kontaktieren...
NetCommunity Chat, cassiopeia
Willkommen im Chat
Dies ist ein moderierter Chat. Der Moderator wählt einzelne Fragen aus und schaltet sie frei.
Leider können aufgrund der Menge der Fragen nicht alle berücksichtigt werden.
Der Chat beginnt ca. 5-10 Minuten nach der Sendung und dauert zwischen 15 und 30 Minuten.
Moderator: Wir warten Momentan noch auf Frau Berlit, unseren Chatgast, dann kann es losgehen.
Moderator: Dieser Chat ist moderiert, d.h. Sie sehen Ihre Frage ersteinmal nicht, die Frage gelangt in die Auswahlliste des Moderators und wird gegebenenfalls dem Gast gestellt. Aufgrund der Menge der Fragen können leider nicht immer alle Fragen berücksichtigt werden. Sie können aber bereits Fragen formulieren.
Meldung an den Moderator (wird geprüft und eventuell freigeschaltet): Hallo Frau Berlit, glaubst Du, dass Du als SPD-Genossin die protestierenden StudentInnen z.B. gegenüber Deinem Parteifreund Wowereit gut vertreten hast?
Moderator: Hallo liebe Chatter, Frau Berlit ist soeben eingetroffen, wir können anfangen.
dennis1: Haben Sie den Eindruck, dass Wowereit in den Protesten auch einen Anlass für Konsequenzen seiner Politik sieht, oder setzt er sich dem arrogant hinweg ?
AnnaBerlit: Herr Wowereit hat sich im Wesentlichen nicht zu den Studiengebühren geäußert,
AnnaBerlit: ich denke, er setzt sich schon damit auseinander, aber wir bleiben bei unserem
AnnaBerlit: Standpunkt, dass wir generell, egal welche Varianten die Politik sich ausdenkt, gegen
AnnaBerlit: Studiengebühren sind.
berlinerStudent1: ich würde gerne von Frau Berlit wissen, wie sie es geschafft hat, in die Sendung zu kommen. Immerhin streikt Hannover meines Wissens nach nicht, und die Idee, Frau Christiansen eine Bildungssendung "vorzuschlagen", kam wohl auch eher aus Berlin.
AnnaBerlit: Das ist so nicht richtig. Hannover organisiert eine inhaltlich sehr fundierte Aktionswoche
Meldung an den Moderator (wird geprüft und eventuell freigeschaltet): Glaubst du, dass du die Studenten und Studentinnen, die vor dem Studio gerade jetzt demonstrieren, in die Augen schauen kannst?
AnnaBerlit: , in der über die Ursache von Kürzungen aufgeklärt wurde. Außerdem haben wir am 12.11.
AnnaBerlit: 22000 Studierende auf die Straße gebracht.
1a1: wie stehen sie selber zu den protesten, engagiert sich ihr asta ebenfalls?
AnnaBerlit: Ja, natürlich.
AnnaBerlit: Wir unterstützen die Aktionswoche auch inhaltlich. Wir bereiten Seminare vor, setzen
AnnaBerlit: den regulären Vorlesungsbetrieb aus, weil wir auf die Schwächen in den Kürzungsplänen
AnnaBerlit: hinweisen wollen und weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass Studiengeb.
AnnaBerlit: nur dazu führen, dass bis jetzt schon unterpriviligierte Studierende noch weniger Chancen
AnnaBerlit: erhalten werden, ihr Hochschulstudium zum Abschluss zu bringen.
ms1: Was ist daran unsozial, wenn ein Student nach Überschreitung der Regelstudienzeit Studiengebühren zahlen soll?
AnnaBerlit: Weil die Regelstudienzeit so knapp bemessen ist, dass ein Student, der sich sein
AnnaBerlit: Studium selbst verdienen muss, keine Chance hat, sein Studium in der Regelstudien-
AnnaBerlit: zeit zu absolvieren. Hier haben eindeutig die den Vorteil, die ihr Studium vollständig
AnnaBerlit: bezahlt bekommen.
Hias1: Guten Abend Frau Berlit, als Stundent interessiert mich insbesondere was wir Studenten weiter gegen die geplanten Kürzungen weiter unternehmen können, und ob bereits weiter studentische Demonstrationen oder andere Aktionen geplant sind?
AnnaBerlit: Ich bin der Meinung, dass wir eindeutig und medienwirksam weiter Stellung beziehen sollten
AnnaBerlit: Sowohl zu den geplanten Kürzungen, als auch zu den Studiengebühren. Beide sind
AnnaBerlit: abzulehnen und jede nicht gewalttätige Form des Protestes ist hierzu kreativ auszu-
AnnaBerlit: gestalten. Das geht über Projektwochen, möglichst hin zu spektakulären Einzelaktionen.
gbeisbaer1: welche möglichkeiten der vernetzung der proteste in deutschland und europa gibt es. wie kann man mehr druck ausüben?
AnnaBerlit: Ich kenne nur in Deutschland als gute Plattform den FZS, den Freien Zusammenschluss
AnnaBerlit: der Studierendenschaften.
Smugo1: Hallo ! Ich bin selber Student und würde eine Studiengebühr durchaus akzeptieren, wenn gesichert ist, dass diese auf den Hochschulen direkt zukommt. Wie sehen Sie das ?
AnnaBerlit: nicht gesicherten Schichten und bildungsfernen Schichten stammen, vom Studium
AnnaBerlit: ausgeschlossen würden.
ThomasRaeder1: Studiengebühren sind in den meisten europäischen Ländern eine Selbstverständlichkeit. Warum sollte gerade Deutschland sich der mit den Gebühren verbundenen Modernisierung der Universitäten verwehren?
AnnaBerlit: 500,00 Euro, um die es sich meistens dreht, kann unmöglich, der sich sowieso schon
AnnaBerlit: selbst finanzieren muss, noch nebenbei verdienen. Wie soll dort eine gerechte Ausbildung
AnnaBerlit: stattfinden?
DerRoteBaron1: Koordiniert jemand die Proteste bundesweit?
AnnaBerlit: Der FZS, der Freie Zusammenschluss der Studierenden.
GerryG1: Momentan müssen doch alle abspecken warum, sollen wir, die Spitze der Bildung nicht anfangen?
AnnaBerlit: Sicher ist eine Umverteilungsproblematik vorhanden, aber das Problem liegt
AnnaBerlit: vor allem darin, dass die Ärmeren eher nach oben verteilen müssen. D.h., dass die
AnnaBerlit: geringeren Vermögen an die größeren Vermögen abgeben. Wenn die größeren
AnnaBerlit: Vermögen z.B. eine Vermögensteuer, eine Erbschaftssteuer oder eine Spekulations-
AnnaBerlit: steuer entrichten würden, dann würden sich genau diese Menschen ihre gesell-
AnnaBerlit: schaftlichen Verantwortungen stellen. Das wollen wir.
nico1: Wer muss denn sein Studium selbst finanzieren, es gibt doch BaFöG?
AnnaBerlit: Es gibt schon BaFöG, aber das fängt nicht alle Bedürftigen auf. Außerdem muss
AnnaBerlit: jedem per Grundrecht garantiert sein, eine höhere Bildung in Anspruch nehmen zu können.
bjoern1: Warum verbinden Sie Studenzeit mit Demokratieverständnis? Ich bin selber Student und ich denke, dass man als Student auch eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber hat.
AnnaBerlit: Bildung schärft den Blick auf die Demokratie.
paolo471: wie lange sollen diese Demos dauern? Geht es nach Weihnachten weiter, oder ist dann wie Politiker hoffen endlich "ruhe"?
AnnaBerlit: Nein, danach ist nicht "Ruhe".
AnnaBerlit: Das Thema ist viel zu wichtig, als dass man danach aufgeben sollte.
Alex1: Haben Sie ein Konzept gegen (wirkliche) Langzeitstudenten?
AnnaBerlit: Studierende studieren in der Regel nicht deshalb lange, weil es an der Hochschule so
AnnaBerlit: behaglich ist, sondern weil sie nebenbei ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen.
AnnaBerlit: Demgegenüber muss die Politik Verständnis zeigen.
Moderator: Liebe Chatter, vielen Dank für Eure interessanten Fragen, Anna und mir hat es viel Spaß gemacht, wir freuen uns auf nächsten Sonntag. Liebe Grüße. Eure Redaktion Sabine Christiansen
http://www.hsg-hannover.de/kontakt.html Anna Berlit selber kann man unter
Tel. 0179-8666525 Tel. im ASTA 0511-762 5061
anna.christina.berlit@stud.uni-hannover.de kontaktieren...
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Leider können aufgrund der Menge der Fragen nicht alle berücksichtigt werden.
Der Chat beginnt ca. 5-10 Minuten nach der Sendung und dauert zwischen 15 und 30 Minuten.
Moderator: Wir warten Momentan noch auf Frau Berlit, unseren Chatgast, dann kann es losgehen.
Moderator: Dieser Chat ist moderiert, d.h. Sie sehen Ihre Frage ersteinmal nicht, die Frage gelangt in die Auswahlliste des Moderators und wird gegebenenfalls dem Gast gestellt. Aufgrund der Menge der Fragen können leider nicht immer alle Fragen berücksichtigt werden. Sie können aber bereits Fragen formulieren.
Meldung an den Moderator (wird geprüft und eventuell freigeschaltet): Hallo Frau Berlit, glaubst Du, dass Du als SPD-Genossin die protestierenden StudentInnen z.B. gegenüber Deinem Parteifreund Wowereit gut vertreten hast?
Moderator: Hallo liebe Chatter, Frau Berlit ist soeben eingetroffen, wir können anfangen.
dennis1: Haben Sie den Eindruck, dass Wowereit in den Protesten auch einen Anlass für Konsequenzen seiner Politik sieht, oder setzt er sich dem arrogant hinweg ?
AnnaBerlit: Herr Wowereit hat sich im Wesentlichen nicht zu den Studiengebühren geäußert,
AnnaBerlit: ich denke, er setzt sich schon damit auseinander, aber wir bleiben bei unserem
AnnaBerlit: Standpunkt, dass wir generell, egal welche Varianten die Politik sich ausdenkt, gegen
AnnaBerlit: Studiengebühren sind.
berlinerStudent1: ich würde gerne von Frau Berlit wissen, wie sie es geschafft hat, in die Sendung zu kommen. Immerhin streikt Hannover meines Wissens nach nicht, und die Idee, Frau Christiansen eine Bildungssendung "vorzuschlagen", kam wohl auch eher aus Berlin.
AnnaBerlit: Das ist so nicht richtig. Hannover organisiert eine inhaltlich sehr fundierte Aktionswoche
Meldung an den Moderator (wird geprüft und eventuell freigeschaltet): Glaubst du, dass du die Studenten und Studentinnen, die vor dem Studio gerade jetzt demonstrieren, in die Augen schauen kannst?
AnnaBerlit: , in der über die Ursache von Kürzungen aufgeklärt wurde. Außerdem haben wir am 12.11.
AnnaBerlit: 22000 Studierende auf die Straße gebracht.
1a1: wie stehen sie selber zu den protesten, engagiert sich ihr asta ebenfalls?
AnnaBerlit: Ja, natürlich.
AnnaBerlit: Wir unterstützen die Aktionswoche auch inhaltlich. Wir bereiten Seminare vor, setzen
AnnaBerlit: den regulären Vorlesungsbetrieb aus, weil wir auf die Schwächen in den Kürzungsplänen
AnnaBerlit: hinweisen wollen und weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass Studiengeb.
AnnaBerlit: nur dazu führen, dass bis jetzt schon unterpriviligierte Studierende noch weniger Chancen
AnnaBerlit: erhalten werden, ihr Hochschulstudium zum Abschluss zu bringen.
ms1: Was ist daran unsozial, wenn ein Student nach Überschreitung der Regelstudienzeit Studiengebühren zahlen soll?
AnnaBerlit: Weil die Regelstudienzeit so knapp bemessen ist, dass ein Student, der sich sein
AnnaBerlit: Studium selbst verdienen muss, keine Chance hat, sein Studium in der Regelstudien-
AnnaBerlit: zeit zu absolvieren. Hier haben eindeutig die den Vorteil, die ihr Studium vollständig
AnnaBerlit: bezahlt bekommen.
Hias1: Guten Abend Frau Berlit, als Stundent interessiert mich insbesondere was wir Studenten weiter gegen die geplanten Kürzungen weiter unternehmen können, und ob bereits weiter studentische Demonstrationen oder andere Aktionen geplant sind?
AnnaBerlit: Ich bin der Meinung, dass wir eindeutig und medienwirksam weiter Stellung beziehen sollten
AnnaBerlit: Sowohl zu den geplanten Kürzungen, als auch zu den Studiengebühren. Beide sind
AnnaBerlit: abzulehnen und jede nicht gewalttätige Form des Protestes ist hierzu kreativ auszu-
AnnaBerlit: gestalten. Das geht über Projektwochen, möglichst hin zu spektakulären Einzelaktionen.
gbeisbaer1: welche möglichkeiten der vernetzung der proteste in deutschland und europa gibt es. wie kann man mehr druck ausüben?
AnnaBerlit: Ich kenne nur in Deutschland als gute Plattform den FZS, den Freien Zusammenschluss
AnnaBerlit: der Studierendenschaften.
Smugo1: Hallo ! Ich bin selber Student und würde eine Studiengebühr durchaus akzeptieren, wenn gesichert ist, dass diese auf den Hochschulen direkt zukommt. Wie sehen Sie das ?
AnnaBerlit: nicht gesicherten Schichten und bildungsfernen Schichten stammen, vom Studium
AnnaBerlit: ausgeschlossen würden.
ThomasRaeder1: Studiengebühren sind in den meisten europäischen Ländern eine Selbstverständlichkeit. Warum sollte gerade Deutschland sich der mit den Gebühren verbundenen Modernisierung der Universitäten verwehren?
AnnaBerlit: 500,00 Euro, um die es sich meistens dreht, kann unmöglich, der sich sowieso schon
AnnaBerlit: selbst finanzieren muss, noch nebenbei verdienen. Wie soll dort eine gerechte Ausbildung
AnnaBerlit: stattfinden?
DerRoteBaron1: Koordiniert jemand die Proteste bundesweit?
AnnaBerlit: Der FZS, der Freie Zusammenschluss der Studierenden.
GerryG1: Momentan müssen doch alle abspecken warum, sollen wir, die Spitze der Bildung nicht anfangen?
AnnaBerlit: Sicher ist eine Umverteilungsproblematik vorhanden, aber das Problem liegt
AnnaBerlit: vor allem darin, dass die Ärmeren eher nach oben verteilen müssen. D.h., dass die
AnnaBerlit: geringeren Vermögen an die größeren Vermögen abgeben. Wenn die größeren
AnnaBerlit: Vermögen z.B. eine Vermögensteuer, eine Erbschaftssteuer oder eine Spekulations-
AnnaBerlit: steuer entrichten würden, dann würden sich genau diese Menschen ihre gesell-
AnnaBerlit: schaftlichen Verantwortungen stellen. Das wollen wir.
nico1: Wer muss denn sein Studium selbst finanzieren, es gibt doch BaFöG?
AnnaBerlit: Es gibt schon BaFöG, aber das fängt nicht alle Bedürftigen auf. Außerdem muss
AnnaBerlit: jedem per Grundrecht garantiert sein, eine höhere Bildung in Anspruch nehmen zu können.
bjoern1: Warum verbinden Sie Studenzeit mit Demokratieverständnis? Ich bin selber Student und ich denke, dass man als Student auch eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber hat.
AnnaBerlit: Bildung schärft den Blick auf die Demokratie.
paolo471: wie lange sollen diese Demos dauern? Geht es nach Weihnachten weiter, oder ist dann wie Politiker hoffen endlich "ruhe"?
AnnaBerlit: Nein, danach ist nicht "Ruhe".
AnnaBerlit: Das Thema ist viel zu wichtig, als dass man danach aufgeben sollte.
Alex1: Haben Sie ein Konzept gegen (wirkliche) Langzeitstudenten?
AnnaBerlit: Studierende studieren in der Regel nicht deshalb lange, weil es an der Hochschule so
AnnaBerlit: behaglich ist, sondern weil sie nebenbei ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen.
AnnaBerlit: Demgegenüber muss die Politik Verständnis zeigen.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
vorm studio
wir sind dann zu 30igst zum hauptstadtstudio gegeangen und haben versucht mit dem verantwortlichen redakteur zu reden. gerade abrückende polizei folge uns aufällig, in dem sie rückwärts eine einbahnstrasse neben uns her fuhr, aus dem wagen sprang, um uns daran zu hindern, ins studio zu gehen. es wurde vermittelt und in polizeilicher begleitung durften dann 2 von uns rein und mit ihm reden. er sagte nichts wirklich handfestes, ausser dass die sabine redaktion unabhängig von der ard ist und er keinen einfluß auf gäste/thema/aufzeichnungstaktik hat. er verstehe uns aber und wolle versuchen, zumindest die aufzeichnungen unserer anwesenheit (ard hat selbst gefilmt, tagesspiegel war wohl auch da) zu senden.
alles in allem also doch irgendwie noch erfolgreich, bis darauf, das ein übereifriger polizist, dann doch irgendwen für diesen spontanaufmarsch verantwortlich machen wollte und dann einfach die personlalien der transpi-träger aufnahm ... dabei waren die anderen die ganze zeit so freundlich.
was macht anna berlit dort?
echt sauer darueber, dasz solche leute ein derartiges podium bekommen schreibe ich jetzt mal einen etwas unstrukturierten kommentar:
zum ersten:
berlit ist eine von ZWEI vollzeit presse-oeffentlichkeits-referentin,
"na, da schauen wa ma, was uns die homepage des asta uni hannover so an aktuellen informationen anbietet."
link lautet:
naja, in deren groszkotzigkeit heisst das heute
als gaebe es keine asten der mhh, tiho, efh oder der fachhochschulen in hannover mehr. wie unsensibel und vereinnahmend!
aber das nur nebenbei.
waeren wenigsten die dortigen informationen von vorzeigbarer qualitaet waer es ja noch einigermassen vertretbar, jedoch findet mensch dort heute am 10.12. u.a.:
unter "asta aktuell":
"...Kundgebung am 10.12. am Landtag!!!
In der kommenden Woche, also vom 8. Dezember an, werden im Niedersächsischen Landtag das sogenannte Hochschuloptimierungskonzept, das Haushaltsbegleit... "
unter fragezeichen, der zeitung des asta:
"...Ausgabe: Widerspruch
Wenns Euch trifft, dann seid Ihr halt betroffen! Hier findet Ihr einen von uns erstellten Musterwiderspruch gegen den vom I - Amt an Euch herausgegangenen Langzeitstudiengebührenbescheid. Nun ist es soweit! Die Widerspruchsfrist gegen die Gebührenbescheide für „Langzeitstudierende“ endet am Donnerstag den 16.01.2003!..."
eigentlich wimmelt es auf diesen seiten nur so von stilbluehten.
von einer ordentlichen presse- und oeffentlichkeitsarbeit kann nun wirklich keine rede sein.
als entschuldigung kann auch nicht herhalten, dasz dies nur eine website waere und die wirklich wichtigen infos als printmedium erscheinen.
es gab bisher keine publikation dieses astas, die sich ordentlich mit studiengebueheren oder den umstrukurierungen befasst hat.
einzig ein flugblatt vom sommer diesen jahres, das leider deutlich macht wie sehr die authorInnen opfer der bildungsmisere geworden sind.
zum zweiten:
berlit wird im chat darauf angesprochen, wie sie denn in die sendung kam. leider macht die fragestellerIn den fehler, die angeblichen proteste in hannover zu bewerten.
b. geht natuerlich nicht auf die eigentliche frage nach ihrem weg in die sendung ein, die wirklich geklaert werden sollte, sondern schmueckt sich noch mit fremden federn. sie behauptet der asta haette 22000 studis mobilisiert.
interessant waere zu erfahren, was denn die clausthaler, hildesheimer, oldenburger, goettinger oder braunschweiger aktivistInnen dazu denken.
in diesem zusammenhang sollte auch mal nachgefragt werden, warum die ehemalige niedersaechsische regierung dort ueberhaupt reden durfte, wo diesie auch schon den sozial- und bildungsabbau betrieben hat, den die cdufdp regierung nur stringent fortsetzt.
warum haben dort so wenig studentInnen gesprochen, gerade wenn es eine studentische veranstaltung ist?????
zum dritten:
warum sitzt b. dort und nicht jemand vom dachverband, dem fzs. steht uebrigens fuer "freier zusammenschluß von studentInnenschaften (und nicht studierendenschaften)
... oder jemand von den streikenden studis
oder oder oder
zum vierten:
inhaltlich hat sie mit ihrer position studiengebuehren abzulehnen nun nicht unbedingt eine provokative these vertreten. eigentlich moechte sie ja ein stipendiensystem, wo die Kinder und junge Menschen aus der unterpriviligierten schicht auch studieren duerfen.
gegen elitebildung spricht sie sich z.b. nicht aus, so kann diese position durchaus als kritischer beitrag zur standortsicherung bewertet werden.
wie waere es denn, die hochschule als ort der faulheit und musse zu definieren, wo nicht der verwertungsgedanke als antrieb gilt.
leider findet sich dazu keinerlei ansatz.
fazit:
berlit hat sich nicht ueber ihre arbeit im bereich presse-oeffentlichkeit des astas ausgezeichnet,
b. hat keine repraesentative bundesweite funktion inne,
b. ist keine aktive protestlerin
b. vertritt keine herausragenden thesen zur entwicklung der hochschulpolitik
damit liegt die vermutung nahe, dasz b. sicher ueber gute juso-spd beziehung in die sendung kam, um als nette nebelbombe die studis zu beruhigen.
motto: schaut her! auch chritiansen kuemmert sich um die studentischen proteste.
bemerkenswert war die komposition der gaeste.
es wurden hauptsaechlich spd mitglieder eingeladen, plus friends.
als kontratsprogramm waere denkbar gewesen, dasz richtig kantige personen, wie beckstein oder newcomer der nds. cdu, david mcallister, der in hannover jura studierte, nun seinen alten fachbereich zusammenstreichen will.
dabei haette es recht spannende auseinandersetzungen geben koennen, wenn dies ueberhaupt bei christiansen stattfinden kann.
zum schluss:
leute in den streikenden hochschulen, den besetzten hoersaelen und praesidentenbueros, lasst euch nicht durch schlechte vorturner einlullen!
macht weiter, denn:
education is a right! not a privilege!
LOVE, PEACE & RESPECT
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
wie war's vor'm studio? — alex