Ergebnisse des bundesweiten Streiktreffens
Gestern fand ein budesweites Studierendenprotestkoordinationstreffern in Jena statt. An diesem nahmen über hundert Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet teil – mit Ausnahme von Bremen und dem Saarland waren alle Bundesländer vertreten. Neben VertreterInnen von ASten, StuRäs, etc. nahmen auch Vertreterinnen einzelner Hochschulgruppen, Gewerkschaften sowie Delegierte von Streikräten teil. Hier in küze das Ergebniss des Treffens:
In Absprache mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen aus Frankreich, welche zeitgleich in Renne ein Frankreichweites Protestkoordinationstreffen abhielten, einigten wir uns auf den 13.12 als europaweiten regionalen Protest- und Demonstrationstag. Es gab auch bereits erste Reaktionen aus England und der Schweiz nach denen auch dort probiert wird sich durch Demos zu beteiligen.
Zu der Umsetzung in Deutschland:
Der Schwerpunkt der Demo wird Bildungs- und Sozialabbau liegen. In Deutschland werden 3 regionale Demonstrationen organisiert zu denen Bundesweit mobilisiert werden soll. Beginn jeweils um 14:00 Uhr in Berlin, Frankfurt und Leipzig.
Zur Mobilisierung in Deutschland sind der 10. und 11.12 als bundesweite dezentrale Protesttage beschlossen worden. Je nach Situation in den einzelnen Bundesländern soll überprüft werden ob sich ehr der 10. oder der 11. Dezember anbietet.
Die Demo soll keine reine Studierendendemo werden, die Beteiligung von SchülerInnen, MitarbeiterInnen im Bildungswesen, Gewerkschaften, andere von dem Sozialabbau betroffenen Menschen und anderen Interessierte ist erwünscht.
In Thüringen wird es 10.12 in Jena eine Demo weitere Infos unter:
http://www.de.indymedia.org/2003/11/68537.shtml
Zu der Umsetzung in Deutschland:
Der Schwerpunkt der Demo wird Bildungs- und Sozialabbau liegen. In Deutschland werden 3 regionale Demonstrationen organisiert zu denen Bundesweit mobilisiert werden soll. Beginn jeweils um 14:00 Uhr in Berlin, Frankfurt und Leipzig.
Zur Mobilisierung in Deutschland sind der 10. und 11.12 als bundesweite dezentrale Protesttage beschlossen worden. Je nach Situation in den einzelnen Bundesländern soll überprüft werden ob sich ehr der 10. oder der 11. Dezember anbietet.
Die Demo soll keine reine Studierendendemo werden, die Beteiligung von SchülerInnen, MitarbeiterInnen im Bildungswesen, Gewerkschaften, andere von dem Sozialabbau betroffenen Menschen und anderen Interessierte ist erwünscht.
In Thüringen wird es 10.12 in Jena eine Demo weitere Infos unter:
http://www.de.indymedia.org/2003/11/68537.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
9.12 Streikauftakt in Hamburg
....für die näxten 5 Wochen.....
Frankreich
14 Uhr
14.00 Uhr am Sonnabend!!!!
Wir laden nach Berlin ein - versuche eine Schlafbörse aufzubauen, für alle, die nicht nur zu Latschdemo kommen wollen. In Berlin zeigen gerade Leute, wie Protest auch anders und sehr wirksam sein kann. Die Demo nach der Demo - überall und keine ruhige Minute den Herrschaften bei Ihrem miesen Tun.
12.12. Nürnberg
französische streikmotive
>Wenn ich "unseren" Medien trauen darf, dann fordern die französischen Studierenden die Beibehaltung (und Exklusivität) ihrer national-französischen Studienabschlüsse. Gleichzeitig lehnen sie eine EU-weite Anerkennung und Gleichstellung von Studienabschlüssen ab,...
die medien, von denen du sprichst, sind dann wohl die den französischen neoliberalen parteien nahestehenden zeitungen ...
der grund der proteste ist tatsächlich NIHCHT die gegnerschaft zu einer europäischen vereinheitlichung, es geht um die ZIELSETZUNG derselben; jede kritik an der zielsetzung des europäischen harmonisierung als national und antieuropäisch abzutun, ist eine bewährte diffamierungsmethode der neoliberalen medien
die "nationalen" diplome werden deshalb für erhaltenswert betrachtet, weil sie a) durchlässiger als das europaweit geplante "Bachelor-Master-(bzw. Licence-Master-)System sind und b) weil sie landesweit einheitliche gültigkeit haben, während durch die von der französischen regierung geplante "autonomisierung" der unis die gefahr der einführung von abschlüssen unterschiedlichen wertes an verscheidnenen unis besteht
vgl. als deutschsprachige quellen:
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Resolution der Studierenden der Universität Rennes II vom 7.11.2002 (auf der VV bei 2000 anwesenden Studierenden angenommen)
Wir, die auf der VV versammelten Studierenden der Uni Rennes II, fordern die Rücknahme des Dekretes zur Einführung des LMD-Systems und den Rückzug des Gesetzesvorschlages zur Autonomie der Universitäten, die zu Ungleichheiten unter den Studierenden und einer Konkurrenz unter den Universitäten führen:
- sie erlauben die Erhöhung der Einschreibegebühren
- sie stellen unsere Rechte in Frage
- sie führen eine Selektion nach dem ersten Studienabschluß ein und erlauben eine Selektion schon zu Studienbeginn
- sie machen unsere Diplome wertlos
- sie erlauben es den Unternehmen und Gebietskörperschaften, die Hochschulpolitik zu bestimmen, vor allem was die Verteilung des Budgets betrifft
Wir, die Studierenden von rennes II, teilen diese Vision einer europäischen Harmonisierung und Modernisierung der Universität nicht. Wir fordern eine wirkliche Harmonisierung, die der gleicher Bildung [für alle] als öffentlicher Aufgabe beruhen muß.
In diesem Sinne appellieren wir an die französische Hochschulöffentlcihkeit, sich für die Rüchnahme dieser Reformen zu mobilisieren, und an die Gesamtheit der Universitäten, sich dem Streik der Uni Rennes II anzuschließen.
Quelle:
(deutsche Übersetzung im Anhang von
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Aufruf der Studierenden und des Personals der Uni Paris V vom 6.11.2003: für die Verteidigung der Hochschulbildung als öffentlicher Aufgabe
Wir, 70 Studierende und Angehörige des Personals der Universität Paris V, versammelt auf Veranlassung des CVSE, der UNEF und von Studenten des Centre Henri Piéron, sind:
- für die Beibehaltung der nationalen Diplome, die es erlauben, einen richtigen Arbeitsplatz mit richtigem Gehalt zu bekommen
- für eine Hochschulbildung mit Qualität
- für die Beibehaltung der Nachholsitzung im September, die eine wirkliche Gleichheit der arbeitenden und der nicht arbeitenden Studierenden erlaubt
- für den Schutz der Arbeitsverträge und der Arbeitsbedingungen der Lehrenden, des Personals und der Studierenden
- gegen Diplome mit begrenzter Dauer
- gegen die Ungleichheit, die die Folge einer Regionalisierung der Universitäten wäre
Um unsere Rechte und unsere Arbeitsverträge zu schützen, fordern wir die Rücknahme der Reform LMD-ECTS und stellen uns eindeutig gegen den Gesetzentwurf zur Modernisierung und Autonomie der Universitäten.
Quelle:
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außerdem ein artikel aus der taz vom wochenende:
"Die Uni ist kein Unternehmen"
Auch in Frankreich gehen die Studierenden zu tausenden auf die Straße: gegen soziale Ungerechtigkeiten im Studium und die finanzielle Privatisierung der Universitäten. Einen Teilsieg haben sie dem Bildungsminister bereits abgerungen
PARIS taz "Für eine andere Harmonisierung der Universitäten in Europa" und gegen eine geplante Dezentralisierung der französischen Universitäten sind am Donnerstag einige zigtausend StudentInnen in ganz Frankreich auf die Straße gegangen. 22 der 90 Universitäten werden bestreikt. Andere organisieren punktuelle Proteste. Vor allem StudentInnen aus sozial schwachen Verhältnissen sehen sich als VerlierInnen der Reformen.
"Ferry, du bist geliefert - die Studenten sind auf der Straße", skandiert eine Gruppe junger Frauen. Sie tragen ein Transparent mit der Aufschrift: "Die Uni ist kein Unternehmen." Damit ziehen sie durch das Pariser Quartier Latin. Sie werfen dem Erziehungsminister Ferry vor, dass die von ihm geplante Dezentralisierung, die offiziell "Modernisierung" heißt, soziale und regionale Ungleichheiten schaffen wird. An diesem Donnerstagnachmittag demonstrieren junge Leute aus den Vorstädten, darunter viele aus Einwandererfamilien, und eine Mehrheit von jungen Frauen. StudentInnen der Eliteschulen sind nicht dabei. "Unis auf für Arbeiter und Immigrantenkinder", lautet einer ihrer Slogans.
Die Proteste richten sich gegen zwei große Projekte. Das eine ist europäisch, das andere national. Das europäische Projekt wurde noch von der vorausgegangenen rot-rosa-grünen Regierung unterzeichnet. Es soll in 32 Ländern die Abschlüsse angleichen und so die grenzüberschreitende Mobilität erleichtern. In Frankreich heißt dieses Projekt "LMD" - Licence, Maîtrise, Doctorat - wie die Prüfungen, die nach drei, fünf und acht Universitätsjahren abgelegt werden.
Über die Vorteile einer europäischen Harmonisierung sind sich alle einig. Auch die DemonstrantInnen. Doch sie verlangen, dass nicht nur die Abschlusstitel formal "harmonisiert" werden, sondern auch Studieninhalte und Studienzeiten. Das aber ist nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Im Rahmen einer Dezentralisierung sollen die Universitäten künftig sowohl Lehrinhalte als auch Studienzeiten stärker selbst festlegen können. Und zwar "kostenneutral" für den Staat. Die Universitäten sollen sich verstärkt aus drei Quellen finanzieren: Studiengebühren, den Etats der einzelnen Regionen und Sponsoring von Unternehmen.
"Das ist eine Privatisierung. Sie wird gute Ausbildungen in reichen Regionen und Schmalspurausbildungen in armen Regionen bringen", sagt Nacera, 22-jährige Studentin in der Pariser Vorstadtuniversität St. Quentin. Emilie, 17-jährige Studienanfängerin in Paris, befürchtet, dass die "jeweils größten Unternehmen einer Region bestimmen werden, was an den Universitäten gelehrt wird".
Kaum haben sich in der vergangenen Woche die ersten studentischen Proteste gerührt, hat Erziehungsminister Ferry seine Dezentralisierung auf Eis gelegt. Er will sie jetzt erst nach den Regionalwahlen im kommenden März in Angriff nehmen. Nicht so LMD: Dafür gibt es schon einen konkreten Zeitplan.
Die Perspektiven der jetzigen Protestbewegung in Frankreich werden ganz unterschiedlich eingeschätzt. Während die rechte Regierung und zahlreiche Medien darauf hinweisen, dass sich nur eine Minderheit der zwei Millionen StudentInnen im Land beteiligt, erklärt der Präsident der studentischen Gewerkschaft Unef, Yassir Fichtali: "30 Prozent der Universitäten sind mobilisiert. Das ist enorm." Er rechnet mit einer Zunahme der Proteste.
DOROTHEA HAHN
taz Nr. 7221 vom 29.11.2003, Seite 10, 115 Zeilen (TAZ-Bericht), DOROTHEA HAHN
französische ergebnisse
Streik an der Uni Göttingen
Am Do, 04.12.03 beschloss die Vollversammlung der Universität Göttingen eine 2-tägige Lahmlegung der Universität um auf Missstände aufmerksam zu machen, nachdem in den verstrichenen 2 Wochen jegliche friedliche Proteste (Campen auf dem Campus gegen Kürzungen, kleinere Demonstrationen,etc)zu keinem Ergebnis führten und nicht mal annähernd öffentlichkeitswirksam waren.Wohlgemerkt, die VV beschloss dies...
Am Montag dem 8. war es dann soweit und das ZHG (Zentrale Hörsaalgebäde) sowie das Oec (Fakultät der Okölogie, Soziologie oder sowas)wurden besetzt bzw durch Sperrung der Eingänge stillgelegt.. Die VV der Theologen hatte sich gegen eine Lahmlegung des Theologicums entschieden, was auch von allen akzeptiert wurde..
Es muss am Nachmittag gewesen sein, als ich schon nicht mehr dort weilte, als die Polizei in das Oec eindrang (man mutmaßt sie haben ein Fenster im Keller des Oec eingeschlagen, seien von dortaus eingedrungen, man muss bemerken, dass Polizisten schon in ihrer Ausbildung eingeimpft bekommen NIEMALS ein Gebäude von unten aus einzunehmen, da dies die Gefahr hervorruft die Besetzer zu einem Sprung aus dem Fenster bestenfalls vom Dach zu treiben, aber das sei nur nebenbei erwähnt)und die Besetzer heraustrug etc.. Ein Mitbewohner von mir rettete sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster davor, in Gewahrsam genommen zu werden, obwohl er selbst mit der Besetzung wenig zu tun hatte.. Eine andere Bekannte erkannte ich heute morgen auf der Titelseite des Göttinger Tageblatts, das sie zeigte, wie sie von 2 Polizisten nicht sehr behutsam aus dem Oec geschleift wurde (dabei besteht durch eine so zarte Person wie sie nicht wirklich Gefahr).. Nunja, die Polizei macht auch nur ihren Job...
So weit, so gut.. Das wäre ja alles nicht so tragisch gewesen, wenn nicht der Verursacher dieser Aktion die Studentenschaft selbst gewesen wäre.. Die Polizei war vom universitätspräsidenten Kern in Absprache mit dem Asta (Allg. Studierendenausschuss) gerufen worden.. Der Asta der Uni Göttingen besteht aus dem von uns alles hochgeschätzten Ring der Christlich demokratischen Studenten (RCDS). Da braucht man sich nicht wundern, dass der Asta eine Aktion der VV nicht unterstützt sobald es ein bißchen weniger friedlich wird, heißt es aus verschiedenen Reihen..
Der Göttinger Asta, der gegen Kürzungen an der Göttinger Uni ist (alles andere ist ihm egal, Kürzungen ja, nur nicht in Göttingen, könnte man auf ihre Transparente schreiben) hängt am Blauen Turm (ein Gebäude am Campus) ein grosses Transparent auf mit der Aufschrift: Hier verschwendet xy so und so viel tausen Euro... Das Sarkastische an dieser Aktion war, dass eben jenes Transpi den Asta ca. 7000 € gekostet hat (Info des ASta selbst)!!! Was soll man noch dazu sagen? Aufrufe zu bundesweiten Demonstrationen bleiben aus.. Anstelle mit den knapp 500.000 € Budget jährlich etwas anständiges Richtung Aktionsstreik zu tun, leistet sich dieser ASta lieber eine schicke neue Büroeinrichtung (Wir sind ein bürgerlicher Asta und wollen lieber was für unsere Uni tun... AHA) Grenz sich angeblich politisch ab, verteilte aber bei Beginn des Irak-Kriegs Flyer, die Aufschriften trugen, wir sind dafür (oder so ähnlich)..
Wenn ich solche Sachen mitbekommen, muss ich sagen, wird mir Angst und Bange... Diese Leute sind es nämlich, die in einigen Jahren in hohen Positionen sitzen, diese Leute werden irgendwann über unser Schicksal entscheiden (naja, dramatisch, aber mehr oder minder passend)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Hut ab,
Das sind mal Nachrichten die mir voll aus der Seele sprechen.
Laßt uns einen heißen Winter planen,ich bin dabei!
Warum daran nichts nationalistisches ist...
Die Bildungspolitik ist ja nur eine Säule innerhalb der Durchsetzung einer neoliberal ausgerichteten Europäischen Union. Vom Inhalt deshalb auf jeden Fall nicht national zu sehen. Ein Erfolg in Frankreich fördert den Erfolg in Deutschland und umgekehrt.