Tendenz steigend - Bildungs & Sozialproteste
(Berlin)Es könnte die zweite große Protestbewegung des Jahres werden. Gegen den Irakkrieg gingen Millionen Menschen auf die Straße. Die bundesweiten Proteste an den Unis könnten der Zündfunke für größere Massenproteste gegen den Sozialabbau im Rahmen der Agenda 2010 werden. Eine Zusammenfassung.
(Berlin) Es könnte die zweite große Protestbewegung des Jahres werden. Gegen den Irakkrieg gingen Millionen Menschen auf die Straße. Die bundesweiten Proteste an den Unis könnten der Zündfunke für Massenproteste gegen den Sozialabbau im Rahmen der Agenda 2010 werden. Eine Zusammenfassung.
Mit kreativen, spontanen, friedlichen und immer zahlreicheren Aktionen protestieren bundesweit Studenten vor allem gegen Kürzungen im Bildungs- aber auch im Sozialbereich. Angefangen haben die Aktionen in Hamburg und in Frankfurt. Mittlerweile sind die Proteste auf ganz Niedersachsen, Berlin, Bayern, Sachsen-Anhalt und Hessen ausgedehnt. Hinzu kommt, dass am 1. November 100.000 Menschen in Berlin gegen Sozialabbau demonstriert haben – und das mit nur zaghaftem Engagement der Gewerkschaften – wohl aber ihrer Basis.
Den vorläufigen Höhepunkt haben die Uni-Proteste in Berlin heute erreicht. Dort streiken drei Unis. Nach der Besetzung des Büros des Wissenschaftssenators und der PDS-Zentrale gingen heute 20.000 auf die Straße und blockierten nach Demonstrationsende Plätze und Verkehrsadern mit einer großen RTS.
Doch nicht nur Demos stehen auf dem Programm: in Frankfurt hatten vor Wochen schon Studenten Ministerpräsident Roland Koch blockiert und sogar die Luft aus seinem Dienstwagen gelassen. In Marburg und Gießen wurden CDU-Büros besetzt und in Frankfurt Hürdenläufe veranstaltet . Außerdem fanden überall noch unzählige weitere Aktionen statt: Öffentliche Vorlesungen, Trauermärsche, Ikea-SleepIns, Straßenblockaden, Spontandemos in Bannmeilen, Störaktionen gegen Bürgermeister, Minister , Ministerpräsidenten und Sabine Christiansen, Mahnwachen und viele mehr. Mittlerweile können Medien und Politiker den Widerstand zumindest nicht mehr ignorieren. Auch wenn das manchmal sonderbare Blüten treibt: Roland Koch zum Beispiel findet die Aktionen der Studenten "inakzeptabel" und fordert die Rückkehr zur Friedlichkeit – dabei ist noch kein einziger Stein geflogen.
Einen neuen Schub könnte die Protestbewegung durch eine Vernetzung mit Schülern, Gewerkschaften und vor allem deren Basis und auch der radikalen Linken bekommen. Erste Schritte in diese Richtung werden getan. Auf der Großdemo vom Donnerstag waren z.B. erste Gewerkschaftsfahnen zu sehen. Ein bundesweites Studi-Vernetzungstreffen findet die Tage in Jena statt. Der 1. November hat gezeigt, dass der Sozialabbau im Rahmen der Agenda 2010 eben doch mehr Leute bewegt, als die "Reform"-Freunde in den bürgerlichen Medien uns Glauben machen wollen. Es sind einfach zu viele Menschen vom härtesten Sozialabbau in der Geschichte der BRD betroffen. Der "Heiße Herbst" kann doch noch kommen.
Es folgt eine Zusammenfassung fast aller Berichte der letzten Tage:
Berlin:
Bericht, Fotos und Zusammenfassung: Großdemo, Aktionen, Blockaden 27.11
http://de.indymedia.org/2003/11/68352.shtml
Bericht, Fotos und Zusammenfassung: Großdemo, Aktionen, Blockaden 27.11
http://de.indymedia.org/2003/11/68314.shtml
Bericht, Fotos und Zusammenfassung: Großdemo 27.11.
http://de.indymedia.org/2003/11/68292.shtml
Bericht: Spontandemo und Reclaim The Streets
http://de.indymedia.org/2003/11/68272.shtml
Bericht + Fotos: Spontandemo und RTS
http://www.de.indymedia.org/2003/11/68278.shtml
Fotos von Aktionen u.a. Besetzung Büro des Wissenschaftsenators
http://de.indymedia.org/2003/11/68203.shtml
Interview mit Besetzer (Film)
http://de.indymedia.org/2003/11/68201.shtml
Forderungen der Besetzer (Audio):
http://de.indymedia.org/2003/11/68180.shtml
Bilder von der Besetzung der PDS-Zentrale
http://de.indymedia.org/2003/11/68167.shtml
Bericht Berlin: PDS-Zentrale besetzt:
http://de.indymedia.org/2003/11/68149.shtml
Bilder und Bericht: Studenten besetzen Büro von Senator
http://de.indymedia.org/2003/11/68084.shtml
Bilder von der Besetzung des Instituts für Soziologie in Berlin
http://de.indymedia.org/2003/11/68190.shtml
Bilder: Streik an der HU – Impressionen
http://de.indymedia.org/2003/11/67027.shtml
Bilder: Demo gegen Bildungsabbau:
http://de.indymedia.org/2003/11/67116.shtml
Bundesweit:
Bericht: Braunschweig verjagt Bildungsminister Stratmann
http://de.indymedia.org/2003/11/68223.shtml
Bericht: Besetzung der Marburger CDU
http://de.indymedia.org/2003/11/68289.shtml
Bericht: Kassel – Polizei greift Journalist an
http://de.indymedia.org/2003/11/68291.shtml
Bericht: Hannover beschließt Aktionswoche
http://de.indymedia.org/2003/11/68273.shtml
Fotos Spontane Demo der HWP durch HH-City
http://de.indymedia.org/2003/11/68072.shtml
Bericht: Koch-Auftritt von Studenten verhindert
http://de.indymedia.org/2003/11/68144.shtml
Bericht und Fotos: Gießen CDU-Geschäftsstelle besetzt
http://de.indymedia.org/2003/11/68106.shtml
Bericht: Uni Göttingen streikt
http://de.indymedia.org/2003/11/67866.shtml
Bericht und Fotos: Sportuniprotest:
http://de.indymedia.org/2003/11/67041.shtml
International:
Internationale Solidarität mit den Studierendenprotesten
http://de.indymedia.org/2003/11/67166.shtml
Besetzung der Athener Universität
http://de.indymedia.org/2003/11/67089.shtml
Mit kreativen, spontanen, friedlichen und immer zahlreicheren Aktionen protestieren bundesweit Studenten vor allem gegen Kürzungen im Bildungs- aber auch im Sozialbereich. Angefangen haben die Aktionen in Hamburg und in Frankfurt. Mittlerweile sind die Proteste auf ganz Niedersachsen, Berlin, Bayern, Sachsen-Anhalt und Hessen ausgedehnt. Hinzu kommt, dass am 1. November 100.000 Menschen in Berlin gegen Sozialabbau demonstriert haben – und das mit nur zaghaftem Engagement der Gewerkschaften – wohl aber ihrer Basis.
Den vorläufigen Höhepunkt haben die Uni-Proteste in Berlin heute erreicht. Dort streiken drei Unis. Nach der Besetzung des Büros des Wissenschaftssenators und der PDS-Zentrale gingen heute 20.000 auf die Straße und blockierten nach Demonstrationsende Plätze und Verkehrsadern mit einer großen RTS.
Doch nicht nur Demos stehen auf dem Programm: in Frankfurt hatten vor Wochen schon Studenten Ministerpräsident Roland Koch blockiert und sogar die Luft aus seinem Dienstwagen gelassen. In Marburg und Gießen wurden CDU-Büros besetzt und in Frankfurt Hürdenläufe veranstaltet . Außerdem fanden überall noch unzählige weitere Aktionen statt: Öffentliche Vorlesungen, Trauermärsche, Ikea-SleepIns, Straßenblockaden, Spontandemos in Bannmeilen, Störaktionen gegen Bürgermeister, Minister , Ministerpräsidenten und Sabine Christiansen, Mahnwachen und viele mehr. Mittlerweile können Medien und Politiker den Widerstand zumindest nicht mehr ignorieren. Auch wenn das manchmal sonderbare Blüten treibt: Roland Koch zum Beispiel findet die Aktionen der Studenten "inakzeptabel" und fordert die Rückkehr zur Friedlichkeit – dabei ist noch kein einziger Stein geflogen.
Einen neuen Schub könnte die Protestbewegung durch eine Vernetzung mit Schülern, Gewerkschaften und vor allem deren Basis und auch der radikalen Linken bekommen. Erste Schritte in diese Richtung werden getan. Auf der Großdemo vom Donnerstag waren z.B. erste Gewerkschaftsfahnen zu sehen. Ein bundesweites Studi-Vernetzungstreffen findet die Tage in Jena statt. Der 1. November hat gezeigt, dass der Sozialabbau im Rahmen der Agenda 2010 eben doch mehr Leute bewegt, als die "Reform"-Freunde in den bürgerlichen Medien uns Glauben machen wollen. Es sind einfach zu viele Menschen vom härtesten Sozialabbau in der Geschichte der BRD betroffen. Der "Heiße Herbst" kann doch noch kommen.
Es folgt eine Zusammenfassung fast aller Berichte der letzten Tage:
Berlin:
Bericht, Fotos und Zusammenfassung: Großdemo, Aktionen, Blockaden 27.11
http://de.indymedia.org/2003/11/68352.shtml Bericht, Fotos und Zusammenfassung: Großdemo, Aktionen, Blockaden 27.11
http://de.indymedia.org/2003/11/68314.shtml Bericht, Fotos und Zusammenfassung: Großdemo 27.11.
http://de.indymedia.org/2003/11/68292.shtml Bericht: Spontandemo und Reclaim The Streets
http://de.indymedia.org/2003/11/68272.shtml Bericht + Fotos: Spontandemo und RTS
http://www.de.indymedia.org/2003/11/68278.shtml Fotos von Aktionen u.a. Besetzung Büro des Wissenschaftsenators
http://de.indymedia.org/2003/11/68203.shtml Interview mit Besetzer (Film)
http://de.indymedia.org/2003/11/68201.shtml Forderungen der Besetzer (Audio):
http://de.indymedia.org/2003/11/68180.shtml Bilder von der Besetzung der PDS-Zentrale
http://de.indymedia.org/2003/11/68167.shtml Bericht Berlin: PDS-Zentrale besetzt:
http://de.indymedia.org/2003/11/68149.shtml Bilder und Bericht: Studenten besetzen Büro von Senator
http://de.indymedia.org/2003/11/68084.shtml Bilder von der Besetzung des Instituts für Soziologie in Berlin
http://de.indymedia.org/2003/11/68190.shtml Bilder: Streik an der HU – Impressionen
http://de.indymedia.org/2003/11/67027.shtml Bilder: Demo gegen Bildungsabbau:
http://de.indymedia.org/2003/11/67116.shtml Bundesweit:
Bericht: Braunschweig verjagt Bildungsminister Stratmann
http://de.indymedia.org/2003/11/68223.shtml Bericht: Besetzung der Marburger CDU
http://de.indymedia.org/2003/11/68289.shtml Bericht: Kassel – Polizei greift Journalist an
http://de.indymedia.org/2003/11/68291.shtml Bericht: Hannover beschließt Aktionswoche
http://de.indymedia.org/2003/11/68273.shtml Fotos Spontane Demo der HWP durch HH-City
http://de.indymedia.org/2003/11/68072.shtml Bericht: Koch-Auftritt von Studenten verhindert
http://de.indymedia.org/2003/11/68144.shtml Bericht und Fotos: Gießen CDU-Geschäftsstelle besetzt
http://de.indymedia.org/2003/11/68106.shtml Bericht: Uni Göttingen streikt
http://de.indymedia.org/2003/11/67866.shtml Bericht und Fotos: Sportuniprotest:
http://de.indymedia.org/2003/11/67041.shtml International:
Internationale Solidarität mit den Studierendenprotesten
http://de.indymedia.org/2003/11/67166.shtml Besetzung der Athener Universität
http://de.indymedia.org/2003/11/67089.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
ja ok...
was ich jetzt hier in Deutschland/Europa erlebe, grad hier in Berlin, ist echt von anderer qualität als das bisher bekannte.
es scheint grade wirklich zu greifen und das ist die Vorraussetzung um irgendetwas zu erreichen. sie können nicht für immer weghören, auch wenn es sie scheinbar grade überhaupt nicht interessiert, so scheint es zumindest! ich glaube aber sie haben angst, sehr grosse angst. Angst das dieser protest mehr als ein kleines buschfeuer ist, denn es breitet sich aus. wenn es jetzt eine breite gegenseitige solidarisierung von anderen sozialen gruppen (unabhängige gewerkschaftler, arbeitsloseninitiativen, schüler...ach eigentlich ist fast jeder betroffen von den kürzungen)
dann wird es nicht mehr überhörbar sein!!!
AB MORGEN BIN ICH AUCH DABEI!!!
Bundesweites Treffen und Streikseite
Hamburg
Infos:
jaja, streiken
***Bündnisidee - der richtige Weg***
Thomas treuer Leser dieser Seite
Forderungen zu bescheiden
Ich lebe in einer Unistadt, in der die Studis einen so hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen, dass es katastrophale Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Studis bekommen, soweit nicht hauptberuflich Kinder reicher ELtern, ein kleines Bafög, welches zu großen Teilen ein Darlehen ist. Oft reicht das offensichtlich weder hinten noch vorne. Deshalb stürzen sich die Studis auf alle Minijobs, die sie bekommen können. Für Arbeitgeber ist das supergünstig, denn für Studis fallen kaum Lohnnebenkosten an, weshalb auch etliche Vollzeitstellen auf mehrere Minijobs für Studis aufgeteilt werden. Ergenis: Arbeitlosigkeit um die 15% (offizielle Statistik).
Für Arbeitslose, deren Stütze oft noch unterhalb der mageren Bafögsätze liegt bleibt nix übrig, Gespräche mit möglichen Arbeitgebern enden sehr schnell, wenn man kein Studi ist. "Studenten sind für uns günstiger.."
Was mich wundert, ist dass Studis es selbst nicht kapieren, welche Argumente sie haben könnten. Immerhin gibt es ganze Unis, die garantiert gebührenfrei bleiben werden, und deren Studis kein Bafög brauchen, weil sie ganz gutes Geld bekommen. Oder kennt hier jemand eine Bundeswehrhochschule, an der Studiengebühren auch nur denkbares Thema wären? Ist auch nur ein Fall bekannt, wo Studis der Bundeswehrhochschulen nebenbei als Jobkiller losziehen müssen?
Und jetzt lasse man sich das Wort "Gleichbehandlungsgrundsatz" mal auf der Zunge zergehen...
Also den Politiker möchte ich mal sehen, der sich trauen würde, Zwang zum Minijob und Studiengebühren für Absolventen der Bundeswehrhochschule zu fordern... Dabei sind das doch ganz normale Studiengänge dort...
Nix für ungut, aber bevor ich so richtig mit den Studis solidarisch bin, sollten die mal mit sich selbst solidarisch sein, das hülfe uns allen weiter.
(Zur Ergänzung bezüglich Fixstern Hamburg: Ja was meint denn ihr, weshalb die Bundeswehr in Kundus ist? Ausgerechnet am Hauptumschlagplatz für Rohopium und Derivate? Ihr macht mit eurer Arbeit den Kartellen den Markt kaputt, jede Suchtkarriere die durch eure Hilfe beendet wird, ist ein Konsument weniger. Womöglich strebt ihr auch noch Legalisierungen an und bedroht so die hohen Schwarzmarktgewinne... Was im Moment abgeht ist "Iran-Kontra-Affaire" hoch zehn, da ging es ja u.a. nur um recht geringe Mengen Koks für den US-Markt. solidarische Grüße)
Jena Bündis am 29. November 2003 um 14.30
Thomas
Bundeswehrhochschule
Und wenn man auch an einigen erstmal Studiengebühren eingeführt hat, dann werden andere folgen. Di e Höhe kann ja unterschiedlich sein - aber damit haben wir dann "endlich" ein vollständiges marktsystem an den Unis...
Ich finde es unsinnig, Studis gegen andere Bevölkerungsgruppen ausspielen zu wollen....
@ roterhase
Für mich als Arbeitslosen ist halt ätzend, keine Arbeit zu bekommen, weil es in dieser beschi... Kleinstadt nur Arbeit für Studenten gibt... Es wäre besser für Studenten und Arbeitslose wenn Studenten nicht zu Minijobs gezwungen wären, sogar die Kommune hätte was davon.
Aber ich bin ja nur ein Arbeitsloser und kein "candit med." deshalb zählen ja nicht die Inhalte sondern der Status... oder wie soll ich Deine Ausführungen werten? Bei Solidarität geht es nicht darum, wer eine Bewegung "anführt", "Führer" hatten wir schon zuviele.
Ich bleib dabei, die Studenten sind viel zu bescheiden.
Einladung Education is not for sale treffen
am Samstag, den 06.12 .2003
in den Räumen des AStA der Uni Wuppertal
um 12.00 Uhr
ein.
Vorläufige Tagesordnung:
1 Stand der dinge
2. Bericht vom Bundesweite Vernetzungstreffen in Jena
3. EU Verfassung, GATS und Bildung
4. Bertelsmann Kampagne
5. Bericht von EEF Treffen in Paris
Rückfragen unter
mit solidarischen Grüßen,
i.A.
René Schuijlenburg Björn Kietzmann
Education is not for sale Netzwerk
Die Organisation von Arbeitslosen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@ Organisation von Arbeitslosen — chris