Argentinien/1
Argentinien
" Que se vayan todos " , das Buch über die Aufstände und die Selbstorganisation
vom Dezember 2002 enthält soviel revolutionäre Intelligenz , dass - in der Situation der neu aufflammenden Repressionen dato - das, was geschieht in kollektivem , internationalem Kontext überdacht werden sollte. Auszüge aus dem Buch
" Que se vayan todos " , das Buch über die Aufstände und die Selbstorganisation
vom Dezember 2002 enthält soviel revolutionäre Intelligenz , dass - in der Situation der neu aufflammenden Repressionen dato - das, was geschieht in kollektivem , internationalem Kontext überdacht werden sollte. Auszüge aus dem Buch
Rückblick auf die Entwicklungen und gewaltsam niedergeschlagenen Aufstände vom
Dezember 2002 unter :
Repression gegen soziale Bewegungen in Argentinien
http://germany.indymedia.org/2003/03/44613.shtml
Einige Wochen vor den Präsidentenwahlen entsteht in Argentinien eine wilde Situation. Harte
Repression ist die Antwort auf die kapitalistischen Probleme und den Widerstand der Bevölkerung. Viele soziale Projekte, wie besetzte Fabriken, besetzte Häuser, kulturelle und soziale Zentren sind in
Gefahr, gewaltsam geräumt zu werden. Es begann am 25. Februar mit der Räumung des besetzten Gebäudes indem seit 20 Jahren etwa 500 Menschen lebten. (Fotos von der Räumung: "
el Padelai ",
Hintergründe zu Argentinien
http://www.wildcat-www.de/dossiers/argentina/arg2002.htm
Bericht über die soziale Situation
http://de.indymedia.org/2003/03/44118.shtml
Kongress der besetzten Fabriken
http://de.indymedia.org/2003/03/44579.shtml
argentiniensoli.hh@gmx.de
multitude-subscribe@lists.riseup.net
"Für zehntausende internationale Besucher wurde Indymedia unser einziges "Fenster" zu dieser Revolte. Es lädt uns nicht nur dazu ein zuzuschauen, sondern selber Teil zu haben, sich einzubringen mit eigenen Berichten von Protest und Widerstand überall auf der Welt. Eine "nationale" Bewegung wurde "global""( Naomi Klein 2002 )
Die kollektive Intelligenz organisiert sich selbst :
" Que se vayan todos " : das Buch ist eine aufarbeitende,analytische und gleichzeitig weiterentwickelnde Reflexion der Geschehnisse von 2002 und liefert Einblick sowohl in Strukturen wie sie waren als auch in den offenen Raum dessen,was in Entwicklung begriffen war und ist ....Die AutorInnenn: das colectivo situaciones sind SozioloGinnen, ProfessorInnen, und JournalistInnen die aber auch Stimmen von Teilhabenden an den Aufständen miteinbezogen .......
" Que se vayan todos " ( Kapitel: Die Nacht des 19.Dezember; S.52 )
Die Multitude geht von einer vorhandenen Art des Denkens aus , der sie aber den festen Zusammenhang und die Starre nimmt.Die Begriffe Multitude und pueblo ( Volk )können in dem Sinn gedacht werden,dass die Massen der Bevölkerung/en sich von der Starre befreien. Es geht um die Art und Weise,in der Gegenwart eine kollektive Aktion zu denken und das Denken von unten zu reaktivieren.Genauer gesagt,es handelt sich um eine Kathegorie des Handelns in der Jetztzeit
" In der N acht vom 19.Dez.02 lief ich von meinem Haus aus 15 Häuserblocks weit bis zur Plaza de Mayo und bemerkte,wie auf diesem Weg nach und nach verschiedene Ebenen des Bewusstseins zum Ausdruck kamen.Dies zu beschreiben ist sehr wichtig, weil es sich um einen Tag handelte,an dem alles neu und originell war.Alle stattfindenden Ereignisse wurden von der Frage begleitet: Was kann ich jetzt machen , wie weit kann ich gehen?Und all dies spielte sich auf einem bestimmten Territorium ab.
Die Fehlen von Transparenten und Fahnen konnte in jener Nacht unmöglich als Mangel betrachtet werden.Es war vielmehr Teil einer interessanten Entdeckung : Als sich im Morgengrauen des 20.Dez.die Plaza de Mayo füllte - und dies unter ausergewöhnlichen Umständen,sowohl was die Uhrzeit als auch den herrschenden Ausnahmerzustand angeht - ,wurden zwar die Themen der linken Parteien und der sozialen Mobilisierung der letzten Jahre aufgegriffen, aber diese wurden den etablierten politischen Gruppen in Form einer " Substraktion" entwendet und standen nun zur Disposition.Die Losungen, die mit dem Ruf " Argentina
,Argentina " endeten,kennzeichneten so eher das Vorhandensein eines gemeinsamen kollektiven Denkens als dass sie die Wiedereinführung eines nationalistischen politischen Konzepts bedeuteten,das andere ausschliesst."
"In jener Nacht trafen die Leute auf Bekannte,die keine Bekannten mehr waren,weil man nicht wusste,warum man dort war.Ich selbst kam mir fremd vor.Ich hatte einen Kochtopf (für lautstarken Protest ) ,aber es war mir ein wenig peinlich,auf ihn zu schlagen,weil bei mir - wie bei vielen anderen-die erinnerung an Chile anklang.der Kochtopf auf der Strasse war verknüpft mit den dortigen Forderungen der Mittelschichten nach dem Rücktritt des Präsidenten Salvador Allende,darum viel es mir schwer. Aber aus irgendeinem Grund schlug ich dann doch auf ihn.Es war,als ob ich mir gesagt hätte. " Gut,mir scheint,dies ist es wert."Zu Fuss unterwegs hin zur Plaza de Mayo gab es einige offene Geschäfte,die schnell ihre Gitter herunter liessen.Ihnen wurde gesagt: "Seht doch,dies ist keine Plünderung,ihr solltet euch auch einreihen."
Aber in Wirklichkeit handelte es sich um etwas, was mit der Plünderung korrespondierte.Es hatte die Stärke einer Plünderungsaktion,ohne das Geheimniss seines konstruktiven Impulses gelüftet zu haben.Es war wie die Stärke einer enormen Plünderung,aber übersetzt in eine andere Form.es war nicht das Gegenteil der Plünderung ,sondern die Übertragung derselben an einen anderen Ort der Stadt,der sich in eine Polis verwandelt hatte, das heisst: in das kollektive Versprechen direkter Demokratie "
"Que se vayan todos( alle sollen gehen )" heisst nicht: "alle sollen gehen und wir bleiben "....( hier ginge die drastische,beunruhigende und abgründige Dimension der kollektiven Ausrufung verloren.Vielmehr beinhaltet es ein enormes neugründungsprojekt , denn wir sind alle gezwungen,unaufhörlich Objekte zu suchen.
" Am 19.Dez.war ich zu hause beim Abendessen und hörte Lärm,der vom Supermarkt herkam.Ich wohnte zwei Häuserzeilen von dort entfernt.Weil mein Junge,der 14 jahre alt ist,draußen war,machte ich mich auf,ihn zu suchen.Ich fand ihn an der Straßenecke,wo er zusah,wie die Leute Steine auf die Polizisten warfen,die mit Kugeln antworteten. "
" Es dürften mehr als 100 Menschen gewesen sein, die Steine auf Carrefor warfen. Im Umkreis gab es noch ca.400 mehr.Ich sprach mit mehreren Bekannten und wir machten uns auf den Weg hin zu den Lastwagen.Bei denen ,die wir anhielten,sprach ich zu den Fahrern und erklärte ihnen,dass die Leute vieles nötig und dass die Versicherung später alles bezahlen würde.ich sagte ihnen auch,dass wir die Fahrzeuge nicht beschädigen würden und dass ihnen nichts passieren würde.So übergaben uns viele fahrer ihre warenAls wir danach den wagen von La Serenisima anhielten, verteilten wir an jede Person 4-5l Milch und einen Käse.Wir machten das aus Solidarität, denn dort waren Leute,denen es wirklich dreckig ging "
"Asambleas" ( Stadteilversammlungen ;S.117 )
Im Verlauf einiger versammlungen wurden dem Staat gehörende,nicht genutzte Gelände besetzt,um neue öffentliche Räume zu schaffen.Die BewohnerInnen des Viertels Villa Urquiza besetzten bspw.ein Stück Land,das vorher dem Supermarkt Coto zur Nutzung übergeben worden war und gründeten dort ein versammlungszentrum.Hier trifft sich heute die Stadtteilversammlung und es werden kulturelle Aktivitäten organisiert und über Sinn und Formen der Öffentlichkeit diskutiert.
Die wiedereroberten Orte werden durchgängig den Bedürfnissen der Bevölkerung in den Bereichen Kultur und Erhohlung zur Verfügung gestellt.im Alltagsleben vieler Menschen hat sich ein neuer Raum eröffnte: Die Versammlungen und Demonstrationen finden nach Ende eines regulären Arbeitsstages statt und sprengen den häuslichen Ramen
Vielfalt und Gegenmacht in den Erahrungen der piueter@s
Der Kampf der piqueter@s beginnt ausserhalb der traditionellen und sozialen Institutionen.Seine Autonomie und seine Neuheit sind verbunden mit dem Prestigeverlust der überkommenen politischen Organisationen,auf deren Unfähigkeit zurückzuführen ist,die Bedingungen von Herrschaft im sog.Spätkapitalismus zu verstehen, bzw.Veränderungen in die Wege zu leiten ,welche die Lebensbedingungen weiter Teile der Bevölkerung/en zu verbessern helfen.
Die Mechanisierung der Arbeit und die Institutionalisierung der Lohnbeziehungen brachten die Gewerkschaften dazu,sich gegenüber der ArbeiterInnenklasse in einen Transmissionsriemen der Macht zu verwandeln.,wobei sie sich in den Staat eingliederten und ihre Autonomie verloren .
Die Piqueterqs weisen eher mit den frühen Gewerkschaftsbewegungen Ähnlichkeiten auf,indem Kenntnisse und Erungenschaften geteilt und gemeinschaftliche soziale Bande geknüpft werden.
Wenn LohnarbeiterInnen zu einem Streik greifen konnten,um den Produktionskreislauf zu unterbrechen,so besitzt die piqueter@-Bewegung einen auf das Territorium bezogenen Charakter,indem sie dazu übergeht,durch eine einfache und zugleich direkte Aktion die Zirkualation von Waren zu unterbinden: durch Strassensperren
Aktuelle Repression Protestmailadressen
http://www.de.indymedia.org/2003/11/68152.shtml
weiter : Argentinien/2
Dezember 2002 unter :
Repression gegen soziale Bewegungen in Argentinien
http://germany.indymedia.org/2003/03/44613.shtml Einige Wochen vor den Präsidentenwahlen entsteht in Argentinien eine wilde Situation. Harte
Repression ist die Antwort auf die kapitalistischen Probleme und den Widerstand der Bevölkerung. Viele soziale Projekte, wie besetzte Fabriken, besetzte Häuser, kulturelle und soziale Zentren sind in
Gefahr, gewaltsam geräumt zu werden. Es begann am 25. Februar mit der Räumung des besetzten Gebäudes indem seit 20 Jahren etwa 500 Menschen lebten. (Fotos von der Räumung: "
el Padelai ",
Hintergründe zu Argentinien
http://www.wildcat-www.de/dossiers/argentina/arg2002.htm Bericht über die soziale Situation
http://de.indymedia.org/2003/03/44118.shtml Kongress der besetzten Fabriken
http://de.indymedia.org/2003/03/44579.shtml
argentiniensoli.hh@gmx.de
multitude-subscribe@lists.riseup.net "Für zehntausende internationale Besucher wurde Indymedia unser einziges "Fenster" zu dieser Revolte. Es lädt uns nicht nur dazu ein zuzuschauen, sondern selber Teil zu haben, sich einzubringen mit eigenen Berichten von Protest und Widerstand überall auf der Welt. Eine "nationale" Bewegung wurde "global""( Naomi Klein 2002 )
Die kollektive Intelligenz organisiert sich selbst :
" Que se vayan todos " : das Buch ist eine aufarbeitende,analytische und gleichzeitig weiterentwickelnde Reflexion der Geschehnisse von 2002 und liefert Einblick sowohl in Strukturen wie sie waren als auch in den offenen Raum dessen,was in Entwicklung begriffen war und ist ....Die AutorInnenn: das colectivo situaciones sind SozioloGinnen, ProfessorInnen, und JournalistInnen die aber auch Stimmen von Teilhabenden an den Aufständen miteinbezogen .......
" Que se vayan todos " ( Kapitel: Die Nacht des 19.Dezember; S.52 )
Die Multitude geht von einer vorhandenen Art des Denkens aus , der sie aber den festen Zusammenhang und die Starre nimmt.Die Begriffe Multitude und pueblo ( Volk )können in dem Sinn gedacht werden,dass die Massen der Bevölkerung/en sich von der Starre befreien. Es geht um die Art und Weise,in der Gegenwart eine kollektive Aktion zu denken und das Denken von unten zu reaktivieren.Genauer gesagt,es handelt sich um eine Kathegorie des Handelns in der Jetztzeit
" In der N acht vom 19.Dez.02 lief ich von meinem Haus aus 15 Häuserblocks weit bis zur Plaza de Mayo und bemerkte,wie auf diesem Weg nach und nach verschiedene Ebenen des Bewusstseins zum Ausdruck kamen.Dies zu beschreiben ist sehr wichtig, weil es sich um einen Tag handelte,an dem alles neu und originell war.Alle stattfindenden Ereignisse wurden von der Frage begleitet: Was kann ich jetzt machen , wie weit kann ich gehen?Und all dies spielte sich auf einem bestimmten Territorium ab.
Die Fehlen von Transparenten und Fahnen konnte in jener Nacht unmöglich als Mangel betrachtet werden.Es war vielmehr Teil einer interessanten Entdeckung : Als sich im Morgengrauen des 20.Dez.die Plaza de Mayo füllte - und dies unter ausergewöhnlichen Umständen,sowohl was die Uhrzeit als auch den herrschenden Ausnahmerzustand angeht - ,wurden zwar die Themen der linken Parteien und der sozialen Mobilisierung der letzten Jahre aufgegriffen, aber diese wurden den etablierten politischen Gruppen in Form einer " Substraktion" entwendet und standen nun zur Disposition.Die Losungen, die mit dem Ruf " Argentina
,Argentina " endeten,kennzeichneten so eher das Vorhandensein eines gemeinsamen kollektiven Denkens als dass sie die Wiedereinführung eines nationalistischen politischen Konzepts bedeuteten,das andere ausschliesst."
"In jener Nacht trafen die Leute auf Bekannte,die keine Bekannten mehr waren,weil man nicht wusste,warum man dort war.Ich selbst kam mir fremd vor.Ich hatte einen Kochtopf (für lautstarken Protest ) ,aber es war mir ein wenig peinlich,auf ihn zu schlagen,weil bei mir - wie bei vielen anderen-die erinnerung an Chile anklang.der Kochtopf auf der Strasse war verknüpft mit den dortigen Forderungen der Mittelschichten nach dem Rücktritt des Präsidenten Salvador Allende,darum viel es mir schwer. Aber aus irgendeinem Grund schlug ich dann doch auf ihn.Es war,als ob ich mir gesagt hätte. " Gut,mir scheint,dies ist es wert."Zu Fuss unterwegs hin zur Plaza de Mayo gab es einige offene Geschäfte,die schnell ihre Gitter herunter liessen.Ihnen wurde gesagt: "Seht doch,dies ist keine Plünderung,ihr solltet euch auch einreihen."
Aber in Wirklichkeit handelte es sich um etwas, was mit der Plünderung korrespondierte.Es hatte die Stärke einer Plünderungsaktion,ohne das Geheimniss seines konstruktiven Impulses gelüftet zu haben.Es war wie die Stärke einer enormen Plünderung,aber übersetzt in eine andere Form.es war nicht das Gegenteil der Plünderung ,sondern die Übertragung derselben an einen anderen Ort der Stadt,der sich in eine Polis verwandelt hatte, das heisst: in das kollektive Versprechen direkter Demokratie "
"Que se vayan todos( alle sollen gehen )" heisst nicht: "alle sollen gehen und wir bleiben "....( hier ginge die drastische,beunruhigende und abgründige Dimension der kollektiven Ausrufung verloren.Vielmehr beinhaltet es ein enormes neugründungsprojekt , denn wir sind alle gezwungen,unaufhörlich Objekte zu suchen.
" Am 19.Dez.war ich zu hause beim Abendessen und hörte Lärm,der vom Supermarkt herkam.Ich wohnte zwei Häuserzeilen von dort entfernt.Weil mein Junge,der 14 jahre alt ist,draußen war,machte ich mich auf,ihn zu suchen.Ich fand ihn an der Straßenecke,wo er zusah,wie die Leute Steine auf die Polizisten warfen,die mit Kugeln antworteten. "
" Es dürften mehr als 100 Menschen gewesen sein, die Steine auf Carrefor warfen. Im Umkreis gab es noch ca.400 mehr.Ich sprach mit mehreren Bekannten und wir machten uns auf den Weg hin zu den Lastwagen.Bei denen ,die wir anhielten,sprach ich zu den Fahrern und erklärte ihnen,dass die Leute vieles nötig und dass die Versicherung später alles bezahlen würde.ich sagte ihnen auch,dass wir die Fahrzeuge nicht beschädigen würden und dass ihnen nichts passieren würde.So übergaben uns viele fahrer ihre warenAls wir danach den wagen von La Serenisima anhielten, verteilten wir an jede Person 4-5l Milch und einen Käse.Wir machten das aus Solidarität, denn dort waren Leute,denen es wirklich dreckig ging "
"Asambleas" ( Stadteilversammlungen ;S.117 )
Im Verlauf einiger versammlungen wurden dem Staat gehörende,nicht genutzte Gelände besetzt,um neue öffentliche Räume zu schaffen.Die BewohnerInnen des Viertels Villa Urquiza besetzten bspw.ein Stück Land,das vorher dem Supermarkt Coto zur Nutzung übergeben worden war und gründeten dort ein versammlungszentrum.Hier trifft sich heute die Stadtteilversammlung und es werden kulturelle Aktivitäten organisiert und über Sinn und Formen der Öffentlichkeit diskutiert.
Die wiedereroberten Orte werden durchgängig den Bedürfnissen der Bevölkerung in den Bereichen Kultur und Erhohlung zur Verfügung gestellt.im Alltagsleben vieler Menschen hat sich ein neuer Raum eröffnte: Die Versammlungen und Demonstrationen finden nach Ende eines regulären Arbeitsstages statt und sprengen den häuslichen Ramen
Vielfalt und Gegenmacht in den Erahrungen der piueter@s
Der Kampf der piqueter@s beginnt ausserhalb der traditionellen und sozialen Institutionen.Seine Autonomie und seine Neuheit sind verbunden mit dem Prestigeverlust der überkommenen politischen Organisationen,auf deren Unfähigkeit zurückzuführen ist,die Bedingungen von Herrschaft im sog.Spätkapitalismus zu verstehen, bzw.Veränderungen in die Wege zu leiten ,welche die Lebensbedingungen weiter Teile der Bevölkerung/en zu verbessern helfen.
Die Mechanisierung der Arbeit und die Institutionalisierung der Lohnbeziehungen brachten die Gewerkschaften dazu,sich gegenüber der ArbeiterInnenklasse in einen Transmissionsriemen der Macht zu verwandeln.,wobei sie sich in den Staat eingliederten und ihre Autonomie verloren .
Die Piqueterqs weisen eher mit den frühen Gewerkschaftsbewegungen Ähnlichkeiten auf,indem Kenntnisse und Erungenschaften geteilt und gemeinschaftliche soziale Bande geknüpft werden.
Wenn LohnarbeiterInnen zu einem Streik greifen konnten,um den Produktionskreislauf zu unterbrechen,so besitzt die piqueter@-Bewegung einen auf das Territorium bezogenen Charakter,indem sie dazu übergeht,durch eine einfache und zugleich direkte Aktion die Zirkualation von Waren zu unterbinden: durch Strassensperren
Aktuelle Repression Protestmailadressen
http://www.de.indymedia.org/2003/11/68152.shtml weiter : Argentinien/2
Weitere Beiträge:
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen