Minister bricht Besuch an der TU-Bs ab
Der niedersächsische Bildungsminister Stratmann bricht nach massiven Protesten der Studierenden den Besuch an der TU Braunschweig ab!
Auch an den Braunschweiger Hochschulen kommt der Protest gegen die
massiven Kürzungen im Bildungs-, Kultur- und Sozialbereich durch das
Land Niedersachsen langsam in Fahrt.
Nachdem gestern die Voll-Versammlung der TU die Aussetzung des regulären
Lehrbetriebs in der Zeit vom 08.12. - 12.12. und die Durchführung einer
offenen Volx-Hochschule mit großer Mehrheit beschlossen hatte, kamen heute
mehrere tausend Studierende auf dem Forumsplatz zusammen, um anlässlich des Besuches des niedersächsischen Bildungsministers Stratmann gegen die Politik der Landesregierung zu demonstrieren.
Das Gebäude, in dem ein Gespräch zwischen Herrn Stratmann sowie
VertreterInnen der TU stattfand, wurde zeitweise von den Studierenden
besetzt, die u.a. seinen Rücktritt forderten, während die Studierenden,
die in dem Gebäude keinen Platz mehr fanden, vor diesem lautstark für freien und kostenlosen Zugang zu Bildung skandierten.
Nach dem Gespräch geriet der Minister in der Menschenmenge
ins Straucheln, was sein Pressesprecher später auf der entsprechenden
Konferenz als tätlichen Angriff gegen den Minister zu werten versuchte.
Auf der daraufolgenden Besichtungstour durch verschiedene Forschungseinrichtungen der TU hielten die Studierenden im Gegensatz zu PolitikerInnen ihr Wort, den Minister während seines Besuches in Braunschweig zu begleiten.
Auch die Versuche von Herrn Stratmann, mit Hilfe eines
geborgten Megaphons die Studierenden mit den üblichen Entschuldigungen und
Appellen zu beruhigen, gelangen ihm nicht.
Nach dem dann anstehenden Besuch des Bio-Zentrums sah sich Herr Stratmann
gezwungen, den darauf folgenden Veranstaltungsort zu Fuß zu erreichen, da
seine Limousine von Studierenden umlagert war.
So kam es zu der etwas skurilen Situation, dass der Minister den Demonstrationszug gegen Kürzungen "anführte".
Beim Überqueren einer Hauptverkehrsstraße kam es dann zu
Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten in Zivil, die provokativ einige
Studierende unter Schlägen und Tritten versuchten vom Betreten der Fahrbahn abzuhalten.
Der "Anführer" der Demonstration, Herr Stratmann wurde zudem in einen
Streifenwagen buxiert und zum nächsten Institut kutschiert.
Als die Studierenden dann ebenfalls nach wenigen Minuten das Institut
erreichten, wurde dem Bildungsminister deutlich gemacht, welche
Auswirkungen Sparmaßnahmen im Hochschulbau haben können. Eine lediglich
mit Wellblech verkleidete Versuchshalle wurde zum Resonanzkörper der
Protestierenden, so dass ein ungestörtes Verweilen am Buffet und die
Pressekonferenz, zu der die Studierenden nicht eingelassen wurden,
beeinträchtigt wurden.
Die Weiterfahrt zum nächsten Besichtigungsziel erwies sich für den
Minister zunächst als problemlos, da er eine ansonsten abgeschlossene hintere Zufahrt zum Gelände nutzte. Beim Anblick einer weiteren "Wellblechhütte", sowie ca. tausend Studierender am Haupteingang verging dann dem Minister wohl das weitere Interesse an der Wissenschaft in Braunschweig und er verließ die Universität ohne sich von den Studierenden zu verabschieden.
massiven Kürzungen im Bildungs-, Kultur- und Sozialbereich durch das
Land Niedersachsen langsam in Fahrt.
Nachdem gestern die Voll-Versammlung der TU die Aussetzung des regulären
Lehrbetriebs in der Zeit vom 08.12. - 12.12. und die Durchführung einer
offenen Volx-Hochschule mit großer Mehrheit beschlossen hatte, kamen heute
mehrere tausend Studierende auf dem Forumsplatz zusammen, um anlässlich des Besuches des niedersächsischen Bildungsministers Stratmann gegen die Politik der Landesregierung zu demonstrieren.
Das Gebäude, in dem ein Gespräch zwischen Herrn Stratmann sowie
VertreterInnen der TU stattfand, wurde zeitweise von den Studierenden
besetzt, die u.a. seinen Rücktritt forderten, während die Studierenden,
die in dem Gebäude keinen Platz mehr fanden, vor diesem lautstark für freien und kostenlosen Zugang zu Bildung skandierten.
Nach dem Gespräch geriet der Minister in der Menschenmenge
ins Straucheln, was sein Pressesprecher später auf der entsprechenden
Konferenz als tätlichen Angriff gegen den Minister zu werten versuchte.
Auf der daraufolgenden Besichtungstour durch verschiedene Forschungseinrichtungen der TU hielten die Studierenden im Gegensatz zu PolitikerInnen ihr Wort, den Minister während seines Besuches in Braunschweig zu begleiten.
Auch die Versuche von Herrn Stratmann, mit Hilfe eines
geborgten Megaphons die Studierenden mit den üblichen Entschuldigungen und
Appellen zu beruhigen, gelangen ihm nicht.
Nach dem dann anstehenden Besuch des Bio-Zentrums sah sich Herr Stratmann
gezwungen, den darauf folgenden Veranstaltungsort zu Fuß zu erreichen, da
seine Limousine von Studierenden umlagert war.
So kam es zu der etwas skurilen Situation, dass der Minister den Demonstrationszug gegen Kürzungen "anführte".
Beim Überqueren einer Hauptverkehrsstraße kam es dann zu
Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten in Zivil, die provokativ einige
Studierende unter Schlägen und Tritten versuchten vom Betreten der Fahrbahn abzuhalten.
Der "Anführer" der Demonstration, Herr Stratmann wurde zudem in einen
Streifenwagen buxiert und zum nächsten Institut kutschiert.
Als die Studierenden dann ebenfalls nach wenigen Minuten das Institut
erreichten, wurde dem Bildungsminister deutlich gemacht, welche
Auswirkungen Sparmaßnahmen im Hochschulbau haben können. Eine lediglich
mit Wellblech verkleidete Versuchshalle wurde zum Resonanzkörper der
Protestierenden, so dass ein ungestörtes Verweilen am Buffet und die
Pressekonferenz, zu der die Studierenden nicht eingelassen wurden,
beeinträchtigt wurden.
Die Weiterfahrt zum nächsten Besichtigungsziel erwies sich für den
Minister zunächst als problemlos, da er eine ansonsten abgeschlossene hintere Zufahrt zum Gelände nutzte. Beim Anblick einer weiteren "Wellblechhütte", sowie ca. tausend Studierender am Haupteingang verging dann dem Minister wohl das weitere Interesse an der Wissenschaft in Braunschweig und er verließ die Universität ohne sich von den Studierenden zu verabschieden.
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Ergänzungen
Bericht in der Braunschweiger Zeitung
ich hoffe
ansonsten lob an die braunschweiger.
mal sehn ob er sich auch nach hannover traut.
Berichterstattung "Braunschweiger Zeitung"
"Die Lage war kritisch geworden, Eskalation nicht ausgeschlossen. Es war zu hektischen Rangeleien gekommen."
Da hat wohl jemand zu viel BILD gelesen... Bei "Explosiv" inklusive betroffenem Gesichtsausdruck und gesenkter Stimme hätte das sicher gewirkt.
"'Wir hätten ihm zur Not den Weg auch mit Wasserwerfern frei gemacht', unterstreicht er jedoch die Entschlossenheit der Polizei, ihrem Auftrag gerecht werden zu wollen."
Wenn man nur die richtigen Fragen stellt, kriegt man natürlich auch die Antworten, die man hören will. Von Wasserwerfern war keine Spur und es bestand auch keinerlei Grund zu deren Einsatz. Es ist toll, wie der friedliche Protest mit so einer Berichterstattung plötzlich die Studierenden kriminalisiert.
HBK-Presseerklärung zu "Angriff" auf Minister
Zum Sturz Stratmanns auf einer Treppe haben drei Zeugen zu folgendem Text beigetragen:
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Als die Tür vom Senatssitzungssaal aufging, kam der TU-Präsident Litterst
gefolgt von Minister Stratmann und dessen Personenschützern heraus. Zu diesem Zeitpunkt herrschte enges Gedränge auf den Treppen und Fluren, da dort zig Studierende pfiffen, schrien und Transparente in die Luft hielten. Präsident Litterst und die Personenschützer bahnten sich mühevoll einen Weg durch die Menge und stiegen die überfüllte Treppe hinunter.
Leider befand sich auf der Treppe ein umgerissenes oder stehengelassenes
Transparent, über das Herr Stratmann stolperte. Auch Studierende stolperten unvermeidbar im Gedränge auf der Treppe.
Es kann hier also nicht die Rede von absichtlichem Schubsen sein - weder von Seiten der Studierenden noch von Seiten der Bodyguards von Herrn Stratmann.
--------------
Auch wenn sämtliche Berichterstattung nur den subjektiven Eindruck Einzelner widerspiegeln kann, sollte man sich doch möglichst viele dieser subjektiven Eindrücke anhören. Ich will nichts verharmlosen, aber wenn man diese und andere Zeugenaussagen anhört, dann könnte es doch zumindest sein, dass weder der Sturz auf der Treppe noch der Zwischenfall vor dem IWF "tätliche Angegriffe" waren. Es wäre schön, wenn die lokale braunschweiger Presse das auch einmal so darstellen würde - leider beschäftigt sich diese eher z.B. damit, dass man bei Prostituierten nicht mit EC-Karte bezahlen sollte.