Fotos: Demo gegen Bildungsaubbau in Berlin (1)

FotoFixx 23.11.2003 13:45 Themen: Bildung
Gestern demonstrierten in Berlin Studierende und andere gegen Bildungs- und Sozialabbau. Anfangs beteiligten sich zwischen 3000 und 5000 an der Demonstration, später verdoppelte sich die Zahl auf irgendwas zwischen 6000 und 10.000.
Diese Demonstration war nur eine von unzähligen Protestaktionen gegen Bildungs- und Sozialabbau. (siehe auch: "Streik an der HU - einige Impressionen" -  http://de.indymedia.org/2003/11/67027.shtml)

Das ist Teil 1
Teil 2:  http://de.indymedia.org/2003/11/67116.shtml
Inhaltlich waren Standort-Argumente sehr stark vertreten und gesellschaftliche Zusammenhänge ausgeblendet. Selbst 2 Burschenschaftler tauchten mit einem schwarz-rot-goldenen Schriftzug, der Sorge um ihr Deutschland ausdrückte, auf. Andererseits waren die Aufrufe zu Selbstorganisation und grundlegende Kritik an den Verhältnissen ebenfalls bemerkbar.
Im Großen und Ganzen war diese Demonstration allerdings harmlos und ohne Wirkung. Als Teil der Protestwelle aber sicherlich wichtig, um die eigene Größe abschätzen/spüren zu können.


Weitere Eindrücke von der Demonstration:

Video: Studentenproteste (Berlin)
 http://de.indymedia.org/2003/11/67051.shtml

Studierendendemo Berlin (Fotos)
 http://de.indymedia.org/2003/11/67054.shtml

studenten demo in berlin (Fotos)
 http://de.indymedia.org/2003/11/67096.shtml
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Ergänzungen

burschi hau ab!

antifa 23.11.2003 - 15:02
wurden die burschis wenigstens von der demo geworfen?

Zu den Burschis

FotoFixx 23.11.2003 - 17:31
Nein, die Burschis wurden als solche nicht erkannt. Selbst ihr Schildchen war nur im A4-Format nur aus der Nähe lesbar und zwischen all den Standort-Argumenten nicht sonderlich auffallend (wobei ich zuerst dachte: nnu - ist das Ironie?). Mir hat im Nachhinein jemand erzählt, es sich um 2 bekannte Burschenschaftler handelt, die wohl provozieren wollten.

Ganz wichtig

Überhaupt 23.11.2003 - 18:56
Gaaaaaanz wichtig die Gesichter unkenntlich zu machen - auf einem bin ich nämlich drauf!!!
Und es soll doch keiner wissen, dass ich da war!!! Sonst komm ich bestimmt in den Knast....


Ü.

Achtung: Fotos unkenntlich machen!

Martin 23.11.2003 - 20:20
Wir haben Gerüchte erhalten, dass eine Reihe von Studenten wegen des Uni-Streiks Strafanzeige wegen Nötigung bei der Staatsanwaltschaft gestellt haben. Es geht um die Streikposten, die darüber wachen das keiner das Uni-Gebäude betritt. Einige Fotos sind auch bei Indymedia zu finden.

§ 240 StGB untersagt, einen Menschen mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassen zu nötigen. Der Gewaltbegriff der Nötigung ist umstritten. Man erinnere sich nur an die alte Diskussion der Nötigung durch Sitzblockade, die erst vor dem Verfassungsgericht zugunsten der Demonstranten entschieden wurde. Wenn aber eine „lernunwillige“ Gruppe eine „lernwillige“ Gruppe von Studierenden mit Blockade der Eingangstür daran hindert das „öffentliche“ Uni-Gebäude zu betreten, dann stellt dies eine Nötigung dar. Entscheidungen darüber gibt es aus dem Bereich des Arbeitskampfes. Betriebsbesetzungen und Betriebsblockaden stellen strafrechtlich dann eine Nötigung dar, wenn sie dazu dienen, arbeitswillige an der Arbeit zu hindern (vgl. Tröndle/ Fischer, StGB, 51. Aufl. München 2003, § 240; Rdnr. 49a).

Das bedeutet: Ein Streikposten darf sich zwar vor das Werkstor bzw. vor die Universität stellen. Ein solcher Streik ist rechtlich natürlich zulässig. Verboten ist es aber, andere das Betreten des Werkes oder der Uni zu verbieten, da es keinen Kollektivstreik gibt und jeder das Recht hat selbst zu entscheiden, ob er sich am Streik beteiligen will oder nicht. Die Anzeige der Studenten führt nun mit Sicherheit zu einer Kriminalisierung der Streikposten, die vornehmlich aus dem AStA stammen.

Wirksamkeit

Daniel Warmuth 24.11.2003 - 01:15
Auch die unvergleichlich größeren Demos gegen den Irakkrieg waren ohne Wirkung. Das sollte aber kein Grund sein, es nicht immer wieder zu versuchen!

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