19.11.03 VV der Uni Gießen beschließt Streik
Über 2000 Studierende beschließen weiteren Streik und Proteste gegen Studiengebühren
Bei der heutigen Vollversammlung der Studierenden der JLU Gießen stand die Frage des weiteren Protestes gegen die geplante Einführung von Studiengebühren im Mittelpunkt. Über 2000 Studierende diskutierten kontrovers über die Protestformen.
Bei der heutigen Vollversammlung der Studierenden der JLU Gießen stand die Frage des weiteren Protestes gegen die geplante Einführung von Studiengebühren im Mittelpunkt. Über 2000 Studierende diskutierten kontrovers über die Protestformen.
„Wir haben Roland Koch gestern in einem Gespräch aufgefordert, das Studienguthabengesetz zurückzunehmen oder wenigstens auszusetzen, um Zeit zu haben, die Probleme an den Hochschulen zu erörtern und sinnvolle Schritte für eine qualitative Hochschulreform zu entwickeln,“ berichtete der Referent für Hochschulpolitik im Gießener AStA, zu Beginn der Vollversammlung aus einem gemeinsamen Treffen mit dem hessischen Ministerpräsident Koch und dem Wissenschaftsminister Corts. Das Treffen sei ergebnislos beendet worden, da der Forderung der Studierenden nach einer Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens nicht nachgekommen wurde.
In einer Resolution zum Hochschulpakt forderte die Vollversammlung das Land auf, die Finanzierung der Hochschulen sicherzustellen und keine Kürzungen vorzunehmen. Die Zusatzvereinbarung zum Hochschulpakt wurde missbilligt.
„Während der ausführlichen Debatte um die weiteren Protestmöglichkeiten kristallisierte sich eine breite Ablehnung der Studiengebührenpläne heraus. Die Protestform blieb aber weiterhin umstritten,“ so die Referentin für Demokratie und Grundrechte. Die anschließende Abstimmung habe erst nach der Durchführung eines „Hammelsprung“ ein eindeutiges Ergebnis ergeben. „1293 Studierende stimmten für einen weiteren Streik ab Montag, während 805 Studierende einen weiteren Streik ablehnten,“ So das HoPo Referat über das Abstimmungsergebnis.
Der jetzt kommende Streik solle in Zukunft stärker von den Fachbereichen getragen und bestimmt werden. Aus diesem Grund würden in den nächsten Tagen in vielen Fachbereichen Vollversammlungen stattfinden.
Für die nächsten Tage seien Bereits erste Aktionen geplant. So werden morgen früh VeterinärmedizinerInnen demonstrieren und morgen Abend die Musiker.
1. Streikbeschluss
2. Resolution gegen Sparmaßnahmen
-> 1. Beschluss der Vollversammlung der Studierenden der JLU Gießen am 19.11.2003
Hiermit beschließt die Vollversammlung der Studierendenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen als Konsequenz aus den unten genannten Punkten die Fortführung des Streiks ab Montag, den 24. November 2003:
1. Einführung von Langzeitstudiengebühren, Zweitstudiumsgebühren und Verwaltungskostenbeiträgen,
2. Einschnitte im hessischen Hochschuletat und Bruch des Hochschulpakts,
3. Weitergehende Kürzungen in den freiwilligen Leistungen des Landes Hessen, von denen insbesondere sozial Schwache, ArbeitnehmerInnen und Menschen in sozialer Not getroffen werden.
Der Streik gilt, wenn nicht durch eine weitere Vollversammlung beendet, als beendet, wenn die folgenden Forderungen im Sinne der Studierendenschaft erfüllt sind:
· Rücknahme des Entwurfs des Studienguthabensgesetz (StuGuG) und die Durchsetzung eines gebührenfreien Studiums, wie es in der landesweiten Resolution vom 29.10.2003 gefordert ist,
· Ausreichende Finanzierung und Ausbau der sowie langfristige Planungssicherheit für hessische Hochschulen,
· Rücknahme des Entwurfs des Zukunftsicherungsgesetz (ZSG).
Die nächste Vollversammlung der Studierenden findet am 26.11.2003 statt.
-> 2. Resolution gegen Sparmaßnahmen
„Die Studierendenschaft der JLU Gießen missbilligt die Zusatzvereinbarung zu Hochschulpakt und fordert das Land Hessen auf, die Finanzierung der Hochschulen in Hessen sicherzustellen sowie keine weiteren Kürzungen vorzunehmen.“
(mit großer Mehrheit angenommen)
In einer Resolution zum Hochschulpakt forderte die Vollversammlung das Land auf, die Finanzierung der Hochschulen sicherzustellen und keine Kürzungen vorzunehmen. Die Zusatzvereinbarung zum Hochschulpakt wurde missbilligt.
„Während der ausführlichen Debatte um die weiteren Protestmöglichkeiten kristallisierte sich eine breite Ablehnung der Studiengebührenpläne heraus. Die Protestform blieb aber weiterhin umstritten,“ so die Referentin für Demokratie und Grundrechte. Die anschließende Abstimmung habe erst nach der Durchführung eines „Hammelsprung“ ein eindeutiges Ergebnis ergeben. „1293 Studierende stimmten für einen weiteren Streik ab Montag, während 805 Studierende einen weiteren Streik ablehnten,“ So das HoPo Referat über das Abstimmungsergebnis.
Der jetzt kommende Streik solle in Zukunft stärker von den Fachbereichen getragen und bestimmt werden. Aus diesem Grund würden in den nächsten Tagen in vielen Fachbereichen Vollversammlungen stattfinden.
Für die nächsten Tage seien Bereits erste Aktionen geplant. So werden morgen früh VeterinärmedizinerInnen demonstrieren und morgen Abend die Musiker.
1. Streikbeschluss
2. Resolution gegen Sparmaßnahmen
-> 1. Beschluss der Vollversammlung der Studierenden der JLU Gießen am 19.11.2003
Hiermit beschließt die Vollversammlung der Studierendenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen als Konsequenz aus den unten genannten Punkten die Fortführung des Streiks ab Montag, den 24. November 2003:
1. Einführung von Langzeitstudiengebühren, Zweitstudiumsgebühren und Verwaltungskostenbeiträgen,
2. Einschnitte im hessischen Hochschuletat und Bruch des Hochschulpakts,
3. Weitergehende Kürzungen in den freiwilligen Leistungen des Landes Hessen, von denen insbesondere sozial Schwache, ArbeitnehmerInnen und Menschen in sozialer Not getroffen werden.
Der Streik gilt, wenn nicht durch eine weitere Vollversammlung beendet, als beendet, wenn die folgenden Forderungen im Sinne der Studierendenschaft erfüllt sind:
· Rücknahme des Entwurfs des Studienguthabensgesetz (StuGuG) und die Durchsetzung eines gebührenfreien Studiums, wie es in der landesweiten Resolution vom 29.10.2003 gefordert ist,
· Ausreichende Finanzierung und Ausbau der sowie langfristige Planungssicherheit für hessische Hochschulen,
· Rücknahme des Entwurfs des Zukunftsicherungsgesetz (ZSG).
Die nächste Vollversammlung der Studierenden findet am 26.11.2003 statt.
-> 2. Resolution gegen Sparmaßnahmen
„Die Studierendenschaft der JLU Gießen missbilligt die Zusatzvereinbarung zu Hochschulpakt und fordert das Land Hessen auf, die Finanzierung der Hochschulen in Hessen sicherzustellen sowie keine weiteren Kürzungen vorzunehmen.“
(mit großer Mehrheit angenommen)
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Vertretung?
Wie kommt eigentlich der AStA dazu sich mit denen zu treffen und dies vorher nicht mit den Studierenden bzw. der VV abzusprechen? Wäre es nicht möglich gewesen, Koch und Corts zu einer Diskussionsveranstaltung in die Uni einzuladen? Bin ziemlich sauer über die Art des AStAs/DLer, die den Streik nur für sich zu nutzen scheinen. Der AStA sollte die Studierendenvertretung sein, aber durch absolute Undurchsichtigkeit vertreten die AStA-ReferentInnen nur noch sich selbst. Aber der AStA kann ja auch als ein Sprungbrett zum Karriere machen genutzt werden.
VV positiv?
siehe
oder
Vielleicht sollte sich der AStA darüber mal Gedanken machen. Bin nämlich auch so eine Person, die nachdem sie ein paar Tage Häuser besetzt hat, ziemlich enttäuscht vom AStA bin
... wurde eringeladen
Kreative Aktionen am Rande des "Streiks"
Subversives Spalten beachten!
Die Kritik, die aus dem Umfeld der Projektwerkstatt und auch von anderen (vor allem die der letzten Tage hier ... die Projektwerkstätties waren fast alle in Halle auf den Direct-Action-Tagen ...) gepostet wurden, ist eine solidarische Kritik. Wir finden vieles an den Unistreikstrategien ziemlich scheiße, hierarchisch organisiert - aber wir akzeptieren, daß andere mit anderen Stilmitteln kämpfen, wenn wir auch in den konkreten Situation für einen anderen Stil eintreten.
Keine Kreativität in Giessen zu erwarten
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
in die Veranstaltungen koffern — Plani