12000 in Würzburg gegen Uni-Kürzungen

StRoiber 20.11.2003 19:24 Themen: Bildung
12000 Studenten demonstrierten heute in Würzburg gegen die geplanten Kürzungen im bayerischen Bildungssystem und die Einfürung von Studiengebüren.
Hintergründe:
 http://www.de.indymedia.org/2003/11/65151.shtml
 http://de.indymedia.org/2003/11/65229.shtml
 http://www.lrz-muenchen.de/~nina.ort/protest.html
Die Demo begann um 14 Uhr am Wittelsbacher Platz. Dort wurde schon sehr schnell klar, das die Anzahl der Studenten die (angemeldeten) Erwartungen von ca. 3000 Leuten um ein erhebliches übersteigt. Die Auflagen, keine Straßen zu blockieren und nur eine Fahrspur zu benutzen konnten so "leider" nicht eingehalten werden.

Die Demo verlief ruhig zur Uni am Sanderring wo es eine Zwischenkundgebung gab. Der Platz vor dem Gebäude reichte allerdings nicht für die enorme Anzahl an TeilnehmerInnen so das sich die Leute in den angrenzenden Park verteilen mussten. Es dauerte mehr als eine halbe Stunde bis der gesamte Zug eingetroffen war. Die Stimmung war relativ gut, vereinzelt waren "sogar" Sprechchöre zu vernehmen. Bei der Zwischenkundgebung sprachen der Rektor der FH Würzburg sowie der Präsident der Uni Würzburg.

Die Demo verlief dann weiter Richtung Hauptmarkt, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

Größtenteils kann mensch doch ein positives Resumee aus der Veranstaltung ziehen. Es war gelungen 12000 Studenten zu mobilisieren, und dabei auch sehr positiv überrascht zu werden, z.B. von naturwissenschaftlichen Fächern die sehr sehr gut präsent waren.
Allerding muss hier auch erwähnt werden dass dies wohl für viele die erste Demonstration ihres Lebens war, und das viele sich anscheinend etwas überfordert fühlten. Dies erklärt auch die zögernden bis zaghaften Sprechchöre. Einige werden wohl noch etwas lernen müssen. Auch gab es einige unangenehme ausrutscher, wie z.B. eine "Deutschlandfahne" und einige Burschis.

Die Polizei war total unterrepräsentiert und etwas überfordert, v.a. mit der Verkehrssituation. 3 Streifenwägen sind hierfür wohl nur bedingt geeigent. Zu Zwischenfällen mit der Polizei und zu Festnahmen kam es nicht.

Trotz allem kann die demo doch als erfolg gewertet werden, da die Motivation für Nachfolgeaktionen sehr groß ist.

Ein Anfang für Würzburg.

Weiter machen!!!

Solidarität auch mit allen anderen bayerischen Städten in denen heute protestiert wurde und auch mit allen anderen Unis an denen gestreikt, demonstriert oder sonstwas wird! Weiter So!

anm: Könnte jemand evtl. Bilder reinstellen? hab leider keine kamera...
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Ergänzungen

auch proteste in münchen!

münchnerin 20.11.2003 - 20:44
auch in münchen wurde munter protestiert. laut veranstalterInnen waren es um die 40.000, laut tagesschau weit über 20.000 ... auch hier positives (kleiner autonomer "block", viele transpis, zum teil brauchbare flyer und gleichzeitige mobilisierung gegen die sicherheitskonferenz im februar, sowie spassige sprüche wie "wer auf stoiber scheißt der klatsche in die hand - klatsch, klatsch, klatsch"), aber auch negatives, wie z.B. 'ner gruppe farbentragender burschis, oft recht flacher inhaltlicher kritik und ständig durch die demo wuselnde zivicops. aber denke es wird noch ein ausführlicherer bericht folgen?!

ganz gut gelaufen

würzburger student 20.11.2003 - 21:49
alles in allem eine tolle aktion, aus so ziemlich allen bereichen leute dabei (nur die juristen haben etwas gepennt ...). gute stimmung, etwas mehr und fröhlichere mucke (okay, zum ende hin wurde es viel besser) wär nicht schlecht gewesen.

auf jeden fall schon mal ein anfang. der trachtenverein grün-weiß hatte gerüchten zufolge schon zwei wasserwerfer aus schweinfurt angefordert, sowie eine einsatzhundertschaft. naja, die hätten auch zu fuß zur demo kommen können - die jungbullen-aufzuchtanstalt ist ja nur drei blocks von der innenstadt entfernt ...

aus bamberg gibt's auch gute meldungen. nachdem zunächst das gerücht aufgekommen war, dass es einen wasserwerfer-einsatz dort gab, hat sich herausgestellt, dass dort nur ganz normal demonstriert wurde. der "gabelmann" war mit 2.000 leuten gut gefüllt, und das trotz mangelnder bzw. verzögerter mobilisierung.

und von wegen naturwissenschaftler und unpolitisch - seit zwei wochen geht's unter den studenten heiß her mit politischen diskussionen!

dumm nur für die PR, dass uns istanbul und london dazwischenkommen. :-)

Prosteste auch in Erlangen

WJ 20.11.2003 - 22:39
Auch in Erlangen waren im Rahmen des bayrischen Steikdonnerstags 5000 Studenten auf der Strasse, um gegen die geplanten Streichungen im Bildungsetat zu protestieren. Trotz der Tatsache, dass die Demo sehr kurzfristig anberaumt wurde, war sie ein voller Erfolg, wie einer der Redner, Karl-Dieter Grüske, der Rektor der UniErlangen bestätigte !

Erlangen - du kotzt mich an

Grüske 21.11.2003 - 07:37
Wie kann man nur so blauäugig sein und sich den eigenen Rektor auf die Demo als Hauptsprecher einladen? Grüske gilt deutschlandweit als der Spezialist zur Einführung von Studiengebühren. Dies erkennt man auch wenn man mal nen Blick auf Überweisung der Rückmeldung geschaut hätte: STudiengebühren steht da statt Semesterbeitrag!! Der Begriff wird sinnentfremdet angewandt, damit es nicht ganz so auffällt, wenn die Studiengebühren eingeführt werden.
Auch das scheinheilige Getue von Grüske zum Thema Kürzungen ist nicht zu ertragen. Schließlich kürzt er selbst seit Jahren...

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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bundesweit mitziehen! — studienabbrecher

Grüske... — Student in Erlangen

BURSCHIS — Michael Kranz