SS-Ehrenmal, Nazis, Kameraden
Im rheinland-pfälzischen Marienfels steht ein Ehrenmal für die 1. und 12. Panzerdivsision Leibstandarte Adolf Hitler in der Waffen-SS. Seit 30 Jahren wird dieses Schandmal vom Kameradschaftsverband dieser Divsionen unterhalten. Seit ebenso langer Zeit betreibt dieser Verband im November ein sog. "Heldengedenken" an dem Ehrenmal. Der Gemeinderat hat nach Ablaufen des Pachtvertrages nun beschlossen, das Ehrenmal abreissen zu lassen. Dagegen regt sich von rechter Seite Protest.
Marienfels liegt ungefähr 30-40 km südöstlich von Koblenz im rehinland-pfälzischen Teil des Taunus bei Nastätten. Das 300-Seelen-Dorf erlebt seit Jahren die Heimsuchung von ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS, die ihre gefallenen "Kameraden" ehren. Zuletzt wurde das Ehrenmal "Opfer" einer Sprüherei, in der diese angreifbare Traditionspflege derjenigen angeprangert wird, die den deutschen Vernichtungskrieg als Elitetruppe an vorderster Front mitbetrieben und hinter der Front maßgeblich mitverantwortlich waren für Deportation und Ermordung von Jüdinnen und Juden.
Die Gemeinde Marienfels beschloss nun das Schandmal abreissen zu lassen, nachdem der Pachtvertrag mit dem Kameradschaftsverband ausgelaufen war. Antrieb der Gemeinde Marienfels war zwar, endlich Schluss zu machen mit dem widerlichen Treiben der Mörderbande un ihrer Wiedergänger aus der neonazistischen Szene - nicht primär aber weil auch die Gemeinderatsmitglieder von diesem Treiben angewidert waren, sondern vor allem weil das Ansehen der Gemeinde Marienfels unter den jährlichen Versammlungen im November leide. Zudem hatte man Angst vor Linken, die die Naziversammlung zum Anlass nehmen könnten, nach Marienfels zu kommen. Diese Haltung spiegelt sich zum Beispiel in der Haltung des evangelischen Probstes für Süd-Nassau wider, der laut Frankfurter Rundschau erklärte, auf der Seite "aller Opfer" zu stehen. Probst Rink, der offenbar vor allem seinen Untergebenen, den Marienfelser Pfarrer und Ehrenmal-Gegner Moos schützen will, verwahrt sich, so die FR, dagegen, das Ehrenmal als "Mahnmal für eine Waffengattung der deutschen Wehrmacht" zu missbrauchen. Der richtige Hinweis, dass die Waffen-SS nicht irgendein Wehrmachtsteil war, perpetuiert in diesem Zusammenhang die Legende von der "sauber gebliebenen Wehrmacht". Durch die umstandslose Einreihung der getöteten deutschen Täter mit den Opfern des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs, reiht sich Rink ein in den großen Chor derjenigen, die die Deutschen zu Opfern machen wollen.
Gegen das trotz seiner fragwürdigen Hintergünde begrüßenswerte Vorhaben der Gemeinde regt sich nicht nur aus den Reihen der alten Herren vom Kameradschaftsverband Protest, sondern auch von NPD, freien Kameradschaften und anderen traditionsbewussten Deutschen. Am Samstag, den 22.11. wollen sie gegen den Abriss des Ehrenmals demonstrieren. Aufgerufen wird zu diesem Aufmarsch zum Beispiel auf den Internetseiten des Aktionsbüros Norddeutschland von Christian Worch sowie von der Gruppe "Schwarze Division Germania" bzw. "Schwaze Division Rheinhessen". Diese Gruppe fällt unter anderem dadurch auf, dass sie sich SS-ähnlich kleidet und bei Nazi-Veranstaltungen die Security stellt. Die Gruppe hat in Rheinhessen (weiteres Umland von Mainz) eine erschreckend hohen Organisationsgrad erreicht. Als Sprecher auf dem Aufmarsch scheint der neidersächsische Nationalsozialist Thoams "Steiner" Wulff auftreten zu wollen. Gegen den Aufmarsch planen AntifaschistInnen Gegenaktionen (Näheres unter www.antifa-koblenz.tk).
Die Gemeinde Marienfels beschloss nun das Schandmal abreissen zu lassen, nachdem der Pachtvertrag mit dem Kameradschaftsverband ausgelaufen war. Antrieb der Gemeinde Marienfels war zwar, endlich Schluss zu machen mit dem widerlichen Treiben der Mörderbande un ihrer Wiedergänger aus der neonazistischen Szene - nicht primär aber weil auch die Gemeinderatsmitglieder von diesem Treiben angewidert waren, sondern vor allem weil das Ansehen der Gemeinde Marienfels unter den jährlichen Versammlungen im November leide. Zudem hatte man Angst vor Linken, die die Naziversammlung zum Anlass nehmen könnten, nach Marienfels zu kommen. Diese Haltung spiegelt sich zum Beispiel in der Haltung des evangelischen Probstes für Süd-Nassau wider, der laut Frankfurter Rundschau erklärte, auf der Seite "aller Opfer" zu stehen. Probst Rink, der offenbar vor allem seinen Untergebenen, den Marienfelser Pfarrer und Ehrenmal-Gegner Moos schützen will, verwahrt sich, so die FR, dagegen, das Ehrenmal als "Mahnmal für eine Waffengattung der deutschen Wehrmacht" zu missbrauchen. Der richtige Hinweis, dass die Waffen-SS nicht irgendein Wehrmachtsteil war, perpetuiert in diesem Zusammenhang die Legende von der "sauber gebliebenen Wehrmacht". Durch die umstandslose Einreihung der getöteten deutschen Täter mit den Opfern des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs, reiht sich Rink ein in den großen Chor derjenigen, die die Deutschen zu Opfern machen wollen.
Gegen das trotz seiner fragwürdigen Hintergünde begrüßenswerte Vorhaben der Gemeinde regt sich nicht nur aus den Reihen der alten Herren vom Kameradschaftsverband Protest, sondern auch von NPD, freien Kameradschaften und anderen traditionsbewussten Deutschen. Am Samstag, den 22.11. wollen sie gegen den Abriss des Ehrenmals demonstrieren. Aufgerufen wird zu diesem Aufmarsch zum Beispiel auf den Internetseiten des Aktionsbüros Norddeutschland von Christian Worch sowie von der Gruppe "Schwarze Division Germania" bzw. "Schwaze Division Rheinhessen". Diese Gruppe fällt unter anderem dadurch auf, dass sie sich SS-ähnlich kleidet und bei Nazi-Veranstaltungen die Security stellt. Die Gruppe hat in Rheinhessen (weiteres Umland von Mainz) eine erschreckend hohen Organisationsgrad erreicht. Als Sprecher auf dem Aufmarsch scheint der neidersächsische Nationalsozialist Thoams "Steiner" Wulff auftreten zu wollen. Gegen den Aufmarsch planen AntifaschistInnen Gegenaktionen (Näheres unter www.antifa-koblenz.tk).
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Ergänzungen
Treffpunkt?
Und is ne Gegendemo geplant?Ich mein offiziell angekündigt?
wannwowie
die gegendemo wurde wohl nicht erlaubt. treffpunkt für antifas ist 12:00 uhr marienfels. die nasen wollen um 14:00 uhr laufen. das kaff hat nur zwei, drei straßen. das bietet vorzüge wie nachteile für antifas.
routenplaner etc. findet man unter der internetadresse
Komm zu Bündnisdemo nach Marienfels
Die Aufmarschrute Alt und Neonazis wurde wegen unserer Demo stark eingeschränkt
-ein sehr breites Bündnis hat sich unserer Initiative angeschlossen
-trotzdem oder gerade, weil wir schon einiges an Vorarbeit in Marienfels geleistet haben, müssen viele Leute am kommenden Samstag kommen, um den Nazis ihr Aufmarschieren dort endgültig zu vermiesen
Marienfels liegt zw. Wiesbaden und Koblenz im Taunus (RLP)
Unsere Demo ist am Freitag definitif genemigt worden.
Die Grüne Jugend und der Bundestagsabgeordnete Josef Winkler haben sie angemeldet und so bewirkt, dass die Nazis nicht ungestört aufmarschieren können und mit Ihrer persönlichen Hetzkampagne und den Drohungen gegen Bürgermeister und Pfarrer Erfolg haben. Deshalb werden wir auch diesen beiden Repräsentanten ein Rederecht einräumen. Um 13 Uhr wird eine Demonstration am östlichen Ortseingang beginnen, ihr könnt das nicht verfehlen, wenn Ihr von Dachsenhausen (nähe Lahnstein) kommend nach Marienfels fahrt. Alle anderen Wege werden von der Polizei - die Vorkontrollen angekündigt hat - für uns gesperrt sein. Unsere Demonstration geht über die Hauptstrasse (Römerstrasse) bis zur Ortsmitte. Dort ist dann die Hauptkundgebung.
Als Redner wird unter anderem ein Zeitzeuge angefragt, außerdem werden ein Vertreter der Antifa und die Vorsitzende des mitaufrufenden DGB Koblenz reden. Anschliessend werden Grussworte von einer Vielzahl kommunaler Gremien gehalten, die unseren Bündnisaufruf „Kein Naziaufmarsch in Marienfels“ (im Anhang dokumentiert) unterstützen.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen
„Die endgültige Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
( Aus dem Schwur der selbstbefreiten überlebenden Häftlinge des KZ Buchenwald, 1945)
Mit diesem Schwur setzten Opfer des Faschismus ein Zeichen für eine neue emanzipatorische Gesellschaft ohne Verfolgung und Diskriminierung.
Aus der Geschichte lernen, kann für uns bedeuten, uns diesem Schwur verpflichtet zu sehen. Heute marschieren hier neofaschistische Gruppierungen auf, um den Erhalt eines Zeichens einzufordern, das für Mord, Vernichtung und Rassenhass steht. In Marienfels wollen Neonazis und alte SSler aufmarschieren und ihr volkverhetzendes Gedankengut öffentlich äußern, mit dem der Nationalsozialismus verherrlicht werden soll.
In den letzten Jahren erleben Rassismus und Antisemitismus eine gesellschaftliche Renaissance, teilweise über die Rechtsextremisten hinaus. Diese Entwicklung nutzen Rechtsextremisten zunehmend als Nährboden für ihre rechte Ideologie. Gestützt wird diese Tendenz durch bewusste Tabubrüche aus der gesellschaftlichen Rechten.
So versammelten sich in diesem Jahr über 4000 Neonazis in Wunsiedel, wo sich die Grabstätte von Rudolf Hess befindet. Leider sind die Rechtsextremisten willens und in der Lage, Marienfels wie schon Wunsiedel zum faschistischen Wallfahrtsort zu machen, wenn wir ihnen nicht durch eine starke aber gewaltfreie Demonstration keinen Strich durch die Rechnung machen. Wir wollen keine Wallfahrtstätte in Marienfels für Ewiggestrige und ihren hasserfüllten Nachwuchs.
Setzen wir heute ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass!
Treten wir gemeinsam ein für solidarisches Miteinander statt Ausgrenzung .
Wir wollen zusammen mit Euch entschlossen und friedlich in Marienfels zeigen, dass Neonazis hier und anderswo nicht erwünscht sind!
Wir wollen zusammen mit Euch, den Nazis nicht die Strasse überlassen!!!
Du bist nicht unbeteiligt auch wenn Du zuhause bleibst – denn wer schweigt, stimmt zu.
Demonstration durch Marienfels
Treffpunkt ab 12.30 Uhr am Ortseingang Marienfels
(aus Richtung Dachsenhausen)
Abschluss gegen 17.00 Uhr
Allianz der Vernunft – Bündnis gegen den Naziaufmarsch in Marienfels
Artikel
600 Menschen protestierten in Marienfels!
gegen den Aufmarsch von Neofaschisten
Guter Bericht zur Demo
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Gehört unter Termine
stgjwö