Gewaltsame Hinderung von Flugblattverteilung

AKTION 3.WELT Saar 15.11.2003 15:51 Themen: Weltweit
Europäisches Sozialforum Paris: 12.-16. November 03

Mitarbeiter der AKTION 3.WELT Saar mehrfach gewaltsam am Verteilen eines Flugblattes zum Existenzrecht Israels behindert

Ordnungsdienst des Veranstalters erteilt Platzverweis
Europäisches Sozialforum Paris: 12.-16. November 03

Mitarbeiter der AKTION 3.WELT Saar mehrfach gewaltsam am Verteilen eines Flugblattes zum Existenzrecht Israels behindert

Ordnungsdienst des Veranstalters erteilt Platzverweis

Ein Mitarbeiter der AKTION 3.WELT Saar wurde am Donnerstagabend beim Europäischen Sozialforum (ESF) in Paris mehrfach gewaltsam daran gehindert, ein dreisprachiges (französisch, englisch, deutsch) Flugblatt zu verteilen. In dem Flugblatt wird das Existenzrecht Israels bejaht und im Nahostkonflikt für eine politische Lösung geworben. Der Mitarbeiter wurde dabei öfter als Faschist und Rassist beschimpft. Nach einigen erfolglosen Versuchen von Veranstaltungsbesucher/innen, ihm das Flugblatt zu entreißen, schritt der Ordnungsdienst ein und erteilte dem Mitarbeiter der AKTION 3.WELT Saar (!) unter Androhung, die Polizei zu rufen, einen Platzverweis. Zusätzlich wurde seine Akkreditierungskarte kontrolliert, die Ausweispapiere derjenigen, die ihn mehrfach gewaltsam attackierten, wurden nicht kontrolliert. Die AKTION 3.WELT Saar verurteilt das Vorgehen der ESF-Veranstalter und fordert sie dazu auf, die gewaltsamen Attacken auf Andersdenkende zu unterbinden und sich einer offenen Diskussion zum Nahostkonflikt zu stellen.

Das Flugblatt wurde zunächst vor einer Veranstaltung im Pariser Vorort La Villette, vor der Grande Halle (Salle Boris Vian) verteilt.

In dem Flugblatt heißt es unter anderem ?Eine Lösung des Nahost-Konfliktes kann es nur geben, wenn die israelische Bevölkerung die soziale Lage der palästinensischen zur Kenntnis nimmt und die arabische die Shoah als Hintergrund für die Existenz Israels?. In dem Flugblatt wird die zum Teil offene Israelfeindschaft bei Gegnern der Globalisierung abgelehnt, ebenso die Ausblendung der Verantwortung der arabischen Staaten für die Situation der Palästinenser. Nach Ansicht der AKTION 3.WELT Saar müssen sich Globalisierungskritiker diesem blinden Fleck ihrer Analyse stellen.

Die Teilnehmer der AKTION 3.WELT Saar am Europäischen Sozialforum werden sich dieser Einschüchterungspolitik der Veranstalter und eines Teils der Besucher/innen nicht beugen. Das dreisprachige Flugblatt wird weiter beim ESF verteilt.







Das verteilte Flugblatt:


Erklärung der AKTION 3.WELT Saar zum Europäischen Sozialforum 2003 in Paris:

Die andere Seite
Zum israelisch-palästinensischen Konflikt
Kaum ein Thema ist unter Globalisierungskritikern so umstritten wie der Nahost-Konflikt. Sowohl in Porto Alegre 2003 als auch auf dem ESF 2002 in Firenze dominierte dabei die ?Solidarität mit dem palästinensischen Volk? und die Verurteilung Israels. Doch ist das so einfach?

1. Geschichte: Durch Islam und Christentum unterdrückt
Das kleine Volk der Juden ist in seiner 5000jährigen Geschichte schon oft von Vernichtung bedroht gewesen, durch Ägypten, Babylon, die griechisch-römischen Herrscher. Nach der Eroberung Palästinas durch Muslime errichteten sie den ?Felsendom? - an der Stelle des zerstörten Tempels, von dem nur noch die ?Klagemauer? stehen blieb. Jerusalem war nun Pilgerstätte der drei monotheistischen Weltreligionen, von denen zwei einen missionarischen Anspruch vertreten: das Christentum und der Islam.
Obwohl beide sich auf die Religion Abrahams beziehen, bekämpften sie sich unversöhnlich. Um 1100 n. Chr. massakrierten die Kreuzritter viele jüdische und islamische Bewohner. Als die Ritter nach 2 Jahrhunderten vertrieben waren, zerstörten die türkischen Mamelucken alle Städte entlang der Küste und nutzten das Land als Weide. Palästina verfiel, die Zahl der Juden und Christen schrumpfte. Ab 1516 gehörte Palästina zum Osmanischen Reich. Jüdische Gemeinden gab es noch in Zefat, Hebron und Jerusalem.

In den islamischen Ländern galten Christen und Juden als ?Dhimmi? (Geschützte), die zwar als Anhänger der Bibel durch einen Schutzvertrag (Dhimma) vor dem Jihad bewahrt wurden ? als Gegenleistung aber mussten sie Muslimen den Vortritt lassen, durften sie vor Gericht nicht gegen einen Muslim aussagen, durften sie keine Gebetsstätten errichten, mussten sie leise beten, durften sie keine muslimische Frau heiraten usw. Wurde diese Unterordnung durch Einzelne aufgekündigt, so konnte ein Beamter die gesamte Gemeinde verfolgen lassen.
Der christliche Judenhass speist sich aus der Meinung, die Juden hätten Jesus getötet. Er führte dazu, Juden als Sündenböcke für Krankheiten, Pest und Wirtschaftskrisen zu verfolgen, sie aus vielen Berufen auszuschließen. Meist mussten sie in Ghettos leben. Verfolgt durch ?Reconquista? (1492) und ungezählte Pogrome mussten sie immer wieder flüchten. Nach der Französischen Revolution wurden in Europa Nationalstaaten gegründet, die sich über eine gemeinsame ?Kultur? oder über eine gemeinsame ethnische Herkunft definierten. Theoretisch waren jüdische Bürger nun gleichberechtigt, praktisch aber weiter ausgeschlossen. So wuchs als Reaktion auf den europäischen Nationalismus nach den Pogromen 1882 in Russland und der Dreyfuss-Affäre in Frankreich der Zionismus als Befreiungsbewegung: die Suche nach einer sicheren Heimat.

2. Fragen zu einem tragischen Konflikt
a) Wem gehört Palästina?
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts existierte unter den Fellachen kein nationaler Zusammenhalt. Der Boden gehörte meist einer christlichen Oberschicht, die in den Städten lebte, oder islamischen Feudalclans. Erst durch das brutale Vorgehen der türkischen Besatzung im 1. Weltkrieg gewann der arabische Nationalismus an Popularität. Er erreichte vom britischen Hochkommissar in Ägypten die Zusicherung für ein ?großarabisches Reich?. Fast gleichzeitig sicherte der britische Außenminister Balfour ein jüdisches ?Nationalheim in Palästina? zu. Inzwischen hatten aus Europa emigrierte Sozialisten mit Hilfe des Barons Rothschild Land erworben. Durch mehrere Angriffe -1920 und 1929 kamen dabei mehrere hundert Juden um-setzte die panarabische Bewegung schließlich bei den Briten eine Zuzugsbeschränkung gegenüber Juden durch. So war Millionen Juden der Fluchtweg versperrt, als der deutsche Rassenwahn in Europa zu wüten begann.
b) Warum wurden die Palästinenser vertrieben?
Juden waren in Nord-Afrika, im Mittleren und Nahen Osten über tausend Jahre lang Dhimmis gewesen ? deshalb erschien der Zionismus vielen religiösen Arabern als Provokation. Als 1947 die UNO beschloss, dass auf dem Gebiet Palästinas sowohl ein israelischer als auch ein arabischer Staat gegründet werden solle, lehnte die Arabische Liga die Resolution 181 ab.
So verschärfte sich der Bürgerkrieg, und sofort nach der Staatsgründung am 14.5.1948 wurde Israel angegriffen durch eine Koalition aus Ägypten, Transjordanien, Syrien, Libanon und Irak. In dem einjährigen Krieg starben rund 6000 israelische Soldaten und flohen rund 700.000 Palästinenser. Auch jetzt wurde auf dem nicht zu Israel gehörenden palästinensischen Gebiet kein eigener Staat gegründet ? wie von der UNO vorgesehen. Stattdessen wurden die Flüchtlinge von arabischen Staaten für ihre Zwecke instrumentalisiert. Bis heute haben sie dort keine Bürgerrechte, sind von vielen Berufen ausgeschlossen, sozial diskriminiert. Sie dienen als Kanonenfutter für die Regierenden.

c) Ist Arafat ein ?gemäßigter Führer??
Jassir Arafat al-Husseini bezeichnet sich als ?Soldat? von Hadschi al-Husseini, des früheren Großmufti von Jerusalem. Dieser, ein glühender Antisemit, organisierte 1920 den blutigen Angriff gegen jüdische Zivilisten, und 1929 ein Massaker gegen die alte jüdische Gemeinde in Hebron, die nicht zionistisch gewesen war. Er führte mit von Hitler gelieferten Waffen den ?Arabischen Aufruhr?, wurde 1941 von Hitler in Berlin empfangen und warb dann 20.000 bosnisch-muslimische Freiwillige, die in Waffen-SS-Einheiten gegen Partisanen kämpften und Juden, Serben und Roma jagten. Nach al-Husseinis Tod 1974 behielten seine Verwandten entscheidenden Einfluss, auch Jassir Arafat. Dieser dominiert über die radikale Fatah die ?gemäßigte? PLO und die Autonomie-Behörden mit ihren zehn Sicherheitsdiensten, die rund 100.000 Mann umfassen. Nachdem die PLO in Oslo offiziell das Existenzrecht Israels anerkannt hatte, gründete die Fatah die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, die mit der Hamas, dem ?heiligen Djihad? und der Hisbollah seit Beginn der 2. Intifada für den Mord an über 800 israelischen Zivilisten verantwortlich ist. Bis 1967 gehörten West-Bank und Gaza zu Jordanien und Ägypten. Warum hat die PLO nie von diesen Staaten gefordert, einen palästinensischen Staat zuzulassen? Weil sie ? abhängig vom Geld aus Saudi-Arabien ? in Wirklichkeit auch ein Instrument panarabischer Politik zur Zerstörung Israels ist. Deshalb wird bei jedem Waffenstillstand der Konflikt durch neue Anschläge verschärft.

d) Ist jede Kritik an der Sharon-Regierung antisemitisch?
In Israel gibt es Rassismus, religiösen Fanatismus und eine kapitalistische Wirtschaft. Wieso sollte Israel in dieser Beziehung anders sein als alle anderen Staaten? Wer illegal errichtete Siedlungen, den Verlauf des Sicherheitszauns oder die gezielte Tötung arabischer Terroristen (mit der Inkaufnahme ziviler Opfer) verurteilt, ist alleine deshalb noch kein Antisemit.
Es gibt jedoch unter ?Anti-Imperialisten? eine Art von Kritik, die der von Antisemiten und Nazis, gewollt oder ungewollt, gute Berührungspunkte liefert für ihre Querfront-Strategie, mit der sie versuchen, globalisierungskritische Menschen für Bündnisse zu gewinnen. Ein beliebtes Spiel ist z.B., das israelische Vorgehen mit Vokabeln aus der Nazi-Zeit zu versehen: ?Völkermord?, ?Nazi-Methoden?, ?Sharon = Hitler? Dies verharmlost zum einen die systematische Vernichtungspolitik der deutschen Nazis, die zusammen mit Japan die halbe Menschheit versklaven wollten. Zum andern übertreibt es maßlos die reale Situation in Israel, dessen Regierung zwar rechts ? dessen Verfassung aber immer noch bürgerlich-demokratisch ist. Im Gegensatz zur Verfassung aller umliegenden Staaten. Wen interessiert, dass es in den arabischen Staaten weder Koalitionsfreiheit (unabhängige Gewerkschaften) noch freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit gibt? Dass Frauen völlig von den Männern abhängig sind? Dass Kriegsdienstverweigerung verboten ist, Schwule in den Knast kommen, die Parlamente nur Feigenblätter sind?

e) Apartheid? - Warum der Fokus auf Israel?
Durch die weltweite Apartheid sterben rund 30 Millionen Menschen/Jahr an Unterernährung, noch viel mehr an vermeidbaren Krankheiten und Umweltkatastrophen. Es wird geschätzt, dass an den Grenzen der Festung Europa in den letzten Jahren rund tausend Flüchtlinge ertrunken, erfroren oder erstickt sind. In der EU sind hunderttausende von Abschiebung bedroht. Patriarchale religiöse Fundamentalisten predigen die rechtliche Ohnmacht der Hälfte der Menschheit. Im Sudan, im Kongo und an ca. 30 andern Kriegsschauplätzen werden Millionen Zivilisten Opfer macht- und geldhungriger Eliten. Völkische, nationalistische und rassistische Ideologien blockieren die Köpfe von Milliarden Menschen und hindern sie an der Entwicklung einer selbstbestimmten Individualität. Warum also konzentrieren sich so viele Internationalisten auf die ?Solidarität mit dem palästinensischen Volk? und die Brandmarkung Israels? Im Nahost-Konflikt ist heute Israel aus demographischen, wirtschaftlichen (kein Öl) und militärischen Gründen der schwächere Part ? gegen Terrorismus hilft auch keine Atombombe. Jeder Aufruf gegen Israel nimmt deshalb einseitig Partei für arabische Diktatoren in den umliegenden Staaten und islamische Fundamentalisten. Eine Lösung des Nahost-Konflikts kann es nur geben, wenn die israelische Bevölkerung die soziale Lage der palästinensischen zur Kenntnis nimmt, und die arabische die Shoah als Hintergrund für die Existenz Israels. Wir in Europa sollten alle die auf beiden Seiten unterstützen, die das Verständnis für die jeweils andere Seite fördern.

Für die freie Entwicklung eines jeden als Bedingung für die freie Entwicklung aller!
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Ergänzungen

Antisemitismus u. Antizionismus in Frankreich

... 15.11.2003 - 16:34
Antisemitismus in Frankreich:

In der ARTE-Sendung "Frankreichs Juden im Zwiespalt" am 14.10 wurde der Französische Menschenrechtsbericht für 2002, vom 27.3.2003 zitiert. U.a. waren 62% aller rassistischen Gewalttaten und 74% aller rassistischen Drohungen gegen Juden bzw. jüdische Einrichtungen gerichtet. Allerdings glauben laut Meinungsumfragen lediglich fünf Prozent aller Franzosen, dass Juden die Hauptzielscheibe rassistischer Gewalt sind. 1994 waren 68% der rassistischen Übergriffe gegen Juden rechtsextremistisch motiviert. 2002 waren es 9 %. (...)
 http://www.hagalil.com/archiv/2003/10/filippetti.htm



"Droht" Attac Spaltung?
(...)
Die Spaltung droht
Eines aber beschäftigt Cassen noch mehr: Das Forum steht unter Beschuss, bevor es auch nur begonnen hat. Es droht die Spaltung der globalisierungskritischen Bewegung in Frankreich.

Dabei ist die französische Organisation zahlenmäßig die stärkste und die aktivste in Europa. Schuld an dem drohenden Zerwürfnis ist der Genfer Islamist Tariq Ramadan.


"Zionistische Politik"

Auf der Internet-Seite des Forums hatte er "jüdische Intellektuelle" wie Bernard-Henri Lévy, Alain Finkielkraut und André Glucksmann vorgeworfen, reflexartig "die zionistische Politik" der USA und Israels zur Unterdrückung der Palästinenser zu verteidigen.

Führende Vertreter der Sozialistischen Partei, die die Bewegung als ihren natürlichen Verbündeten sieht, forderten daraufhin den Ausschluss des "moslemischen Le Pen". Das haben die Veranstalter aber abgelehnt.
(...)
 http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/138/21117/

Wie wär´s mit Raushalten?

Alfons Kilad 15.11.2003 - 18:05
Sicher könnte man/frau über euer Flugblatt diskutieren. Allerdings schränkt ihr selbst den Radius erheblich ein. Ihr wundert euch über das Interesse an der gegenwärtigen Israel-Politik z.B. beim Streitbegriff "Apartheit". Wenn Israel so nebensächlich ist, warum verteilt ihr denn ein Flugblatt dazu? Ich glaube die Gefahr einer Spaltung der Antiglobalisierung besteht darin, dass alles zu viel auf irgendein Glauben an das "eigentlich Gute" der einen oder anderen Seite fusst und zu wenig sozial ist. Euer Flugblatt ist nicht schlecht, nur leider diesbezüglich mir immer noch zu einseitig. Wenn ihr euer Flugblatt einmal genau lest, werdet ihr vielleicht merken, dass ihr zwar selbst Kritikwürdiges an der gegenwärtigen israelischen Politik seht, aber trotzdem so eine Art bedingungslose Solidarität einfordert. Diese Schwammigkeit macht es leicht, von konkreter Politik auf nationalistische Ebenen zu kommen, wie es Hohmann jüngst vorführte. Es gibt aber nicht die Juden oder die Deutschen. Soziale Kämpfe können nicht an irgendwelchen nationalistischen Grenzen halt machen.

Flugblatt ist sehr subjektiv

Günter 15.11.2003 - 20:10
Hallo,

also ich möchte mal anmerken das die Art und Weise, wie das Flugblatt den Nahostkonflikt, besonders in historischer Hinsicht, umschreibt, sehr einseitig ist.

Die Verbindung von Arafat und Hitler, über die Brücke Hadschi al-Husseini welche hier suggeriert wird ist paradox im Bezug auf die mahnenden Worte in Abschnitt d), wo der Vergleich „Sharon = Hitler“ die systematische Vernichtungspolitik der deutschen Nazis verharmlosen würde.

Ich bitte wenn schon um eine gerechte Darstellung und die direkte Akzeptanz beider Staaten, denn sowohl Israel als auch Palästina haben Anspruch auf ein Existenzrecht.

Was ich persönlich im Flugblatt vermisse:

- Ist Scharon ein ‚gemäßigter Führer’?
- Ist die Solidarität mit beiden Völkern antisemitisch?
- Wird in Israel Presse- und Meinungsfreiheit garantiert? (In besonderer Hinsicht auf die vor kurzem geregelte Mossad-Überprüfung aller Journalisten)
- Wieviele palästinensischen Zivilisten wurden seit Beginn der 2. Intifada ermordet?
- Die blutigen Angriffe und Massaker seit Ende des zweiten Weltkrieges (beginnend mit dem Yehida-Massaker durch israelische Soldaten).

Versteht micht nicht falsch, aber das sind lediglich einige der Punkte welche ihr umgekehrt um Flugblatt ansprecht, in kontra-palästinensischer Hinsicht.

Was ich von der Wortwahl her unpassend finde ist: "Jeder Aufruf gegen Israel nimmt deshalb einseitig Partei für arabische Diktatoren in den umliegenden Staaten und islamische Fundamentalisten."

Aber Ansonsten ist das Flugblatt ganz ok, danke euch.

Wahlverwandtschaften...

Peter G. 16.11.2003 - 11:20
Arafat ist kein Verwandter Husseinis, nur zur Information. Vergleiche Dazu: "Araft, from Defender to Dictator", Autor ist mir entfallen, sorry

Einige Richtigstellungen...

Klaus 17.11.2003 - 01:01
...zu das Flugblatt betreffenden Äußerungen.

Erstmal zu Arafats familiären und sonstigen Verwandtschaften: Er ist zwar tatsächlich kein Neffe des Nazi-Muftis Hadschi al-Husseini,
wie oft fälschlich behauptet wird, aber verwandt ist er trotzdem mit ihm. Da kann er zwar nix für, aber er hat in den Truppen des Muftis gekämpft und bekennt sich stolz dazu, und dafür kann er was. Die Verbindung zwischen Arafat und dem Nationalsozialismus ist im Gegensatz zu "Sharon = Hitler" also kein Vergleich, sondern eine historische Tatsache (siehe  http://emperors-clothes.com/german/articles/d-palestina.htm) und das ist etwas vollkommen anderes.

Wir schreiben in dem Flugblatt nirgends, Israel sei nebensächlich. Wir kritisieren allerdings die Fokussierung auf den Nahostkonflikt angesichts der zahlreichen blutigen Konflikte auf dem Globus. Manchmal ist es ganz nützlich, einen Text genau zu lesen! Daß wir den Antisemitismus und die Notwendigkeit, ihn in allen seinen Formen zu bekämpfen, für nebensächlich erklärt haben, wird uns aber wohl niemand ernsthaft unterstellen!

Eine bedingungslose Solidarität mit Israel halte ich in der Tat für notwendig, in dem Sinne, daß die Existenz Israels unter KEINEN Umständen in Frage zu stellen ist. Bedingungslos ist jedoch nicht mit kritiklos zu verwechseln. Kritik ist legitim, antisemitisch ist es jedoch, das Existenzrecht Israels an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen, also von irgendeiner Art des "Wohlverhaltens" abhängig zu machen.

Wer von der Ermordung palästinensischer Zivilisten durch Israelis spricht, sollte bitteschön konkretisieren, welche Ereignisse er damit meint!

Rausschmiss (wenn passiert) vertretbar

Rai 17.11.2003 - 13:41
Hut ab vor den Menschen, die das Verteilen eines solchen rassistischen Flugblatts verhindert haben. Ich fühle mich als Palästinenser mehr als beleidigt durch die Äusserungen, die in diesem Flugblatt verzapft werden.
Und zwar folgendes:

1) Was haben religiöse (keine historischen) Begründungen auf einem Sozialforum zu tun? Wen interessiert, dass die Torah behauptet, das es einen Tempel gegeben hat und dass der Kuran behauptet, die Moschee schon immer gegeben zu haben? Als palästinensischen Linken interessiert es nicht. Meinen israelischen Genossen auch nicht. Anscheinend interessiert es aber schon einigen in Deutschland, die sich auch gerne links schimpfen.

2) Es gehört schon einiges an Ekel (milde gesagt) die Religion so instrumentalisieren, wie es im ersten Abschnitt getan wird. Wer islamische religiöse Begriffe wie "Dhimmi" so missbraucht, ist für micht nicht anderes als ein Antisemit, der den Begriff "Gojim" missbraucht, um zu begründen, dass die Juden sich für was besseres halten. Tut mir leid, ich kann sehr lange Dispute über die Bedeutung solcher Begriffe führen. Aber sie so zu missbrauchen, hat nichts mehr mit Religion oder Geschichte zu tun, sondern mit Rassismus. Fanatische Islamisten in Al-Qaida und rechtsradikale Siedler machen das genau so.

3) Die suggestiven "die Palästinenser sind selbst schuld" sind für mich mehr als beleidigend. Die These der "freiwillig fliehenden Palästinenser" wird ohne jegliche Infragestellung verwendet, um etwas zu beweisen. Doch für meine Großeltern und viele andere ist das nicht nur eine Lüge, sondern eine persönliche und kollektive Beleidigung, die nicht geduldet werden kann.

4) Die Verbindung: Arafat - Husseini - Hitler ist mehr als suggestiv und entbehrt sich jeglicher Wissenschaftlichkeit. Denn nur die Leute der 3. Welt Saar sind 100%ig sicher, dass Arafat ein Verwandter von Husseini ist. In Palästina sind sich die meisten Menschen nicht mal sicher, ob Arafat auch Gaza oder aus Jerusalem kommte, was auch ziemlich unwichtig ist. Aber wie kann man denn sonst suggerieren, das die Palästinenser lauter Faschisten sind.

5)Das Interesse an Israel-Palästina ist wirklich nicht so schwer zu verstehen. Ich versuche ein paar Eckpunkte zu nennen:
a. Es leben viele Palästinenser und viele Juden in Deutschland. Diese tragen natürlich den Konflikt ins Lande. Kein Mensch kümmert sich um den Kaschmir-Konflikt in Deutschland. In Grossbritanien aber schon!!

b. Natürlich passieren im Sudan und im Kongo furchbare Ereignisse (zum Teil auch brutaler und unmenschlicher als in Israel). Doch der sudanesische Staat und die demokratische Republik Kongo werden nicht von Deutschland mit Waffen beliefert (jedenfalls nicht öffentlich). Diese Staaten werden im Handel mit der EU auch nicht begünstigt (EU-Asoziierungs-Abkommen).

c. Der nahe Osten (das historische Gebiet Palästina) ist halt geographisch und kulturell näher an Europa als der Kongo oder Indonesien.

Aber wenn man das alles nicht sieht, kann man ja nicht suggerieren, dass das Interesse an dem Konflikt eigentlich antisemitische Motive hat.


Zum Schluss: Ich habe das Flugblatt durch einen frantzösischen Genossen auf der Demonstration bekommen. "Diese deutschen Spinner!!", meinte er nur. Ich rate den Leuten von der Aktion 3. Welt Saar, in Deutschland zu bleiben. Hier gibt es wenigstens Menschen, die euch füttern (i. S. von "don't feed the troll"). Im Ausland seid ihr nur lächerlich, was ich auch gut finde.


Danke und solidarische Grüsse,
Rai

meine güte

ein leser 18.11.2003 - 13:54
meine güte kann ich nur sagen, wenn ich dieses flugblatt der dritte-welt-saar lese. allerdings ist es mehr als dumm, ihnen diese schrift aus der hand zu nehmen und sie zu drangsalieren. vielmehr hätte sie öffentlich vorgelesen werden sollen: "das kleine volk der juden", und der tempel, den sie schon so früh bauten, und der britische hochkommissar, der den "fellachen" doch einen staat anbot, den die einfach ausschlugen undsoweiterundsofort. ja merken die "losheimer" nicht, welchen unsinn sie da verzapfen. sie haben schon recht, es gibt genug konflikte auf dieser welt, wo mehr menschen sterben als in israel/palästina, aber denoch gilt auch: wenn man sich zu diesem konflikt äußert, dann sollte man als linker (ob moderat oder radikal) alles identitätststiftende gebrabbel außen vor lassen und vernunft und ratio regieren lassen. in diesem sinne....ein leser dieser wirklich unsinnigen schrift.

Dieser Vorfall ...

Andreas 18.11.2003 - 17:34
fügt sich in das Bild ein das ich von diesem Treffen bekommen habe.
Die grosse Demonstration am Sonnabend, war die erste Demonstration bei der meine Angst Opfer gewaltätiger Übergriffe zu werden nicht durch die Polizei, sondern durch die "Linken" Demonstranten hervorgerufen wurde. Auf der Demonstration herschte ein Klima uneingeschränkter Solidarität mit den Palestinensern. Das äusserte sich in vielen tausenden von Palestinafahnen in allen Grössen (besonders erschreckend und verbreitet war eine etwas kleinere Version mit der Aufforderung "die Massaker am palestinensischen Volk" zu beenden), ungezählten Plakaten und Transparenten die zur Palestinasolidarität aufriefen und einer sehr grossen Zahl von Transparenten, Flugblättern, Aufklebern, Sprechchören ... . Dies allerdings nicht nur im Palästinablock sondern auch in den meisten anderen Blöcken. Im Gegensatz dazu fehlte auf der Demo (die ich zweimal abgelaufen bin) jegliche Warnung, ja es gab nicht mal einen Hinweis auf das Problem des Antisemitismus. Bei einer Demo von mehreren Hunderttausend, ein erschreckendes Misverhältniss das zu einem Klima führte bei dem ich grosse Angst bekam, mich laut gegen Antisemitismus auszusprechen. Die Genossin mit der ich unterwegs war empfand das genauso.

Bzgl. Richtigstellung von Klaus

Günter 26.11.2003 - 08:49

Wenn man hier unbedingt darauf aus ist, "historische Verbindungen" zum Nationalsozialismus in verwandschaftlicher und zeitlicher Hinsicht mit gegenwärtigen Schlüsselfiguren des Nahost-Konfliktes zu ziehen, dann bitte ich um Objektivität. Ergänzend sei gesagt, das auch Arial Scharons familiäre Struktur (väterlicher Seits) sehr umstritten ist (PolenDeutschland) und sein Vorname erinnert an auch an eine gewisse "Volksgruppe" von damals.

"Eine bedingungslose Solidarität mit Israel halte ich in der Tat für notwendig, in dem Sinne, daß die Existenz Israels unter KEINEN Umständen in Frage zu stellen ist."
Ok, aber dann bleiben sie wie mehrmals schon erwähnt OBJEKTIV und gestatten allen anderen, AUCH die bedingungslose Solidarität mit Palästina, da ich sie in der Tat für notwendig halte, in dem Sinne, daß die Existenz Palästinas unter KEINEN Umständen in Frage zu stellen ist.
Nicht nur die Israelis, sondern beide Völker haben ihre Daseins-Berechtigung, was leider viele hier unter den Tisch fallen lassen wollen.

"antisemitisch ist es jedoch, das Existenzrecht Israels an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen, also von irgendeiner Art des "Wohlverhaltens" abhängig zu machen. "
Wenn das ihre Definition für "Antisemitismus" ist, dann gute nacht. Ich glaube einige würden sogar so weit gehen und das schlechte Wetter draußen als antisemitisch bezeichen nur weil heute mal die Sonne nicht scheint. Tut mir Leid, aber Antisemitismus ist in meinen Augen die Feindschaft gegenüber Anhängern des jüdischen Glaubens und nicht gegenüber dem Staate Israel.

Ermordungen palästinensischer Zivilisten durch Israelis gab es zu genüge, um mal einige ihrem Wunsch nach zu konkretisieren:

Yehida-Massaker (13. 12. 1947) > 19 Tote
Qazaza-Massaker (19.12.1947) > 5 Tote Kinder
Al-Sheikh Village-Massaker (1.1.1948) > 40 Frauen/Kinder
Sasa-Massaker (15.2.1948) > 20 Gesprengte Häuser (Meisten Opfer: Frauen/Kinder)
Massaker in Deir Yassin (9.4.1948) > 250 Tote Männer/Frauen/Kinder
Naser Al-Din-Massaker (13.-14.4.1948) > Gesamtes Dorf bis auf 40 Einwohner
Abu Schuscha-Massaker (14.5.1948) > 50 Tote
Beit Daras Massaker (21.5.1948) > Erneut Gesamtes Dorf
Tantura-Massakar (23.5.1948) > 200 Tote
Dahmash-Moschee-Massaker (11.7.1948) > 430 Tote
Dawayma-Massaker (29.10.1948) > 80-100 Männer/Frauen/Kinder
Sharafat-Massaker (7.2.1951) > 10 Tote
Kibya-Massaker (14.10.1953) > 75 Tote
Al-Sasmmou-Massaker (13.11.1966) > 18 Tote
Oyon-Qara-Massaker (20.5.1990) > 20 Tote
Al-Aksa-Moschee-Massaker (8.10.1990) > 22 Tote
Sabra und Schatilla (18.9.1982) > 2000-3000 Tote
Goldstein Massakar (25.2.1994) > 29 Tote
Jabalia-Massaker (28.3.1994) > 6 Tote
Kana-Massakar (18.4.1996) > Über 100 Tote
Al-Aksa-Massaker (27.9.1996) > 70 Tote
+Seit Begin der 2. Intifada (28.9.2000) Über 3000 Tote

Wie gesagt: Nur ein Bruchteil israelischer Massakar. Aber ich will nicht sagen, die einen sind gut die anderen Böse (so wie der Flyer das umgekehrt suggeriert), natürlich sind die palästinensischen Anschläge genauso zu verurteilen!

Aber ich möchte nur, das sie nicht nur einseitig gegen die Palästinenser schreiben sondern auch enorme Fehler der Israelis einsehen. Das ist mein Verlangen nach Objektivität, ein einfacher Ausgleich und das miteinbeziehen beider Seiten und nicht nur für negative Aspekte die eine und für positive die andere zu verwenden, das ist auch der Punkt den ich in dem beschriebenen Flyer kritisiere. Sicherlich kann man keine inhaltliche Symetrie in einem solchen Dokument kreieren, aber es sollte für erwachsene Menschen eigentlich kein Problem sein, wenigstens sachlich zu argumentieren, wenn man schon hier konservativ eine neutrale Berichterstattung durch diese (nur) Pro-Israelhaltung erzwingt.

Das waren einige wesentliche Punkte die ich zur kritischen Betrachtung dieses Indyartikels + Flyer erwähnen wollte, ansonsten ist er aktzeptabel.

Kommentar

x 04.12.2003 - 18:30
Nette Aufzählung da oben!
Im Libanon waren die Mörder, christlich/libanesische Milizen!
Tote wärend der Intifada kamen zum großen Teil durch Straßen- und Hauserkämpfe zum Beispiel in Jenin. Woher kämen sonst die Opfer, die die Israel Defence Force zu beklagen hatP Ein großer Teil der arabischen Opfer knapp 800 wurden als sogenannte Koloberateure von Palästinensern ermordet. Der kleine junge, Al Dura glaub ich, der zu Beginn der 2. Intifada erschossen wurde, war ein Opfer der arabischen Terroreinheiten..
Zu den früheren Daten kann ich nicht viel schreiben, sind aber auch mit VORSICHT zu genießen.

An die Obige Arafat Diskussion: Arafat behauptet gebürtiger Palästinenser zu sein! Er ist gebürtiger Ägypter und ist als Pan-Arabist zum Kampf nach Palästina gegangen. Noch heute, bei den Al Kutz Demos bekennen sich die Araber zu ihrem Palästinenser sein, ganz im Motto von Kennedy ´Ik bin ein Berliner´.

@x

Günter 05.12.2003 - 22:06
Die Veranwortlichen für das Gemetzel im Libanon sitzen heute in Israel, genauer gesagt ist der damilige Verteidigsminister Ariel Scharon heute Premier Minister. Eine israelische Untersuchungskommission gab ihm 1983 die Schuld an dem Massakar.

Die meisten Opfer sind Frauen, Kinder und Alte - wie leider in jedem Scheiss Krieg.

Thema Aldura: Es ist inzwischen von ISRAELISCHER SEITE BEWIESEN, worden, das israelische Soldaten daran schuld waren. Als Beleg hierfür: Der Der Tagesspiegel, Ausgabe 4.10.2000

"Nahost - Zwölfjähriger starb im Kugelhagel der Israelis - Armee übernimmt Verantwortung und verteidigt sich: Palästinenser schicken Kinder vor. Albright plant Gipfel

Die israelische Armee hat zugegeben, am Samstag einen zwölfjährigen Palästinenser-Jungen im Gaza-Streifen erschossen zu haben. Sein Tod, der von einem französischen Kamerateam aufgezeichnet wurde, hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Die Bilder zeigten minutenlang das in Todesangst schreiende Kind, bis es - tödlich getroffen - verstummte. Der General Giora Eiland sagte am Dienstag im israelischen Rundfunk, die Analyse der Video-Aufzeichnung habe ergeben, dass das Kind durch Schüsse israelischer Soldaten aus einem geschlossenen Stützpunkt an der Nezarim-Kreuzung getötet wurde. "Dies ist ein schlimmer Zwischenfall, den wir alle bedauern", sagte Eiland.

Der Stützpunkt sei während der blutigen Unruhen von Demonstranten umzingelt und mit Steinen, Brandsätzen und Handgranaten beworfen worden. Der Junge, der nach Angaben der Armee in der Vergangenheit an Ausschreitungen beteiligt war, sei ins Kreuzfeuer geraten. Sein Vater habe die Gefahr erkannt und versucht, ihn zurückzuholen. Die Soldaten, die durch Scharten schossen, hätten nicht erkannt, dass hinter einem Fass in der Schusslinie Vater und Sohn kauerten. Eiland warf den Palästinensern vor, zynisch Kinder im Kampf gegen Israel einzusetzen.

Wenige Stunden nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen der israelischen Armee und der palästinensischen Autonomiebehörde wurden unterdessen am Dienstag neue Zusammenstöße aus dem Westjordanland gemeldet. Im Gaza-Streifen, wo Israel auch Kampfhubschrauber einsetzte, wurden zwei Palästinenser getötet. In Hebron warfen jugendliche Palästinenser Steine auf israelische Soldaten, die mit Gummimantel-Geschossen auf die Demonstranten feuerten. Dabei wurden fünf Menschen verletzt.

Auch aus anderen Zentren im Westjordanland aus dem überwiegend arabisch besiedelten Teil Nord-Israels wurden einzelne Zwischenfälle gemeldet. So beschossen Unbekannte bei Ramallah einen israelischen Jeep.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak sagte am Morgen, er hoffe, dass die Waffenruhe eingehalten werde. Es bestehe eine gute Chance für ein "Ende dieses schmerzlichen Kapitels". Israel hat in der Vereinbarung zugesagt, seine Soldaten aus den Brennpunkten der jüngsten Unruhen zurückzuziehen, wenn die Palästinenser dort künftig Ausschreitungen verhindern.

Bei den blutigen Unruhen sind nach palästinensischen Angaben seit vergangenem Freitag mindestens 45 Araber getötet worden. Mehr als 1400 Menschen wurden verletzt. Auf israelischer Seite kamen drei Soldaten und ein Zivilist ums Leben.

US-Außenministerin Madeleine Albright will sich in direkten Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Barak und Palästinenser-Präsident Jassir Arafat um ein Ende der Gewalt im Nahen Osten bemühen. Sie erklärte am Dienstag in Paris, sie werde am Mittwoch in der französischen Hauptstadt mit den beiden Politikern zunächst zu getrennten Gesprächen zusammentreffen. Ziel sei es, einen Weg zur Beendigung der Gewalt zu finden. Es müsse sichergestellt werden, dass sich solch eine Eskalation nicht wiederhole. Die seit Donnerstag anhaltenden Unruhen sind die schwersten Auseinandersetzungen in den Palästinenser-Gebieten seit 1996.

Baraks Büro wies in einer Erklärung darauf hin, dass das Treffen in Paris auf Initiative der USA zu Stande gekommen sei. Albright hält sich gegenwärtig in Paris zu Gesprächen mit der französischen Regierung auf, die der krisenhaften Situation in Nahost und in Jugoslawien galten. Zuvor hatte bereits US-Präsident Bill Clinton die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt geäußert. Er sagte in Washington, er denke, dass die Lage im Nahen Osten sich bereits am Dienstag bessere.".

Wenn du möchtest, mache ich zu den früheren Daten noch genauere Angaben, übrigens habe ich all die Verletzten gar nicht aufgezählt.

Aber diese ganze Zahlenrechnerei bringt doch nichts, alleine ein Toter -egal auf welcher Seite- wäre ein Toter zuviel.

Klaus ist echt armseelig

#FF00FF 10.12.2003 - 10:58
Was Klaus hier vom Stapel lässt finde ich ziemlich dreist, dem Muslim Markt mit "Rechtsextremismus" in Verbindung zu bringen, da muss man schon reichlich einen angetrunken haben. Dieser Verein kämpft genauso gegen deutsche und israelische Nazis, wie wir auch, nicht zu letzt aus dem Grund, das sie selbst als Ausländer von den Faschos als "DAS Böse" schlechthin betrachtet werden.

Gegen israelischen und deutschen Nationalismus/Zionismus!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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gutes papier — ein schockierter

gutes fluggi — eisner

super — saddam

aktion 3. welt saar hat recht — ein freund israels

@Günter — Klaus

Nochmal Günter — Klaus