Tübingen: 600 fuer die Schelling
Fuer ein selbstverwaltetes Wohnprojekt Schellingstrasse als kommunikatives, politisches und kulturelles Zentrum demonstrierten am vergangenen Samstag (8.11.) ca. 600 Menschen.
Das Haus Schellingstrasse 6 in Tuebingen wurde 1980 besetzt und anschlieflend in ein Studiwohnheim umgewandelt. Heute wohnen in den drei Haeusern 110 Menschen, die sich nichts sehnlicher wuenschen, als endlich die schon längst praktizierte Selbstverwaltung auch formal nachzuvollziehen.
Hintergrund und Demoaufruf siehe:
http://de.indymedia.org//2003/11/64802.shtml
Waehrend der Auftaktkundgebung wurde auf dem Exerzierplatz ein Baeumchen gepflanzt und eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: "Gross sind des Investors Traeume, klein sind seine Baeume. Ekardt-Schaeufelchen-Gedenkeiche". Denn eigentlich haette die Demonstration auf dem Exerzierplatz beginnen sollen, aber Herr Gross-Investor Schaeufele hatte der Stadt Tuebingen mit Schadenersatzforderungen gedroht, falls es dabei zu Schaeden an der Neubepflanzung des Platzes gekommen waere. Interessant ist hierbei, das wir fuer diesen privaten Platz ca. 200.000 EUR zahlen sollen, obwohl wir nichtmal darauf demonstrieren duerfen...
Im Eingang zur Gartenstrasse wurde spielerisch und stellvertretend die Burschenschaft Germania angegangen, indem sich ein uebergrosser menschlicher Pflasterstein gegen das Eingangstor warf. Der Unterschied von elitaer-normiertem Wohnen und vielfaeltig-bunter Selbstverwaltung mit emanzipatorischem Anspruch wurde deutlich.
Vor dem Studentenwerk in der Wilhelmstrafle wurde als Mahnmal in einer feierlichen Zeremonie ein alter Studentenwerks-Schrank enthuellt, versehen mit dem Spruch "Time to say Goodbye - Nach 23 muehevollen Jahren, Adieu Studentenwerk". 110 Mietvertraege der Schelling-BewohnerInnen wurden in diesen Schrank gelegt, der Schluessel dazu in den Briefkasten des Studentenwerks geworfen. Die BewohnerInnen des ehemaligen Studierendenwohnheims haben damit endgueltig ihren Bruch mit dem StuWe vollzogen, das ihrer Wohnform als Verwaltung nicht mehr genuegen kann.
Und auf dem Marktplatz schliefllich war neben einem rhetorisch und inhaltlich interessanten Beitrag ueber die "verbrecherischen" Machenschaften des Freiburger Mietshaeuser-"Syndikats", das Mit-Gesellschafter in der Schelling-GmbH ist, eine Theaterperformance mit Pantomime und Grosspuppe ueber Freiraeume zu sehen. Zudem war die gesamte Demonstration mit knapp 600 Leuten (!) bunt gestaltet wie selten in Tuebingen. Die Schelling-eigene Trommelgruppe gab den Rhythmus vor, viele Transparente und Schilder ("Unser Haushalt stimmt, Frau Russ-Scherer"), Verkleidungen, Demo-Catering, dazu Musik und Reden vom Lautsprecherwagen.
Im Anschlufl an die Demo gab es im Haus Kaffee, Kuchen und Filme, spaeter Vok¸ und Konzert mit Living Large (T‹), Gasbrand (HN) und Operation Tigerfish (FR).
Mehr Bilder gibt es unter
http://www.schellingstrasse.de
Artikel des Schwaebischen Tagblatts unter
http://www.tagblatt.de/index.php?objekt=ST&id=38040
Der Sueden rockt! OBW9 & Ex-Steffi bleiben! Schelling wird selbstverwaltet!
Dieser Tag war unser Tag!!! Danke an alle, die dazu beigetragen haben.
Hintergrund und Demoaufruf siehe:
http://de.indymedia.org//2003/11/64802.shtml Waehrend der Auftaktkundgebung wurde auf dem Exerzierplatz ein Baeumchen gepflanzt und eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: "Gross sind des Investors Traeume, klein sind seine Baeume. Ekardt-Schaeufelchen-Gedenkeiche". Denn eigentlich haette die Demonstration auf dem Exerzierplatz beginnen sollen, aber Herr Gross-Investor Schaeufele hatte der Stadt Tuebingen mit Schadenersatzforderungen gedroht, falls es dabei zu Schaeden an der Neubepflanzung des Platzes gekommen waere. Interessant ist hierbei, das wir fuer diesen privaten Platz ca. 200.000 EUR zahlen sollen, obwohl wir nichtmal darauf demonstrieren duerfen...
Im Eingang zur Gartenstrasse wurde spielerisch und stellvertretend die Burschenschaft Germania angegangen, indem sich ein uebergrosser menschlicher Pflasterstein gegen das Eingangstor warf. Der Unterschied von elitaer-normiertem Wohnen und vielfaeltig-bunter Selbstverwaltung mit emanzipatorischem Anspruch wurde deutlich.
Vor dem Studentenwerk in der Wilhelmstrafle wurde als Mahnmal in einer feierlichen Zeremonie ein alter Studentenwerks-Schrank enthuellt, versehen mit dem Spruch "Time to say Goodbye - Nach 23 muehevollen Jahren, Adieu Studentenwerk". 110 Mietvertraege der Schelling-BewohnerInnen wurden in diesen Schrank gelegt, der Schluessel dazu in den Briefkasten des Studentenwerks geworfen. Die BewohnerInnen des ehemaligen Studierendenwohnheims haben damit endgueltig ihren Bruch mit dem StuWe vollzogen, das ihrer Wohnform als Verwaltung nicht mehr genuegen kann.
Und auf dem Marktplatz schliefllich war neben einem rhetorisch und inhaltlich interessanten Beitrag ueber die "verbrecherischen" Machenschaften des Freiburger Mietshaeuser-"Syndikats", das Mit-Gesellschafter in der Schelling-GmbH ist, eine Theaterperformance mit Pantomime und Grosspuppe ueber Freiraeume zu sehen. Zudem war die gesamte Demonstration mit knapp 600 Leuten (!) bunt gestaltet wie selten in Tuebingen. Die Schelling-eigene Trommelgruppe gab den Rhythmus vor, viele Transparente und Schilder ("Unser Haushalt stimmt, Frau Russ-Scherer"), Verkleidungen, Demo-Catering, dazu Musik und Reden vom Lautsprecherwagen.
Im Anschlufl an die Demo gab es im Haus Kaffee, Kuchen und Filme, spaeter Vok¸ und Konzert mit Living Large (T‹), Gasbrand (HN) und Operation Tigerfish (FR).
Mehr Bilder gibt es unter
http://www.schellingstrasse.de Artikel des Schwaebischen Tagblatts unter
http://www.tagblatt.de/index.php?objekt=ST&id=38040 Der Sueden rockt! OBW9 & Ex-Steffi bleiben! Schelling wird selbstverwaltet!
Dieser Tag war unser Tag!!! Danke an alle, die dazu beigetragen haben.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Video Demozug1 (avi-3mb) (3.1M)
Ergänzungen
Beteiligung anderer Projekte
Es gab Redebeiträge vom Wohnprojekt Wilhelma und von den Leibniz-Häusern (beide Tübingen), der Ex-Steffi aus Karlsruhe, dem selbstverwalteten Jugendhausclub ObW9 aus Stuttgart-Degerloch, sowie kurze Grußworte der Gießerstraße (Leipzig) und einer Wagenplatzinitiative aus Augsburg.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Solidarische Grüße aus Saarbrücken — Feuerdrache