Göttingen gegen Bildungs- und Sozialabbau
Pressemitteilung des "Bündnis gegen Bildungsklau", das sich an der Uni Göttingen als Protestbündnis "von unten" gegründet hat.
8000 Studierende, Lehrende, Mitarbeiter – ein bunter Haufen zog durch die Innenstadt und protestierte friedlich gegen die Sparmaßnahmen an den niedersächsischen Universitäten. Im Gegensatz zum AStA demonstrierten viele auch gegen die Standortpolitik der Universitätsleitung und der Stadt Göttingen. Die Standortpolitik gipfelte in der Rede von Oberbürgermeister Danielowski, der die Belastung der Uni Göttingen gegenüber den anderen Universitäten im Lande als „ungerecht“ fand. „Die Universität und die Stadt stehen zusammen. Göttingen muss geschont bleiben.“ Auf vielen Transparenten war deutlich zu lesen, was die Studenten wirklich wollen: „Heute Student, morgen arbeitslos, übermorgen Rentner – Solidarität mit Allen vom Sozialabbau Betroffenen!“ oder auch: „HiWis gegen Sparmaßnahmen - Solidarität ist eine Waffe!“, war dort zu lesen. Leider durften diese Inhalte nicht auf der Abschlusskundgebung zum Ausdruck kommen. Ein angekündigter studentischer Redner neben dem AStA Vorsitzendem Daniel Flore ist leider kurz vor dem Start der Demonstration abgelehnt worden. Weiterhin ist ein Lautsprecherwagen auf der „Bündnisses gegen Bildungsklau“ mit freier Rednerliste auf Bitten des AStAs von der Polizei eingekesselt worden. Nach kurzer Diskussion mit der Polizei und dem AStA durfte dieser dann den Demonstrationszug begleiten, nachdem viele Demonstranten sich geweigert hatten, ohne den Wagen weiterzugehen. Studenten von verschiedenen studentischen Organisationen forderten in ihren Redebeiträgen während der Demonstration mehr Solidarität anstelle von Sozialabbau. „Es geht hier nicht nur um Göttingen. Im ganzen Land wird der Sozialstaat in die Knie gezwungen. Erst die Arbeitslosen, dann die Kranken jetzt die Studenten. Bald wird sich niemand mehr ein Studium leisten können“, so ein Student.
Es waren Studenten aus allen Fachbereichen vertreten. Mit zahlreichen kreativen Transparenten, Verkleidungen und Aktionen, wie beispielweise die Studierenden der Skandinavistik, die in Wikinger- und Pippi Langstrumpfkostümen herumliefen, haben die Studenten auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem erteilte man den Überlegungen der Landesregierungen eine Studiengebühr in Höhe von 500 abzuverlangen eine klare Absage. „Ich kann es mir finanziell dann nicht mehr leisten zu studieren. Schon jetzt gehe ich die meiste Zeit arbeiten, um mich überhaupt über Wasser zu halten“ klagte ein Studenten.
Auf der Abschlusskundgebung am Alten Rathaus war von der Solidaritätsposition leider nicht mehr viel zu hören. Der Lautsprecherwagen des Bündnisses gegen Bildungsklau hat auf der Abschlusskundgebung wie versprochen geschwiegen. Hier kam keine Studierender mehr zu Wort, sondern nur der Oberbürgermeister, der Universitätspräsident, sowie Vertreter verschiedener Personalräte, die nur den produktiv-wirtschaftlichen Vorteil, den die Universität Göttingen für die Region bringt, in den Vordergrund stellten.
Der einzige Redebeitrag der Abschlusskundgebung von studentischer Seite wurde vom Vorsitzenden des konservativen Astas gehalten, der seine Position im Wesentlichen der seiner Vorredner anpasste.
Übrigens: Am kommenden Mittwoch, den 12.11.03, findet eine Großdemonstration unter dem Motto: „Bildet die Rettung!!“ in Hannover statt.
Es waren Studenten aus allen Fachbereichen vertreten. Mit zahlreichen kreativen Transparenten, Verkleidungen und Aktionen, wie beispielweise die Studierenden der Skandinavistik, die in Wikinger- und Pippi Langstrumpfkostümen herumliefen, haben die Studenten auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem erteilte man den Überlegungen der Landesregierungen eine Studiengebühr in Höhe von 500 abzuverlangen eine klare Absage. „Ich kann es mir finanziell dann nicht mehr leisten zu studieren. Schon jetzt gehe ich die meiste Zeit arbeiten, um mich überhaupt über Wasser zu halten“ klagte ein Studenten.
Auf der Abschlusskundgebung am Alten Rathaus war von der Solidaritätsposition leider nicht mehr viel zu hören. Der Lautsprecherwagen des Bündnisses gegen Bildungsklau hat auf der Abschlusskundgebung wie versprochen geschwiegen. Hier kam keine Studierender mehr zu Wort, sondern nur der Oberbürgermeister, der Universitätspräsident, sowie Vertreter verschiedener Personalräte, die nur den produktiv-wirtschaftlichen Vorteil, den die Universität Göttingen für die Region bringt, in den Vordergrund stellten.
Der einzige Redebeitrag der Abschlusskundgebung von studentischer Seite wurde vom Vorsitzenden des konservativen Astas gehalten, der seine Position im Wesentlichen der seiner Vorredner anpasste.
Übrigens: Am kommenden Mittwoch, den 12.11.03, findet eine Großdemonstration unter dem Motto: „Bildet die Rettung!!“ in Hannover statt.
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Ergänzungen