Aachen: Zwischen Kotgeruch und TodesstrafeDr.
Der Herbst ist da und der Eingang des Amtsgerichtes liegt bis zum nächsten Sommer im Schatten. Pech für die Übertragungswagen-Teams die schon frühmorgens versuchten "Stimmen" zu fangen. Ohne Beisein der Eltern begann im Gericht die Verhandlung gegen zwei des Kindermordes angeklagte Männer.
Es entstand eine Stimmung in Aachen die durchaus auch (medial)inszeniert wurde. Die NPD unter lokaler Führung von Wilibert Kunkel wollte diese nutzen um mit der Parole "Todesstrafe für Kinderschänder" auf Rattenfang zu gehen.
Es entstand eine Stimmung in Aachen die durchaus auch (medial)inszeniert wurde. Die NPD unter lokaler Führung von Wilibert Kunkel wollte diese nutzen um mit der Parole "Todesstrafe für Kinderschänder" auf Rattenfang zu gehen.
Trotz voreiliger Ankündigung (Polizei und NPD) von 100 TeilenhmerInnen kam letzenendes um 10 uhr nur ein Häufchen von 30 Neonnazis zusammen. Sie trafen sich vor der 100m entfernten Josefskirche und blieben dort auch ca. 3 h stehen. In der Zeit wurden sie von kleinen durchgedrungenen Antifa-Grüppchen angeschrien und auch einige zufällig erschienen Leute schimpften mit Willibert, der versuchte seine Naziclique auf ihn einzutrimmen . Er stand dort im Interesse einer Partei die mit der Vergangeheit nicht bricht und damit auch nicht mit den Millionenfachen Menschenmorden-und versuchen der Faschisten. ( das bei dem unfassbaren Holocaust auch Kinder industriell ermordet und geschändet wurden ist für sie kein Widerspruch.(sic!))
AntifaschistInnen die "Nazis-Raus" gerufen haben wurde einzig allein deswegen mit einem schwarzen Polizeihandschuh und dem dranhängenden Beamten "ruhig" gestellt und nach Personalienkontrellen bekamen sie einen Platzverweis..
Der kleine Josefsplatz wurde in der Nacht zuvor mit kuhkotähnlicher Substanz übegossen und mit bunten Nazis-Raus schnipseln dekoriert. Im Sonnenaufgang rückte die Feuerwehr an und mit einem dicken Löschschlauch wurde die Unerhörtheit beseitigt, der Gestank war trotzdem wahrnehmbar und erst so richtig als unser allerliebster Stern den Boden erwärmte und die "strammen Deutschen" ihre Turnschuhe auf ihn setzten, da Spingerstiefel verboten wurden.
Bereits um 9 Uhr traf sich das 1-Wochen alte Spontanbündniss "Aachen stellt sich quer" am Elsassplatz zur Gegendemo.
Es war früh und es war mitten in der Woche, aber immerhin erschienen mehr als 170 Leute und zogen im grossen Kreis um die Nazis in die Nähe des Amtsgericht mit "Sicht"-weite von 300m zu den Nasen und dazwischen einige Bullenwannen, das Amtsgericht, die ganzen Presseleute und nen paar Bürgers die ihre Meinung sagen wollten.
Die Stimmung der Anti-nazidemo war nicht besonders antreibend, das schwierige Thema, des Prozesses könnte dazu beigetragen haben.
Die Diskussion wurde in Öffentlichkeit (die "Stimmen" vorm Gericht") sehr oberflächlich gehalten. Die Nazis haben es geschafft das Thema "Todesstrafe" erfolgreich in die Debatte einzubringen. Davon gab es dann auch bürgerliche Distanzierung, die dann in "Todesstrafe, ja" und "Nazis, nein"(Zitat zweier Bürgers) eine neue Stellung bezog.
Anderen ging auch die Todesstrafe zu weit und sagten aber dass die Täter "nie wieder das Licht der Welt sehen dürfen" , und meinten dann lebenslängliche Haft.
Im grossen im Ganzen ging es nur darum wie (hoch) die Täter bestraft werden sollen.
Warum sexualisierte(männliche) Gewalt so weit verbreitet ist, fragten die Reporter nicht.
Warum immer erst Menschen sterben müssen damit so ein heikles Thema ans Licht gebracht wird und dieses dann trotzdem nicht diskutiert wird bleibt ein Rätsel.
Die vielen stillen Opfer, sie, die fast niemand kennt und wenige nur kennen wollen, an sie denkt keiner wenn höhere Strafen gefordert werden .
Eine Gesellschaft die Faschisten und Sexisten sozialisiert hat versagt.
für schöner.
für anders.
(zu jedem Anlass:-)
AntifaschistInnen die "Nazis-Raus" gerufen haben wurde einzig allein deswegen mit einem schwarzen Polizeihandschuh und dem dranhängenden Beamten "ruhig" gestellt und nach Personalienkontrellen bekamen sie einen Platzverweis..
Der kleine Josefsplatz wurde in der Nacht zuvor mit kuhkotähnlicher Substanz übegossen und mit bunten Nazis-Raus schnipseln dekoriert. Im Sonnenaufgang rückte die Feuerwehr an und mit einem dicken Löschschlauch wurde die Unerhörtheit beseitigt, der Gestank war trotzdem wahrnehmbar und erst so richtig als unser allerliebster Stern den Boden erwärmte und die "strammen Deutschen" ihre Turnschuhe auf ihn setzten, da Spingerstiefel verboten wurden.
Bereits um 9 Uhr traf sich das 1-Wochen alte Spontanbündniss "Aachen stellt sich quer" am Elsassplatz zur Gegendemo.
Es war früh und es war mitten in der Woche, aber immerhin erschienen mehr als 170 Leute und zogen im grossen Kreis um die Nazis in die Nähe des Amtsgericht mit "Sicht"-weite von 300m zu den Nasen und dazwischen einige Bullenwannen, das Amtsgericht, die ganzen Presseleute und nen paar Bürgers die ihre Meinung sagen wollten.
Die Stimmung der Anti-nazidemo war nicht besonders antreibend, das schwierige Thema, des Prozesses könnte dazu beigetragen haben.
Die Diskussion wurde in Öffentlichkeit (die "Stimmen" vorm Gericht") sehr oberflächlich gehalten. Die Nazis haben es geschafft das Thema "Todesstrafe" erfolgreich in die Debatte einzubringen. Davon gab es dann auch bürgerliche Distanzierung, die dann in "Todesstrafe, ja" und "Nazis, nein"(Zitat zweier Bürgers) eine neue Stellung bezog.
Anderen ging auch die Todesstrafe zu weit und sagten aber dass die Täter "nie wieder das Licht der Welt sehen dürfen" , und meinten dann lebenslängliche Haft.
Im grossen im Ganzen ging es nur darum wie (hoch) die Täter bestraft werden sollen.
Warum sexualisierte(männliche) Gewalt so weit verbreitet ist, fragten die Reporter nicht.
Warum immer erst Menschen sterben müssen damit so ein heikles Thema ans Licht gebracht wird und dieses dann trotzdem nicht diskutiert wird bleibt ein Rätsel.
Die vielen stillen Opfer, sie, die fast niemand kennt und wenige nur kennen wollen, an sie denkt keiner wenn höhere Strafen gefordert werden .
Eine Gesellschaft die Faschisten und Sexisten sozialisiert hat versagt.
für schöner.
für anders.
(zu jedem Anlass:-)
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Gefundene Berichte
Über die Rechten:
Über alles (mit weiteren Links zur Vorgeschichte):
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
wird es passende bildberichte geben?
Keine inhaltliche Ergänzung...
Grenzgebiet
AG queer bei der PDS Sachsen fordert die Regierung der Tschechischen
Republik und die sächsische Landesregierung zum Handeln auf
Der jüngst von Karo und Unicef vorgelegte Bericht weist auf ein seit
Jahren bekanntes und zunehmendes Problem hin: Prostitution von
Minderjährigen in der Tschechischen Republik. Freier sind demnach
zumeist deutsche Touristen. Bereits seit 1994 gibt es Erkenntnisse,
die dieses Bild stützen. Der 1994 erschienene tschechisch-französische
Dokumentarfilm "Not angels but angels" und der Film "Mandragora"
beschreiben die Situation jugendlicher Prostituierter in der
tschechischen Hauptstadt Prag.
Seit Jahren gibt es die Notwendigkeit zum Handeln. Stattdessen gibt es
Dementis und Vorwürfe, die vor dem Hintergrund, dass sich der
Sextourismus zu einem durchaus nennenswerten Wirtschaftszweig in der
deutsch-tschechischen Grenzregion entwickelt hat, nachvollziehbar
erscheinen. Prostitution ist aus Sicht der AG queer bei der PDS
Sachsen eine normale Erwerbsarbeit, solange sie selbstbestimmt
ausgeübt wird. Das ist bei Minderjährigen nicht der Fall. Auch
erwachsene Prostituierte werden häufig durch finanzielle Notlagen und
Abhängigkeitsverhältnisse in Prostitution getrieben und gehalten. Ein
Phänomen, dass auch aus der Bundesrepublik
Deutschland bekannt ist.
Die tschechische Regierung und die sächsische Landesregierung sind
gefragt, Prostitution von Kindern und Jugendlichen als Problem
wahrzunehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um diesem zu
begegnen. Dabei kommt es nicht auf einen großen Polizeiapparat an,
sondern auf einen Ausbau der Jugend- und Beratungsstrukturen. Da wo
Opfern von Gewalt und sexueller
Gewalt schnell geholfen wird, werden dauerhafte physische und
psychische Schädigungen des Opfers vermieden, die Dunkelziffer an
Gewalttaten verringert und weiteren Gewalttaten durch eine hohe
Aufklärungsrate vorgebeugt. Derzeit existierende Projekte auf
deutscher und tschechischer Seite müssen zu diesem Zweck unbedingt
Bestand haben, ausgebaut werden und durch eine bessere Vernetzung
größere Wirksamkeit entfalten.
Die sächsische Landesregierung fordern wir außerdem auf, sich für eine
liberale Asylpolitik einzusetzen, die es MigrantInnen ermöglicht, in
der Bundesrepublik Deutschland zu leben und zu arbeiten. Damit wird
vermieden, dass Menschen durch finanzielle Notlagen gezwungen sind,
Zwangs- und Abhängigkeitsverhältnisse einzugehen. Aus Angst vor
Abschiebung getrauen sich viele MigrantInnen nicht, erzwungene
Prostitution oder andere Ausbeutungsverhältnisse (bspw. als häufig
unter- oder unbezahlte Arbeitskräfte auf Baustellen) anzuzeigen.
* Die AG queer - Schwule und Lesben in und bei der PDS Sachsen setzt
sich für alle Lebensweisen ein, die von der heterosexuellen Normalität
abweichen.
Info: www.pds-queer.de/sachsen
Vor allem...