Wohn-Out in Tübingen
Im Rahmen der Tübinger Aktionstage gegen Sozialabbau (vgl.
http://www.de.indymedia.org/2003/10/63688.shtml und www.social-forum.de) fand am Donnerstag, 23.10. ein Wohn-Out verschiedener selbstverwalteter Tübinger Wohnprojekte statt.
http://www.de.indymedia.org/2003/10/63688.shtml und www.social-forum.de) fand am Donnerstag, 23.10. ein Wohn-Out verschiedener selbstverwalteter Tübinger Wohnprojekte statt.
Ca. 50 BewohnerInnen aus den Wohnprojekten Leibnizhaus 2, Leibnizhaus 3, Wilhelma, Münze, Schelling sowie den Tübinger Wagenburgen packten mittags diverse Teppiche, Sofas, Tische, Stehlampen, Infowände und mehr auf die Schultern und machten sich auf den Weg von ihren Projekten zum Tübinger Marktplatz. Unterwegs wurden kleinere Verschnaufpausen an Straßenkreuzungen und Plätzen eingelegt und Flugblätter verteilt.
Auf dem Marktplatz trafen die einzelnen Züge dieses Sternmarsches schließlich zusammen und es wurde ein großes Wohnzimmer eingerichtet. Jedes Projekt war mit einer Infowand vertreten, dazu gab`s Flugblätter über die Projekte, über das Wohn-Out (Text siehe unten) und über die Tübinger Aktionstage gegen Sozialabbau.
Die Idee für diese gemeinsame Aktion entstand aus einem Vernetzungstreffen von Häusern, die (noch) vom Tübinger Studentenwerk A.d.ö.R. verwaltet werden, in unterschiedlichem Grad aber seit Jahren selbstverwaltete interne Strukturen haben:
Die Leibnizhäuser und die Münze stehen zur Zeit in Verhandlungen über die Bedingungen ihrer Selbstverwaltung, das Wohnprojekt Wilhelma soll nächstes Jahr aufgelöst werden, und die Schelling, das größte Tübinger Projekt, steht in Verhandlungen und Auseinandersetzungen um den Kauf der drei Häuser und damit die Möglichkeit in Zukunft die uneingeschränkte Selbstverwaltung zu haben (große Demo am 8.11.!!!).
Das Wohn-Out, mit dem die BewohnerInnen der verschiedenen Projekte zum ersten Mal gemeinsam auf die Straße gingen, machte die Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Projekten deutlich...
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Das allgemeine Flugblatt zum Wohn-Out
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Selbstbestimmtes Wohnen muss bezahlbar bleiben und gefördert werden.
Wir fordern: Erhalt und Förderung von selbstbestimmtem, bezahlbarem Wohnraum
Die aktuelle Situation:
Im von der Rot-Grünen Bundesregierung und der Schwarz-Gelben Landesregierung vorangetriebenen Umverteilungsprozess von unten nach oben entsteht neue Armut.
Lebenswürdiger Wohnraum wird für viele Menschen unerschwinglich, bzw. immer mehr Menschen müssen einen steigenden Anteil ihres Einkommens für die Miete aufbringen. Ein Grund dafür ist die durch den Umverteilungsprozess entstandene Finanznot der Kommunen. Sozialwohnungsbau sowie die Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung von kostengünstigem Wohnraum werden zusammengestrichen. Freie Projekte sind bedroht, da ihre Räume dem marktwirtschaftlichen Verwertungsprozess ausgesetzt werden sollen (Privatisierung im Sinne von Profitmaximierung).
Wir wehren uns gegen die steigenden Preise des Wohnungsmarktes und wollen kostengünstiges, selbstverwaltetes Wohnen langfristig sichern und unseren Wohnraum damit der Spekulation auf dem freien Markt entziehen.
Wir wehren uns gegen die Doppelmoral zwischen politischer Forderung nach mehr Eigeninitiative einerseits, also der Abgabe von Verantwortung an private Träger, und andererseits der Tatsache, dass unserem Engagement und den von uns geschaffenen Freiräumen Steine in den Weg gelegt werden. Dauerhafte Nutzung, und damit Planungssicherheit, wird eingeschränkt statt gefördert.
Vorteile des selbstverwalteten Wohnens:
Kollektive Wohnformen in Selbstverwaltung bieten Chancen für Studenten, Niedrigverdienende, Alleinerziehende, Flüchtlinge oder anderweitig benachteiligte Gruppen durch generationenübergreifendes sozial integratives Wohnen.
Im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierungstendenzen bieten selbstverwaltete Wohnprojekte gemeinschaftliche Lösungen und Austauschformen. Entscheidungen werden direktdemokratisch getroffen.
Austausch und gegenseitige Hilfe finden statt durch die Vielfalt unterschiedlichster Berufsgruppen und Herkunft der Bewohner. Wir teilen Wissen und Fähigkeiten ohne profitorientierte Interessen. Wir renovieren und verwalten unsere Projekte selbst, dadurch entstehen keine Kosten für die Öffentlichkeit, das Land oder das Studentenwerk. Im Gegenteil: Selbstverwaltung spart Geld. Wir tragen aktiv zur Gestaltung der Kulturlandschaft Tübingens bei, in Form unterschiedlichster Veranstaltungen, wie Konzerten, Filmfestivals oder Informationsveranstaltungen. Zusätzlich stellen wir unsere Räume auch verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zur Verfügung.
AUFRUF ZUR UNTERSTÜTZUNG, denn die selbstverwalteten Wohnprojekte sind bedroht durch Vermarktungs- und Kontrollinteressen. Eine langfristige Absicherung ist für die Projekte sehr wichtig.
Leibnizhaus II
Stauffenbergstrasse 30
www.leibnizhaus.de
Leibnizhaus III
Hauffstrasse 23
www.leibnizhaus.de
Münze
Münzgasse 13
Schelling
Schellingstrasse 6
www.schellingstrasse.de
Wilhelma
Wilhelmstrasse 30/1
Wagenburgen Bambule und Kuntabunt
Eisenhutstrasse 66
www.kububabu.de
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Bisherige Berichte über die Aktionstage des social forum Tübingen/Reutlingen:
Aufruf, Programm, Gruppen und Initiativen:
http://www.de.indymedia.org/2003/10/63688.shtml
Aktionstag 20.10. gegen Agenda 2010:
http://www.de.indymedia.org/2003/10/63896.shtml
Auf dem Marktplatz trafen die einzelnen Züge dieses Sternmarsches schließlich zusammen und es wurde ein großes Wohnzimmer eingerichtet. Jedes Projekt war mit einer Infowand vertreten, dazu gab`s Flugblätter über die Projekte, über das Wohn-Out (Text siehe unten) und über die Tübinger Aktionstage gegen Sozialabbau.
Die Idee für diese gemeinsame Aktion entstand aus einem Vernetzungstreffen von Häusern, die (noch) vom Tübinger Studentenwerk A.d.ö.R. verwaltet werden, in unterschiedlichem Grad aber seit Jahren selbstverwaltete interne Strukturen haben:
Die Leibnizhäuser und die Münze stehen zur Zeit in Verhandlungen über die Bedingungen ihrer Selbstverwaltung, das Wohnprojekt Wilhelma soll nächstes Jahr aufgelöst werden, und die Schelling, das größte Tübinger Projekt, steht in Verhandlungen und Auseinandersetzungen um den Kauf der drei Häuser und damit die Möglichkeit in Zukunft die uneingeschränkte Selbstverwaltung zu haben (große Demo am 8.11.!!!).
Das Wohn-Out, mit dem die BewohnerInnen der verschiedenen Projekte zum ersten Mal gemeinsam auf die Straße gingen, machte die Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Projekten deutlich...
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Das allgemeine Flugblatt zum Wohn-Out
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Selbstbestimmtes Wohnen muss bezahlbar bleiben und gefördert werden.
Wir fordern: Erhalt und Förderung von selbstbestimmtem, bezahlbarem Wohnraum
Die aktuelle Situation:
Im von der Rot-Grünen Bundesregierung und der Schwarz-Gelben Landesregierung vorangetriebenen Umverteilungsprozess von unten nach oben entsteht neue Armut.
Lebenswürdiger Wohnraum wird für viele Menschen unerschwinglich, bzw. immer mehr Menschen müssen einen steigenden Anteil ihres Einkommens für die Miete aufbringen. Ein Grund dafür ist die durch den Umverteilungsprozess entstandene Finanznot der Kommunen. Sozialwohnungsbau sowie die Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung von kostengünstigem Wohnraum werden zusammengestrichen. Freie Projekte sind bedroht, da ihre Räume dem marktwirtschaftlichen Verwertungsprozess ausgesetzt werden sollen (Privatisierung im Sinne von Profitmaximierung).
Wir wehren uns gegen die steigenden Preise des Wohnungsmarktes und wollen kostengünstiges, selbstverwaltetes Wohnen langfristig sichern und unseren Wohnraum damit der Spekulation auf dem freien Markt entziehen.
Wir wehren uns gegen die Doppelmoral zwischen politischer Forderung nach mehr Eigeninitiative einerseits, also der Abgabe von Verantwortung an private Träger, und andererseits der Tatsache, dass unserem Engagement und den von uns geschaffenen Freiräumen Steine in den Weg gelegt werden. Dauerhafte Nutzung, und damit Planungssicherheit, wird eingeschränkt statt gefördert.
Vorteile des selbstverwalteten Wohnens:
Kollektive Wohnformen in Selbstverwaltung bieten Chancen für Studenten, Niedrigverdienende, Alleinerziehende, Flüchtlinge oder anderweitig benachteiligte Gruppen durch generationenübergreifendes sozial integratives Wohnen.
Im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierungstendenzen bieten selbstverwaltete Wohnprojekte gemeinschaftliche Lösungen und Austauschformen. Entscheidungen werden direktdemokratisch getroffen.
Austausch und gegenseitige Hilfe finden statt durch die Vielfalt unterschiedlichster Berufsgruppen und Herkunft der Bewohner. Wir teilen Wissen und Fähigkeiten ohne profitorientierte Interessen. Wir renovieren und verwalten unsere Projekte selbst, dadurch entstehen keine Kosten für die Öffentlichkeit, das Land oder das Studentenwerk. Im Gegenteil: Selbstverwaltung spart Geld. Wir tragen aktiv zur Gestaltung der Kulturlandschaft Tübingens bei, in Form unterschiedlichster Veranstaltungen, wie Konzerten, Filmfestivals oder Informationsveranstaltungen. Zusätzlich stellen wir unsere Räume auch verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zur Verfügung.
AUFRUF ZUR UNTERSTÜTZUNG, denn die selbstverwalteten Wohnprojekte sind bedroht durch Vermarktungs- und Kontrollinteressen. Eine langfristige Absicherung ist für die Projekte sehr wichtig.
Leibnizhaus II
Stauffenbergstrasse 30
www.leibnizhaus.de
Leibnizhaus III
Hauffstrasse 23
www.leibnizhaus.de
Münze
Münzgasse 13
Schelling
Schellingstrasse 6
www.schellingstrasse.de
Wilhelma
Wilhelmstrasse 30/1
Wagenburgen Bambule und Kuntabunt
Eisenhutstrasse 66
www.kububabu.de
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Aufruf, Programm, Gruppen und Initiativen:
http://www.de.indymedia.org/2003/10/63688.shtml Aktionstag 20.10. gegen Agenda 2010:
http://www.de.indymedia.org/2003/10/63896.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
neuer artikel mit bildern kommt...
ich versuche, das selbe nochmal abzusenden, diesmal mit den fotos....
liebe mods, könnt ihr dann diesen beitrag löschen und den anderen mit den bildern reinnehmen????
danke!!!!
selbstverwaltung subito