Hamburg will Kinder abschieben
Um seine Vorgaben von 3000 Abschiebungen pro Jahr zu erreichen sind dem Hamburger mitte-rechts Senat viele Mittel recht. Nach Angaben von Anwälten sind in Hamburg mindestens ein Dutzend Kinder - das jüngste ist drei Jahre alt - deren Eltern einen gesicherten Status haben von einer Abschiebung bedroht.
Am gestrigen Montag lehnte der Eingabenausschuss der Bürgerschaft den Antrag der beiden Schwestern Sylvia und Gifty (13 und 14 Jahre) ab. Im Sinne der kleinbürgerlichen Spießer sollen sie ausreisen und dürften mit einem Visum zu ihrer Mutter zurückkehren, die ein Bleiberecht in Deutschland hat. Sie hatte ihre Töchter vor mehreren Jahren ohne auf das beantragte Visum nach Hamburg geholt, weil die Schule, in der die Schwestern lebten eingestürzt war. Das fehlende Visum wird den beiden Schwestern nun zum Verhängnis. Nach Vorstellung des Eingabenausschusses solle der Senat aber seine Vorabzustimmung zur Wiedereinreise erteilen, damit die Mädchen mit einem Visum wieder zu ihrer Mutter zurückkehren können. Kleinkarierte Paragraphenreiter. Wie schon so oft negieren Ausländerbehörde und Parlamente ihre Spielräume bei der Auslegung von Gesetzen und Vorschriften. Der Abschiebetermin steht zwar noch nicht fest, aber die 13-jährige Sylvia bringt ihre Verzweifelung über die drohende Trennung von der Mutter zum Ausdruck: "Wenn wir wirklich von Mama weggehen müssen, wäre es besser, wir wären alle tot."
Die hohen Abschiebezahlen konnte der Senat nicht allein durch Anwendung der restriktiven Asyl- und Ausländergesetze erreichen, sondern offensichtlich nur durch massive Rechtsbrüche. So werden Flüchtlinge und MigranntInnen, durchaus auch ganze Familien, mitten in der Nacht festgenommen, das Alter minderjähriger Flüchtlinge auf 16 Jahre hochgesetzt um sie Asylmündig zu machen. Asylanträge werden verschleppt oder willkürlich abgelehnt, Antragsteller von der Ausländerbehörde bedrocht, genötigt, rechtswidrig "beraten", zur Anhörung bestellt und festgenommen. Rechtsanwälten wird die Akteneinsicht verweigert, Gutachterärzte bedroht, Gerichte mutwillig falsch informiert, es wird gegen Gerichtsbeschlüsse verstoßen, Festnahmen und das Durchsuchen von Wohnungen ohne Gerichtsbeschlusse druchgeführt etc. Inzwischen häufen sich die Strafanträge gegen Mitarbeiter der Ausländerbehörde wegen fahrlässiger Körperverletzung, Vernachlässigung der Fürsorgepflicht, Falschinformationen, Missachtung ärztlicher Gutachten, böswilliger Absicht usw.
Quellen: diverse Artikel in Hamburger Tageszeitungen (Aktuell:
http://www.taz.de/pt/2003/10/21/a0207.nf/text,
http://www.taz.de/pt/2003/10/21/a0211.nf/text,
http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/21/220687.html,
http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/21/220770.html) und antifaschistische nachrichten Nr. 21
Halbzeit.Ende.Aus. Aktionstag gegen die Senatspolitik
u.a. mit Anti-Abschiebe-Tour, Busfahrt durch Hamburg mit mehreren Stationen, 10 Uhr Abfahrt am ZOB, Fahrpreis 3 Euro (für Flüchtlinge kostenlos), Anmeldung beim Flüchtlingsrat: 040/431587 oder
EALager@gmx.de
Die hohen Abschiebezahlen konnte der Senat nicht allein durch Anwendung der restriktiven Asyl- und Ausländergesetze erreichen, sondern offensichtlich nur durch massive Rechtsbrüche. So werden Flüchtlinge und MigranntInnen, durchaus auch ganze Familien, mitten in der Nacht festgenommen, das Alter minderjähriger Flüchtlinge auf 16 Jahre hochgesetzt um sie Asylmündig zu machen. Asylanträge werden verschleppt oder willkürlich abgelehnt, Antragsteller von der Ausländerbehörde bedrocht, genötigt, rechtswidrig "beraten", zur Anhörung bestellt und festgenommen. Rechtsanwälten wird die Akteneinsicht verweigert, Gutachterärzte bedroht, Gerichte mutwillig falsch informiert, es wird gegen Gerichtsbeschlüsse verstoßen, Festnahmen und das Durchsuchen von Wohnungen ohne Gerichtsbeschlusse druchgeführt etc. Inzwischen häufen sich die Strafanträge gegen Mitarbeiter der Ausländerbehörde wegen fahrlässiger Körperverletzung, Vernachlässigung der Fürsorgepflicht, Falschinformationen, Missachtung ärztlicher Gutachten, böswilliger Absicht usw.
Quellen: diverse Artikel in Hamburger Tageszeitungen (Aktuell:
http://www.taz.de/pt/2003/10/21/a0207.nf/text,
http://www.taz.de/pt/2003/10/21/a0211.nf/text,
http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/21/220687.html,
http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/21/220770.html) und antifaschistische nachrichten Nr. 21 Halbzeit.Ende.Aus. Aktionstag gegen die Senatspolitik
u.a. mit Anti-Abschiebe-Tour, Busfahrt durch Hamburg mit mehreren Stationen, 10 Uhr Abfahrt am ZOB, Fahrpreis 3 Euro (für Flüchtlinge kostenlos), Anmeldung beim Flüchtlingsrat: 040/431587 oder
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Hamburger Beispiel macht keine Schule !
Meine Güte was geht denn momentan allerorts Gesellschaftspolitisch extrem ab Ey-ihr greisen Herrn dort oben ? -kein Wunder das Lebensperspektiven immer beschissener werden und gesellschaftliche (Rand-) Gruppen und die Kleinsten haben insbesondere darunter zu leiden.
War Hamburg nicht eigentlich traditionell mal Rot ? Wann stehen die Menschen jener Stadt die einst wegen ihrer Subkultur so blühte gemeinsam zusammen um gelebte Solidarität zu Praktizieren. Bambule z.B. ist doch erst ein kleiner aber lauter Anfang um aufzuzeigen, daß kleingeistige Volksver(Arschtreter)mit den Menschen umspringen wie sie wollen.
Es gilt insbesondere die Mitte-Rechts-Regierung in Hamburg zu vertreiben um die Politische Basis in Selbstverwaltung jene dann die kommenden politischen Geschehnisse begleiten wird aufzubauen.
- Mögen wieder bunte und fröhliche Zeiten kommen.
Bis dahin ist's ein weiter Weg aber mit angepackt werden kann.
P.S. Mir fällt gerade ein Slogan ein.
Für uns ist ihr Leben nicht irgendeine Statistik für uns ist es einzig artig und genau das macht ja bekanntlich alle Wege frei. EinE Jede/r von uns muß diese nur begehen um etwas bewirken zu können.
24.10 - 17 Uhr - Rathausmarkt