Massive Demonstration für baskische Sprache
Mehrere Zehntausend Menschen haben am Samstag im baskischen Seebad Donostia-San Sebastian gegen die Angriffe auf die baskische Kultur und Sprache demonstriert. Hintergrund des spontan organisierten Protests waren 13 Hausdurchsuchungen der spanischen Polizei am Donnerstag, bei der acht Menschen verhaftet wurden. Ihnen ist gemein, dass sie sich für die baskische Sprache und Kultur einsetzen.
Im Mittelpunkt des Angriffs steht die Firma Buruntzape S.L, betroffen war aber auch der Verlag Zabaltzen. Die Verhafteten sollen angeblich, so der spanische Innenminister Angel Acebes, für Finanzvergehen verantwortlich sein und in einem Geflecht um die Tageszeitung Egunkaria Gelder für die Untergrundorganisation ETA gewaschen haben. Die Zeitung war im Februar vorläufig geschlossen worden, weil die einzige Tageszeitung in baskischer Sprache 1990 angeblich von der ETA gegründet worden sei. Von den zehn Journalisten die dabei verhaftet wurden, befinden sich drei noch immer in Haft. Bisher konnte der Ermittlungsrichter keine Beweise für seine Vorwürfe vorlegen. Er ermittelt geheim. Die Anwälte haben keine Akteneinsicht, weshalb konkrete Vorwürfe unbekannt sind.
So verwundert es nicht, dass die Basken die Verhaftungen als neuen Angriff verstehen und deshalb auf die Straße gehen. Neu ist, dass sich auch die größte spanische Gewerkschaft an der Demonstration beteiligt hat. Jahrelang hatten die Arbeiterkommissionen (CCOO) nicht zu Angriffen auf die baskische Kultur verhalten, wenn sie unter dem Denkmantel der Bekämpfung der ETA geschahen. Erstmals demonstrierten Vertreter der CCOO wieder in einer Reihe mit den baskischen Gewerkschaften, baskischen Parteien, Vertretern der Regionalregierung und Persönlichkeiten aus Kultur und Sport.
Der baskische Justizminister Joseba Azkarraga machte die spanische Regierung für mögliche Misshandlungen der Gefangenen während der Kontaktsperre verantwortlich. Wenn auch sie „Folter“ anzeigen, werde sein Ministerium „nicht untätig bleiben und entsprechende Schritte unternehmen“, sagte er am Rande der Demonstration. Die verhafteten Journalisten des Egunkaria hatten angezeigt, von der Guardia Civil schwer gefoltert worden zu sein.
© Ralf Streck den 19.10.2003
So verwundert es nicht, dass die Basken die Verhaftungen als neuen Angriff verstehen und deshalb auf die Straße gehen. Neu ist, dass sich auch die größte spanische Gewerkschaft an der Demonstration beteiligt hat. Jahrelang hatten die Arbeiterkommissionen (CCOO) nicht zu Angriffen auf die baskische Kultur verhalten, wenn sie unter dem Denkmantel der Bekämpfung der ETA geschahen. Erstmals demonstrierten Vertreter der CCOO wieder in einer Reihe mit den baskischen Gewerkschaften, baskischen Parteien, Vertretern der Regionalregierung und Persönlichkeiten aus Kultur und Sport.
Der baskische Justizminister Joseba Azkarraga machte die spanische Regierung für mögliche Misshandlungen der Gefangenen während der Kontaktsperre verantwortlich. Wenn auch sie „Folter“ anzeigen, werde sein Ministerium „nicht untätig bleiben und entsprechende Schritte unternehmen“, sagte er am Rande der Demonstration. Die verhafteten Journalisten des Egunkaria hatten angezeigt, von der Guardia Civil schwer gefoltert worden zu sein.
© Ralf Streck den 19.10.2003
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Ergänzungen
Reinemache
Allerdings kann´s auch in Auswüchsen enden...höchst pittoreske Auswüchse.
Wir schauen mal eben rüber nach Katalanien,dort haben sie also ihre Autonomie und ihre Sprachfreiheit.Wer kein Katalan kann,der kann sich den Weg zur Uni von Barcelona sparen...Desgleichen auf den Balearen,Mallorca...dort sprechen sie Mallorquin,ein uralter Dialekt in direkter Abstammung von Katalan.Wer sich in eine Fachschule oder die Uni von Palma immatrikulieren will muss Mallorquin können,absolutes Pflichtprogramm.Ohne Mallorquin gibts nicht mal nen Job als Straßenkehrer bei der Regionalregierung.In den letzten Jahren hat das ein wenig überhand genommen,die Mallorquiner behandeln die Festlandsspanier wie wir unsere Migranten
So und du smash ignorance,wie schauts bei dir aus??
Hast einen Verein aufgemacht zur Reinerhaltung der Deutschen Sprache...na lass mal,kleiner Scherz am Rande.Man braucht ja nur mal ganz dezent die Verkorksung und Ausdünnung der hiesigen Amtssprache anzusprechen und schon plant man in anderen Ländern einzurücken um ein Schreckensregime zu errichten
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Menschenrechte statt Volksgruppenrechte — Johnny Cash
mac und cash — smash ignorance!
Für mehr Bildung — "Focus" für alle