Interessen des Ölmultis Repsol in Bolivien

Kh. (Übersetzung) 17.10.2003 02:15 Themen: Globalisierung Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Nicht nur die bolivianische Regierung, sondern auch die Erdgas exportierenden Unternehmen sind mitverantwortlich für die Massaker in Bolivien. Am Pacific-Erdgasverflüssigungsprojekt (Pacific LNG) sind (die spanisch/argentinische) Repsol-YPF und British Gas beteiligt. Erstere ist wegen ihrer Übergriffe gegen die Yuracaré- und Maxeños-Gemeinschaften im Gebiet Chaparé (Ostbolivien), wegen ihres Eindringens in das Territorium der Chimán und mehrerer Konzessionen (bloques) im Gebiet der Guaraní und Weenhayek im Chaco bekannt.
von: observatorio transnacional (14/10/2003 14:57)  http://bolivia.indymedia.org/es/2003/10/3304.shtml

(Siehe: ojotransnacional.org)

Repsol-YPF, ein spanisches multinationales Unternehmen in den Händen bekannter Faschisten des alten Franco-Regimes, hat sich durch die Kapitalisierung von YPFB (Yacimientos Petrolíferos Fiscales de Bolivia - frühere staatliche bolivanische Erdölgesellschaft, d.Ü.) der Margarita-Lagerstätte bemächtigt, die wahrscheinlich das größte Erdgasvorkommen Amerikas ist. Während der ersten Amtszeit Sánchez de Losadas (1993-97) wurde das Staatsunternehmen in vier Teile geteilt; man teilte es unter die Argentinier (PerezCompanc-Pluspetrol-YPF), die Yankees (Enron und BP-Amoco) und Holländer (Shell) auf. Repsol übernahm die argentinischen Unternehmen, bzw. schloß einen Kompromiß mit ihnen und bekam damit das Margarita-Vorkommen, wo die staatliche bolivianische YPFB bereits Bohrungen vorgenommen hatte und das von ihr betrieben worden war. Sie (Repsol) gingen nur noch 2000 m tiefer, wo sie - welche Überraschung! – den Schatz Amerikas fanden.

Das Pacific LNG-Projekt beabsichtigt, nicht weniger als 27 Millionen Kubikmeter Gas täglich herauszuholen, was den beteiligten Unternehmen jährliche Gewinne von 1 300 Millionen Dollar, dem bolivianischen Staat aber nur zwischen 40 und 60 Mill. einbringen wird.

REPSOL IN BOLIVIEN:
1997 werden Arbeiter von Repsol im indigenen Territorium und Nationalpark Isiboro Secure von indigenen Moxeños entführt.
1998 - Blockade von Siedlern in Isinuta.
1999 - Repsol dringt in die Blöcke (Konzessionsgebiete?) Rurrenabaque und Madidi, im Innern des Biosphärenrerservats Pilón Lajas und des Madidi-Nationalparks ein.
2000 - Brand des Öl- (od. Gas-)felds Madrejones, es brennt 3 Monate lang, ungestraft.
2001 – Konflikte mit Guaranís im Territorium(?) Charagua.
2002 – Konflikte beim Bau der Gasleitung Yacuiba - Rio Grande.

Ein internationaler Boykott gegen Repsol scheint kein so verkehrter Schritt zu sein.

e-mail:  lot@debtwatch.org
Homepage:  http://ojotransnacional.org/

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Informationen zu Repsol-YPF von Indymedia Madrid (aus anderen Quellen in Auszügen übernommen)
 http://acp.sindominio.net/article.pl?sid=03/10/13/108213&mode=thread
Montag, 13. Okt. 2003, 10:08.

Repsol ist eine dieser Transnationalen, die die bolivianische Erde ausssaugen

Vermarktung von Flüssiggas in Bolivien, 2002 (aus der Selbstdarstellung von Repsol)
 http://repsolypf.com/esp/todosobrerepsolypf/conozcarepsolypf/RepsolYpfenelmundo/refinoymarketing/zonasestrategicas/GLP/zonasestrategicas.asp?FormatoID=1146&PaginaID=31721

Repsol YPF arbeitet in Bolivien im Einzelhandelssektor unter dem Namen Repsol YPF Gas Bolivia , während sie durch Repsol YPF GLP Bolivia, eine im November 2002 gegründeten Gesellschaft, Flüssiggas (GLP) im Großhandel vermarktet, eine Tätigkeit, die früher von Maxus Bolivia abgewickelt wurde. Im Jahre 2002 erreichten die Verkäufe von Flüssiggas im Einzelhandelssektor 126.507 Tonnen.

Repsol: Förderung und Produktion in Bolivien 2002 (aus der Selbstdarstellung)
 http://repsolypf.com/esp/todosobrerepsolypf/conozcarepsolypf/RepsolYpfenelmundo/exploracionyproduccion/zonasestrategicas/zonasestrategicas.asp?FormatoID=781&PaginaID=31679

Am 31. Dezember 2002 besaß Repsol-YPF in Bolivien Schürfrechte über 38 „Blöcke“ (Konzessionsgebiete)* : 13 zur Erschließung (bloques de exploración) mit einer Netto-Gesamtfläche von 13 670 qkm und 25 zur Förderung (bloques de explotación) mit einer Netto-Gesamtfläche von 1 772 qkm.

Die Nettoproduktion des Jahres lag bei 6,9 Millionen Barrel Erdöl, einschließlich der aus dem Erdgas abgeschiedenen Kondensate und Flüssigkeiten und 88,5 Milliarden Kubikfuß Erdgas
(= 2,5 Mrd. Kubikmtr), mit einer Gesamtproduktion von 22,7 Millionen Barrels (62.122 Barrels pro Tag), hauptsächlich aus den von Andina betriebenen Feldern und aus dem Block von Marmoré. Die gesicherten Nettoreserven an Erdöl und Erdgas wurden auf 1.293 Millionen Barrels veranschlagt.

Andina befindet sich seit dem Erwerb der Anteile an Pérez Companc (Austausch von Aktivvermögen) und Pluspetrol mit Wirkung vom 1. Januar 2001 zu 100 % in der Hand von Repsol-YPF. Der Anteil von Repsol YPF an Andina beträgt nach Addierung ihrer (eigenen) Anteile plus der von Pérez Companc und Pluspetrol erhaltenen 50 %, sie verfügt außerdem über vier der sieben Direktorensitze im Verwaltungsrat. Die übrigen 50 % sind in Besitz von Rentenfonds, die nur drei Verteter im Verwaltungsrat innehaben. Was den Betrieb und die Entscheidungsfindung angeht, kontrolliert Repsol YPF alle Entscheidungen. ....
Die Produktion von Andina des Jahres 2002 erreichte 55.600(?) Barrels pro Tag. ....

Ziele für 2002
Repsol-YPF, BG Group und BP erzielten Ende 2002 ein Übereinkommen über den Beginn der zweiten Phase der Projektuntersuchung zur Produktion und zum Verkauf von Gas aus dem riesigen Erdgasfeld Margarita im Block Caipipendi. Im Laufe des Jahres 2002 wurden die Arbeiten für diese zweite Phase der Untersuchung begonnen.

2002 wurden die Bauarbeiten der neuen Gasleitung von Yacuiba zum Rio Grande begonnen, wo sich der Endpunkt der Gasleitung für den Export nach Brasilien befindet, mit dem Ziel, die bedeutenden Entdeckungen der Vorkommen von San Alberto und San Antonio, an denen die von Repsol YPF kontrollierte Gesellschaft Andina 50 %, Petrobras (der Betreiber) 35 % und TotalFinaElf 15 % Anteile halten, zu vermarkten. Sie wird von dem Transportunternehmen Transsierra S.A. gebaut, unter Teilnahme der Anteilseigner der Blöcke San Alberto und San Antonio, deren Hauptaktivposten die neue Gasleitung (GASYRG) bilden wird. Die Arbeiten sollen im Laufe des Jahres 2003 abgeschlossen sein. ...

Gas: Repsol-YPF zieht Mejillones vor. von Carlos Morales, 30. 11. 01
 http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/imf/bolivia/1130repsol.htm La Paz/ La Prensa.-

Repsol-APF, die unter den wichtigsten Erdölgesellschaften der Welt die achte Stelle einnimmt, will das bolivianische Erdgas über den chilenischen Hafen Mejillones transportieren. Ihr Ziel ist, bis Ende 2005 die Märkte der Vereinigten Staaten und Mexikos mit einer täglichen Exportmenge von mindestens 30 Millionen Kubikmeter Gas zu erreichen. ...

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* Öl- und Gasfelder werden von den Regierungen zur Erschließung und Ausbeutung durch die Ölgesellschaften in große Flächen aufgeteilt (span.: bloques petroleros; engl. oil blocks), die z.B. im Golf von Mexiko 23 qkm, im norwegischen Nordsee-Shelf sogar ca. 560 qkm groß sind.
(Qu.  http://www.statoil.com/,  http://www.conocophillips.com/)


Weitere Informationen zu Repsol/YPF:
 http://germany.indymedia.org/50398.shtml (umweltschädliche Aktivitäten von Repsol in Patagonien; deutsch)
 http://germany.indymedia.org/2003/10/63447.shtml - Strukturen des Neoliberalismus in Bolivien; dt.
 http://www.attacmadrid.org/d/3/021220214127.php (Die Rolle von Repsol in Bolivien; spanisch, soll noch übersetzt werden)
 http://www.ojotransnacional.org/ewiki/?id=Repsol (Observatorio de Transnacionales, Barcelona; spanisch)
 http://www.corpwatch.org/bulletins/PBD.jsp?articleid=3951 (Beteiligung von Repsol – und der West LB - an der umstrittenen Erdöl-Pipeline in Ecuador; englisch)
 http://www.cascall.org/repsol/unojo (Un ojo en la Repsol / Red Alerta Petrolera de Bolivia, von 2000; spanisch)
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Ergänzungen

einer der übelsten Konzerne Spaniens

Ergänzer 17.10.2003 - 18:24
Nicht nur in Bolivien und Argentinien ist dieser Konzern über Leichen, auch in Spanien selbst:

In Puertollano arbeitet der Tod mit
von Ralf Streck - 13.10.2003 09:59
 http://de.indymedia.org/2003/10/63304.shtml

auch diers ist Spanien

selva 18.10.2003 - 22:28


Der spanische Entscheidungsrichter Garzon verfügt seit einigen Tagen , das Angehörige ,Blutsverwandte, Freunde usw. welche in Briefkontakt mit mutmasslichen , inhaftierten ETA-Mitgliedern treten , automa-
tisch selbst in Verdacht stehen, der ETA anzugehören
 http://acp.sindominio.net/article.pl?sid=03/10/12/1519242&mode=thread&threshold=0
( Sippenhaft - Erbsünde - Rassismus - Pauschalverurteilung - Dialogunfähigkeit ,
Assoziationskette ,Anmrkg )

Ausserdem erhielt indymedia-euskalherria am 14.10.03 per e- mail die polizeiliche Instruktion , zwei
Webseiten zurückzuziehen, die als pro-ETA erachtet werden
Text auf Indy-Euskalherria ( sp.-engl. )
iNDYKIDE BAT, 2003-10-14 17:39
INTENTO DE CRIMINALIZACION DE INDY EH.
Estimado Sr:
Le informo que la Policía Foral de Navarra se encuentra investigando un supuesto delito de
apología del terrorismo. Mientras la autoridad judicial pertinente le remite un escrito oficial,
le solicito que reserve los archivos log del servidor "indymedia.org", correspondientes a las
siguientes noticias publicadas en su página web:

página wev: . Titular: "Eta debería
actuar". ( ETA muss handeln ) Día: 2003-09-16, hora: 11:54.
página web: . Titular: "Agur E.T.A.
Ohore GUDARI gaztea!!" ( ? ). Día: 2003-09-19, hora: 11:00.

Espero que no tenga inconveniente en lo solicitado. Por favor, envíeme un e-mail para confirmar
esta comunicación.
Gracias. Sargento nº 091. Policía Foral de Navarra.  pforal.judicial1@cfnavarra.es
Telf. 848426404.

> Dear Sir:
> I would like to inform you that spanish police Policía Foral de Navarra investigate a
terrorist crime. Even the Spanish Judicial Authority resolves an official request, I invite you
to reserve the files log of yours servers "indymedia.org", correspondieng to the following news
published in yours web pages:
>
> web page: . Heading: "Eta debería
actuar". Date: 2003-09-16, hour: 11:54.
> web page: . Heading: "Agur E.T.A.
Ohore GUDARI gaztea!!". Date: 2003-09-19, hour: 11:00.
>
> I hope that will not incovenience you.
> Send me and e-mail to confirm this comunication.
> I look forward to receiving your prompt reply.
>
> Thanks, sergeant 091. Policía Foral de Navarra.  pforal.judicial1@cfnavarra.es
> 848426404. Spain.
>
ES GIBT KEINE GERECHTIGKEIT IN EUROPA SOLANGE POLITISCHE GEFANGENE GEFOLTERT
WERDEN
Niemand hat das Recht als Agressor zu töten
AUCH NICHT DIE BEFÜRWORTER DER VERURSACHUNG VON KOLLATERALSCHÄDEN IM NAMEN DER
HUMANITÄT
NIEMAND HAT DAS RECHT ZU FOLTERN

Jallalla Coca
LOS PUEBLOS UNIDOS NUNCA MAS VENCINOS
( die vereinten Völker werden unbesiegbar sein )

REPSOL IST AUF BOLIVIENGESCHÄFT ANGEWIESEN

Maria Eugenia Chavez 12.09.2005 - 11:33
Börsennachricht vom 16.08.2005 11:25
Citigroup: Repsol ist auf Boliviengeschäft angewiesen
=== Einstufung: "Hold" Kursziel: 23,50 EUR === Nach Ansicht con Citigroup ist Repsol-YPF auf das Boliviengeschäft angewiesen. Die jüngste Instabilität in dem Land treffe zwar auch andere Unternehmen - namentlich die BG Group und Total. Repsol bekomme die Auswirkungen aber am stärksten zu spüren. Die Analysten schätzen, dass Repsol bis 2008 über 80% ihres Fördermengenwachstums in Bolivien erzielen wird, auch wenn Bolivien derzeit nur 1,50 EUR je Aktie zur SOTP-Bewertung beitrage.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 3 Kommentare an

@Tiedja — Peter Lustig

und in kolumbien — icke