Es riecht nach Aufruhr in Bolivien?
Nachdem die Rebellion der Armen mit den meisten ihrer Leute in El Alto das 48-stündige Gemetzel, die Automatikwaffen und den Tod überstanden hatten, breitete sie sich in der ganzen Plateau Region aus, begeisterte Arbeiter, Koka-Bauern und Landwirte anderer Regionen wie in den Tälern im Osten. In Bolivien riecht es nach Aufruhr: und die arme Bevölkerung steht auf.
Bericht aus Bolivien von Montag Morgen dieser Woche: nach dem Massaker in El Alto, noch vor dem Massaker in La Paz.
Bericht aus Bolivien von Montag Morgen dieser Woche: nach dem Massaker in El Alto, noch vor dem Massaker in La Paz.
Es riecht nach Aufruhr in Bolivien
Übersetzung von
http://argentina.indymedia.org/news/2003/10/140854.php
Nachdem die Rebellion der Armen mit den meisten ihrer Leute in El Alto das 48-stündige Gemetzel, die Automatikwaffen und den Tod überstanden hatten, breitete sie sich in der ganzen Plateau-Region aus, begeisterte Arbeiter, Koka-Bauern und Landwirte anderer Regionen wie in den Tälern im Osten. In Bolivien riecht es nach Aufruhr: und die arme Bevölkerung steht auf.
Montag, in den frühen Morgenstunden waren die Hügel von La Paz voll von Tausenden Ansässigen, die mit Steinen und Seilen bewaffnet die Soldaten und Polizisten konfrontieren, die den 12 Kilometer langen Highway bewachen, der La Paz mit El Alto verbindet. Barrikaden wurden errichtet, es wird geschossen und gelegentlich fliegt ein Helikopter über uns hinweg.
Inmitten der glimmenden Lagerfeuer, die die Nacht über entfacht werden, um einen Angriff von den dem Präsidenten loyal eingestellten Truppen abzuwenden. Präsident Gonzalo (Goni) Sanchez de Lozada: die Ansässigen fordern seinen Rücktritt, organisierten sich, um in den Stadtkern von La Paz hinab zu steigen, wo die Regierung ihren Sitz hat.
"La Portada steht auf, um seine Brüder in El Alto zu unterstützen", berichtet ein Einheimischer während er eine Schußwaffe imitiert und ein enormer Verstärker erzeugt die Geräusche der Kavallerie. Aufstand liegt in der Luft.
Mit dem Zusammenbruch des öffentlichen Transportmittelnetzes (aufgrund eines Benzinnotstandes und eines Streiks der Busfahrer) erscheinen die Straßen von La Paz nahezu verlassen, obwohl man sagen muss, dass der Aufruf an Lehrer, Einzelhändler, Studenten und Arbeiter sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, um so konsequent die Innenstadt abzuriegeln, gewirkt hat.
In den Wohnvierteln gibt es Entrüstung über das Massaker. "Wir müssen alle in die Innenstadt ziehen, nach San Francisco, San Francisco", "Goni wird gehen" brüllen die Massen.
Um 9:30 in San Francisco am Hauptplatz in La Paz wurde ein Jugendlicher von einer Feuerwaffe verwundet. "Ohne bewaffnete Zivilisten, sind die Regierungsagenten diejenigen die schießen", sagt ein Augenzeuge über diesen Angriff.
Zwei Blocks entfernt, bei Garita de Lima wurden Barrikaden errichtet. In El Alto, wo diesen Sonntag 26 Anwohner durch Schüsse getötet wurden und weitere 100 verwundet wurden, geht das Gerangel weiter.
Im Distrikt Alto Lima, wurde ein weiterer Jugendlicher von Kugeln getötet. Drei Menschen wurden am frühen Abends verletzt, zunehmende Opfer, die bei der Verteidigung des Lebens und der Würde der Armen geschehen.
In Kommunikations-Zentren und Privathäusern, in denen meist Immigranten aus ländlicheren Gegenden wohnen, halten sie Totenwache mit Koka, Schmerz und Wut. Dort, auf 4000 Metern über dem Meeresspiegel gibt es keine Gnade für Goni, den Mann der die arme Bevölkerung besonders hasst. Die Menschen dort kämpfen weiter, mit allem was sie haben. Von den zunehmenden Protesten in die Enge getrieben, läuft dem Präsidenten die Zeit davon und er verliert Raum, in dem er manövrieren kann.
Ein Erlaß des Präsidenten, der um 2 Uhr morgens verabschiedet wurde und verspricht, dass es nicht erlaubt werden solle dem Projekt freien Durchlass zu gewähren um Gas in die USA zu exportieren, zumindest bis Ende Dezember und nach der Konsultation und Debatten mit den sozialen Sektoren wurde sofort abgelehnt. "El Alto mit all seinen Bezirken, mit all seinen Organisationen sprach bereits abschließende Worte: Goni sollte zurück treten und ins Gefängnis gehen. Er kann mit seinem Erlaß zum Teufel gehen", sagte der Anführer der Rebellion in El Alto, Direktor der regionalen Gewerkschaft, Robert de la Cruz. "Das Land steht auf um diesen Mörder abzusetzen und um das Gas und das Öl für die Bolivianer wieder zu gewinnen. Wir wollen unser eigenes Gas in unserem eigenen Land benutzen", fügt er hinzu.
Die ersten Berichte von diesem Morgen sagen, dass die Blockade von La Paz, die nun schon 5 Tage andauert, immer noch strammer gezogen wird. Aus der Nachbarschaft Viacha, auf dem Weg zu Oruro wird berichtet, dass sich hunderte Menschen auf den Weg nach El Alto machen, um den Kampf zu unterstützen.
Auch andere Gemeinschaften aus dem Plateau fragen ihre Jugend, die selbe Devise, die selben Aussichten: Millionäre absetzen, die das ärmste Land in Südamerika regieren.
"Die Minenarbeiter sagten, dass sie sich die Minen von Sanchez de Lozada greifen werden", berichtet Eva Morales, Vorstand von MAS (der sozialistischen Bewegung), aus Cochabamba. Er hat seine Fürsprecher in El Chapare im Zentrum Boliviens damit beauftragt, sich den Blockaden auf den Highways anzuschließen. Bis jetzt ist das nur sporadisch geschehen, genau wie die Bauern, die Morales gegenüber loyal sind und sich nicht stark an den Blockaden in den Tälern beteiligt haben.
Bis jetzt ist die Beteiligung der Koka-Bauern und den Farmern minimal gewesen, was für einige Kritik an Morales gesorgt hat. Andere, viel radikalere Coca-Bauern, wie die aus Yungas in der Nähe von La Paz haben eine andere Hauptstrasse, eine der Hauptzufahrtswege nach La Paz für zwei Wochen komplett abgeriegelt. Auf dieser Route, wurden die Blockaden noch intensiviert, wie die andere Blockade zum Plateau, die La Paz von den Provinzen abschnitt und andere zu den Grenzregionen zu Peru und Chile.
Die Blockade über das Land ist komplett und seit heute Morgen wurde sogar der Transportweg mit dem Flugzeug gesperrt. Die Straße, die den Flughafen mit La Paz verbindet, die einmal unter der Kontrolle der Armee stand wurde von Jugendlichen und anderen Ansässigen übernommen. Die Passagiere, die gestern am Flughafen ankamen, kommen nicht hinunter in die Stadt und sind deshalb gezwungen einen Flieger in ihre Regionen zu nehmen.
Andere Berichte erzählen von neuen Blockaden und Protestzügen im Süden und Osten des Landes. Sprecher der Gewerkschaft und gängiger Organisationen rufen Menschen auf die Strassen zu gehen, Steine und Mut zu sammeln um der Regierung des Millionär-Präsidenten ein für alle mal ein Ende zu setzen.Der Millionär, der mit den Minen von Oruro und Potosi ein Vermögen verdient hat, die zu Löchern aus Angst und Armut verkommen sind. Der Aufstand der Armen hat sich auf den Weg gemacht.
15.10.2003, 00:16, von translator
on Zapata - 13.10.2003 20:32
http://de.indymedia.org/2003/10/63325.shtml
Redaccion de Econoticiasbolivia.com • Monday October 13, 2003 at 07:09 AM
Übersetzung von
http://argentina.indymedia.org/news/2003/10/140854.php Nachdem die Rebellion der Armen mit den meisten ihrer Leute in El Alto das 48-stündige Gemetzel, die Automatikwaffen und den Tod überstanden hatten, breitete sie sich in der ganzen Plateau-Region aus, begeisterte Arbeiter, Koka-Bauern und Landwirte anderer Regionen wie in den Tälern im Osten. In Bolivien riecht es nach Aufruhr: und die arme Bevölkerung steht auf.
Montag, in den frühen Morgenstunden waren die Hügel von La Paz voll von Tausenden Ansässigen, die mit Steinen und Seilen bewaffnet die Soldaten und Polizisten konfrontieren, die den 12 Kilometer langen Highway bewachen, der La Paz mit El Alto verbindet. Barrikaden wurden errichtet, es wird geschossen und gelegentlich fliegt ein Helikopter über uns hinweg.
Inmitten der glimmenden Lagerfeuer, die die Nacht über entfacht werden, um einen Angriff von den dem Präsidenten loyal eingestellten Truppen abzuwenden. Präsident Gonzalo (Goni) Sanchez de Lozada: die Ansässigen fordern seinen Rücktritt, organisierten sich, um in den Stadtkern von La Paz hinab zu steigen, wo die Regierung ihren Sitz hat.
"La Portada steht auf, um seine Brüder in El Alto zu unterstützen", berichtet ein Einheimischer während er eine Schußwaffe imitiert und ein enormer Verstärker erzeugt die Geräusche der Kavallerie. Aufstand liegt in der Luft.
Mit dem Zusammenbruch des öffentlichen Transportmittelnetzes (aufgrund eines Benzinnotstandes und eines Streiks der Busfahrer) erscheinen die Straßen von La Paz nahezu verlassen, obwohl man sagen muss, dass der Aufruf an Lehrer, Einzelhändler, Studenten und Arbeiter sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, um so konsequent die Innenstadt abzuriegeln, gewirkt hat.
In den Wohnvierteln gibt es Entrüstung über das Massaker. "Wir müssen alle in die Innenstadt ziehen, nach San Francisco, San Francisco", "Goni wird gehen" brüllen die Massen.
Um 9:30 in San Francisco am Hauptplatz in La Paz wurde ein Jugendlicher von einer Feuerwaffe verwundet. "Ohne bewaffnete Zivilisten, sind die Regierungsagenten diejenigen die schießen", sagt ein Augenzeuge über diesen Angriff.
Zwei Blocks entfernt, bei Garita de Lima wurden Barrikaden errichtet. In El Alto, wo diesen Sonntag 26 Anwohner durch Schüsse getötet wurden und weitere 100 verwundet wurden, geht das Gerangel weiter.
Im Distrikt Alto Lima, wurde ein weiterer Jugendlicher von Kugeln getötet. Drei Menschen wurden am frühen Abends verletzt, zunehmende Opfer, die bei der Verteidigung des Lebens und der Würde der Armen geschehen.
In Kommunikations-Zentren und Privathäusern, in denen meist Immigranten aus ländlicheren Gegenden wohnen, halten sie Totenwache mit Koka, Schmerz und Wut. Dort, auf 4000 Metern über dem Meeresspiegel gibt es keine Gnade für Goni, den Mann der die arme Bevölkerung besonders hasst. Die Menschen dort kämpfen weiter, mit allem was sie haben. Von den zunehmenden Protesten in die Enge getrieben, läuft dem Präsidenten die Zeit davon und er verliert Raum, in dem er manövrieren kann.
Ein Erlaß des Präsidenten, der um 2 Uhr morgens verabschiedet wurde und verspricht, dass es nicht erlaubt werden solle dem Projekt freien Durchlass zu gewähren um Gas in die USA zu exportieren, zumindest bis Ende Dezember und nach der Konsultation und Debatten mit den sozialen Sektoren wurde sofort abgelehnt. "El Alto mit all seinen Bezirken, mit all seinen Organisationen sprach bereits abschließende Worte: Goni sollte zurück treten und ins Gefängnis gehen. Er kann mit seinem Erlaß zum Teufel gehen", sagte der Anführer der Rebellion in El Alto, Direktor der regionalen Gewerkschaft, Robert de la Cruz. "Das Land steht auf um diesen Mörder abzusetzen und um das Gas und das Öl für die Bolivianer wieder zu gewinnen. Wir wollen unser eigenes Gas in unserem eigenen Land benutzen", fügt er hinzu.
Die ersten Berichte von diesem Morgen sagen, dass die Blockade von La Paz, die nun schon 5 Tage andauert, immer noch strammer gezogen wird. Aus der Nachbarschaft Viacha, auf dem Weg zu Oruro wird berichtet, dass sich hunderte Menschen auf den Weg nach El Alto machen, um den Kampf zu unterstützen.
Auch andere Gemeinschaften aus dem Plateau fragen ihre Jugend, die selbe Devise, die selben Aussichten: Millionäre absetzen, die das ärmste Land in Südamerika regieren.
"Die Minenarbeiter sagten, dass sie sich die Minen von Sanchez de Lozada greifen werden", berichtet Eva Morales, Vorstand von MAS (der sozialistischen Bewegung), aus Cochabamba. Er hat seine Fürsprecher in El Chapare im Zentrum Boliviens damit beauftragt, sich den Blockaden auf den Highways anzuschließen. Bis jetzt ist das nur sporadisch geschehen, genau wie die Bauern, die Morales gegenüber loyal sind und sich nicht stark an den Blockaden in den Tälern beteiligt haben.
Bis jetzt ist die Beteiligung der Koka-Bauern und den Farmern minimal gewesen, was für einige Kritik an Morales gesorgt hat. Andere, viel radikalere Coca-Bauern, wie die aus Yungas in der Nähe von La Paz haben eine andere Hauptstrasse, eine der Hauptzufahrtswege nach La Paz für zwei Wochen komplett abgeriegelt. Auf dieser Route, wurden die Blockaden noch intensiviert, wie die andere Blockade zum Plateau, die La Paz von den Provinzen abschnitt und andere zu den Grenzregionen zu Peru und Chile.
Die Blockade über das Land ist komplett und seit heute Morgen wurde sogar der Transportweg mit dem Flugzeug gesperrt. Die Straße, die den Flughafen mit La Paz verbindet, die einmal unter der Kontrolle der Armee stand wurde von Jugendlichen und anderen Ansässigen übernommen. Die Passagiere, die gestern am Flughafen ankamen, kommen nicht hinunter in die Stadt und sind deshalb gezwungen einen Flieger in ihre Regionen zu nehmen.
Andere Berichte erzählen von neuen Blockaden und Protestzügen im Süden und Osten des Landes. Sprecher der Gewerkschaft und gängiger Organisationen rufen Menschen auf die Strassen zu gehen, Steine und Mut zu sammeln um der Regierung des Millionär-Präsidenten ein für alle mal ein Ende zu setzen.Der Millionär, der mit den Minen von Oruro und Potosi ein Vermögen verdient hat, die zu Löchern aus Angst und Armut verkommen sind. Der Aufstand der Armen hat sich auf den Weg gemacht.
15.10.2003, 00:16, von translator
on Zapata - 13.10.2003 20:32
http://de.indymedia.org/2003/10/63325.shtml Redaccion de Econoticiasbolivia.com • Monday October 13, 2003 at 07:09 AM
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Massaker verschlimmern sich
- 15 Soldaten wurden hingerichtet, weil sie sich weigerten weiter Massaker zu begehen.
- in einer besetzen Miene wurden ebenfalls Massaker begangen