Berlin: Kungebung wegen Massaker in Bolivien

FotoFixx 16.10.2003 03:19 Themen: Globalisierung Militarismus Repression Soziale Kämpfe
In Berlin fand heute vor der bolivianischen Botschaft eine Kundgebung angesichts der heftigen Massaker in Bolivien und in Solidarität mit den Menschen dort statt. Etwa 50 Menschen beteiligten sich an der Kundgebung, die etwa 2 Stunden dauerte. Aufruf zur Kungebung: hier zu lesen
Weiterer Bericht mit Fotos wurde bei Indymedia.Bolivien gepostet.
Als ich gegen 16.00 vorbeikam, zählte ich 45 Teilnehmer, wobei später noch weitere hinzu kamen. Die Polizei war halbwegs entspannt - 2 "Wannen" und 1 Zivil-Fahrzeug (silberner Kombi) überwachten die Kundgebung. In der Zeit, die ich dort verweilte, zeigte sich kein Botschaftsangehöriger. Was hätten die auch sagen sollen?
Auf der Kundgebung wurde auch die Rolle der USA betont, deren Regierung nahezu jedes Regime/Diktatur in Lateinamerika aufgebaut und unterstützt hat. Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen politischen Strömungen. Eine frisch gebastelete Indy-Printausgabe wurde verteilt.

Für Berliner Verhältnisse sind 50 Menschen nicht unbedingt wenig. Beispiel Argentinien: Beim Aufstand, der am 19.12.2001 begann, dauerte es 2 Wochen, bis eine erste internationale Mobilisierung am 8.1.2002 Menschen auf die Strasse brachte (in Barcelona demonstrierten an diesem Tag 500 Menschen). Die erste Solidaitätsaktion in Berlin fand erst 4 Wochen nach Aufstandsbeginn am 23.1.2001 mit knapp 10 Teilnehmern statt (Aufruf von damals).

Über weitere Solidaritätsaktionen weiss ich bisher noch nichts... ausser: In Buenos Aires gingen etwa 3000 Menschen auff die Strasse. Fotos: sind hier.

Unterdessen kommen immer schlimmere Berichte aus Bolivien: 15 Soldaten wurden gefoltert und erschossen, weil sie sich nicht länger an den Massakern beteiligen wollten (Bericht in spanisch), die Massaker selbst sind noch weiter ausgeweitet worden. Die Zahl der Toten dürfte nun auf die 100 zugehen, die Regierung beginnt damit, Radio und Fernsehen auszuschalten... mehr dann hoffentlich in weiteren Berichten von dort.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

printausgabe posten

landei 16.10.2003 - 10:51
Wäre toll wenn jemand von den BärlinerInnen die gebastelte indy-prntausgabe posten könnte. Könnte mensch dann auch woanders verteilen.

hallo landei

ich 16.10.2003 - 11:59
die printausgabe wurde schon gepostet und ist auch im artikel verlinkt. hier noch mal der link:  http://de.indymedia.org/2003/10/63422.shtml

Aufstand und Massaker

non_anibal 16.10.2003 - 12:10
auf der wildcat-seite sind aktuelle texte übersetzt - sehr spannend:

 http://www.wildcat-www.de/aktuell/a029boli.htm

ausschnitt:

Das Gas wird nicht verkauft:
Aufstand und Massaker in Bolivien
»La Paz, 13.10.2003«

Seit Mitte September ist in Bolivien ein neuer Aufstand im Gange. Auslöser war der Verkauf des Erdgas an ausländische Multis - während das Land in Armut versinkt. Inzwischen wollen breite Teile der Bevölkerung die Regierung stürzen. Diese antwortet auf die Massenmobilisierungen mit blutiger Repression. Am Wochenende 11./12. Oktober hat das Militär bei der Räumung von Straßenblockaden in El Alto mehr als 30 Menschen ermordet. Der Aufstand geht weiter.

Wir haben auf die Schnelle Auszüge aus einem aktuellen Artikel von elmilitante.org übersetzt, der Ablauf und Hintergründe beschreibt (14. Oktober 2003).

El Alto ist im Oktober zum Zentrum des Aufstands geworden. El Alto liegt oberhalb der Hauptstadt La Paz, auf 4000 Meter Höhe. Mit 800 000 EinwohnerInnen ist El Alto die drittgrößte Stadt des Landes, und es ist die Stadt der Armen, der Aymara, die aus den ländlichen Gegenden gekommen sind.

Am 8. Oktober beginnt der Generalstreik in El Alto. Die Verbindung nach La Paz ist unterbrochen; die Hauptstadt ist von allen Seiten von Protesten umzingelt; Benzin und andere Güter werden knapp. Als sich am 9.Oktober der Marsch von 500 Bergarbeitern El Alto nähert, geht das Militär gegen sie vor und erschiesst zwei Menschen. Samstag, den 11.10. beginnt das Militär, mit Kriegsbewaffnung die Blockaden zu räumen, um den Zugang nach La Paz wiederherzustellen. Die EinwohnerInnen von El Alto wehren sich mit Steinen und Knüppeln. Die Auseinandersetzungen dauern bis heute an (Dienstag, 14.10.). Sie verlagern sich in die Hauptstadt und weiten sich aus.

...

Demotermin, nächster mittwoch 16.00

Suraya Becker 16.10.2003 - 14:56
Naechste woche soll wieder eine kundgebung vor der Botschaft von Bolivien stattfinden!Die Botschaft ist beim Lützowplatz und der treff soll um 16.uhr sein!!Kommt alle hin und bringt instrumente, krachmacher, plakate .texte mit!!Der Widerstand und die solidarität mit allen staaten die von Privatisierungen ,und dem Drängen der menschen in immer grössere armut und abhängigkeit, ist extrem wichtig!Bis dann denn

ergänzender Bericht zur Kundgebung

Karl Licht 16.10.2003 - 15:17
Gegen diese unerträgliche Repression in Bolivien wollte die Kundgebung am Mittwochnachmittag ein kleines Zeichen setzen. Datum, Ort und Uhrzeit wurde gerade mal einen halben Tag vorher einzig auf indymedia kundgetan. 15 - 17 Uhr vor der bolivianischen Botschaft, zudem also nicht gerade eine vorteilhafte Zeit für diejenigen, die der Lohnarbeit nachkommen müssen. So versammelten sich auch lediglich knapp 30 Protestierende vor besagtem Gebäude in der Wichmannstr. 6. Die obenstehenden Zahlen kann ich leider nicht nachvollziehen.

Man lauschte lateinamerikanischen Volks- und Arbeiterliedern vom Band, knüpfte eilig gemachte Transparente auf und hielt Schilder in die Höhe (Bilder davon, siehe Link im Feature in der Mittelspalte). Es wurden einige Ansprachen gehalten, die über die unfaßbaren Ereignisse in Bolivien und deren Hintergründe aufklärten. Ein schnell verfaßter Brief (auf deutsch und spanisch) wurde verteilt. Die TeilnehmerInnen unterschrieben die Erklärung. Die wieder eingesammelten Kopien wurden dann von einer kleinen Delegation der Kundgebung in die Botschaft hineingetragen.

Tatsächlich wurde diese Gruppe beim bolivianischen Botschafter mit Erfolg vorstellig. Da er kein Deutsch sprach, gab es eine Übersetzung durch einen Dolmetscher. Typ: blonder Kleiderschrank nach Aussage der Gruppe (war selbst nicht drin), "sah wie ein CIA-Mensch aus" meinte eine. Offenbar hatte der Botschafter wohl die für eine solche Situation "üblichen" Standardsätze drauf. Sinngemäß (so ungefähr was ich von der Erzählung aufgeschnappt hatte): die Ereignisse sind schrecklich und tragisch, aber die Ordnung und die Sicherheit muß ja aufrechterhalten werden. Ja ja... Immerhin, die Solidaritätserklärungen wurden zur Weiterleitung an den Präsidenten von Bolivien entgegengenommen. Ob dies geschieht, weiß man natürlich nicht. Aber was bleibt einem übrig?

Ein kleines, aber dringend notwendiges Zeichen der internationalen Solidarität. Ihr seid nicht alleine. Wir nehmen Anteil an eurem Kampf. Wir trauern um die Toten und Verletzten in diesem Kampf für eine Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft. Vielleicht werdens beim nächsten Mal ja mehr...

Ein bißchen Kritik muß sein: der Spruch auf einem Schild "USA - am Titicacasee kackt ihr ab". Abgesehen vom m.E. reichlich blöden infantilem Witz, stört mich zudem dieser platte eindimensionale Antiimp-Gestus, den ich dahinter wahrnehme. Na ja, ist vielleicht nur Geschmackssache.

Nachfolgend noch die Dokumentation des Solidaritätsbriefes: "Sehr geehrter Herr Botschafter, in den letzten drei Wochen sind ca. 50 Menschen vom Militär in ihrem Land erschossen worden. Die Bevölkerung kämpft um den Erhalt der Rohstoffe im Land und wenden sich gegen die Pläne der aktuellen Regierung, diese quasi an transnationale Unternehmen zu verschenken. Die aktuelle Regierung ist für die Toten und Verletzten verantwortlich. An ihren Händen klebt Blut. Sie hat keine Unterstützung in der Bevölkerung. Diese Regierung muß zurücktreten und zur Verantwortung gezogen werden. Herr Botschafter, wir fordern sie auf, ihr Möglichstes dafür zu tun, um die Bevölkerung in Bolivien zu unterstützen, indem sie sich bei ihrer Regierung für den Rücktritt des Präsidenten Gonzalo Sanchez de Lozada einsetzen, den Rückzug von Militär und Polizei in die Kasernen fordern und sich solidarisch mit den Anliegen der Bevölkerung erklären. Bitte leiten sie diesen Brief an den aktuellen Präsidenten der Republik Bolivien Gonzalo Sanchez de Lozada weiter."

Zahlen

Erbsenzähler 16.10.2003 - 17:09
Hab so gegen 16:30 gezählt und bin auf 42 gekommen... aber letzlich ist egal ob 35, 42 oder 45.... :-)

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 3 Kommentare

Bolivien und der Kampf ums Gas

Trotzkistische Fraktion – Internationale Stra 16.10.2003 - 12:22
Bolivien und der Kampf ums Gas

Trotzkistische Fraktion – Internationale Strategie
www.ft-europa.org
www.ft.org.ar

Das Verständnis der Ereignisse in Bolivien erfordert eine Analyse der verschiedenen politischen Strategien, welche die wichtigsten politischen Organisationen zur Zeit verfolgen. Die Trotzkistische Fraktion - IS will dem deutschen Leser ihre Einschätzung der aktuellen Lage vermitteln

MAS (Bewegung zum Sozialismus)

Evo Morales und der MAS wollen trotz ihrer Kritik an der Regierung vom Gonzales de Lozada keinen Zusammenbruch des bürgerlichen Regimes aufgrund des Drucks der Massen. Ihre Politik beschränkt sich darauf, eine parlamentarische Alternative zu sein, die darauf hofft bei den Wahlen 2004 und 2007 die Macht zu übernehmen. Ein Führer der MAS, Antonio Peredo, sagte in einem Interview, dass “...die MAS davon überzeugt ist, dass es für das Volk am besten sei an der Demokratie festzuhalten, da es unmöglich sei, dass die jetzige Regierung bei den nächsten Wahlen gewinnt. Die sozialen Bewegungen werden als Sieger aus diesen Wahlen hervorgehen. Daher sind wir diejenigen, denen am meisten daran liegt den demokratischen Prozess aufrecht zu erhalten und zu garantieren. Daher schöpfen wir alle politischen Möglichkeiten aus, um die Regierung zu Verhandlungen zu zwingen.” (Correspondencia de Prensa, Nr. 17) D.h., ihre gesamte politische Strategie beschränkt sich darauf, auf die Wahlen zu warten und bis dahin diese Demokratie, so wie sie ist, inklusive Gonzales de Lozada zu verteidigen. Aus dieser Strategie läßt sich das Verhalten von Evo Morales erklären, der am 19. September der Regierung mit einem Generalstreik drohte. Als dieser jedoch für den 29. September von der COB aufgerufen wurde, entschloß er sich, eine Reise nach Europa und Libyen zu unternehmen, was die Unterstützung der MAS und ihrer Anhänger für den Streik erheblich verzögerte. Statt das Volk bei den wichtigsten Kämpfen der letzen 20 Jahre zu unterstützen, zog er es vor, sich mit Parlamentariern zu treffen.
Die reformistische (und dadurch verräterische) Politik der MAS zeigt sich ausserdem darin, dass Evo kürzlich gegenüber der BBC erklärte eine eventuelle Präsidentschaft des jetzigen Vizepräsidenten Mesa zu unterstützen. Dieser hat plötzlich Gewissensbisse ob der vielen Toten und der ganzen Gewalt bekommen, und hat sich daher von der Regierung “distanziert” ohne jedoch zurückzutreten.
Dieses Manöver dient jedoch offensichtlich nur der Vorbereitung zur Machtübernahme im Falle eines Sturzes der Regierung des “Gringo”.

Die CSUTCB (Gewerkschaftbündnis der indigenen LandarbeiterInnen und der ArbeiterInnen in Bolivien)

Der "Mallku" Felipe Quispe (Führer der CSUTCB) und weitere 200 Führer der CSUTCB befinden sich seit über einem Monat im Hungerstreik. Der Erfolg dieser Kampfmaßnahme erscheint uns beim besten Willen jedoch sehr zweifelhaft, besonders angesichts der dramatischen Zuspitzung der Lage.
Nachdem er sich vorher der Regierung gegenüber sehr kompromissbereit gezeigt hatte, hat seine Rhetorik nach dem Massaker von Warisata einen „Linksruck“ erfahren: Aufruf zum Widerstand gegen die Staatsgewalt, ausserdem drohte er mit der Ausrufung der Aymara Autonomie und sogar mit Bürgerkrieg.
Trotz dieser kämpferischen Phrasen und seiner Unterstützung des Streiks und der Straßenblockaden, hält er sich die Türen offen, um mit der Regierung auf eigene Rechnung zu verhandeln.
Er gibt sogar zu, dass seine Position von der Masse der LandarbeiterInnen nicht mehr akzeptiert wird. Daher traut er sich auch nicht nach Warisata zu fahren, weil wie er sagte „...ich kenne meine Leute. Man muß mit ihnen reden, wenn sie sich abgeregt haben“ (Pulso 3/10).
Ähnlich wie der MAS, ist ihm nicht daran gelegen, dass neue Organisationsstrukturen entstehen, die seine eh schon angeschlagene Machtposition weiter schwächen. Daher möchte er eine Koordination der Kämpfe auf nationaler Ebene verhindern und für das „Anliegen“ seiner Anhänger (Aymara-Autonomie-Bewegung) die besten Verhandlungsbedingungen schaffen.

Die COB

Die COB ist in den letzten Wochen immer einflussreicher geworden, aufgrund ihrer radikalen Opposition gegenüber der Regierung und des Aufrufs zum unbefristeten Generalstreik. Die COB hat sich seit der Erneuerung der Führung in den Gewerkschaften, bei der die “Kompromissbereiten” durch kämpferische Gewerkschaftsführer ersetzt wurden, politisch stark radikalisiert.

In ihrer Mitteilung vom 3. Oktober haben sie dazu aufgerufen den Ausnahmezustand durch den “zivilen” Widerstand zu begegnen. Bis jetzt hat die Regierung jedoch noch nicht gewagt de Ausnahmezustand zu auszurufen, aus Angst dadurch einen allgemeinen Volksaufstand zu provozieren, und weil sie auf Grund des für sie ungünstigen Kräfteverhältnisses befürchten muss, dass Teile der Armee diesen nicht befolgen würden, was zu einem Bruch innerhalb der Streitkräfte führen könnte, den sie auf jeden Fall vermeiden will. Ausserdem haben sie dazu aufgerufen Streiks- und Widerstandskomitees zu bilden, um sich der Repression entgegen zu setzen.

Während ihre Rhetorik immer kämpferischer wurde, machte ihre politische Strategie jedoch eine Wende nach rechts: Sie sind eine Allianz mit der “Coordinadora por la defensa de la patria” eingegangen, deren Programm sich auf bürgerlich-nationale Forderungen beschränkt.

In den letzten Tagen haben sich allerdings die Positionen der COB unter dem Druck der streikenden Arbeiter weiter radikalisiert und ihr Ansehen ist in der Bevölkerung stark gewachsen. Unter diesem Druck ist es sogar dazu gekommen, dass der Bergarbeiter und führende Kopf der COB, Jaime Solares, über die vermittelnde Haltung der MAS sagte: „Einige reden und andere machen die Revolution auf der Straße“ (Gabriel Tavera. Econoticiasbolivia.com, 2/10/03)

Bis vor einigen Tagen war die COB nicht sehr bemüht, die bestehenden regionalen Verteidigungskomitees auf Landesebene zu koordinieren. Sie wollten also nicht die Schranken des Syndikalismus überschreiten. Soeben (Mittwoch,den 15. Oktober 2003) haben wir von Radio Erbol erfahren, dass eine bei einer Versammlung, bei der auch Felipe Quispe von der CSUTCB und Evo Morales von der MAS anwesend waren, beschlossen wurde, dass von nun an alle Wiederstandsaktivitäten unter der Leitung der COB verlaufen sollen. Die wichtigsten Gewerkschaften (Bergarbeiter, Dozenten, Dachverbände, etc.) haben ihre Einverständnis mit dieser Koordinationsmaßnahme erklärt. Als erstes wurde ein Verbot erlassen, ohne die ausdrückliche Zustimmung der COB sektorielle Verhandlungen mit der Regierung zu führen. Weiterhin wurde ein einheitlicher Presseausschuss gebildet und die Gründung eines Logistikkommitees beschlossen.

Schlussfolgerungen

Unter dem Druck der Ereignisse haben die Positionen aller dieser Organisationen eine starke Radikalisierung erfahren. Jedoch verfolgen die MAS, der „Mallku“ und die COB letzten Endes alle eine reformistische Strategie: Sie wollen durch Druck auf das Regime und Bündnisse mit Vertretern von “progressiven” Teilen der Bourgeoisie, mit denen sie bestimmte Reformen aushandeln, zur “Demokratie” zurückkehren und den Kapitalismus “menschlicher” gestalten.

Die reformistischen, indigenistischen Führungen sowie die Gewerkschaftsbürokratie verfolgen eine Volksfront-Strategie, welche ein Hindernis auf dem Weg der Machtübernahme des Proletariats und seiner Verbündeten darstellt.
Deswegen weigern sie sich die Entstehung einer Einheitsfront der kämpfenden Massen voranzutreiben, die nach den Methoden der Arbeiterdemokratie aufgebaut wird. Keine der jetzigen Organisationen ist heute in der Lage ein solches Streikkomitee oder Rat ins Leben zu rufen.
Nach Meinung der FT, ist es zur Schaffung eines solchen Komitees notwendig, dass die Protagonisten der aktuellen Kämpfe (Arbeiter, Arbeitslose, Bauern, Studenten, Frauen, etc.) in den Versammlungen, vor allem der COB, mehr Gewicht bekommen.

Es ist notwendig eine revolutionäre, internationalistische Partei aufzubauen, die alle Fallen (Volksfronten, Faschismus, Caudillismus) auf dem Weg zu Befreiung von der kapitalistischen Ausbeutung genau erkennt und beseitigt.
Diese Partei wird jedoch nicht vom Himmel fallen und wir wollen uns auch nicht selbst dazu proklamieren. Die revolutionäre Partei wird durch die Fusion der proletarischen Avantgarde und des marxistischen Programms in der Hitze des Gefechts entstehen.

Damit diese Bewegung Erfolg hat und nicht wie 1952 ausgeht, ist eine revolutionäre Führung mit einer klaren Strategie notwendig. Das Ziel ist die Machtübernahme durch die Arbeiter und Bauern zur Gründung eines Arbeiterstaates, welcher der erste Meilenstein auf dem Weg zu einer Föderation von Sozialistischen Staaten der Pazifikküste ist. Diese soll nur die Vorstufe einer Föderation Sozialistischer Staaten Lateinamerikas sein.

- Für die Bildung von Streikkomitees und Arbeiterräte
- Nieder mit Gonzales de Losada und Mesa
- Für die Verstaatlichung der Rohstoffe ohne Entschädigungen
- Nieder mit IWF und Weltbank
- Keine Bezahlung der Auslandschulden
- Für eine revolutionäre verfassunggebende Versammlung
- Für eine Arbeiter und Bauernregierung

Volante de emergencia de la LOR-CI desde Boli

LOR-CI (15/10/2003 22:59) 16.10.2003 - 12:27
ÜBERSETZUNG WIRD GERADE GEMACHT...
---

Volante de emergencia de la LOR-CI desde Bolivia
LOR-CI (15/10/2003 22:59)
ABAJO LA DEMOCRACIA DE RICOS, CURAS Y MILITARES
POR UN GOBIERNO OBRERO, CAMPESINO Y POPULAR

¡Abajo Goni!
¡No a Carlos Mesa ni al "recambio constitucional para que todo siga como está!
¡Por un gobierno obrero, campesino y popular!
¡Viva la huelga general indefinida con bloqueo de calles y caminos!
El asesino Sánchez de Losada dice que no seirá y refuerza los preparativos militares para seguir masacrando y persiguiendo, a pesar de que la heroica insurrecciòn del pueblo alteño y el paro total que desde La Paz se extiende a Cochabamba, Oruro y casi todo el país, les ha dado un gran golpe. Es posible vencer, pero hay que redoblar la lucha, mantener el estado de paro y movilización total, radicalizar y profundizar las medidas.
Hay que desarrollar y radicalizar la movilización hasta parar todo el país
¡Viva la huelga general indefinida con bloqueo de calles y caminos!
¡El Alto marca el camino!
¡Que los dirigentes tomen la iniciativa de un Comité Nacional de Huelga y Movilización para centralizar la lucha hasta vencer!
¡Por Comités de huelga y movilización a todos los niveles: departamental, zonal, etc.!
¡Contra la represión, comites de autodefensa y policía sindical!
¡Que en cada barrio o zona se integre y coordine un Comité entre la junta vecinal, la célula sindical del magisterio, los sindicatos de las fábricas de la zona, representantes de todos los talleres y fábricas no sindicalizados, de los estudiantes secundarios, de las organizaciones de mujeres,de jóvenes y originarios, de todas las organizaciones políticas y sociales comprometidas en la lucha por expulsar a Goni y defender el gas.
Que en base a esta coordinación se discuta y resuelva sobre los problemas urgentes de la lucha: garantizar el abastecimiento de las familias, crear ollas populares, organizar la autodefensa del barrio y de las movilizaciones contra la represión, con todos los medios a nuestro alcance, garantizar la ayuda a los heridos y a las familias de los mártires asesinados por el gobierno, etc.

¡Por un gobierno de los obreros, campesinos y pueblo humilde!
No hay que permitir que los políticos que hasta ayer eran parte del gobirno y cómplices de la masacre, se laven la cara y ptreparen un recambio "ordenado" en el Parlamento con Carlos Mesa u tro figurón, para robarle el triunfo que el pueblo trabajador está conquistando con su sangre, su lucha y sacrificio.
Que la COB, la COR de El ALto, las CODes, y demás organizaciones que están al frente de la lucha en el campo y la ciudad convoquen a un urgente Ampliado o congreso, con representantes de todos los sectores movilizados, organizaciones sociales y corrientes políticas comprometidas en la lucha, para que éste encuentro pueda discutir como proseguir la movilización, se convierta en un verdadero parlamento o consejo obrero y popular y discuta cómo imponer un gobierno provisional obrero, campesino y popular.

¡Abajo la democracia para ricos!
¡Por una Asamblea Constituyente revolucionaria!
Como parte de las concesiones y compromisos para salvar al régimen, NFR y algunos sectores plantean un referendum o una Asamblea Constituyente amañanadas según la reaccionaria constitución actual.
Los trotskistas de la LOR-CI consideramos que la única forma de dar una salida obrera y campesina a la crisis nacional es la toma revolucionaria del poder por los trabajadores y el pueblo humilde del campo y la ciudad, imponiendo el gobierno de los órganos de poder de las masas que éstas mismas construyan en el curso de su lucha, y defendido por milicias obreras y campesinas.
Sabemos que la mayoría de los trabajadores desea hacer pesar su voluntad en todos los problemas nacionales pero no comparte todavía esta perspectiva. Esto abre una puerta a las trampas burguesas de recambio constitucional, como puede ser un gobierno de Carlos Meza o del presidente de la corte suprema, para que la lucha heroica de las masas y su eventual triunfo en las calles sea expropiado políticamente para que nada cambie. Por eso, mientras luchamos por convencer a la mayoría de obreros y campesinos de que ésta es la única salida de fondo, llamamos a todo el pueblo a luchar consecuentemente contra la reaccionaria "democracia para ricos" actual y sus instituciones, y los "cambios para que nada cambie" que preparan.
LLamamos a la COB y las organziaciones en lucha a pelear por imponer una Asamblea Constituyente verdaderamente libre y soberana, no negociada con los representantes de la burguesía en los marcos del reaccionario régimen actual, sino impuesta mediante la movilización, es decir, una Constituyente revolucionaria donde se puedan discutir el destino del gas y todas las demandas obreras y populares y los problemas del país.

LOR-CI Liga Obrera Revolucionaria - Cuarta Internacional
Barricada Roja - agrupación juvenil
La Paz, 15-10-03 (a hrs. 10.30)

hä?

alex 16.10.2003 - 15:57
mittwoch 16:00 is ne scheiss zeit.
gestern sowie nächste woche.
gestern hatte ich keine zeit und ich hoffe, dass ich das nächste woche irgendwie auf die reihe kriege, sehe aber nicht viel hoffnung.