Bombodrom zerstört!

Konkreta 02.10.2003 13:08 Themen: Militarismus
In der Nacht vom 30.9. zum 1.10. wurde auf dem Bombodrom bei Wittstock/Neuruppin der umzäunte Radarwagen angegriffen. 2/3 des Zaunes sind wieder für alle Menschen zugänglich. Der Wagen braucht neue Fenster, Reifen, Motor etc.. Bauwagen wurden mit antimilitaristischen Parolen verziert. Dies geschah wohl deshalb, da die Bundesregierung auf diesem Platz Bombenabwürfe für internationale Friedenseinsätze üben will.
Kein Krieg! Der Feind steht im eigenen Land! Militär am Morden hindern!
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Ergänzungen

frage

ahnungslos 02.10.2003 - 14:11
was ist das für ein radarwagen? so einer, der an der strasse steht und welche blitzt, die zu schnell fahrn?
oder ist das was militärisches für den betrieb des bombodroms?

Vorerst kein Uebungspaltz

Svennie 02.10.2003 - 18:25
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam wird das sog. Bombodrom in der Freien Heide innerhalb deê naechsten 12 Monate nicht in Betrieb genommen. Diese Entscheuidung war Resultat 14 verschiedener Klaegergruppen.

Das Ganze in der Zeitung ...

Die Luft ist raus! 03.10.2003 - 15:01

Statt Karte

Maike 08.10.2003 - 21:05
Das ganze Gelände (ca. 7 x 20 km) ist frei zugänglich, es stehen nur "Betreten verboten"-Schilder außen rum. Umzäunt ist lediglich dieser Radarwagen (gewesen?). BesucherInnen sollten sich vorher informieren, wo noch alte Blindgänger rumliegen, und dieses Gebiet besser meiden. Klar explodieren die Dinger so gut wie nie, wenn man drauftritt, aber es wäre fatal, falls es doch passiert...

Mal abgesehen davon, dass Militärgerät nicht grade zu den produktiven, hübschen oder sonstwie erfreulichen Dingen des Lebens gehört, nur der Zerstörung und dem Morden dient und ich von daher keinerlei Interesse an seiner Erhaltung habe, frage ich mich doch, ob da nicht jetzt *politisch* so einiges Geschirr zerschlagen wurde? Klar kann man immer sagen, wir haben aber doch Recht mit der Aktion und wer sie blöd findet, ist im Irrtum. Das würde ich sogar auch so sehen. Bloß ist es auch nicht weiter wichtig, ob da einiges Material zerstört wird oder nicht - wichtig ist, dass das Bombodrom nicht in Betrieb genommen wird und die Kriege für Öl und anderen Krempel gestoppt werden. Unsere Stärke liegt da weniger auf materiellem Gebiet, würde ich sagen, sondern eher darin, dass wir die Integrität auf unserer Seite haben... Trotzdem liebe Grüße an die AktivistInnen!!!

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ooo

ooo 02.10.2003 - 15:17
yeah! supi sache das!

wer zahlt dieses sinnlose Zerstören ??

jedermann 02.10.2003 - 17:09
na der Steuerzahler, hat aufzukommen für den pseudo-pacifisten-luxus

sinnloses zerstören

jedefrau 02.10.2003 - 17:15
sinnloses zerstören...
passt ziemlich gut als beschreibung für das, was der staat da gerade
mit seinem geld für´s militär ausgibt, immerhin 1/3 des jahreshaushalts...
und pseudopazifistischer luxus ist auch ein schöner begriff für die angriffsarmee die der deutsche staat sich da aufbauen will...

ach jedermann...

eben nicht jedermann 02.10.2003 - 17:35
die steuerzahler wieder, wa!die armen steuerzahler. die armen armen steuerzahler! heul doch!

@Konkreta

Warhead 03.10.2003 - 13:02
Das Gelände war schon vorher für alle Menschen zugänglich.
Aber ich kann dir garantieren das beim nächsten Resistcamp die Orgs repressiver vorgehen werden.Warum nicht ne Bank zerkloppen,ein Kaufhaus anzünden,Mescalin ins Trinkwasser kippen??Dies Wasser würd ich sogar saufen...
Etwa zu feige??Die Kiste stand jahrelang unbeachtet und ungenutzt in der Gegend rum

Wie´s gemeint war

Maike 10.10.2003 - 00:00
Wollte übrigens mit dem oben gesagten nicht die Integrität von irgendwem in Frage stellen (nicht, dass das noch jemand denkt!), sondern nur die Überlegung anschieben, wie eine Aktion denn auf andere Beteiligte so wirkt. Ich stelle mir immer vor, die "anderen" sehen uns als "die anderen". Und da weiß ich, wie ich reagiere, wenn mir die Umgangsformen nicht gefallen - da werde ich sauer. Dann denke ich drüber nach, wie mal ein ganzer Haufen Autonomer und so in die Druckerei eingefallen ist, um Flugblätter von anderen Leuten zu konfiszieren, nur weil da von einem ominösen "wir" die Rede war und angesichts durchgehender Kleinschreibung, flammender Revolutionsaufrufe und anderen radikalen Sprüchen plötzlich in der Szene die Angst ausbrach, "wir alle" würden ob dieses ominösen "wir" in ein 129a-Verfahren gezogen... Nicht, dass das nicht ganz schön bescheuert gewesen wäre, aber solche Ängste gibt´s halt auch unter schwarzgekleideten Leuten, und die werden dann auch sauer. By the way sind die radikalsten oft die integersten Leute, ohne Zweifel, aber was gemeint war, ist, den "anderen" immer schön die Möglichkeit zu lassen, das auch zu erkennen.