Wiederstand gegen Itoiz-Staudamm in Artozki

herriak bizirik 18.09.2003 17:19 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe Ökologie
Seit vier Tagen widersteht das kleine Dorf Artozki in Navarra/Baskenland seiner Raeumung und folgendem Abriss. Ehemalige BewohnerInnen und deren UnterstuetzerInnen stellen sich dem wahnwitzigen Itoiz-Staudamm-Projekt entgegen.
Zwei Doerfer sind wegen dem Staudamm schon geraeumt worden, sieben weitere sollen folgen. Mit der Flutung des Stausees wird ein grossartiger Naturraum zerstoert, sowie Doerfer, an deren Siedlungsplaetzen teilweise seit tausend Jahren Menschen leben. Ist der Stausee einmal geflutet, ergibt sich auch eine Bedrohung fuer die unterhalb liegenden Doerfer. Die Staumauer ist von Experten als nicht sicher eingestuft worden. Es zeigen sich schon jetzt Probleme, obwohl der Stausee bisher nur zu 2% gefuellt ist.
Fuer Montag, 15.09., war die Raeumung von Artozki angekuendigt, das im Flutungsgebiet liegt. An diesem Tag verliessen die meisten BewohnerInnen das Dorf, die teilweise ihr ganzes Leben dort verbracht haben und seit mehr als zwanzig Jahren gegen das noch von Franco entwickelte Staudammprojekt ankaempfen. Eine Person brannte ihr Haus nieder, um es nicht den Abrissbaggern zu ueberlassen. Zurueck blieben die UntstuetzerInnen, um das Dorf solange wie moeglich zu verteidigen. Abgesehen von einigen Patroullien der Guardia Civil und vielen versteckten BeobachterInnen in den umgebenden Bergen war bisher von der Polizei kaum etwas im Dorf zu bemerken. Heute wurde allerdings die Pressekonferenz von einem Polizeihubschrauber gestoert, deren Insassen jedes Detail abfilmten. Staerker viel die Repression im Iruña/Pamplona aus. Dort wurde eine Demo nach kurzer Zeit aufgeloest, starke Polizeipraesenz soll weitere Demos verhindern.
Die ehemaligen BewohnerInnen kehren immer haeufiger nach Artozki zurueck. Gemeinsam wird der Widerstand immer vielfaeltiger und phantasievoller organisiert. Am Wochenende wird es eine grosse fiesta geben, die Zahl der UnterstuetzerInnen waechst weiter.

Gegen die soziale und oekologische Katastrophe des Itoiz-Staudamms!
Herriak bizirik - die Doerfer leben!!!!
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Ergänzungen