DSEI: Montagsereignisse

beobachterInnen 09.09.2003 16:52 Themen: Militarismus Weltweit
morgens: Pink Silver/Samba Aktion gegen Waffenhaendler
abends: Verhaftung am Rande
Am Montag frueh hat es in London eine Pink/Silver/Samba-Aktion gegen den Waffenlieferanten BAE gegeben. Etwa 40 AktivistInnen tauchten gegen neun Uhr vor dem Haupteingang des Firmensitzes in der Londoner Innenstadt auf. Sie konnten sich gegen den Willen und das Schubsen der Security-Menschen ins Foyer hineindraengen, wo sich unter anderem auch etwa 10 (wahrscheinlich) WaffenhaendlerInnen befanden, die den Samba durch stures Zeitunglesen bzw. anstarren zu ignorieren versuchten.
Nach circa 20 Minuten fuhr auch die Polizei vor und versuchte etwas halbherzig zunaechst den Eingang zu verschliessen, aber erfolglos.
Die Sambatist@s aus ganz Europa erfreuten sich (und auch einige Cops)waehrenddessen ihres lauten, kreativen und bunten Sambas.
Nach zwanzig Minuten wurden die WaffenhaendlerInnen (?) entnervt von der Polizei zum Nebeneingang eskortiert. Kurze Zeit spaeter begann das, was in UK eine Raeumung genannt wird. Die Sambatist@s wurden rausgeschoben oder vorsichtig (ja!) rausgetragen und auf die gegenueberliegende Strassenseite "verbannt".
Dort konnten so dann auch die umherstehenden Menschen die "sambotische" Atmosphaere geniessen.
Zwei Sambatist@s hatten sich allerdings mit Buegelschloessern um den Hals an einen edlen Tisch festgemacht, so dass die Polizei mit schweren Geraet anruecken musste, um vorsichtig den Tisch zu befreien und die Sambatist@s zu arrestieren.
Die restliche Sambagruppe zog daraufhin zur naheliegenden Polizeistation, um die Gefangenen mit heissen rhythmen zu unterstuetzen, die nach Polizeiinformationen nach mehreren Stunden wieder freigelassen wurden.
Am Abend wurden auf dem Messegelaende zwei nicht-englische AktivistInnen unter Terrorverdacht (Standardweg Menschen ohne Grund fuer bis zu 48 Stunden einzufahren, so aehnlich wie in D Gefahrenabwehr) von Cops verhaftet, weil sie angeblich im oeffentlich zugaenglichen Bereich unerlaubterweise gefilmt hatten. Dieser Vorwurf wurde dann aufgrund des Videomaterials fallen gelassen, der Vorwurf war nun Hausfriedensbruch. Aber erst der eingeschaltete Anwalt konnte die PolizistInnen von der Haltlosigkeit des Vorwurfes ("it's completely rubbish") ueberzeugen, so dass die AktivistInnen nach 9 Stunden schliesslich frei kamen.

siehe auch:
 http://www.indymedia.org.uk/en/2003/09/276775.html
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Ergänzungen