Demo gegen den "Tag der Heimat" in Berlin

krasse zeiten 07.09.2003 15:10
Am 6. September 2003 hat der "Bund der Vertriebenen" in der Komischen Oper - wie passend - den "Tag der Heimat" begangen. Draußen demonstrierten ein paar hundert Leute mit wehenden Nationalfahnen und dem Slogan "Nie wieder Heimat!" Hier sind ein paar Fotos von dem Ereignis.
Während die vorbereiteten Redebeiträge durchaus inhaltsreich und fundiert waren, war das "Improvisierte" eher peinlich. Von "USA - Antifa"-Rufen über "Vertreibt die Vertriebenen" (auch die, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen?) bis zur Beschimpfung der "Vertriebenen" als "Abschaum" war alles dabei.

Noch ein paar mehr Bilder gibt es unter:
 http://www.krasse-zeiten.de/foto.php?dir=heimat2003
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Ergänzungen

Nationalisten-Aufzug gegen Nationalisten

Maxx 07.09.2003 - 15:37
Teilgenommen haben etwa 100 Leute. Vermittlung der Inhalte war nur von einigen Wenigen geplant. Von ein paar Ausnahmen abgesehen, kann man schreiben: "Drinnen die deutschen Nationalisten, draussen die Anhänger verschiedener anderer Nationen incl. Stalins UdSSR und den USA"
Die Parolen waren peinlich, hohl und nicht vermittelbar, sollten es auch nicht sein.
Es hätte so viel Aktion und Aufklärung gemacht werden können. Schautafeln, Video-Projektionen, inhaltiche Reden, Flugblätter, inhaltliche Transparente. Aktivisten hätten sich in die Veranstaltung mischen können, um was zu machen. Doch dem größten Teil der 100 angereisten identitätssuchenden Selbstbestätigern ging es nicht um Verhinderung des Vertrieben-Kongresses oder gar Erreichen der Öffentlichkeit. Es ging einfach um Selbstinszenierung. Diese Zurschaustellung und Praktizierung dessen, was sich diese 100 Leute unter einer wünschenswerten Zukunft vorstellen offenbart die Abgründe der Gesellschaft, die Menschen zu solchen Freaks mutieren lässt.

Die Tatsache, daß ich mit einigen Leuten dennoch versucht hatte, was zu machen, wurde von Hardcore-Dogmaten mit sowas wie "Normalos sind alles Nazis, wer mit denen redet auch" quittiert.

Wann machen wir Schluß mit dem Scheiß?

child of anger 07.09.2003 - 19:25
Gute Frage, die Frage geht gleich zurück an den Absender. Die Frage ist doch warum diese ganzen Sekten sich da ausbreiten können, warum die autoritär-dogmatischen kommunistischen Israel"freunde" sich dort so in Szene setzen können (ohne jetzt Israel die Notwendigkeit als Schutzraum gegen Antisemitismus abzusprechen). Wenn immer nur eine Handvoll Leute zu den Vorbereitungstreffen kommt, wenn scheinbar niemand selber Transpis macht sich irgendwie einbringt, sondern stattdessen danach lieber Frustkommentare auf indymedia abläßt. Wie bitteschön soll es dann besser werden?!? Momentan sieht die Konsequenz so aus, daß näxtes Jahr die Sektierer und Spinner völlig unter sich sind, das hilft der Thematik aber kein bißchen, letztlich gehts darum den Revanchismus anzugreifen und zu kritisieren. Also kriegt euren Arsch hoch und bringt euch ein, wenn ihr was ändern wollt, wenn ihr die Außenwirkung der Linken nicht den Spinnern überlassen wollt.

Action speaks louder than words! Claims Fists!

Anmerkung

k 07.09.2003 - 23:19
Die meisten Leute aus "der Linken" schütteln eh bei Nationalfahnenschwenkern mit dem Kopf. Daher sollten wir die paar Hundert (oder wieviele das in Dtl. so sind) auch nicht immer so ernst nehmen und uns immer so darauf stürzen als ob sie die Antichristen ect. wären. Die Diskussionen die dann nämlich immer folgen, sind meist sinnlos und enden in persönlichen Beleidigungen.
Wenn Leute meinen das sie durch Israelfahnen schwenken wahre AntifaschistINen sind (was ansich ein löbliches Anliegen ist) oder durch wedeln mit sowj. Fahnen echte Kommunisten usw., dann sollen sie doch.
Wenn in einer Demo jemand so eine Fahne auspackt, dann geh ich halt ein paar Schritte weiter weg...irgendwann läuft die/der dann halt alleine....

Filmen von der Zivielstreife verboten.

Tosten.d 07.09.2003 - 23:32
Das Filmen auf die Berliner Polizei wurde mir von Zivielbullen verboten,das die bei einer kleinen
und sehr Friedlichen Demo überhaut da waren ist schon schlimm.Die Demo gegen den Tag der
Heimat in Berlin war mäßig.Ich als kritischer beobachter nehme mir das Recht überall und
die Polizei zu filmen.Die Nummer eines Blauen Klein Bus habe ich B-HX 1257.
Auffallend ist besonnders bei Autonomen Demos wollen die Bullen nicht gefilmt werden.

Tag der Heimat?

Spielt hier absolut keine Rolle 08.09.2003 - 17:23
Bei den Gegenaktivitäten zum Tag der Heimat beteiligten sich maximal 200 Personen. Dies lag massgeblich daran, dass die Aufrufer komplett aus dem antideutsch-imperialistischen Lager kamen. Mehrere Personen stellen hier Vermutungen auf, dass die Nationalflaggen, z.B. die israelische oder amerikanische bloss ne harmlose Provokation gewesen wäre. Dies muss von jedem aktiven Linken klar zurückgewiesen werden. Es ist eben nicht Provokation, sondern teil der reaktionär-imperialistischen antideutschen Politik. USA Fahnen neben Fahnen der Sowjetunion auf ein Transpi zu malen, so was lässtsich doch nicht vermitteln. Wäre das nicht ein so ernstes Thema müsste man über so viel Dummheit eigentlich lachen. Viel besser war die Musikauswahl bei der Demo. Slime, Anarchist Academy, etc. Ausserdem wurden auch Banda Bassotti gespielt. Alles Bands mit einem Mehr oder weniger ANTIIMPERIALISTISCHEN Anspruch. Gerade Banda Bassotti, die in Italien die bekannteste linksradikale Band ist, sind dafür bekannt, dass vsie sich in Songs und Interviews immer mit internationalen Befreiungskämpfen, wie Palästina, Baskenland, Kurdistan, etc. solidarisieren. Und solche Musik wird auf einer Demo gespielt, wo internationale Befreiungskämpfe als struktureller Antisemitismus diffamiert werden und und Staaten, die sich an imperialistischen Kriegen beteiligen als Befreier gelobpreist werden.

Im Anschluss zog noch der ein oder andere ( ich will nicht Linke sagen, denn das sind sie schon lange nicht mehr ) Nationalist durch die Strassen und entfernte Plakate, die den 11.09. in Chile zum Thema hatten. Der Putsch wurde damals massgeblich vom CIA getragen und unterstützt. Aber das entfernen der Plakate war schon richtig, Kritik an der USA/CIA ist ja auch nur struktureller Antisemitismus. Aufgrund dessen nochmals schöne Grüsse an den Ober-Antifa-Checker aus Weissensee.

mal was Inhaltliches

egal 09.09.2003 - 03:42
1. 2005 gibt es im Bonner Haus der Geschichte zum 50. Jahrestag der Vertreibung eine Große Ausstellung
das Stand unter anderem in einem sehr guten Artikel zum Thema "Zentrum"
in der Frankfurter Rundschau (ca. am 18.7.!?)

2. Es gab einen Redebeitrag zur "Gesellschaft für bedrohte Völker" (GfbV)
auch genannt "Gesellschaft für bedrohte Völkische"

Hier eine Ergänzung zum unten folgenden "Jungle world" Artikel

Zur GfbV einer der vielen fragwürdigen Organisationen im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte, gab es leider in der Vergangenheit recht wenig Kritisches.
Ich kenne nur einen Artikel von vor über 10 Jahren im Rechten Rand,
 http://www.der-rechte-rand.de/ als Trittin noch Mitherausgeber war.

Leider drehte sich der damalige Artikel auch fast ausschließlich um Tilman Zülch, dabei gibt es meines Wissens nochmindestens zwei weitere Prominente Mitglieder, die einiger Worte wert wären.

Da ist zum einen RUPERT NEUDECK, rasender Reporter, u.a. Korrespondent des Deutschlandfunks, unterwegs an allen Kriesenherden der Welt.
Gleichzeitig Gründer von Cap Anamur und
einer der Prominenten unterstützer der Steinbach/Glotz Bande !!!
 http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,259089,00.html
für das "Zentrum gegen Vertreibungen"

Dass das Projekt auch von Intellektuellen wie Daniel Cohn-Bendit, Ralph Giordano, Rupert Neudeck oder Julius Schoeps unterstützt wird, die sich mit ihrem Einsatz für die Völkerverständigung einen Namen gemacht haben
 http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel26/
 http://www.sueddeutsche.de/sz/politik/red-artikel2222/

als Zugabe Links zu Rupert Neudeck
 http://www.wdr.de/tv/gauck/index20011017.html
 http://www.gfbv.it/3dossier/isr-pal/neudeck.html
 http://www.sonntagsblatt.de/artikel/2000/17/17-s4.htm
 http://www.sonntagsblatt.de/artikel/2000/17/welcome.htm
 http://online.wdr.de/online/news2/katastrophe_worldtradecenter/capanamur.phtml
Neudeck Buch
 http://www.ndrinfo.de/ndrinfo_pages_std/0,2758,OID36308,00.html
Franz Alt über Neudeck Radikale Humanisten - Engagierte Christen
 http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/TV-Querdenker/qu99RadikaleHumanisten2.php
BAP Cap Anamur
"Rupert Neudeck ist vermutlich nicht nur für mich eine der bewundernswertesten Persönlichkeiten unserer Zeit. Was er an unbürokratischer Hilfe in allen möglichen Krisengebieten auf den Weg gebracht hat, verdient neben allerhöchstem Respekt auch immer wieder unsere finanzielle Unterstützung."
 http://www.bap.de/php/nbout.php3?bname=Links&page=1
 http://www.taz.de/tpl/.etc/nf/tms2
ein FotografInnen Portraits vom Promi
 http://heikerost.de/neudeck.htm
 http://www.jens-wunderlich.de/politik8.html

der zweite Prominente ist RÜDIGER NEHBERG
 http://www.ruediger-nehberg.de/
der keine Probleme damit hatte z.B. vor einigen Jahren mit den Führern der ZEGG Sekte Dieter Duhm + Sabine Lichtenfels zusammen im Berliner Esozentrum "Zeitlos Zentrum" Akazienstr. Schöneberg aufzutreten

 http://www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/26-1-dt.html
 http://www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/6-3-dt.html
3 Nehberg Yanomami Bücher
 http://www.gfbv.de/bestell/bestell5.htm

NUN DER JUNGLE WORLD ARTIKEL:

Globale Vertriebene
Seite an Seite mit der Regierung kämpft die Gesellschaft für bedrohte Völker für Frieden und Vertriebene. von jörg kronauer
Neurechts bis völkisch?« Tilman Zülch, der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, bleibt gelassen. »Das ist skurril«, meint der 64jährige Gründer der zweitgrößten deutschen Menschenrechtsorganisation zu dem Vorwurf, den Antifaschistinnen und Antifaschisten immer wieder an ihn und seine Organisation richten. Viele Konservative hielten ihn für einen Linken, fährt der Menschenrechtsaktivist fort, ein Sozialdemokrat habe ihn einmal gar verdächtigt, Kommunist zu sein. Nun plötzlich »neurechts bis völkisch«?

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist keine gewöhnliche Menschenrechtsorganisation. Nicht Einzelschicksale seien das Zentrum ihrer Aktivitäten, erklärt die Pressesprecherin des gemeinnützigen Vereins den Unterschied: »Wir wollen ethnischen und religiösen Minderheiten als Gruppen zu Hilfe kommen.« Das ist der Punkt, um den sich bei der Organisation aus Göttingen alles dreht: Das ethnische, völkische Kollektiv, dessen Rechte gestärkt werden sollen. Andere Menschenrechtsorganisationen stellen dagegen das Individuum in den Mittelpunkt, unabhängig von seiner biologischen Abstammung.

Nach ihrer Satzung kämpft die GfbV »gegen jeden Versuch, ein Volk, seine Sicherheit, sein Leben, sein Recht auf Eigentum und Entwicklung, Religion sowie seine sprachliche und kulturelle Identität zu zerstören«. Die Rede vom »Volk« als eigenständigem Wesen, das über ein eigenes Leben verfüge, eine eigene Identität sowie eigene Rechte beanspruchen dürfe, gehört zum Kernbestand völkischer Ideologie. In der GfbV wird sie teilweise in drastischer Form vertreten. So wirft die GfbV Südtirol der französischen Regierung »fortgesetzten Ethnozid« vor, weil sie die Dialekte regionaler Minderheiten nicht ausreichend fördere.

Unter dem Vorwand des Einsatzes für die Menschenrechte lässt sich völkisches Denken unauffällig transportieren. So unauffällig, dass die GfbV im März den Göttinger Friedenspreis erhielt. Dabei hat die europaweite Renaissance völkischen Denkens in den vergangenen 15 Jahren den Frieden nun wirklich nicht gefördert. Dass die GfbV jahrelang den Nato-Militäreinsatz im ehemaligen Jugoslawien propagandistisch vorbereitete, spielte für die Jury offenbar keine Rolle; wichtiger waren vielleicht ihre guten Kontakte zur Bundesregierung.

»Ich habe die Laudatio sehr gerne übernommen, weil ich die Gesellschaft für bedrohte Völker für eine außerordentlich wichtige Organisation halte«, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Uschi Eid (Grüne), bei der Preisverleihung.

Das Lob war ernst gemeint. Menschenrechte gehören zum Arsenal der deutschen Außen- und Machtpolitik. Sie ermöglichen es, sich in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten einzumischen, dienen dazu, missliebige Regierungen unter Druck zu setzen, und helfen im schlimmsten Fall – siehe Jugoslawien – bei der Legitimation eines Krieges. Menschenrechtsorganisationen, die im Ausland tätig sind, bieten sich da als Lieferantinnen von Beweismaterial an.

Die GfbV erfüllt diese Rolle durchaus. »Wir arbeiten immer wieder mit der Bundesregierung zusammen«, erklärt ihre Pressesprecherin und verweist auf »Beratungsgespräche« in Berlin. Dem Forum Menschenrechte, das sich zweimal jährlich zum »Gedankenaustausch« mit dem Außenminister trifft, gehört die GfbV an, sie rühmt sich eines guten Verhältnisses zur Vorsitzenden des Bundestags-Menschenrechtsausschusses, Christa Nickels (Grüne) und zur Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). In Joseph Fischers Kritik an der Menschenrechtslage in der Volksrepublik China erkennt die Göttinger Zentrale auch die eigene Vorarbeit wieder. Regierungsgegnerinnen und -gegner sehen darin jedoch ein Druckmittel des Außenministeriums gegen den potenziellen Weltmachtkonkurrenten aus Asien.

Mit Asien wird sich die GfbV wohl zunehmend beschäftigen müssen – jedenfalls erwartet dies das Auswärtige Amt. Als der damalige Staatsminister im Außenministerium, Ludger Volmer (Grüne), vor zahlreichen deutschen Nichtregierungsorganisationen am 25. Juni 2002 das neue Asien-Konzept der Bundesregierung vorstellte, stand auch ein Vertreter der GfbV auf der Teilnehmerliste. Zu dem Konzept, das sich an der Neuordnungspolitik auf dem Balkan orientiert, erklärte Volmer: »Dabei kommt Ihnen, den Vertretern der Nichtregierungsorganisationen, eine ganz besondere Stellung zu!« Die GfbV dürfte zufrieden sein.

Zufrieden ist sie, so ist aus Göttingen zu erfahren, auch mit den Plänen für ein Zentrum gegen Vertreibungen. »In der Weltgeschichte ist die Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa 1945 bis 1948 der schwerste Fall«, behauptete 1998 der damalige stellvertretende politische Leiter der GfbV, Andreas Selmeci. Kurz darauf forderte er in der nationalrevolutionären Zeitschrift wir selbst: »Vertreibung nicht länger dulden!«

Tilman Zülch beschwerte sich zur selben Zeit, das »Tribunal der Siegermächte« habe »Vertreibungsverbrechen an den Ost- und Sudetendeutschen« nicht verurteilt. Vor zwei Jahren forderte die GfbV-Generalversammlung die Bundesregierung auf, »auf europäischer und internationaler Ebene politische Schritte (zu) unternehmen, damit (…) sämtliche Gesetze und Verordnungen, durch welche die Vertreibung der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg angeordnet bzw. nachträglich legalisiert wurde, von den heutigen EU-Beitrittskandidaten im östlichen Mitteleuropa als historisches Unrecht anerkannt und aufgehoben werden«.

Während die GfbV auch mit einem Zentrum gegen Vertreibungen in Wroclaw einverstanden wäre, wie es etwa Günter Grass fordert, gehört Zülch seit drei Jahren zu den offiziellen Förderern eines Berliner Zentrums. Er hat inzwischen neben dem Bundesverdienstkreuz am Bande zwei hohe Auszeichnungen von Vertriebenenverbänden erhalten, ein strategisches Bündnis mit dem BdV scheint sich abzuzeichnen. Zülch sei »so etwas wie ein globalisierter Heimatvertriebener«, meint der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bernd Posselt liebevoll.

Die GfbV – neurechts bis völkisch? »Wer Menschenrechtsarbeit ernst nimmt, muss sich damit abfinden, dass er heute von links und morgen von rechts angefeindet wird«, erklärt Zülch. Morgen von rechts? Das wäre erstaunlich.

»Zülch gehört zu denjenigen Menschenrechtsaktivisten, die ihren Prinzipien über Jahrzehnte treu geblieben sind und die Dinge klar und offen beim Namen nennen«, schreibt der alternde Nationalrevolutionär Werner Olles anerkennend in der Jungen Freiheit. Die völkische Politik der Göttinger Menschenrechtsorganisation, die für ethnische Kollektive kämpft, sagt ihm zu.


NOCH WAS ZU RUPERT NEUDECK & CO
die Troika für Menschenrechte:
Russland verweigert Blüm, Neudeck und Wallraff Reise nach Tschetschenien 08. Jan 2003 14:20
 http://www.netzeitung.de/spezial/tschetschenien/221862.html
 http://www.wer-weiss-was.de/theme183/article1425161.html
10.01.2003 Auf eigene Faust
Hingehen, „wo die Sauereien sind“: Blüm, Neudeck und Wallraff kämpfen für die Menschenrechte
Von Christian Böhme
 http://www.guenter-wallraff.com/tagesspiegel1001.html

VISION FÜR DEN NACHKRIEGSIRAK
Deutsche Troika für einen Freistaat Kurdistan
Kurioser könnte die Dreierkoalition kaum sein: Der CDU-Politiker Norbert Blüm, der Journalist Günter Wallraff und der Hilfsorganisationsgründer Rupert Neudeck fordern gemeinsam, nach dem Krieg die Interessen der Kurden zu berücksichtigen.
Dabei schwebt dem Trio offenbar die Gründung eines "Freistaats Kurdistan" nach bayerischem Vorbild vor.
 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,241869,00.html

online Artikel und das "liebe Geld"

egal 09.09.2003 - 03:46
und da einer der in der Ergänzung erwähnten Artikel zum Thema, bei der SZ schon jetzt Geld kostet, hier schnell noch die Copie des Zweiten, bevor der auch kostenpflichtig wird:

Die Austreibung der Angst vor der Erinnerung
Schlechte Zeiten für den Dialog: In Polen und Tschechien wird der Streit um das „Zentrum gegen Vertreibungen“ immer bizarrer geführt
02.09.2003 von THOMAS URBAN

Schlechte Zeiten für die Aktivisten des deutsch-polnischen und des deutsch-tschechischen Dialogs. Die Stimmung verdüstert seit Monaten der Streit um ein „Zentrum gegen Vertreibungen“, wie es die gleichnamige Stiftung in Berlin aufbauen möchte. An deren Spitze stehen die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, und der ehemalige SPD-Vordenker Peter Glotz. Doch die CDU-Bundestagsabgeordnete Steinbach wird in Polen und Tschechien einhellig als Störerin der Versöhnung zwischen den Völkern angeprangert, denn ihr Projekt, heißt es, leugne die Verantwortung der Deutschen für den Zweiten Weltkrieg.


Es ist das erste Mal seit der Wende von 1989, dass fast alle Polen wie Tschechen einer Meinung sind: Es gilt, ein deutsches „Vertriebenenmuseum“ zu verhindern. Dass das Projekt auch von Intellektuellen wie Daniel Cohn-Bendit, Ralph Giordano, Rupert Neudeck oder Julius Schoeps unterstützt wird, die sich mit ihrem Einsatz für die Völkerverständigung einen Namen gemacht haben, berichten die polnischen und tschechischen Medien dagegen kaum – auch lassen sie Befürworter eines Dialogs mit den Vertriebenen kaum zu Wort kommen. Stattdessen reibt man sich an dem durchaus willkommenen Feindbild Steinbach. Ein Publizist fragte in der seriösen Tageszeitung Rzeczpospolita gar, ob sie als Kleinkind im Krieg möglicherweise mit Seife aus den Leichen polnischer KZ-Häftlinge gewaschen worden sei.


Die Zusicherungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer, ein Zentrum in Berlin nicht zu unterstützen, wurden als „gewonnene Schlacht in einem Krieg“ bejubelt. Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski schlug nun vor, ein Institut zur Erforschung von Vertreibungen in Sarajevo einzurichten – den Vorschlag verstanden allerdings auch besonnene polnische Publizisten als Versuch, den sperrigen Gegenstand mit dem Etikett „europäisch“ für immer zu entsorgen. Und Premierminister Leszek Miller, einst Mitglied der Betonfraktion der KP, nun angeschlagen durch zahlreiche Korruptionsaffären in seiner unmittelbaren Umgebung, wittert eine Chance, aus dem Umfragetief herauszukommen: In einer Fernsehansprache versprach er der Nation, die Steinbach’schen Versuche, „die Geschichte umzuschreiben“, energisch zu blockieren. Senatsmarschall Longin Pastusiak, der einst Bücher über die USA als größten Feind des Weltfriedens geschrieben hatte, nun aber für eine enge Anlehnung an Washington plädiert, erklärte gar, es habe überhaupt keine „Vertreibung“ gegeben, sondern eine „Aussiedlung“ auf Befehl und unter Kontrolle der Alliierten.


Pastusiaks Versuch der Geschichtsklitterung im alten Stil war indes auch eine schallende Ohrfeige für all die polnischen Historiker und Publizisten, die um Objektivität bemühte Studien über das Schicksal der Vertriebenen vorgelegt haben. Einige dieser Brückenbauer aus beiden Ländern beklagen sich nun, dass ihnen Schröder und Fischer ebenfalls in den Rücken gefallen seien. Der Prager Politologe Bohumil Dolezal meint etwa, die Berliner Politiker stellten sich faktisch auf die Seite der Nationalisten, „die die Geschichte verfälschen“.


Mit anderen Worten: In einer Zeit, in der von einem demokratischen Deutschland keine politische Bedrohung mehr ausgeht, dürfen die jungen Demokratien Polen und Tschechien auch düstere Kapitel der eigenen Geschichte nicht länger verdrängen. Es geht um fundamentale moralische Kategorien wie Kollektivschuld, Vergeltung, Rache, aber auch Sühne, Reue und Versöhnung. Politiker können und dürfen dabei nicht Schiedsrichter spielen.

Pressesammlung zur Zentrums Debatte

egal 09.09.2003 - 04:02
Beim Cancun-Kongress in Berlin  http://de.indymedia.org/2003/09/61199.shtml
auch am Samstag in Berlin
saß unter anderem
Olaf Zimmermann  http://www.olaf-zimmermann.de/
 http://www.gabriele-schulz.de/buch19.htm
vom Deutschen Kulturrat  http://www.kulturrat.de/
mit auf dem Podium

Er hat am 1.09.in der Welt seine Meinung zum Thema kundgetan:
"Streiten wir uns über das Wie - Das 'Zentrum gegen Vertreibungen' muss in Berlin errichtet werden"

dadurch bin ich auf die PRESSESAMMLUNG gestossen

 http://www.dki.antifa.net/inipa/ezgv-presse.html

der direkte Link zum Artikel

egal 09.09.2003 - 04:26
1.09.2003: Welt: Olaf Zimmermann: Streiten wir uns über das Wie - Das 'Zentrum gegen Vertreibungen' muss in Berlin errichtet werden
 http://www.welt.de/data/2003/09/01/162255.html

zur Frankreich-Fahne ...

antifa_rock 09.09.2003 - 14:18
... vielleicht sollte hier nochmal über Ressentiments gesprochen werden. Eines möchte ich jetzt hier näher beleuchten.

Die RAW, Frankreich und die USA

Als vor einigen Jahren innerhalb der Antifa einige Debatte hoch kamen, ist neben der organisatorischen Fehlersuche auch die inhaltliche Debatte zu Antifa-Themen in Bewegung gekommen. Eine der wichtigeren Ergebnisse dieser Debatte war die Anerkennung der Tatsache das neben der Sowjetunion gerade die Westalliierten die Niederlade des Nationalsozialismus halfen militärisch zu besiegeln.

Konsequenz kann nur sein dies auch zur Kenntnis zu nehmen und in der Realität umzusetzen. Sprich auf dem Transparent der RAW sind die wichtigsten Alliierten vertreten: Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich (leider leicht verdeckt). Wichtig zu erwähnen ist das noch viel mehr Länder sich an der Anti-Hitler-Koalition beteiligt haben: u.a. Kanada, Australien, Neuseeland, Indien ... usw.

Und nun noch zu den hässlichen Kommentaren hier:

1. Liebe FotografInnen von krasse Zeiten, die einzigste Frankreichfahne ist auf dem Transparent welches ihr hier am heftigsten diffamiert. Dem von der RAW.

2. Die Fahnen der Alliierten auf einer antinationalen Demonstration zu tragen hat nichts zwangläufig mit der uneingeschränkten Solidarität zu tun, sondern mit der tiefen Dankbarkeit das sie uns vom Nationalsozialismus befreit haben.

3. Wer nicht versteht, das auf einer solchen Demonstration auch Fahnen der CSR sowie von Israel getragen werden, dem sei die Lektüre von folgenden Texten empfohlen:

Antisemitismus und Antizionismus
 http://www.nadir.org/nadir/initiativ/gi/antisemitismus.pdf

Stalingrad der subjektive Faktor
 http://www.cafe-morgenland.com/subjekt.htm

Endlich heim ins Reich
 http://www.linkeseite.de/Texte/pdf/Casablanca.pdf

In diesem Sinne:

FIGHT.BACK >> DELETE GERMANY

Atombombe toll?

God Zille 09.09.2003 - 19:09
Japan wurde durch die Atombombe vom Faschismus befreit.
Finde ich deshalb Atombomben toll?
Frankreich hat eine Jahrhundertealte Kolonialgeschichte, die viel zum Entstehen bürgerlichen Rassismus beigetragen hat, der eine Grundvorraussetzung für den deutschen SChweinefaschismus war.
Oh, die UdssR und ihre Anarchistenschlächter Lenin und Trotzki, geschweige denn vom Diktator Stalin (Hitler Stalin PAkt etc) erwähne ich gar nicht erst.
Usa, ach ja, da war ja was mit paar Nillionen Sklaven und Südstaaten und Kuklux klan und irgendwo waren da ja noch Indianer, aber trotzdem danke USA.
Die Befreiung sah ja so aus: Als klar war, dass ein Kommunismus drohte hat man in den USA schleunigst die alten Faschisten installiert und ihnen Raum gegeben, ihren Staat wiederaufzubauen, siehe Kissinger.
Übrigens hat Deutschland den USA den Krieg erklärt, ansonsten hätten die USA wohl mit vergnügen zugeschaut, wie die gesamte dreckige Kommunistenbande UDSSR ins KZ gewandert wäre.
SCheiß Doofköpfe, die ihr seid.
HAuptsache jemand sooo toll finden, dass man ihm übher jede Leiche folgt. Das ist waahre treue, echt Deutsch.
völkisches Gesindel






demo gegen gfbv in gö

ichso 09.09.2003 - 23:00
Heho,
bevor ihr euch die Köpfe einschlagt, kommt doch einfach nach Gö zur Demo!
Links ist da wo keine Heimat ist! Völkische Ideologien bekämpfen, Zentrum gegen Vertreibung verhindern, GfbV schliessen!14 Uhr Platz der Synagoge, Göttingen
schaut mal unter den Aufruf an !!!
www.puk.de/aam

Soviel zu Slime, liebe Freunde

Propagandhi 10.09.2003 - 01:17
Yankees Raus (Slime - Yankees raus, 1984)

Refr.
USA - das Blut fließt durch sie, jeden Tag
USA - das Blut fließt durch sie, seit dem Tag, seit dem es sie gibt

Yankees raus, yankees raus
wir sind Millionen und schreien es raus
Amis raus

Also, spielt mal weiter schön SLIME auf euren Demos!
Ist nämlich ne böse Band.

Willkommen in der Gegenwart RAW und Menschen mit sog. antideutscher Gesinnung.
Seid ihr eigentlich Soziopathen?
Ist wirklich nur ne Frage, würde mich mal interessieren.

P.S
An alle, die Chile-Plakate abgerissen haben!
Schon mal von Plan Z gehört?
Nein, natürlich nicht, man müßte sich vermutlich sozialkritisch mit Chile und der ganzen Scheiße, die dort passiert ist, auseinandersetzen.
Doch ob die sensible, zarte Seele eines bekennenden Borgeoisie-Unterstützers so etwas verträgt?

Veranstaltungshinweis

Gegen Geschichtsrevisionismus 10.09.2003 - 02:12
Freitag, 24.10.03 17:30 in der Urania Berlin

Kriegskinder. Das Schicksal einer Generation: Bombennächte, Flucht, Vertreibung, Hunger und Tod

Hilke Lorenz, Journalistin und Autorin des gleichnamigen Buches, Stuttgart
Dr. Hans Koschnick, ehem. Bürgermeister von Bremen, und MdB

Geschichte | In Zusammenarbeit mit dem List-Verlag
In dunklen Zeiten geboren, im Bombenhagel aufgewachsen: Sie waren noch Kinder, und die Schrecken des Krieges waren ihr Alltag. Über ihre Erlebnisse zwischen 1940 und 1945 hat diese Generation bislang geschwiegen - jetzt ist die Zeit reif, sie zu befragen nach den Erfahrungen im Bombenkeller, den Erlebnissen nach den Ausbombungen, als diese Kinder mithelfen mußten, die Toten zu begraben. Nach den Erlebnissen während der Flucht aus dem Osten... Erfahrungen, die uns heute schier unvorstellbar erscheinen. Versäumen Sie nicht Hilke Lorenz im Gespräch mit Hans Koschnick, dem langjährigen Bürgermeister von Bremen, zu einem Tabuthema, das eine ganze Generation prägte.
Karten reservieren Normal: 5,00 €, Ermäßigt: 4,50 €, Mitglieder: 3,50 €

"spielt hier absolut keine Rolle" präziser!

Unwissender 10.09.2003 - 23:22
Verstehe ich recht: "Aber das entfernen der Plakate war schon richtig, Kritik an der USA/CIA ist ja auch nur struktureller Antisemitismus"? Ist es richtig Plakate, die an die Involvierung der USA, der CIA in den faschistischen Putsch erinnern, abzureissen? Wenn ich an die Ermordung tausender Kommunisten und Sozialisten erinnere und dabei Kissingers finstere Rolle bei diesem Putsch thematisiere bin ich Antisemit? Und der Typ, der die Plakate abreißt, kriegt noch ´nen Orden? Seid ihr in Weißensee eigentlich ein Haufen Irrer (Arschlöcher)? Bitte präziere. Die Linke muß wissen woran sie ist.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 26 Kommentare an

Wie jetzt???????????? — Hurz vom Pfurz

einfach peinlich — Martin

ohje ohje — judas

@judas — leo

Dark World — Propagandhi

@ LEO — hirnfrostfred

Für das Q-Kontinuum — Warhead

nicht verstanden — georg

@georg — tztz

@tztz — georg

@perkeo — georg

Ceske vlajky??? — zachy

kafka — Kafka

an die mods!!! — georg

@spielt hier keine Rolle — child of anger

@LEO 2 — hirnfrostfred

@LEO nr3 — hirnfrostfred

peinlich, peinlich — einer, der gar nicht mehr versteht