Bomben für die Sicherheit
...oder besser noch: für Frieden, Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit etc.
Jetzt ist es also amtlich. Das Verteidigungsminesterium hat klargestellt, dass das so genannte Bombodrom mitten in der Kyritz-Ruppiner Heide ab sofort militärisch wieder genutzt werden soll.
Jetzt ist es also amtlich. Das Verteidigungsminesterium hat klargestellt, dass das so genannte Bombodrom mitten in der Kyritz-Ruppiner Heide ab sofort militärisch wieder genutzt werden soll.
Die bisher 12 eingegangenen Klagen gegen den Bescheid vom Juni/Juli haben somit keine aufschiebende Wirkung und die Auseinandersetzung um den dann größten zusammenhängenden europäischen Schieß- und Bombenübungsplatz geht in eine völlig neue Runde.
Die BI´s haben bereits Angekündigt gegen diese Entscheidung mit allen rechtlichen Mitteln und mit zivilen Ungehorsam dagegen vorzugehen.
Durch die europaweite Bedeutung dieses Areals zur Umsetzung einer eigenständigen und starken militärischen Rolle in der Weltpolitik und den Zusammenhängen mit der Sicherheitsdoktrin im globalen Spiel der „großen“ westlichen Staaten, nach dem 11.September 2001, ergibt sich eine überregionale und über die BRD hinausgehende Symbolbedeutung.
Dieser ist sich eine große Anzahl von Aktiven in verschiedensten links-/alternativen und anarchistischen politischen Zusammenhängen leider noch immer nicht bewusst. So dass, bei aller BürgerInnenbeteiligung und einem mittelgut besuchten Aktionscamp in der vergangenen Woche immer noch eine Schwäche zeigte: Es gibt kaum radikalen Widerstand gegen dieses wichtige Strategiegebiet der herrschenden Machtpolitik.
Die zwischen Wittstock,Reinsberg, Neurupin und Mirow, ca. 100 km von Berlin entfernt und direkt an eine der schönsten Seengebiete Mitteleuropas gelegene Heide, mit Ihrer schrecklichen Geschichte des Kriegsübens, wird im Spiel um die Führungsrolle Deutschlands in Europa und Stärkung innerhalb der NATO völlig von den GlobalisierungskritikerInnen, einem erheblichen Teil der Friedensbewegung und natürlich der radikalen Linken übersehen. Jetzt wird es aber ernst, den Krieg beginnt mit dem Üben.
Nach über 10jährigem Kampf mit hunderten Veranstaltungen, zich Widerstandsspaziegängen und zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen können die nächsten Wochen entscheidend werden. Die größte BürgerInnenbewegung des Ostens droht eine herbe Niederlage oder ein neues Stück der Demokratieleh(e)re der BRD. Es gibt kaum Gebiete in der ehemaligen DDR, die über einen so langen Zeitraum eine eigenständige und in Zügen sehr emanzipatorisch, widerständige Politikkultur entwickelt und durchgehalten haben. Was bleiben wird, ist noch größerer Frust und Resignation, wenn keine breite internationale Unterstüzung kommt.
Eine sehr kleine Gruppe von eher radikalen Leuten aus Berlin, Hamburg und direkter Umgebung will in den kommenden Wochen mit kleinen, kunstvollen und etwas anderen Aktionen für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Kleine Ansätze konnte mensch in den vergangenen Tagen schon in und um der Heide beobachten.
Am sogenannten B-Day (der erste Bombentag) und an den Folgetagen (Wochenende) sind bereits weitreichendere Proteste und Aktionen angedacht und in Planung. Ein wenig vom Tag X der Antiatombewegung abgekupfert, soll es gewollte Störungen der Bombenveranstaltung geben. Es gibt auch Überlegungen und einen Aufruf, dass 200 kleine Gruppen über einen langen Zeitraum gezielt auf das Gelände gehen, um somit den Abwurf zu verhindern. Aber das sollte nicht nur eine Idee gewesen sein und schon gar nicht die letzte.
Der heutige Verteidigungsminister hat selbst einmal etwas unterschrieben, worin stand: dass eine Weiternutzung des Bombodroms zu einen irreparablen Schaden für das Demokratiebewußtseins der Menschen in der Region führen würde. Nun denn, dann zeigen wir was das heißt!!!!
Die BI´s haben bereits Angekündigt gegen diese Entscheidung mit allen rechtlichen Mitteln und mit zivilen Ungehorsam dagegen vorzugehen.
Durch die europaweite Bedeutung dieses Areals zur Umsetzung einer eigenständigen und starken militärischen Rolle in der Weltpolitik und den Zusammenhängen mit der Sicherheitsdoktrin im globalen Spiel der „großen“ westlichen Staaten, nach dem 11.September 2001, ergibt sich eine überregionale und über die BRD hinausgehende Symbolbedeutung.
Dieser ist sich eine große Anzahl von Aktiven in verschiedensten links-/alternativen und anarchistischen politischen Zusammenhängen leider noch immer nicht bewusst. So dass, bei aller BürgerInnenbeteiligung und einem mittelgut besuchten Aktionscamp in der vergangenen Woche immer noch eine Schwäche zeigte: Es gibt kaum radikalen Widerstand gegen dieses wichtige Strategiegebiet der herrschenden Machtpolitik.
Die zwischen Wittstock,Reinsberg, Neurupin und Mirow, ca. 100 km von Berlin entfernt und direkt an eine der schönsten Seengebiete Mitteleuropas gelegene Heide, mit Ihrer schrecklichen Geschichte des Kriegsübens, wird im Spiel um die Führungsrolle Deutschlands in Europa und Stärkung innerhalb der NATO völlig von den GlobalisierungskritikerInnen, einem erheblichen Teil der Friedensbewegung und natürlich der radikalen Linken übersehen. Jetzt wird es aber ernst, den Krieg beginnt mit dem Üben.
Nach über 10jährigem Kampf mit hunderten Veranstaltungen, zich Widerstandsspaziegängen und zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen können die nächsten Wochen entscheidend werden. Die größte BürgerInnenbewegung des Ostens droht eine herbe Niederlage oder ein neues Stück der Demokratieleh(e)re der BRD. Es gibt kaum Gebiete in der ehemaligen DDR, die über einen so langen Zeitraum eine eigenständige und in Zügen sehr emanzipatorisch, widerständige Politikkultur entwickelt und durchgehalten haben. Was bleiben wird, ist noch größerer Frust und Resignation, wenn keine breite internationale Unterstüzung kommt.
Eine sehr kleine Gruppe von eher radikalen Leuten aus Berlin, Hamburg und direkter Umgebung will in den kommenden Wochen mit kleinen, kunstvollen und etwas anderen Aktionen für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Kleine Ansätze konnte mensch in den vergangenen Tagen schon in und um der Heide beobachten.
Am sogenannten B-Day (der erste Bombentag) und an den Folgetagen (Wochenende) sind bereits weitreichendere Proteste und Aktionen angedacht und in Planung. Ein wenig vom Tag X der Antiatombewegung abgekupfert, soll es gewollte Störungen der Bombenveranstaltung geben. Es gibt auch Überlegungen und einen Aufruf, dass 200 kleine Gruppen über einen langen Zeitraum gezielt auf das Gelände gehen, um somit den Abwurf zu verhindern. Aber das sollte nicht nur eine Idee gewesen sein und schon gar nicht die letzte.
Der heutige Verteidigungsminister hat selbst einmal etwas unterschrieben, worin stand: dass eine Weiternutzung des Bombodroms zu einen irreparablen Schaden für das Demokratiebewußtseins der Menschen in der Region führen würde. Nun denn, dann zeigen wir was das heißt!!!!
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Ergänzungen
schon an das 2+4 abkommen gedacht?
zitat nd 4.8.03:
"(...)Die Sowjetunion bestand jedoch darauf, dass das Gebiet der DDR einem Sonderstatus unterworfen werde. Zwar sollten nach Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus Deutschland Bundeswehreinheiten, die in der NATO integriert sind, auch in den neuen Bundesländern stationiert werden können. NATO- Verbände anderer Staaten sollten diese Möglichkeit jedoch nicht erhalten. (...)" vgl. dazu Art.5 des 2+4 Abkommens.
Weiterhin beging der Bundesverteidigungsminister, laut nd, wortbruch als er 1998 feierlich versicherte, eine spd regierung würde den bombenabwurfplatz nicht wieder in betrieb nehmen.
Artikel
Da kommt auch noch einmal der heimatschützende standortverherrlichende Ton heraus, statt einfach zu sagen: Scheiß Armee, Scheiß Staat o.ä. Aber nein.
Und ob es nun Regelungen im 2+4 Vertrag gibt oder nicht und ob Struck gelogen hat oder nicht. Das unterstellt doch nur, dass man auf die Regierung setzt und sie längst als solche akzeptiert, Hauptsache, sie macht auch, was sie verspricht...das nenne ich Untertanengeist.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Das zeigt es wieder — hehe
Ja, klar für Demokratie, was sonst... — Neuruppinerin
@ Neuruppinerin — NoKommies
@ No Kommies — Neuruppinerin