Die Hitze und der Knast

Thomas Meyer-Falk 06.08.2003 13:05 Themen: Repression
Die Hitze und der Knast
Die Hitze und der Knast

Es wird ungewohnt heiß hier – mach eineR wird sich noch dunkel erinnern, dass ich 1998/99 beklagte mir wäre es hier in der Isozelle in der Vollzugsanstalt Bruchsal zu kalt. So schnell ändern sich die Bedürfnisse, zur Zeit wird es hier 30, 32, 35 Grad heiß, zumal wenn den ganzen Tag die Sonne in die Zelle scheint und mir die Vorhänge nicht genehmigt werden.

Aber wozu gibt es Ventilatoren!? Genau! Diese sind hier gestattet und viele Gefangene lassen sich sogar die kleine Luke in der Mitte der Zellentüre aufschließen, damit es einen Durchzug gibt. Alles das gibt es für hiesige Insassen. Für alle? Nein, nicht für alle.

Schon Anfang Juni 2003 beantragte ich einen Ventilator, Bezahlung durch Dritte. Am 10.06.03 mußte ich an das zuständige Gericht schreiben, Klage einreichen, denn die bekannte Gefängnisjuristin, Oberregierungsrätin X weigerte sich, meinen Antrag zu bewilligen.

In ungewöhnlicher Eile entschied schon am 25.07.03 ein erstaunlich verständnisvoller Vorsitzender Richter SCHMIDT (Landgericht Karlsruhe) zu Az. 151 StVK 225/03:

„Die Vollzugsanstalt Bruchsal wird verpflichtet, dem Antragsteller den Erwerb eines in der
JVA Bruchsal allgemein zugelassenen Ventilators, dessen Kaufpreis durch den Vater des
Antragstellers bezahlt werden darf, sowie den Besitz des Ventilators im Haftraum zu
Gestatten.“

16 Seiten umfasste der Beschluß, der Richter hatte sich Mühe gegeben… und die Temperaturen steigen weiter! 36, 38, 40 Grad. Einstweilen bleibt mir aber nur übrig, mir vermittels der Blätter des Beschlusses Luft zuzufächeln, denn selbstverständlich bekam ich bislang keinen Ventilator. Wer solle schließlich den Strom bezahlen?! Das müsse ich schon tun…och, der Herr Meyer-Falk hat dafür kein Geld, das tut uns aber leid, dann klagen Sie doch wieder vor Gericht, Herr Meyer-Falk. Schönen Tag noch!

Wieder einmal ein illustres Beispiel aus der Vollzugspraxis! Allzeit ein schattiges Plätzchen und etwas Kühles zum trinken. Ihr und Euer
Thomas Meyer-Falk, c/o JVA Z. 3117, Schönbornstraße 32, D-76646 Bruchsal, Germany
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Ergänzungen

...

lana 06.08.2003 - 16:25
geht´s den wirklich darum ob thomas nun den ventilator kriegt oder die vorhänge?
die sache ist einfach mal die das diese oberstadträtin ihn aufs übelste schikaniert, und das ist wieder nur ein beispiel wie sie versuchen ihn weichzukochen (diesmal leider im wahrsten sinne des wortes), denkt doch mal an seine beiträge zu zwangsarbeit, fernstudium und hofgang sowie die tatsache das er seit in isohaft sitzt.
und deswegen finde ich es auch umso bewundernswerter dass er das seit jahren durchsteht und nicht aufgibt.
alles gute und viel erfolg weiterhin!

Viel Kraft und Liebe

Zum Glück kein Inhaftierter 06.08.2003 - 17:02
Zunächst mal, wir sind draussen für euch!
Wir haben weder Dich noch andere da drin vergessen!


Ich hoffe Du stehst das alles so gut wie irgendmöglich durch und behältst dir so viele deiner Eigenschaften wie du kannst!

Ich hoffe auch dass die Schikanen dich nicht brechen werden!


Der Ventilator den sie Dir nicht geben wollen, ist da ja "nur" eine weitere Umdrehung an den Daumenschrauben die sie dir angelegt haben, aber bleib stark, hartnäckig und widerständisch!

mit vollem Respekt für deine schon bewiesener Stärke
einer der auch für dich draussen ist

Wegen was sitzt Thomas

Asus 06.08.2003 - 23:21
Ja, ich weiss, keine richtige Ergaenzung. Wegen was sitzt Du denn, Thomas? Politischer Gefangener, nehme ich an, aber ein paar Infos dazu waeren gut.

Das ist Thomas Meyer-Falk

leser 07.08.2003 - 00:00
Thomas ist ein politischer Gefangener!!!

Thomas ist ein, wegen Banküberfalls, seit ´97 inhaftierter Redskin, er beging diese "Tat" aus Gründen der Geldbeschaffung für den antifaschistischen Widerstand und nicht um sich selbst zu bereichern. Vor Gericht sowie hinter Gittern hat Thomas niemals seine Einstellung und Szene verraten, noch sie für bessere Haftbedingungen verkauft! Er verdient deshalb unsere uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung! Seine Haftbedingungen in der JVA Bruchsal sind mehr als Schickane, Fenster die nicht richtig schließen, eine unnötig übereifrige Postzensur, tägliche Zellenkontrollen wobei er sich vor den Justizsklaven ausziehen muß, das alles verbunden mit den Errungenschaften der Justiz, der Isolationshaft.Thomas blieb und bleibt seiner antifaschistsischen Ansicht treu und wird dadurch massiven Repressionen durch die Knastleitung und der Klassenjustiz ausgesetzt, unsere Aufgabe hier draussen besteht in der mentalen Unterstützung, wir müssen seinen Fall öffentlich machen und ihm zeigen das er nicht allein gelaßen wird! Schreibt ihm Briefe, schreibt an die Zuständigen Behörden und beschwert euch wie diese mit ihm Umgehen, fordert sie auf Umgehend für bessere Haftbedingungen zu sorgen! Nicht nur Thomas wird durch diese faschistoide Justiz schikaniert, auch wir als seine Freunde und Genossen haben Tagtäglich mit VS und anderen Justizsklaven ärger, Briefe werden völlig Sinnlos einbehalten, Kontaktverbote zu Genossen aus Innsbruck (Österreich) und Dijon (Frankreich) sind bis jetzt trauriger Höhepunkt. Wir dürfen uns nicht von der Gewalt der Justiz den Mut nehmen lassen und müssen weiterhin für Thomas seine Rechte kämpfen!!!!

International wird sich für ihn eingesetzt, es wird bald eine Demo in Bruchsal für ihn stattfinden, also haltet die Augen nach weiteren Infos dazu auf!

Wer Thomas schreiben will kann das unter folgender Adresse:

Thomas Meyer Falk JVA Bruchsal Schönbornstr.32 Bruchsal 76646



Wer sich über die Haftbedingungen beschweren will, dann hierher wenden:

Petitionsausschuß des Landtages Konrad Adenauer Str.3 Stuttgart 70173

Weitere Informationen erhaltet ihr bei Anarchist Black Cross Innsbruck oder auf den Seiten der Antifa Bensheim!!!!!

Folgendes Flugblatt wurde von der JVA Bruchsal VERBOTEN, auch der Kontakt zu unseren Genossen Rainer Dittrich und Thomas ist problematisch, so wurde ein Brief an Thomas von Rainer einbehalten, ihr könnt die Begründung des herrn Ruder der für diesen Scheiß Verantwortlich ist nach dem Flugblatt nachlesen.

STAY RUDE STAY RED STAY SKINHEAD

MASSIVE REPRESSIONEN GEGEN INHAFTIERTEN REDSKINmstheme-->

Dennoch kann mensch auch wenn mensch derart unter Druck gesetzt wird seine politische Identität behalten und weiterkämpfen! (- Thomas Meyer-Falk - )
, ein Redskin wurde 1996 in Deutschland wegen eines Banküberfalls zu einer Haftstrafe verurteilt, deren Ende auf 2010 festgesetzt ist. Dennoch erhielt er als “Zulage” die Sicherungsverwahrung, d.h. auch nach 2010 wird er weiterhin interniert bleiben. Thomas hat nie der antifaschistischen Idee abgeschworen und für seinen Idealismus und seine feste Überzeugung auch etliche Sondermaßnahmen hinnehmen müssen: ein Fernstudium an einer Uni wurde abgelehnt (mit der Begründung, daß er dieses Wissen gegen den Staat einsetzen könnte); mehrmals pro Woche körperliche Durchsuchungen mit nackt ausziehen vor Beamten; tägliche Zellenrazzia; kein Zeitungsbezug; Verbot Pakete zu empfangen; alleine Gefängnishof; strenge Isolationshaft (angeblich wegen Gefahr einer Geiselnahme, zwecks Befreiung); keine Teilnahme am Gefängnisgottesdienst; strenge Zensur der ein-/ausgehenden Post usw.
Thomas Meyer-Falk sitzt derzeit in einer mit Stahlboden versehenen Sicherheitszelle, in welcher die Fenster aus morschem Holz sind und nicht dicht schließen. Dazu wird seine Zelle nur einige wenige Stunden pro Tag geheizt, den Rest des Tages muß er frierend in einer kalten Zelle verbringen. Thomas leidet an chronischer Bronchitis (ist Nichtraucher!) und so trifft ihn diese Form der Unterbringung natürlich besonders heftig. Außerdem ist es ihm fast unmöglich am Zellentisch zu sitzen, da er ständig friert. So werden Aktivitäten wie Schreiben und Lesen sehr erschwert, was somit auch seine politischen Aktivitäten einschränkt. Auf ein Protestschreiben an das Parlament, hat dieses Thomas mit folgenden Worten geantwortet: “Dem Petenten kann nur dringend empfohlen werden, seine Grundhaltung zur gesellschaftlichen Ordnung in wesentlichen Punkten zu überdenken.”

Thomas Situation hat sich in den letzten 2 Monaten wesentlich verschärft. Er ist einer ständigen Repression durch die Anstaltsleitung ausgesetzt, die sich mittlerweile auch auf andere GenossInnen und FreundInnen außerhalb der Knastmauern ausgeweitet hat, die sich mit ihm solidarisch erklärt haben. So wurde von der Direktion der JVA Bruchsal die Aussendung des Flugblattes “Schluß mit den untragbaren Haftbedingungen von Thomas Meyer-Falk” (von ABC Innsbruck hergestellt) untersagt. Außerdem soll sich die Kriminalpolizei bei der Anstaltsleitung beschwert haben, daß ein Gefangener weiterhin politisch tätig sein kann.Am 1. Februar 2000 wurde ein Brief von Thomas an ABC Innsbruck zurückgehalten, mit der Begründung, daß er “möglicherweise” in diesem zu Straftaten für den 2. August 2000 aufrufen könnte. ABC Innsbruck hat gemeinsam mit Thomas Meyer-Falk für den 2.8.00 einen internationalen Protesttag geplant.

Einem Schreiben von ABC Innsbruck an Thomas vom 31. Januar 2000 wurden alle Beilagen konfisziert, und der Brief selber in Kopie zu den Akten der Justiz gelegt, scheinbar um “Straftaten zu verhindern oder zu verfolgen durch welche die Sicherheit oder Ordnung der Anstalt gefährdet werden”. ABC Innsbruck hat daraufhin eine Anzeige bei dem Landesgericht in Stuttgart eingebracht.

Ein weiterer Brief von ABC Innsbruck an Thomas vom 15. Februar 2000 wurde bis auf den Umschlag gleich ganz beschlagnahmt, mit der Begründung, daß der Brief das “Ziel des Vollzuges Sicherheitsordnung der Anstalt gefährde und zudem grob entstellte Tatsachenbehauptungen über Anstaltsverhältnisse” enthalte. Thomas wurde der leere Briefumschlag von einem grinsenden Schließer ausgehändigt. Ferner wurde eine Kopie der “Entfesselt” (ABC Info Bulletin, Ausgabe #3) konfisziert, obschon es für die Zustellung dieser Zeitschrift seit längerem eine gerichtliche Genehmigung gibt.
Zusätzlich zu dieser eindeutigen Postzensur zwischen ABC Innsbruck und Thomas Meyer-Falk wurden weitere Briefe von ihm an andere GenossInnen zurückgehalten, bzw. deren Briefe konfisziert, weil er “nach hiniger Ansicht zu Straftaten anstifte” und AnarchistInnen im In- und Ausland für seine “vollzugsfeindlichen Ziele einspanne”.
Der Briefkontakt zwischen ABC Dijon und Thomas Meyer-Falk wurde dann mal gleich gänzlich untersagt. Die GenossInnen aus Dijon vermuten, daß dies mit ihrer Soli-Aktion vor einigen Monaten zu tun hat. Sie hatten nämlich aus Solidarität mit Thomas das deutsche Konsulat in Dijon besetzt, und den Konsul dazu “gebracht” ein Protestfax an den deutschen Justizminister zu schicken.
Der Briefkontakt zu Thomas ist durch diese Geschehnisse auf schwerste eingeschränkt, weil es fast nicht mehr möglich ist über politische Themen und Ansätze zu diskutieren und über seine Haftbedingungen zu berichten. So mußte ABC Innsbruck von einem anderen Gefangenen aus England erfahren, daß Thomas scheinbar per Gericht jeglicher Briefkontakt zu politischen Gruppierungen untersagt wurde.

Wir sehen in dem Vorgehen der deutschen Justiz- und Knastbehörden einen eindeutigen Angriff auf das Recht der freien Meinungsäußerung und eine
erhebliche Einschränkung der so gerne hochgehaltenen Menschenrechte. Es reicht den Herrschenden scheinbar nicht aus Menschen physisch einzusperren, sondern sie wollen auch noch deren Kampfgeist brechen und ihrer politischen Ansichten berauben. Außerdem betrachten wir dies als gezielten Angriff auf unsere anarchistischen und antifaschistischen Strukturen und Zusammenhänge. Es ist eindeutig das Ziel einen politischen Aktivisten, welcher auch unter massivster Repression seine politischen Ansichten nicht verrät, mundtot zu machen und die Solidarität mit ihm einzudämmen. Während inhaftierte Nazis weiterhin ihre menschenverachtenden Postillen frei beziehen dürfen, werden Gefangene aus dem linksradikalen Widerstand schikaniert und all ihrer Rechte beraubt. Wir lassen uns von den Herrschenden das Maul nicht verbieten, und unsere Solidarität mit denen, die für uns hinter Gitter sitzen, nicht einengen.

Bitte schreibt dringend Protestbriefe- und faxe an die folgenden Empfänger und fordert eine Verlegung von Thomas Meyer-Falk (Zelle 3177, JVA Bruchsal) in eine geheizte Zelle und eine Auflockerung seiner strikten Haftbedingungen, primär der Aufhebung der Postzensur. Lobenswert wäre es auch Protestbriefe an die jeweiligen deutschen Botschaften und Konsulate zu verschicken, bzw. Protestkundgebungen vor diesen abzuhalten. Bei Anarchist Black Cross Innsbruck ist auch eine Soli-Postkarte gegen Portounkosten erhältlich.

Thomas Meyer-Falk
JVA Bruchsal
Zelle 3117
Schönbornstr. 32
76646 Bruchsal
Deutschland

GEGEN ISOLATIONSHAFT UND STAATSTERRORISMUS!

FÜR EINE STARKE, SOLIDARISCHE ANTIFASCHISTISCHE UND ANARCHISTISCHE BEWEGUNG,
ÜBER ALLE MAUERN HINWEG!

Text verfaßt von Anarchist Black Cross (ABC) Innsbruck. Kontakt zu ABC Innsbruck unter folgender Adresse:
LOM
Postlagernd
6024 Innsbruck
Austria
e-mail:  abcibk@hotmail.com

Deutschland: Briefkontakt zwischen 2 politischen Gefangenen
> behördlich
>
> eingestellt
>
>
> Am 9. Maerz 2001 hat der kommunistische Gefangene Rainer
> Dittrich, der
>
> seit einiger Zeit mit dem inhaftierten Redskin Thomas Meyer-Falk
> in
>
> Briefkontakt ist, das nachfolgende Schreiben erhalten. Es handelt
> sich
>
> hier um einen weiterer repressives Vorgehen der deutschen
> Behoerden
>
> gegen politische AktivistInnen. Der Kontakt zwischen Thomas
> Meyer-Falk
>
> und GenossInnen ist in der Vergangenheit mehrermals behoerdlich
>
> eingeschraenkt und untersagt worden.
>
>
> SCHLUSS MIT DEM STAATSTERRORISMUS !!!
>
> WEG MIT DER STAATLICHEN ZENSUR !!!
>
>
> "JVA Bruchsal
>
> 19.2.01
>
> (Eingangsstempel JVA Luebeck,21.2.01)
>
>
> an den Leiter der JVA Luebeck,
>
> AZ: gefbnr.: 1998/00337/3
>
>
> Schriftwechsel zwischen dem Strafgefangenen Thomas Meyer -
> Falk (JVA
>
> Bruchsal) und Rainer Dittrich (JVA Luebeck)
>
> hier:Anhalteverfuegung vom 15.2.01
>
>
> Anlage: Brief des Strafgefangenen Rainer Dittrich vom 8.2.01 an
> den
>
> Strafgefangenen Thomas Meyer - Falk
>
>
> Das Schreiben des Strafgefangenen Rainer Dittrich vom 8.2.01
> wurde am
>
> 15.2.01 nach § 31 Abs.1 Nr. 1. Stvollzg wegen Gefaehrdung des
>
> Vollzugsziels, der Sicherheit und Ordnung der Anstalt, nach § 31
> Abs.1
>
> Nr.3 Stvollzg wegen grob unrichtiger oder erheblich entstellender
>
> Darstellung von Anstaltsverhaeltnissen und nach § 31 Abs.1 Nr.5
>
> Stvollzg wegen Gefaehrdung der Wiedereingliederung eines
> anderen
>
> Gefangenen, angehalten.
>
>
> Der Umschlag und die im Briefumschlag befindlichen 3 Briefmarken
> zu je
>
> 1.10.-Dm wurden dem Strafgefangenen Meyer - Falk
> ausgehaendigt.
>
> Die Strafgefangenen Thomas Meyer - Falk und Rainer Dittrich
> schreiben
>
> sich regelmaessig. Bei der UEberwachung des Schriftwechsels
> des
>
> Strafgefangenen Meyer - Falk ist dabei aufgefallen, dass der
> Gefangene
>
> Dittrich ebenso wie der gefangene Meyer - Falk eine besonders
>
> ausgepraegte vollzugsfeindliche Haltung an den Tag legt.
>
>
> In dem angehaltenen Schreiben fuehrt der Gefangene Dittrich u.a.
>
> woertlich aus:
>
> "die Antworten aus dem Sumpf deutscher Gerichte machen dann
> immer
>
> wieder klar, worin die Kontinuitaeten bestehen. Die
>
> Rechtsnachfolgerschaft des deutschen Nazifaschismus in der BRD
>
>
>
> heutiger Tage ist schlicht woertlich zu nehmen. Solange wir
> Gefangene
>
> aber den begonnenen Kampf nicht aufgeben und uns nicht beugen
> oder gar
>
> brechen lassen in den UEberzeugungen, - solange werden uns
> allen auch
>
> diese "Begruendungen" und "Stellungnahmen" in den
> Beschluessen
>
> der Feindseite nicht wirklich beruehren. Sie werden im Gegenteil
>
> einiges an Kraft mobilisieren in uns und in jenen Menschen
> draussen,
>
> die uns unterstuetzen, Thomas. Es kann also immer nur darum
> gehen, die
>
> Angriffe der imperialistischen Bestie politisch zu bewerten und
>
> angemessen politisch darauf zu reagieren und niemals darum,
> diese
>
> Angriffe auf uns persoenlich zu nehmen und damit die
> eigentlichen
>
> Kaempfe entpolitisieren zu lassen. solange wir diesen Weg
> einhalten,
>
> sind wir nie zu schlagen. Weder als Individuum - noch als
> politische
>
> Kollektive."
>
>
> An einer anderen Stelle des Briefes schreibt der Gefangene
> Dittrich:
>
> "eine unserer vorrangigen Aufgaben als revolutionaere Gefangene
>
> besteht u.a. darin, genau dieses Prinzip aufrecht zu erhalten und
>
> dadurch nach draussen zu mobilisieren, lieber Thomas. Und dieser
>
>
>
> Pflicht, dieser revolutionaeren Aufgabe kommst du in
> hervorragender
>
> Art und Weise nach."
>
>
> Schliesslich ist auch folgende Passage von Bedeutung:
>
> "was ich oben geschrieben hab, gilt ja umso mehr fuer mich selber
>
> auch. also werde ich den gestellten Aufgaben und bestehenden
> Pflichten
>
> nachkommen und den Kampf weiterfuehren. Kein Schritt zurueck,
> nicht
>
> einen Millimeter zurueck, Thomas."
>
>
> Nach hiesigem dafuerhalten will der Absender des Briefes den
>
> Gefangenen Meyer - Falk in zunehmend heftiger werdender Weise
> in
>
> seiner vollzugsfeindlichen Haltung bestaerkenden. Er ermuntert den
>
>
>
> Gefangenen Meyer - Falk geradezu, dessen vollzugsfeindliches
> Umfeld so
>
> wie der Absender fuer diese vollzugsfeindlichen Ziele
> einzuspannen.
>
> Sowohl der Strafgefangene Dittrich als auch der Strafgefangene
> Meyer -
>
> Falk versuchen offensichtlich, sich in ihrem jeweiligen Umfeld als
>
> Opfer und Maerthyrer einer politischen Justiz darzustellen, obwohl
>
> beide Gefangenen wegen Straftaten verurteilt sind, die keinen
>
> politischen Hintergrund haben. Das Vollzugs - und
> Behandlungsziel,
>
> naemlich das Abstand nehmen von kriminellen Taten und einer
>
> kriminellen Haltung bei dem wegen massiver Gewalttaten
> abgeurteilten
>
> Gefangenen Meyer - Falk, koennte durch die unbeanstandete
>
> Weiterleitung des angehaltenen Briefes an den Empfaenger noch
> weiter
>
> gefaehrdet werden.
>
>
> Der Gefangene Meyer - Falk hat in der Vergangenheit bereits
> mehrfach
>
> unbeteiligte dritte, Vollzugsbedienstete der Vollzugsbehoerde und
> der
>
> Aufsichtsbehoerde sowie zahlreiche Politiker beleidigt und bedroht.
>
>
>
> Zudem hat es der Strafgefangene Meyer - Falk schon einmal im
> Dezember
>
> 1999 fertig gebracht, dass eine Gruppe von Personen in Begleitung
> von
>
> zwei Hunden in die Raeumlichkeiten des Honorarkonsuls der
>
> Bundesrepublik in Dijon eingedrungen waren und die dortigen
>
> Mitarbeiter zur Absendung von Protestschreiben wegen der
>
> Haftbedingungen des Gefangenen Meyer - Falk gezwungen hatten.
>
>
> Nach alledem musste das Schreiben gem. § 31 Abs. 1 Nr.1, Nr.3
> und Nr.5
>
> Stvollzg angehalten werden.
>
>
> Es wird gebeten diese Anhalteverfuegung dem Gefangen Dittrich in
>
> geeigneter Weise zu eroeffnen und den angehaltenen Brief an den
>
> Absender zurueckzugeben.
>
>
> Zur Pruefung einer weitergehenden Massnahme nach § 28 Abs.2
> Stvollzg
>
> wird um kurze Mitteilung zum Vollzugsverhalten des Gefangenen
> Dittrich
>
> gebeten.
>
>
> mit freundlichen Gruessen
>
> i.A.
>
> Ruder
>
> Regierungsassessor"
>
>
>
> Rainer Dittrich
>
> Marliring 41
>
> D - 23566 Lübeck
>
>
> Thomas Meyer-Falk, Zelle 3177
>
> Schönbornstrasse 32
>
> D - 76646 Bruchsal



weiss denn vielleicht eine(r)....

antifa-skinhead 07.08.2003 - 14:44
...von euch flöten, wann die solidemo am knast in bruchsal stattfindet!
´ne info hierüber würd mich freuen, im gegensatz zu dem quark, der weiter oben grade abgeht!

solidarische grüsse an thomas!

KEEP ON KEEPIN ON - THE POWER IS YOURS!

@ antifa-skinhead

Leser 07.08.2003 - 15:35
Hi Du,
Der Text ist leider nicht aktuell, ich habe ihn herausgegoogelt - aber wenn ich was von einer Thomas Meyer-Falk Demo erfahre, werd ich einen Ausführlichen Beitrag dazu schreiben.

mit antifaschistischem Gruß
Leser

Webseite von Thomas

a 17.01.2004 - 01:35

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Vorhänge? — nada

Geschickt — Nasenbär

ganz geschickt... — Freudeschönergötterfunken

Oh man! — Nasenbär