Pluralismus auf Grenzcamp
Pluralismus auf Grenzcamp:Kommunismus unerwünscht!
AntikommunistInnen klauen kommunistisches Banner!
AntikommunistInnen klauen kommunistisches Banner!
Pluralismus wird in der autonomen Linken allgemein sehr groß geschrieben. Das geht sogar so weit, dass selbst Zeitschriften wie die Bahamas, die offen nationalistische, rassistische und sexistische Positionen vertreten, auf einem Kongress, der im Rahmen des antirassistischen Grenzcamps stattfand, vertrieben werden konnten. Diejenigen, die sich davon gestört oder diskriminiert (z.B. einige nicht-Weiße) fühlten, befanden sich in der Minderheit und wurden auf irgendwelche Plenas verwiesen, die darüber zu entscheiden hätten, ob der Vertrieb solcher Publikationen unter die Zensur falle.
Dass diese Toleranz ihre Grenzen hat, musst nicht nur die rechts-konservative Organisation Pro Köln am Samstag erfahren (was wir in diesem Fall selbstverständlich begrüßen). Auf einer Grenzcamp-Kundgebung sonntags am Kölner Dom kam es bereits zu verbalen Angriffen gegen uns. Wir verstehen uns als Teil einer kommunistischen Bewegung, die ihre positiven Bezugspunkte in der Pariser Kommune, in den Anfängen der Sowjetunion unter Lenin sowie in der guevaristischen Guerilla aus Lateinamerika sieht und die unter dem Stalinismus zerschlagen und von der linken Sozialdemokratie (v.a. Stalinismus und Trotzkismus) vereinnahmt und entstellt wurde. Dass wir uns in die politische Tradition der ursprünglichen KPs stellen (Luxemburg, Liebknecht, Lenin, Bordiga), haben wir dies durch keine andere Fahne als die der russischen Revolution zum Ausdruck gebracht, die später leider auch durch den Stalinismus vereinnahmt wurde. Auch nach dem Ende des Staatsdirigismus sind Hammer und Sichel und die rote Fahne Symbol weltweiter proletarischer Kämpfe und werden bei Fabrikbesetzungen, Streiks etc. gezeigt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Proletariat als Klasse auf dem Camp gar nicht vertreten ist, oftmals sogar vom Kleinbürgertum anti-proletarische Positionen vertreten werden.
Die Reaktionen auf unsere Fahne waren absurd: Manche fanden Fahnen generell irgendwie doof, sprachen aber natürlich nur uns und nicht anarchistische FahnenträgerInnen an, andere äußerten ihren Antikommunismus ganz offen („ich mag keine Kommunisten“), manche verbanden das Sowjetbanner statt mit dem Kommunismus mit dem Stalinismus des Ostblocks und einige Träger von Israel-Buttons warfen uns gar Nationalismus vor!!! Interessant ist auch, dass sich niemand darüber empört, dass „Stalingrad 43“-T-Shirts häufig auch auf dem Camp getragen werden, obwohl dies auch als positive Bezugnahme auf den Stalinismus verstanden werden könnte; gerade die Sowjetfahne wird weltweit als Symbol des Widerstands gegen den Faschismus verstanden.
Der dreiste Höhepunkt ereignete sich jedoch auf dem Grenzcamp selber: Nachts trauten sich schließlich einige „Mutige“ an unser teures Sowjetbanner, um es zu stehlen. Wir können darüber gar nicht lachen und fragen uns, was für ein beschissener Umgang mit Linken das sein soll! Wir reißen nachts auch keine Anarcho- oder Antifa-Fahnen oder Transpis um, auch wenn es an einigen Transpis mehr als genug berechtigte Kritik gäbe. Für uns ist das ein Pseudo-Pluralismus, der Meinungen, die dem autonomen Mainstream widersprechen, unterdrücken will statt eine Diskussion über bestimmte Positionen zu führen. Ob das Verschwinden eines Veranstaltungshinweises zwecks einer kommunistischen Einschätzung der Situation in Venezuela (findet statt am Dienstag um 15 Uhr) ebenfalls antikommunistisch motiviert war, lässt sich schwer einschätzen.
Wir werden diesen Vorgang in schriftlicher und mündlicher Form auf dem Grenzcamp und auf Indymedia öffentlich machen und sind für jede Diskussion oder konstruktive Kritik offen!
Kommunistische Initiative
Dass diese Toleranz ihre Grenzen hat, musst nicht nur die rechts-konservative Organisation Pro Köln am Samstag erfahren (was wir in diesem Fall selbstverständlich begrüßen). Auf einer Grenzcamp-Kundgebung sonntags am Kölner Dom kam es bereits zu verbalen Angriffen gegen uns. Wir verstehen uns als Teil einer kommunistischen Bewegung, die ihre positiven Bezugspunkte in der Pariser Kommune, in den Anfängen der Sowjetunion unter Lenin sowie in der guevaristischen Guerilla aus Lateinamerika sieht und die unter dem Stalinismus zerschlagen und von der linken Sozialdemokratie (v.a. Stalinismus und Trotzkismus) vereinnahmt und entstellt wurde. Dass wir uns in die politische Tradition der ursprünglichen KPs stellen (Luxemburg, Liebknecht, Lenin, Bordiga), haben wir dies durch keine andere Fahne als die der russischen Revolution zum Ausdruck gebracht, die später leider auch durch den Stalinismus vereinnahmt wurde. Auch nach dem Ende des Staatsdirigismus sind Hammer und Sichel und die rote Fahne Symbol weltweiter proletarischer Kämpfe und werden bei Fabrikbesetzungen, Streiks etc. gezeigt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Proletariat als Klasse auf dem Camp gar nicht vertreten ist, oftmals sogar vom Kleinbürgertum anti-proletarische Positionen vertreten werden.
Die Reaktionen auf unsere Fahne waren absurd: Manche fanden Fahnen generell irgendwie doof, sprachen aber natürlich nur uns und nicht anarchistische FahnenträgerInnen an, andere äußerten ihren Antikommunismus ganz offen („ich mag keine Kommunisten“), manche verbanden das Sowjetbanner statt mit dem Kommunismus mit dem Stalinismus des Ostblocks und einige Träger von Israel-Buttons warfen uns gar Nationalismus vor!!! Interessant ist auch, dass sich niemand darüber empört, dass „Stalingrad 43“-T-Shirts häufig auch auf dem Camp getragen werden, obwohl dies auch als positive Bezugnahme auf den Stalinismus verstanden werden könnte; gerade die Sowjetfahne wird weltweit als Symbol des Widerstands gegen den Faschismus verstanden.
Der dreiste Höhepunkt ereignete sich jedoch auf dem Grenzcamp selber: Nachts trauten sich schließlich einige „Mutige“ an unser teures Sowjetbanner, um es zu stehlen. Wir können darüber gar nicht lachen und fragen uns, was für ein beschissener Umgang mit Linken das sein soll! Wir reißen nachts auch keine Anarcho- oder Antifa-Fahnen oder Transpis um, auch wenn es an einigen Transpis mehr als genug berechtigte Kritik gäbe. Für uns ist das ein Pseudo-Pluralismus, der Meinungen, die dem autonomen Mainstream widersprechen, unterdrücken will statt eine Diskussion über bestimmte Positionen zu führen. Ob das Verschwinden eines Veranstaltungshinweises zwecks einer kommunistischen Einschätzung der Situation in Venezuela (findet statt am Dienstag um 15 Uhr) ebenfalls antikommunistisch motiviert war, lässt sich schwer einschätzen.
Wir werden diesen Vorgang in schriftlicher und mündlicher Form auf dem Grenzcamp und auf Indymedia öffentlich machen und sind für jede Diskussion oder konstruktive Kritik offen!
Kommunistische Initiative
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Stalinisten sagen oft sie seien keine
Wie den meisten Sekten gehts es diesen Leuten nicht um Inhalte, sondern lediglich darum die eigene Gruppe bekannter zu machen. Wenn sie nun Gesprächsthema werden, haben sie wieder einmal ihr Ziel erreicht. Allerdings bleibt die Frage: Was haben sie davon, wenn 50 "Szenies" über diese Sekte sprechen? Die linksradikale Szene selbst ist doch auch gesellschaftlich vollkommen irrelevant. Geht wohl mal wieder nur um die eigene Nischen-Hoheit.
Übrigens sind diese Leute den Antideutschen sehr ähnlich. Sind quasi Spiegelbilder voneinander. Aber wenn tatsächlich Bahamas verkauft wurde, dann hat das Grenzcamp sich selbst disqualifiziert. Rassistische und menschenvarchtende Propaganda auf einem Grenzcamp....
Wieder einmal bleibt: die einen wollen eine andere Welt und die anderen sind in der Linken. Beide Wege schliessen sich einander aus.
@Ketzer
Auf den Vorfall gehst Du dann nur insofern ein, als Du eine krude Verschwörungstheorie zimmerst, wonach sich Opfer ja irgendwie in ihre Rolle drängen, also selbst Schuld haben an übergriffen.
"Übrigens sind diese Leute den Antideutschen sehr ähnlich. Sind quasi Spiegelbilder voneinander."
-> Das müsstest Du erst mal begründen.
"Wieder einmal bleibt: die einen wollen eine andere Welt und die anderen sind in der Linken."
-> impliziert, dass Linke zufrieden sind mit den herrschenden Zuständen. Das mag ja für selbsternannte Antideutsche zutreffen, aber sonst ...
anleitung
"konstruktive Kritik"
dann will ich mal beginnen:
1) veraltete und weltfremde begriffe
"das Proletariat als Klasse auf dem Camp gar nicht vertreten"
das proletariat? also wer? fabrikarbeiter? als klasse? also nur solche die sich als politische klasse verstehen? oder gewerkschaftlich organisiert sind? der begriff des proletariats ist ein nicht mehr funktionierender. was um 1900 noch akkurat die meisten menschen beschrieb ist nur noch rudimentär vorhanden.
wer heute noch geregelte arbeit hat, hat anderes zu tun als in seinen wenigen urlaubstagen auf ein grenzcamp zu fahren. wie wärs mit mallorca? da trefft ihr sicher mehr vom proletariat.
2) wie du mir so ich dir
diskriminierung der eigenen beschränkten ideologie/gruppe anprangern und im gleichen atemzug die der gegnerischen oder unliebsamen anderen fordern.
nur dann pluralismus fordern wenn er die eigene gruppe betrifft? die reaktionäre "bahamas", die "stalingrad 43" militarismus-verherrlichung verbieten, den bezug auf den massenmörder und dikatator, den bolschewisten lenin, der die russische revolution (rätedemokratie) und den anarchistischen machnow-aufstand in der ukraine blutig niederschlug erlauben?
das ist kein pluralismus sondern monotheismus.
3) paranoia und grabenkämpfe
"AntikommunistInnen klauen kommunistisches Banner!"
warum sollten es "antikommunistInnen" sein? vielleicht waren es einfach nur leute die keine nationalfahnen mögen, insbesondere wenn es die eines imperialitischen staates wie der ehemaligen sowjetunion ist?
oder waren es vielleicht gar selber kommunisten? anarchokommunisten? rätekommunisten? antideutsche kommunisten? alle diese kommunistischen denkrichtungen hätten gründe die fahne zu entfernen.
ich würde es nicht mal ausschließen wollen, daß jemand die fahne als souvenir mitgenommen hat weil er selber kommunist ist oder einfach weil CCCP nach wie vor in ist ;-)
versucht mal in erster linie menschen zu sein und sucht nach gemeinsamkeiten. wenn ihr offensiv bereits "ausprobierte" ideologien und symbole verwendet wundert euch nicht, daß andere ideologen euch bekämpfen.
nicht, dass ich das klauen der fahne unbedingt gutheißen will, aber all das zeigt nur, dass das grenzcamp zum auffangbecken pseudolinker randgruppen wird. identitätsstiftende symbole wie fahnen, aufdrucke und bezüge auf idole sind allesamt ein anzeichen für eigene intellektuelle unreife (wieso sollte ich mich mit fremden lorbeeren schmücken, doch nur weil ich selber nichts zusatndebringe) und sind sehr artverwandt mit firmenlogos ("nike", "adidas") oder totalitären abzeichen. selbst die anarchie-fahnen sind eigentlich ein paradox, denn warum sollten anarchisten die symbolik des staates übernehmen?
das war "konstruktive Kritik". das bedeutet ihr müsst mir jetzt nicht weismachen warum ich unrecht habe, sondern könnt euch die punkte zu herzen nehmen und euuer verhalten entsprechend anpassen, damit ihr in zukunft weniger weltfremd seid.
keine Diskussiojn auf indy!!!
hihi
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Was ist an Antikommunismus so schlimm? — Frager
war n netter joke — weist
Fahnen sind billig — ...
Tja, das kennen wir ja — [rk]2
diese bösen anarchos! — kommie-kind
immer das gleiche spiel — kommunist aus marburg
@ Kommie-Kind — Margerite
hört auf zu weinen — ::ch@os::
Fahnenklau — Freund der Kommunistischen Initiative