LTU als Abschiebeairline geoutet
Unerwarteten Besuch von ca. 50 AntirassistInnen aus ganz NRW bekam am Dienstag Morgen der Ferienflieger LTU. Unter dem Motto 'Die LTU schiebt ab', demonstrierten sie ab 9 Uhr in der großen Halle des Abflugterminals C des Düsseldorfer Flughafens gegen einen für 10.30 Uhr geplanten Abschiebeflug nach Istanbul.
LTU als Abschiebeairline geoutet !!!
AntirassistInnen aus NRW demonstrieren gegen Abschiebeflug am Düsseldorfer
Airport
Unerwarteten Besuch von ca. 50 AntirassistInnen aus ganz NRW bekam am Dienstag Morgen der Ferienflieger LTU. Unter dem Motto 'Die LTU schiebt ab', demonstrierten sie ab 9 Uhr in der großen Halle des Abflugterminals C des Düsseldorfer Flughafens gegen einen für 10.30 Uhr geplanten Abschiebeflug nach Istanbul. Die anwesenden Fluggäste wurden mit Flugblättern und in Redebeiträgen über die Abschiebeaktivitäten der LTU informiert. Zahlreiche Transparente und Plakate brachten etwas Farbe in die eher triste Glasmetall-Architektur der neuen Düsseldorfer Abfertigungshalle. Polizei, BGS und private Sicherheitsdienste
hielten sich auffällig zurück und ließen sogar eine spontane Demonstration zum Schleusungspunkt für den Abschiebeflieger zu. Doch zum Zeitpunkt der
Demonstration saßen die ca. 100 von der Abschiebung betroffenen türkischen und kurdischen Flüchtlinge bereits im Flugzeug. Die Forderung, den Abschiebeflug sofort zu stoppen, konnte leider nicht durchgesetzt werden.
Immerhin erklärte sich die gesamte anwesende LTU-Spitze zu einem Gespräch mit Vertretern der Demonstranten bereit. Beteiligt waren von LTU-Seite der
Geschäftsführer Jürgen Marbach, der Direktor für Unternehmenskommunikation, Marco Dadomo, und Dr. Isken aus dem Unternehmensvorstand. Die LTU-Vertreter gaben zu, an mindestens sieben Abschiebeflügen nach Istanbul im Laufe des letzten halben Jahres mit ihren Flugzeugen und ihrem Bord- und Bodenpersonal beteiligt gewesen zu sein. Die LTU hat sich im Rahmen eines Ausschreibeverfahrens der Düsseldorfer Charterfirma 'Air Traffic GmbH' aktiv um diese Flüge beworben. Da die LTU in ihrem touristischen Kerngeschäft nicht ausgelastet sei, sei das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen im Rahmen des laufenden Sanierungsprogramms auch auf dieses Geschäftsfeld angewiesen. Die von
den AntirassistInnen recherchierte Summe von 52.000 pro Abfliegeflug wurde
indirekt bestätigt: "Damit haben wir das Jahresgehalt eines unserer Mitarbeiter gesichert", so der LTU- Geschäftsführer Jürgen Marbach. Die LTU war ansonsten zu keiner öffentlichen Stellungnahme zu ihrer Geschäftspraxis in Sachen Abschiebung bereit. Die eingeforderte Erklärung über den Ausstieg aus dem 'deportation business' wurde ausdrücklich abgelehnt.
Von Seiten der AntirassistInnen wurden weitere Aktionen gegen die LTU, u.a. im Rahmen des Antirassistischen Grenzcamps in Köln, angekündigt. Auch mit einer Ausweitung der erfolgreichen 'deportation class'-Kampagne, die sich bis jetzt auf die Abschiebeaktivitäten der Deutschen Lufthansa konzentriert hat, wurde gedroht. Die gerade aktuell sehr um eine Aufbesserung des durch den drohenden Konkurs ramponierten Firmenimages bemühten Unternehmensvertreter wurden bei der Aussicht auf eine dauerhafte antirassistische Imageverschmutzung sichtlich blass. Bleibt nur, den Worten auch Taten folgen zu lassen.
Wir sehen uns beim antirassistischen Grenzcamp in Köln !!! Stoppt die LTU-Deportation-Class !!!
http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/camp03/
AntirassistInnen aus NRW demonstrieren gegen Abschiebeflug am Düsseldorfer
Airport
Unerwarteten Besuch von ca. 50 AntirassistInnen aus ganz NRW bekam am Dienstag Morgen der Ferienflieger LTU. Unter dem Motto 'Die LTU schiebt ab', demonstrierten sie ab 9 Uhr in der großen Halle des Abflugterminals C des Düsseldorfer Flughafens gegen einen für 10.30 Uhr geplanten Abschiebeflug nach Istanbul. Die anwesenden Fluggäste wurden mit Flugblättern und in Redebeiträgen über die Abschiebeaktivitäten der LTU informiert. Zahlreiche Transparente und Plakate brachten etwas Farbe in die eher triste Glasmetall-Architektur der neuen Düsseldorfer Abfertigungshalle. Polizei, BGS und private Sicherheitsdienste
hielten sich auffällig zurück und ließen sogar eine spontane Demonstration zum Schleusungspunkt für den Abschiebeflieger zu. Doch zum Zeitpunkt der
Demonstration saßen die ca. 100 von der Abschiebung betroffenen türkischen und kurdischen Flüchtlinge bereits im Flugzeug. Die Forderung, den Abschiebeflug sofort zu stoppen, konnte leider nicht durchgesetzt werden.
Immerhin erklärte sich die gesamte anwesende LTU-Spitze zu einem Gespräch mit Vertretern der Demonstranten bereit. Beteiligt waren von LTU-Seite der
Geschäftsführer Jürgen Marbach, der Direktor für Unternehmenskommunikation, Marco Dadomo, und Dr. Isken aus dem Unternehmensvorstand. Die LTU-Vertreter gaben zu, an mindestens sieben Abschiebeflügen nach Istanbul im Laufe des letzten halben Jahres mit ihren Flugzeugen und ihrem Bord- und Bodenpersonal beteiligt gewesen zu sein. Die LTU hat sich im Rahmen eines Ausschreibeverfahrens der Düsseldorfer Charterfirma 'Air Traffic GmbH' aktiv um diese Flüge beworben. Da die LTU in ihrem touristischen Kerngeschäft nicht ausgelastet sei, sei das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen im Rahmen des laufenden Sanierungsprogramms auch auf dieses Geschäftsfeld angewiesen. Die von
den AntirassistInnen recherchierte Summe von 52.000 pro Abfliegeflug wurde
indirekt bestätigt: "Damit haben wir das Jahresgehalt eines unserer Mitarbeiter gesichert", so der LTU- Geschäftsführer Jürgen Marbach. Die LTU war ansonsten zu keiner öffentlichen Stellungnahme zu ihrer Geschäftspraxis in Sachen Abschiebung bereit. Die eingeforderte Erklärung über den Ausstieg aus dem 'deportation business' wurde ausdrücklich abgelehnt.
Von Seiten der AntirassistInnen wurden weitere Aktionen gegen die LTU, u.a. im Rahmen des Antirassistischen Grenzcamps in Köln, angekündigt. Auch mit einer Ausweitung der erfolgreichen 'deportation class'-Kampagne, die sich bis jetzt auf die Abschiebeaktivitäten der Deutschen Lufthansa konzentriert hat, wurde gedroht. Die gerade aktuell sehr um eine Aufbesserung des durch den drohenden Konkurs ramponierten Firmenimages bemühten Unternehmensvertreter wurden bei der Aussicht auf eine dauerhafte antirassistische Imageverschmutzung sichtlich blass. Bleibt nur, den Worten auch Taten folgen zu lassen.
Wir sehen uns beim antirassistischen Grenzcamp in Köln !!! Stoppt die LTU-Deportation-Class !!!
http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/camp03/
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
...nichts gelernt ;-(
der imageschaden der ihnen jetzt (hoffentlich) entsteht, wird sie wesentlich teurer als ihre läppischen 50.000 euro kommen.
sie können sich ja mal mit shell unterhalten, was die wohl gerne ausgeben würden, um ein besseresn image zu erhalten.
nicht das aral (jetzt bp) besser wäre..aber ihr image ist "sauberer" ;-)
viel erfolg.
stop deportation -all over the world
Sehr interessant!
Zwar bin ich kein Vielflieger aber werde die LTU von nun an boykottieren.
MfG.Markus
Lob
Mit antifaschistischen Grüßen
Ein Fotograf
Mit LTU nach Kabul...
Man(n) kann sich schon jetzt ausrechnen, in welchen Fliegern demnächst die afghanischen Flüchtlinge abgeschoben werden.
weiter so!
Mail an LTU
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider, leider möchte ich mich hiermit von Ihrem Unternehmen als Kunde verabschieden! Wie ich hörte, sind Sie fleissig an Abschiebemaßnahmen beteiligt. Solche Maßnahmen kann und will ich nicht unterstützen! Ich werde mich erkundigen, welches Unternehmen sich nun meiner annimmt. Ich hoffe, dass die Schäden, die durch das Bekanntwerden Ihrer rassistischen, inhumanen Maßnahmen zur Unterstützung eines fremdenfeindlichen, menschenverachtenden Deutschlands, zu größeren Schäden führen wird als Sie es sich er(alb)träumen. Ich werde alles tun, um meinen Bekannten- und Freundeskreis zu informieren. Sie können sich sicher sein, dass ich nicht der Einzige bin.
Sehr freuen würde ich mich, wenn Sie von solchen "Aktionen" ab sofort absähen.
Mit freundlichen Grüßen - mit der Bitte um Stellungnahme,
Tim Rothe
Ltu
Ich finde die aktion okay wenn man hinter die steht.
Ich habe mich bei Ltu beworben und hatte dabei kein eindruck dass da jemand ausländer feindlich war.
Es ist ganz einfach....jemand muss leute die nicht mehr in deutschland bleiben durfen.
Dies mal war das LTU. Oder soll jede fluggesellschaft sagen: "Nein!Wir fliegen nicht sie können die menschen ganz einfach in Bus und nach Türkei?
Wäre das nicht noch schlimmer.
Oder die menschen mit Germanwings oder eine andere billig airlines transportieren wo die noch glass wasser bezahlen mussen???
Ich bin AUSLÄNDER und ich bin nicht untollerant aber der, der keine erlaubnis hat in deutschland zu bleiben muss eben raus.
Zu Fuss oder mit oder mit renomierte DEUTSCHE airlines...
Ihr alle solltet erstmal überlegen um was es hier geht weil ich mir sicher bin dass LTU kein einflus hat ob die menschen hier bleiben dürfen oder nicht...
viel spaß bei weiteren GUT ÜBERLEGTEN aktionen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Super gemacht!!!
STOPPT ABSCHIEBUNGEN UND DEPORTIERT STOIBER NACH SIBIRIEN!