06.09.: Nazis am Reichsparteitagsgelände
Für den 06.09.03 ruft der Nürnberger Neo-Nazi Gerd Ittner (Ex-NPD, Ex-Bürgerinitiative Ausländerstop) zu einer bundesweiten Großdemonstration vom Reichsparteitagsgelände zum ehemaligen Adolf-Hitler-Platz in der Nürnberger Innenstadt auf. Die Route soll dabei dem historischen Vorbild der Nazi-Aufmärsche im Dritten Reich folgen.
Vom Reichsparteitagsgelände zum Adolf-Hitler-Platz
Wegen der besonderen Anziehungskraft, die die Nürnberger Nazi-Bauten auf die Faschisten-Brut ausüben, ist mit besonders großem Andrang der braunen Kameraden und eventuell sogar internationaler Beteiligung zu rechnen .
Gelingt es den Faschisten, die offene Verherrlichung des Nationalsozialismus an den historischen Stätten zur Normalität werden zu lassen, besteht die Gefahr, dass die Teile der Bevölkerung, die sich aufgrund eines eingebildeten gesellschaftlichen Tabus noch nicht offen zum Faschismus bekennen, diese Hemmung verlieren. Die deutschen Neo-Nazis wollen den Tabu-Bruch, der keiner ist, um Schritt für Schritt potentiellen Anhängern zu zeigen, wie wenig Konsequenzen die Verherrlichung des Nationalsozialismus hat. Deshalb muss der Marsch der Hitler-Jünger vom Reichsparteitagsgelände zum Adolf-Hitler-Platz in Nürnberg mit allen Mitteln verhindert werden!
Hintergrund:
Am 14.06.03 gelang der NPD mit Unterstützung von 2000 Bullen und der faktischen Verhängung des Ausnahmezustands, was ihr noch im Jahre 2001 durch das mutige Eingreifen von Antifaschisten mit revolutionärer und bürgerlichem Hintergrund verwehrt geblieben war: durch die Nürnberger Innenstadt zu marschieren und diese damit wieder für ihre menschenverachtende faschistische Propaganda zu instrumentalisieren.
Grund für den Erfolg der Nazis war u.a. die einseitige Aufkündigung des 2001 so erfolgreichen Anti-Nazi-Konsenses durch die Stadtratsparteien, die Kirchen und Gewerkschaften.
Es folgte eine anti-linke Hetzkampagne in der örtlichen Konzernpresse (alle Nürnberger Zeitungen haben denselben Besitzer), die vor der Gefahr durch linke Gegendemonstranten warnte, und dazu aufrief Antifaschisten nicht zu unterstützen, um einen reibungslosen Ablauf der harmlosen Nazi-Veranstaltung zu garantieren.
Hier ist auch Selbstkritik von Nöten: zu lange gab sich konsequente Nürnberger Antifaschisten der Illusion hin, die angebliche Anti-Nazi-Haltung der „Anständigen“ 2001 sei mehr als strategischer Natur gewesen.
Die Lorbeeren heimsten die Stadtratsparteien damals alleine ein, in der Presse wurden die linken Antifaschisten verschwiegen. Ganz anders als im Juni dieses Jahres, denn als die NPD wieder marschierte waren linke Antifaschisten als angebliche Störer, Gewalttäter und Randalierer, vor denen die Stadt sich und ihre Nazis schützen musste, täglich in den Schlagzeilen. Die Lehre aus dieser Schlappe muss es sein, weder Zeit noch Kräfte darauf zu verschwenden, sich bei den Bürgerlichen anzudienen. Es gibt nur einen Weg zur vollständigen Vernichtung des Faschismus und seiner Wurzeln – den revolutionären Weg!
Die Rolle der Stadt
Von der Stadt ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre auch diesmal nicht zu erwarten, dass sie wenigstens einen Verbotsantrag stellt. Vielmehr ist mit staatlicher Repression gegen Antifaschisten und einer weiteren medialen Hetzkampagne zu rechnen.
Warum gerade Nürnberg?
Die Bombast-Bauten der Nazis und die unsägliche Geschichte Nürnbergs üben auf Faschisten aus aller Welt eine besondere Faszination aus. Bisher konnten sie ihre Gelüste aber nur durch Medienkonserven wie Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“ und andere filmische Machwerke über die Reichsparteitage stillen. Deshalb ist es für die Nazis ein enorm wichtiges Etappenziel, Nürnberg wieder zur faschistischen Pilgerstätte werden zu lassen. Weltweite Anerkennung wäre den deutschen Neo-Nazis sicher, wenn sie den Geist der Nürnberger Rassengesetze vor historischer Kulisse wieder aufleben lassen könnten. Die Symbolwirkung einer solchen Aktion ist kaum zu überschätzen.
Wegen all dem ist der Nürnberger Aufmarsch kein Nazi-Aufmarsch wie jeder andere. Es ist daher unbedingt erforderlich, dass konsequente Antifaschisten aus ganz Deutschland, und wenn möglich auch international, Nürnberg um den 06.09. einen Besuch abstatten! Nur konsequente, antifaschistische Gegenwehr kann dem braunen Mob den Tabubruch versauen!
Kein Fussbreit den Faschisten.
Nürnberg bleibt die Stadt der Nürnberger Prozesse!
Weitere Infos und Termine:
www.nadir.org/redside
www.praxis.placerouge.org
www.linkeseite.de
www.antifa.de
Wegen der besonderen Anziehungskraft, die die Nürnberger Nazi-Bauten auf die Faschisten-Brut ausüben, ist mit besonders großem Andrang der braunen Kameraden und eventuell sogar internationaler Beteiligung zu rechnen .
Gelingt es den Faschisten, die offene Verherrlichung des Nationalsozialismus an den historischen Stätten zur Normalität werden zu lassen, besteht die Gefahr, dass die Teile der Bevölkerung, die sich aufgrund eines eingebildeten gesellschaftlichen Tabus noch nicht offen zum Faschismus bekennen, diese Hemmung verlieren. Die deutschen Neo-Nazis wollen den Tabu-Bruch, der keiner ist, um Schritt für Schritt potentiellen Anhängern zu zeigen, wie wenig Konsequenzen die Verherrlichung des Nationalsozialismus hat. Deshalb muss der Marsch der Hitler-Jünger vom Reichsparteitagsgelände zum Adolf-Hitler-Platz in Nürnberg mit allen Mitteln verhindert werden!
Hintergrund:
Am 14.06.03 gelang der NPD mit Unterstützung von 2000 Bullen und der faktischen Verhängung des Ausnahmezustands, was ihr noch im Jahre 2001 durch das mutige Eingreifen von Antifaschisten mit revolutionärer und bürgerlichem Hintergrund verwehrt geblieben war: durch die Nürnberger Innenstadt zu marschieren und diese damit wieder für ihre menschenverachtende faschistische Propaganda zu instrumentalisieren.
Grund für den Erfolg der Nazis war u.a. die einseitige Aufkündigung des 2001 so erfolgreichen Anti-Nazi-Konsenses durch die Stadtratsparteien, die Kirchen und Gewerkschaften.
Es folgte eine anti-linke Hetzkampagne in der örtlichen Konzernpresse (alle Nürnberger Zeitungen haben denselben Besitzer), die vor der Gefahr durch linke Gegendemonstranten warnte, und dazu aufrief Antifaschisten nicht zu unterstützen, um einen reibungslosen Ablauf der harmlosen Nazi-Veranstaltung zu garantieren.
Hier ist auch Selbstkritik von Nöten: zu lange gab sich konsequente Nürnberger Antifaschisten der Illusion hin, die angebliche Anti-Nazi-Haltung der „Anständigen“ 2001 sei mehr als strategischer Natur gewesen.
Die Lorbeeren heimsten die Stadtratsparteien damals alleine ein, in der Presse wurden die linken Antifaschisten verschwiegen. Ganz anders als im Juni dieses Jahres, denn als die NPD wieder marschierte waren linke Antifaschisten als angebliche Störer, Gewalttäter und Randalierer, vor denen die Stadt sich und ihre Nazis schützen musste, täglich in den Schlagzeilen. Die Lehre aus dieser Schlappe muss es sein, weder Zeit noch Kräfte darauf zu verschwenden, sich bei den Bürgerlichen anzudienen. Es gibt nur einen Weg zur vollständigen Vernichtung des Faschismus und seiner Wurzeln – den revolutionären Weg!
Die Rolle der Stadt
Von der Stadt ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre auch diesmal nicht zu erwarten, dass sie wenigstens einen Verbotsantrag stellt. Vielmehr ist mit staatlicher Repression gegen Antifaschisten und einer weiteren medialen Hetzkampagne zu rechnen.
Warum gerade Nürnberg?
Die Bombast-Bauten der Nazis und die unsägliche Geschichte Nürnbergs üben auf Faschisten aus aller Welt eine besondere Faszination aus. Bisher konnten sie ihre Gelüste aber nur durch Medienkonserven wie Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“ und andere filmische Machwerke über die Reichsparteitage stillen. Deshalb ist es für die Nazis ein enorm wichtiges Etappenziel, Nürnberg wieder zur faschistischen Pilgerstätte werden zu lassen. Weltweite Anerkennung wäre den deutschen Neo-Nazis sicher, wenn sie den Geist der Nürnberger Rassengesetze vor historischer Kulisse wieder aufleben lassen könnten. Die Symbolwirkung einer solchen Aktion ist kaum zu überschätzen.
Wegen all dem ist der Nürnberger Aufmarsch kein Nazi-Aufmarsch wie jeder andere. Es ist daher unbedingt erforderlich, dass konsequente Antifaschisten aus ganz Deutschland, und wenn möglich auch international, Nürnberg um den 06.09. einen Besuch abstatten! Nur konsequente, antifaschistische Gegenwehr kann dem braunen Mob den Tabubruch versauen!
Kein Fussbreit den Faschisten.
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Ergänzungen