KÖLN - VILLENVIERTEL: RÜCKT UNSER GELD RAUS!

PANZERKNACKER 10.07.2003 12:52
Am Samstag, den 12. Juli findet im Kölner Villenviertel Marienburg eine Demonstration statt. 16 Uhr U-Bahnhof Bayentalgürtel

Von wegen Köln ist pleite??!

Wir holen uns jetzt das Geld!

Reichtum für alle!
Seit Monaten erzählt die Stadtregierung, das heißt Grüne und CDU, wir müßten sparen. Denn Köln sei pleite. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG mit ihren 20.000 Sozialwohnungen müßte verkauft werden. Doch hier gab und gibt es Widerstand. Der Verkauf liegt derzeit auf Eis. Also wollen sie sich das Geld (einige hundert Millionen Euro) woanders holen. Die schlaue Idee: Im gesamten Sozial- und Kulturbereich soll gekürzt werden, denn wie wir alle wissen: Köln ist ja pleite und da müssen alle ihren Beitrag leisten... (sic!)
Natürlich gibt´s noch genug Geld für die städtischen Prestige-Projekte wie die Erschließung des neuen Stadions und auch das Rathaus kann zu saghaft hohen Preisen gemietet werden (für 30 Jahre festgelegt), zugunsten der Investoren des sog. Esch-Fonds des Kölner Privatbankhauses Oppenheim, usw. Da gibt es offenbar genug Knete, bei den Jugenzentren, der Aidshilfe, Kindergärten, Kulturveranstalungen, Schwimmbädern allerdings nicht. Die Richtung ist also klar: Sozialleistungen kürzen, Kultur streichen, Spaß am Leben runter!

Wir sagen allerdings: Wir haben auf das ganze Sozialkürzungsgelabber kein Bock mehr. Köln ist pleite? - So ein Quatsch! Rückt unser Geld raus! Sonst knallt´s! Die Umverteilung von unten nach oben, wird ab sofort rumgedreht. Ein erster Schritt in diese Richtung findet am Samstag im Villenviertel Marienburg statt. Im Rahmen des Kölner Sozialforums mobilisieren Kölner Gruppen zu den Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft. Mittags um 12 Uhr gibt´s auf dem Kölner Altermarkt bereits eine erste Demonstration durch die Innenstadt. Um 16 Uhr folgt dann die Geldeintreiber-Demo durchs Villenviertel Marienburg.

Let´s go, Linke macht mal was und streitet Euch nicht nur über irgendein Schwachsinn, dann wird das mit der Revolution in diesem Jahrtausen noch mal was.

Kapitalismus abschaffen! Reichtum für alle!

Ein Kölner Panzerknacker

Infos dazu u.a. bei www.antifa-k.de
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Ergänzungen

leider keine inhaltliche Ergänzung

Peter 10.07.2003 - 16:16
Diese Aktion ist pure, unverfälschte linke Politik. So muß das sein.
Der Einwurf, man solle lieber zu den Nazis gehen, ist leider bezeichnend für die Desorientierung und Stagnation der letzten Jahre. Spätestens seit dem NPD-Verbotsprozeß muß doch klar geworden sein, daß der Staat die NPD braucht. Er braucht sie als rotes Tuch für den linken Stier, der unter dem Gejohle des Pöbels durch die Arena gehetzt wird.
Und er braucht sie als Feigenblatt für sein "demokratisches" Outfit.
Der ausufernde Anti-NPD-Tourismus kostet Zeit, Kraft und Geld. Dadurch werden sinnvolle staatsfeindliche Aktivitäten erfolgreich blockiert.
Laßt uns zurückkehren zum Kern der Sache, zu den Dingen, die uns wirklich weiterbringen und auch noch Spaß machen:
- Sand ins Getriebe streuen
- Die Umverteilung von unten nach oben behindern
- den undemokratischen und unsozialen Charakter des Systems offenlegen
- theoretisch an politischen Alternativen arbeiten.

Das was die Kölner hier machen, ist ne gute Sache. Es gibt irgendso ein religiöses Fest, wo die Kinder einmal im Jahr an den Haustüren klingeln und Süßigkeiten fordern. Die Idee, sich mit dem Megafon vor die Einfamilienhäuser der Bonzen zu stellen ist hammerhart und bringt sicher auch ne gute Presse.

so schlecht nicht

kölnA 13.07.2003 - 17:28
War ganz nett gestern. Die üblichen Verdächtigen (PDS, SAV) waren natürlich mal wieder auf Unterstützungssuche, und die Casablancas (glaub ich) hatten ein Flugi, in dem sie die verkürzte Kapitalismuskritik kritisierten. Im Ton eher mild gehalten, enthielt es einige Punkte, über die man sich mal Gedanken machen kann. Eigentlich war die Marienburg-Aktion eine Spaßdemo, was bei dem Wetter auch kein Wunder war, aber linke Spaßkultur ist in Deutschland eh Mangelware. Trotzdem gabs bei den einzelnen 'Objekten' gute Reden und Information (z.B. der nach Entferung immer noch in Umrissen erkennbare Reichsadler am Martin-Luther-Haus... arg. Mal schauen, was in Köln so abgeht in nächster Zeit. Ein paar von den Sozialkürzungen wurden zurückgenommen, aber Cross-Border-Leasing und GAG-Verkauf sind immer noch auf dem Programm, wie ja auch die Finanzmisere sich sicher nicht unter Schwarzgrün in Nichts auflösen wird. Ein dezidiert links-progressiver Einfluß auf die Kölner Politik fehlt immer noch und ist bei der Sektiererei der Szene auch keider nicht absehbar. Schade, denn die SPD ist hoffnungslos verfilzt, die 'Grünen' durch die Koalition mit der rassistischen und kölschtümelnden und ebenfalls hoffnungslos korrumpierten CDU aus dem Rennen und die PDS dümpelt vor sich hin. Zeit also für eine unverbrauchte und im positiven Sinn innovative linke Kraft hier. Wenn man's aber so angeht wie die SAV oder attac und entweder mit der Weltrevolution und der Arbeiterklasse kommt oder sich als die 'wahren' Sozialdemokraten präsentiert, kann das nix werden.

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Die Kölner — unsuppoeretd

@über mir — schäl sick