aktuelle Infos zur Demo in DO-Brechten

Antifas aus dem Ruhrgebiet 08.07.2003 13:52 Themen: Antifa
*** erstmalig in NRW haben Nazis eine offizielle Gegendemo anlässlich einer Antifademo angemeldet *** Polizei kündigt Zero-Tolerance Konzept an *** Infos:  http://www.no-nazis.de ***
Anlässlich der Antifademo in Dortmund-Brechten am kommenden Samstag haben Neonazis eine Gegendemo angemeldet. Bis zu 150 Nazis werden erwartet, es ist das erste Mal in NRW, dass Neonazis eine offizielle Gegendemonstration anlässlich einer antifaschistischen Demo anmelden, es liegt an uns, dieses zu verhindern. Das Spektrum der zu erwartenden Nazis reicht von subkulturellen Boneheads über organisierte Kameradschaftsstrukturen wie die "VOG-Dortmund", den "Wattenscheider Widerstand" sowie die ehemalige "Sauerländer Aktionsfront". Diverse Jungnazis um den "KDS Stützpunkt-Essen", die "Beckumer Nationalisten" und Wuppertaler Kameraden werden erfahrungsgemäß anwesend sein.

Pünktlich nach Ende der Antifademo soll der Naziaufmarsch stattfinden. Treffpunkt für die Nazis ist um 13.30h, der Aufmarsch soll um 14h beginnen.

Wir empfehlen allen eine geschlossene Anreise, Treffpunkt ist pünktlich um 11.30h der Dortmunder Hbf.

antifaschistische Demonstration | Sa. 02.07. 12h | U-Bahn Haltestelle Brechten-Zentrum

danach: Naziaufmarsch verhindern


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*ES WAR, IST UND BLEIBT RICHTIG:
KRIEG DEN DEUTSCHEN ZUSTÄNDEN!

NAZISTRUKTUREN ANGREIFEN!

Darf man den Versprechen der Dortmunder Naziszene Glauben schenken, werden diesen Herbst regelmäßig Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Ausstellung 'Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-44' stattfinden, welche am 19.09.2003 in Dortmund eröffnet wird. Das erste mal ist die Wehrmachtsausstellung nun auch im Ruhrgebiet. Bisher kam es an nahezu jedem Ort, an dem die Ausstellung gezeigt wurde, zu organisierten Protesten von Neonazis, teilweise offen unterstützt durch Rechtskonservative bspw. die CDU.
Bevor die Nazis ihre Kampagne starten, wollen wir in Dortmund gegen Deutschland auf die Straße. Wir wollen mit dieser ersten Demonstration Grundlagen für radikalen Antifaschismus schaffen und somit denen das Terrain streitig machen, die sich Frieden für die Zustände wünschen und ohne Unbehagen in zivilgesellschaftlicher Allianz gegen die Nazis als Staatsfeinde demonstrieren.

Im Gegensatz zu den Nazis nutzte die Antifa und radikale Linke ihre Proteste gegen Naziaufmärsche bisher kaum um eigene Inhalte zu artikulieren, und verschwand so hinter den Bierständen der aufständigen Zivilgesellschaft.
Der Glaube, der kleinste gemeinsame Nenner mit den massenkompatiblen Bündnispartnern, nämlich 'gegen Nazis' zu sein, erlaube es ein Agitationsfeld für Antifaschismus zu finden, zeugt von totaler Verständnislosigkeit für die Realität des gesellschaftlichen Mainstreams.
Die Tatsache, dass das einzige Ergebnis war, sich nun im Einklang mit dem 'deutschen Konsens' zu befinden, bewirkte nur bei den wenigsten Misstrauen. Die Folge: Antifaschismus 'light', Unfähigkeit zu begreifen, dass nicht nur Neo-Nazis sondern auch Deutschland allgemein und im Besonderen keinen Frieden verdient hat.
Eine Linke, die es vollbringt ihre Kritik von einem Standpunkt aus anzubringen, welcher das Wesen der objektiven Zustände der kapitalistischen Gesellschaft nicht verschleiert und gleichzeitig diese angreifbar macht, ist das Ziel unser Bemühungen

*MEIN OPA WAR VÖLKERMÖRDER...
Die Wehrmachtssoldaten waren 'das einfache Volk' an der Front, kämpfend für die Umsetzung des kollektiven Vernichtungsprojektes, das keinesfalls allein Projekt der Nationalsozialisten war, sondern Unterstützung durch alle Deutschen erfuhr, die ihre Freiräume zur Verweigerung absichtlich nicht nutzten.
So wird die Ausstellung von rechtskonservativer Seite als „Vernichtungsfeldzug gegen das deutsche Volk“ (Bayernkurier) angesehen und auch aus der 'Mitte' der Gesellschaft heraus angegriffen, von denjenigen, die wie Gerhard Schröder ihren Papas und Opas in Wehrmachtsuniformen verzeihen wollen, und für die weiße Weste der deutschen Soldatenehre einstehen.
Diese revanchistischen Pöbeleien sind allerdings nur die eine Hälfte.
Die Wehrmachtssaustellung funktioniert ebenso perfekt im Vergangenheitsdiskurs eines 'aufgeklärten' Deutschlands. Der Umgang mit ihr erzeugt Geschichtsbilder, historisiert
NS-Verbrechen, versucht diese aufzurechnen oder durch Einordnung des NS in ein 'Jahrhundert der Gewalt' vergleichbar zu machen.

Die Debatten, in deren Kontext der Wehrmachtsaustellung auch von offizieller Seite Anerkennung zukommt, stehen unter dem Zeichen von 'Verantwortung' und 'Aussöhnung zwischen den Generationen' oder den 'Völkern'.
Verständnis für Opferschicksale bedeutet hier aber auch gleichzeitig Verständnis für Täterschicksale; alles wird munter in einen bunten Matsch aus 'Verbrechen' gemischt, von dem Deutschland sich nun positiv absetzen kann, und welcher im Anschluss an den Krieg gegen Jugoslawien es Deutschland zum Beispiel erlaubt „nicht trotz, sondern wegen Auschwitz“ Kriege zu führen, eben standortgerechte Instrumentalisierung der deutschen Geschichte für militaristische (Außen-)Politik zu betreiben.
So ersetzt ‚deutsche Verantwortung’ den Begriff der Schuld. Verantwortung ist interpretierbar und verwendbar für eigene Zwecke, als Imperativ um, jeweils der Situation entsprechend, sich für Krieg oder Frieden stark zu machen. Deutschlands Täterschicksal bedeutet, dass es nun aufgrund seiner Vergangenheit handeln muss, allerdings nicht im Sinne der Opfer, sondern aus eigener Perspektive. Plakativ demonstrierte Abgrenzung zum 'schlechten' Deutschland des Nationalsozialismus erlaubt neue nationale Selbstfindung.

Dieser Komplex ist kein Modell der 'Eliten' oder der 'Kriegstreiber' sondern ein gesamtgesellschaftlich verankerter. Schuldabwehr funktioniert schließlich am besten bei denen, die selbst genau wissen, dass sie im Notfall sich dem Täterkollektiv zuordnen würden.
' Verantwortung & Frieden' aus dem Deutschen übersetzt, bedeutet Schuldabwehr mit dem Ziel der Wiedergeburt des Kollektivs, dessen Verbrechen nicht zu leugnen sind.
Die Konsequenz, welche die Deutschen daraus ziehen ist denkbar einfach. Man betrauert sich selbst und erstarrt selbstmitleidig in unterwürfiger Lethargie der Besiegten bis zur nächsten Gelegenheit, wie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Spätestens in Kriegs- und Krisenzeiten dann (wie jüngst angesichts des 3. Golfkrieges oder der Flutkatastrophe), bricht das (Nicht-)Bewusstsein der Krise wieder durch, man rekurriert in Deutschland ganz real zum „wir sind ein Volk“, der Verschmelzung von Staat und Gesellschaft, zur autoritären, antisemitischen oder antiamerikanischen Gemeinschaft, in der Überzeugung endlich aus dem permanenten Opfer und Krisenstatus ausbrechen zu können.

Ziel der Angriffe werden dann die als 'Kriegsverbrecher' titulierten alliierten Befreier.
Die Bombardements von deutschen Städten werden von SPIEGEL und Jörg Friederichs Bestseller ‚Der Brand’ zum ‚Krieg gegen die Deutschen’ erklärt, der militärisch sinnlos gewesen sei. Fakt ist, dass, ausgehend von der These, dass es in Deutschland keine wesentlichen Unterschiede zwischen Führer und Geführten gebe, die massiven Luftangriffe den Durchhaltewillen der Deutschen, welche fest geschlossen im Luftschutzkeller auf den Endsieg warteten, brechen sollten. Jene hatten allerdings anderes im Sinn als aufzugeben.
Man trauert der verlorenen Heimat im Osten nach, beklagt den 'hinterhältigen Angriff' auf die 'Wilhelm Gustloff' und empfindet Mitgefühl für die deutschen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen in der Sowjetunion.
Empört wird sich über alles, was nach der militärischen Wende an der Ostfront in Stalingrad den Volksdeutschen und Wehrmachtssoldaten wiederfahren ist. Die Bombardierung Dresdens steht hier als „Symbol des Untergangs, des Grauens und des Leidens (...), das jener Krieg über die Menschheit brachte" wie es der Intendant der Dresdener Musikfestspiele ausdrückte.
Ob nun Luftkrieg oder Vertreibung, jedes dieser Ereignisse war notwendig, um Deutschland in die Knie zu zwingen, jedes war Teil des Programms antifaschistischer Gegenwehr.

Dass gerade an diesen Themen sich aktuell der Volkszorn bricht, beweist die Notwendigkeit antifaschistischer Intervention, neben militanter Gegenwehr gegen Nazis, die Deutschen niemals ihre Niederlage vergessen zu lassen, sie in ihrer nationalen Schmach klein zu halten, als unterwürfige, lethargische Wesen einer permanenten Nachkriegsgesellschaft deren Horizont hinter ihrem Gartenzaun aufzuhören hat. Aufklärung funktioniert hier nicht; das Gegenteil hätte innerhalb der letzten 58. Jahre bewiesen werden können.

*..ALWAYS ANTIFASCIST!
Mit unserer antifaschistischen Demonstration gedenken wir des Sieges der Alliierten über Deutschland und bedanken uns dafür, dass die Wehrmacht dabei letzten Endes zerstückelt wurde, deutsche Soldaten ihren wohlverdienten 'Heldentod' starben, und so die militärische Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands ermöglicht wurde.
Die kommenden Kundgebungen der Nazis betrachten wir als Kriegserklärung, welche als solche notwendigerweise auch in dieser Form beantwortet werden müsste.

*WHERE TO GO?
Direktes Ziel dieser Demo wird das Nest Dortmund-Brechten sein. Neben anderen Dortmunder Stadtteilen zeichnet sich dieser Nazi-Wohlfühl-Vorort durch ein friedliches Zusammenleben von militanten Neonazis und "guten Deutschen" aus. Dass diese sich nicht im Weg stehen, sondern sich vielmehr hervorragend ergänzen, wird in Brechten immer wieder deutlich.
Wichtige dort wohnende Neonazi-Kader, die im gesamten Bundesgebiet und international aktiv sind, sehen Brechten als ihre Rückzugsstätte an, in der sie ungestört wohnen können.

Zum Beispiel Marco Gottschalk (wohnhaft Im Pfahlstück 8), Leadsänger der Band "Oidoxie". Diese Gruppierung, die als Band gute Kontakte zu den Strukturen der Dortmunder Kameradschaft um Siegfried Borchardt ("SS-Siggi")pflegt, beherrscht es wie wenig andere aus diesem Metier, rechtsextreme Gedanken in mehr oder weniger schlechtes Liedgut zu verpacken und dieses international zu vermarkten. Dabei helfen ihnen unter anderem ihre guten Beziehungen zu dem internationalen Neonazi-Musik-Netzwerk "Blood and Honour", welches in Deutschland zwar pro forma verboten ist, nichtsdestotrotz aber auch und gerade hier fröhlich weiteragiert. Durch diese Hilfe haben Oidoxie bisher mehrere Platten herausgebracht (u.a. "Weiss und Rein"), organisieren internationale Konzerte (wie z.B. im März 2002 in Dortmund, als 1500 Neonazis beschützt von der Polizei "Sieg Heil" grölen durften) und wirken bei Nazidemonstrationen mit, ob als Organisatoren, Teilnehmer oder als auftretende Band. Dass es sich bei "Oidoxie" nicht um Mitläufer handelt, sondern um hochkarätige Neonazis mit eindeutigen Zielen wird noch einmal verdeutlicht durch einen Auftritt für die finnische Videoproduktion "Kriegsberichter Volume V", wo sie das "Hakenkreuzlied" spielen.
Auch Carsten Jährling (Brechtener Heide 119), der sich durch diverse Aktivitäten im Umfeld der Dortmunder Kameradschaft hervortut und als Anführer der 15-20köpfigen Gruppe der organisierten Brechtener Neonazis gesehen wird, fühlt sich in Brechten wohl. Seine Wohnung war vielgenutzter Treffpunkt für Nazis aus der Umgebung, woraufhin er dieselbige räumen musste - seine Brechtener Nachbarn wollten ihn aber nicht missen; so zog er nur wenige Straßen weiter in eine neue Wohnung. Auf von ihm angemeldeten Demonstrationen in Bochum im Dezember 2002 und im Januar 2003 marschierten bis zu 200 Neonazis - Anlass waren polizeilich untersagte Partys, unter anderem von Jährlings Geburtstag, wo auch Oidoxie spielen sollten. Bei der zuletzt genannten Demo spielte Nico Schiemann, Nazibarde aus Frankfurt an der Oder, eine wichtige Rolle und schlechte Musik. Auch ihm bot die Brechtener Volksgemeinschaft ein schönes Plätzchen; Anfang 2003 zog er in die Brechtener Heide, um kurz darauf ins benachbarte Lünen umzusiedeln.

*"BRECHTEN- STOLZ UND TREU"
(Transparent auf Düsseldorfer Nazidemo)
Die Neonazis um die bereits genannten Kader unternehmen vielerlei, um das Projekt "Brechten = National Befreite Zone" voranzubringen; sie stören öffentliche Veranstaltungen, grölen die üblichen Nazi-Parolen und ziehen auch schon mal leger mit Baseballschlägern durch die Straßen, um Brechten vor MigrantInnen, Linken, Schwulen und allem anderen, was ihnen nicht ins Weltbild passt, zu "schützen" - kein Wunder, dass das Ortseingangsschild kurzerhand eigenhändig umgeändert wurde: von "Brechten" zu "Willkommen bei den Rechten".

Das Brechtener Dorfvolk stört dies nicht im Geringsten; im Gegenteil, sie kommen gut mit ihren Neonazi-Nachbarn aus. Kein Wunder; sie treffen sie ja täglich beim Einkaufen, auf dem Spielplatz oder in fröhlichem Einvernehmen am Kneipentresen. Sie sehen sie nicht als Nazis an, sondern als "ihre Jungs ", die ihren Spaß haben wollen und das in die Tat umsetzen, was der spießige Brechtener Zahnarzt mit Reihenhaus plus Gartenzwerg im Vorgarten und Frau am Herd nur am Stammtisch zu formulieren wagt. Wenn in Brechten Neonazis mit Kampfhunden "auf Patrouille gehen", um den deutschen Vorort ganz im Sinne von Oidoxie "Weiß und Rein" zu halten, wird dies nicht als bedrohlich gewertet, sondern als Bürgerwehr zum Schutz der deutschen Volksgemeinschaft eher positiv aufgenommen. Hier wächst zusammen, was zusammen gehört; der konservative deutsche Mob, der seine privaten sowie die nationalen Interessen gewahrt sehen will, findet in den benachbarten "nationalen Sozialisten" willige Vollstrecker. So bekommt der Begriff "Kameradschaft" in Brechten eine völlig neue Bedeutung - Hand in Hand arbeiten hier "normale" Deutsche mit bekennenden Neonazis zusammen. Die von den Neonazis um C.Jährling auf einem Transparent propagierten Attribute "stolz und treu" beziehen sich also auf das gesamte Brechtener Vorortvölkchen.



Die um Deutschland besorgten Bürger stört weniger die militante Neonazi-Szene vor ihrer Haustür, vielmehr machen sie sich Sorgen um Punktabzug beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". So gründete sich aus Anlass eines Naziaufmarsches in Dortmund-Brechten nicht etwa ein "Bündnis gegen Rechts", sondern ein "Bündnis gegen Extremismus", welches sich besonders dadurch auszeichnete, vor Ort gegen die angereisten AntifaschistInnen zu agieren, indem sich deutlich von den mitgebrachten Transparenten distanziert wurde und verbale Anfeindungen mit körperlichen Drohgebärden einhergingen.
Ebenso forderten sie bei einer kleinen, ohnehin unspektakulären und sinnlosen "Reclaim The Streets-Party" in Brechten des Dortmunder Bündnisses gegen Rechts, die Antifa solle doch bitte zu Hause bleiben, man hätte keine Lust auf Randale. 20 an diesem Tag in der Nähe der "antifaschistischen Party " befindliche Neonazis dagegen wurden nicht behelligt.
Versprochen sei eins: Am 12. Juli wird alles anders!

*KEINE GNADE FÜR BRECHTEN-
KRIEG DEN DEUTSCHEN ZUSTÄNDEN!

Aufrufende Gruppen: Antifa [x] Recklinghausen, Antifa Essen Z, Autonome Antifa Moers, Antifaforum Rheinberg, [doja] Jugendantifa Dortmund, antifajugend.dorsten, Antifaschistische Aktion Gelsenkirchen, Antifaschistische Aktion Aurich, KI Dortmund, Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Berlin, Autonome Antifa Nordost Berlin (AANO), Offene Antifa Münster, adf-berlin.de, [a:ka] Göttingen, sinistra! ffm, bad-weather antifaschistische gruppe hamburg, Antifa Ratschlag im AZ Mülheim, RAI Duisburg, Jugendantifa Dinslaken, Jugendantifa Voerde (Stand 01.07.03)
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Ergänzungen

Die Rechten Aufmärsche am 12. /13. Juli

Überblick 08.07.2003 - 14:25

auftaktort brechten-zentrum

vorbereitungsgruppe 08.07.2003 - 16:26
hi,
falls es einigen aufgefallen ist: der ort der auftaktkundgebung hat sich geändert. und zwar ist die haltestelle jetzt brechten zentrum (wie auch oben im beitrag richtig erwähnt). bitte kommt gerade wenn ihr keine ortskenntnisse besitzt zum treffpunkt um 11.30uhr am hbf-dortmund.

wir sehen uns in brechten!!!

so einfach isses nich...

mastermindchaos 09.07.2003 - 01:01
"...die ihre freiräume zur verweigerung absichtlich nicht nutzten..."
na, da gab's wohl nicht viele freiräume. so kann man's nicht aufrollen.
es ist vielmehr so, dass sich der nationalsozialismus anhand eines homogenen "volkskörpers" definierte und ergo alle "volksgenossen" mit einschloss. und die deutschen zeigten sich äußerst willig, teil dieses "volkskörpers" zu sein.
das ist der zentrale aspekt, wenn es um fragen wie kollektivschuld oder verbrechen "einfacher soldaten" geht. es ist schlimm genug, wenn jemand soldat wird und somit bedingungsloser vollstrecker seiner (tödlichen) befehle. wenn dies auch noch im kontext einer menschenverachtenden vernichtungsideologie geschieht, ist alles vorbei. ich werde aber nie glauben können, dass der mensch alle seine hoffnungsvollen anlagen zu einem solchen verhalten missbrauchen sollte.

nazis aufs maul!!

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viele viele idioten... — anoymous