Horst Mahler auf Veranstaltung attackiert

Berliner Anti-NATO-Gruppe (B.A.N.G.) 01.07.2003 01:03 Themen: Antifa
Am 30. Juni fand in der Humboldtuniversität (Berlin) eine Veranstaltung zum 11. September 2001 unter dem Motto "Der inszenierte Terrorismus" statt.

Dabei mußten wir feststellen, dass Neonazis im Foyer, von den Veranstaltern unbehelligt, einen Infotisch aufgebaut hatten...
Pressemitteilung

Am 30. Juni fand in der Humboldtuniversität (Berlin) eine Veranstaltung zum 11. September 2001 unter dem Motto "Der inszenierte Terrorismus" statt.

Dabei mußten wir feststellen, dass Neonazis im Foyer, von den Veranstaltern unbehelligt, einen Infotisch aufgebaut hatten. An diesem wurden kostenlos CD-ROMs verteilt mit dem Titel: "Die Septemberlüge", eine Dokumentation von Horst Mahler. Horst Mahler war der Anwalt der NPD im mittlerweile gescheiterten NPD-Verbotsvrfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.

Dieser Stand wurde vor der Veranstaltung von autonomen AntifaschistInnen angegriffen und entsorgt. Kurz darauf erfuhren wir, dass Horst Mahler und weitere führende Neonazis auf der Veranstaltung anwesend waren.

Wir haben in Sprechchören den Ausschluss von Horst Mahler und seinem Anhang gefordert. Die Veranstalter und große Teile des Publikums sahen allerdings in der Anwesenheit von Horst Mahler kein Problem und forderten unseren Rausschmiss als "Störer". Im Laufe der Auseinandersetzung wurde Horst Mahler von autonomen AntifaschistInnen körperlich angegriffen und ging kurzzeitig zu Boden. Herbeieilende Polizeikräfte in Zivil verhinderten weitere Aktionen gegen Horst Mahler. Dennoch ging die Veranstaltung in einem allgemeinen Tumult unter und musste vorzeitig beendet werden.

Mahler und die anderen Neonazis verließen die Veranstaltung nicht durch den allgemeinen Ausgang und wurden unter Polizeischutz zu ihren Autos geleitet.

Fazit: Wir als langjährige AntikriegsaktivistInnen verwehren uns gegen jegliche Zusammenarbeit der Antikriegsbewegung und der Friedensbewegung mit Neonazis jeglicher Couleur. Wir sind entsetzt, dass Neonazis auf einer solchen Veranstaltung geduldet werden.

Konsequent handeln gegen Imperialismus und Krieg, Konsequent handeln gegen Nazis!

Berliner Anti-NATO-Gruppe (B.A.N.G.) und andere autonome Antifa- Gruppen
Berlin, den 30.06.03

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Ergänzungen

coole aktion

rieke 01.07.2003 - 12:08
für diese veranstaltung wurde im übrigen beim karlsruher netzewerk, der hp der nazistischen kameradschaft karlsruhe geworben...
nazis raus aus der friedensbewegung..

nazi-verlag verteilte werbung

ape 01.07.2003 - 12:59
auf der veranstaltung wurde übrigens auch ungestört werbung von einem nazi-verlag verteilt, der lauter verschwörungstheorien bezüglich den usa veröffentlicht, auch ein buch mit dem titel "die ursachen des 2. weltkrieges"... auch ein buch von alain de benoist und ein buch, das beworben wurde mit den worten: "...bevorzugtes opfer der amerikanischen großmachtpolitik waren über ein jahrhundert lang die deutschen"...
die bunten, teuer gedruckten werbeflyer wurden am anfang der veranstaltung allen in die hand gedrückt und es ist wohl niemandem aufgefallen...

so wie den meisten da offenbar nicht aufgefallen ist, dass sie im grunde in einer RECHTEN veranstaltung sitzen. naja. sagen wir rot-braun. an punkten wie antiamerikanismus und antisemitismus überschneidet sich das ja leider öfters....

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hmm

hmm 01.07.2003 - 03:55
Scheiß Gewalt!!!

nette Argumente

ike 01.07.2003 - 04:17
und damit kann man überzeugen?

ich finde es...

ralf 01.07.2003 - 12:35
...ja auch schon ganz schön seltsam, dass ihr scheinbar nicht zu dieser veranstaltung (die tendenziell rechts ist) gegangen seid, um die faschos abzuräumen, sondern um sie in erster linie selbst zu besuchen. vielleicht stellt ihr euch ja mal die frage, warum eine solche veranstaltung bei nazis grossen anklang findet!

Verständnisprobleme

al 04.07.2003 - 15:27
wenn links und rechts sich prügeln, freut sich der Anstifter!

ich verstehe nicht ganz, wieso so stark auf links und rechts gepocht wird?

und nebenbei bemerkt:
wenn man einen Menschen jüdischen Glaubens beleidigt, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit von antisemitischem Verhalten weniger als 5%

vielleicht kann mir einer erklären, warum der "andere" bekämpft werden muß
Danke

Gewalt = Krieg !!

Jutta 05.08.2003 - 18:02
>>>

was ich nicht ganz nachvolziehen kann, ist die Tatsache, dass eine Gruppe, die sich GEGEN Krieg auspricht, nicht anders handeln kann, als mit den Mitteln des Krieges.

Bezeichnend

Lallender Nazi 05.08.2003 - 21:16
Ich sehe keinen Unterschied zwischen Gewalt von rechts und Gewalt von links. Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung zeigt eine Schwäche der persönlichen Fähigkeit zu argumentieren - auf allen politischen Plattformen und in allen Denkrichtungen. Die Intoleranz hat kein Parteibuch.

Wir haben Redefreiheit, solange von Freiheit nur geredet wird.
(Liselotte Rauner)

Hirnlos

noname 07.08.2003 - 21:02
Zitat Rieke:
"nazis raus aus der friedensbewegung.."

kann man mal sehn wie blöd einige leute sind, damit förderst du hass und gewalt, die letztendlich zum krieg führen, du bist doch bestimmt einer der immer von toleranz und sowas redet, aber selbst nicht merken wie intoleranz man doch ist.

naja irgentwann lernst du es auch noch

Das ist doch nicht euer Ernst!?!

Kopfschüttler 08.08.2003 - 19:28
"Dieser Stand wurde vor der Veranstaltung von autonomen AntifaschistInnen
!angegriffen und entsorgt!."
Wenn ich solche Formulierungen und und ein solches Ausmaß an Gewaltverherrlichung höre bzw. lese, kommt mir das Grauen und ich muss unweigerlich an die Zeit zurückdenken, die ihr am meisten verhasst! Solche Gestalten wie ihr es seid, schadet unserer (linksorientierten) Friedensbewegung in gleichem Maße wie die genauso störenden Neonazis!!!
Ich sage: Menschen diese Welt vereinigt euch gegen alle extremen Bewegungen (rechts UND links)!!!