Anti-Sexistische Aktion und Bericht aus Thessaloniki
anti-sexistische aktion und bericht
aus thessaloniki waehrend der proteste gegen den eu-gipfel im juni 2003
aus thessaloniki waehrend der proteste gegen den eu-gipfel im juni 2003
Aktionen gegen Sexismus
waehrend der Proteste gegen den EU-Gipfel auf dem Campus der Universitaet Thessaloniki im Juni 2003
was geschah :
Der Campus der Universitaet Thessaloniki ist ein Ort an dem der Widerstand gegn den EU-Gipfel organisiert wird. Die Atmosphere hier auf dem Campus ist z.T. sehr aggressiv.
Dies betrifft nicht nur sexistisches Verhalten, sondern die generelle Atmosphere ist immer mal wieder extrem gewaltbereit. So werden politische Konflikte zwischen einzelnen und Gruppen auch durch Einsatz koerperlicher Gewalt ausgetragen. Menschen, die sich anschreien, sich Pruegel androhen oder sich pruegeln praegen den Umgang. Auch der Diskussionsstil ist u.a. ruecksichtslos. Menschen fallen sich ins Wort, lassen sich nicht ausreden, schreien sich an, beziehen sich in Diskussionen nicht aufeinander.
Ueber die generelle Atmosphere hinaus dominiert ein Machismo die Szenerie. Waehrend Maenner in Diskussionen dominieren, werden Frauen z.T. dort nicht ernstgenommen oder glattweg ignoriert.Sexistische Anmache, Uebergriffe und Grenzueberschreitungen haben stattgefunden. In der patriachalen Realitaet finden Frauen meist nicht die geschuetzte Atmosphere und den Ort, die erfahrene Gewalt zu teilen. Wir gehen davon aus, dass es in dieser Weise hier auf dem Campus aehnlich ist und es sexistische Uebergriffe gibt, die nicht oeffentlich gemacht worden und von denen wir deswegen nichts wissen.
Darueberhinaus empfinden wir die Atmosphere auf dem Campus als sehr heterosexuell und homophob.Lesben, Schwule, Bi, und Transgender people sind ein Teil der Bewegung, fuehlen sich jedoch hier nicht vollstaendig respektiert und akzeptiert.
Dies alles sind Ausgangspunkte, warum Frauen am Dienstag, den 17.06.2003 ein Frauenplenum einberiefen, um sich ueber die Vorkommnisse auszutauschen, sie zu besprechen und zu ueberlegen, wie sie agieren wollen. Als Ausdruck dieser Diskussion wurde spontan eine direkte Aktion entwickelt, bei der Frauen das Wort ergriffen. So eroberten sich einige Frauen am DIENSTAG-Abend waehrend des Konzertes die Konzertbuehne, um ihr zuvor geschriebenes Manifest zu verlesen.:
ANTI-SEXIST MANIFESTO
of women Squatting the Stage at Thessaloniki anti-authoritarian camp
(diese Version, veraendert am 19.Juni, ist eine leicht modifizierte Fassung der Ursprungserklaerung vom 17.Juni)
We are here today because we all feel uncomfortable as women and men in this space
There have been cases of sexual harassment and also, women have been surpressed or not taken seriously because of their gender
There have been violent muggins and fist fights
In this camp men have sexually insulted women and reduced them to sexual objects - allthis continues
Additionally, women have not been listened to, not taken seriosly and not treated as equal persons - even when we tried to point it out from this stage two nights ago, the response was insulting and disrespectful
Alltogether, the atmosphere in the camp is very masculine-dominated
To our knowledge, this camp is supposed to be anti-authoritarian and anti-hierachical, but in this camp, the sexism , that exists in society, is beeeing reproduced
Sexism is aform of oppression, as is racism and homophobia
We will not tolerate masculine oppression within this camp anymore
Smash capitalism - Smash Patriarchy !
Diese direkte Aktion richtete sich sowohl an die Maenner, die zur sexistischen Atmosphere beitragen, als auch an alle, die hier auf dem Campus an dem Widerstand gegen den EU-Gipfel teilnehmen. Es ging uns darum, die sexistische Atmosphere in einem grossen Rahmen zu benennen und vielen AktivistInnen mitzuteilen, dass sexistische Grenzueberschreitungen stattgefunden haben und klarzustellen, dass wir als Frauen uns dies nicht bieten lassen. Enough is Enough.! Die Reaktion der hauptsaechlich mannlichen BesucherInnen war recht unterschiedlich: es gab positive Reaktionen, wie Applaus zum Beispiel, aber andererseits gab es auch recht krasse und sexistische Kommentare. Einige Leute haben es ueberhaupt nicht ernstgenommen. Allem in Allem war es fuer uns eine sehr kraftgebende und mutmachend Erfahrung. Trotz negativer Reaktionen, das wichtigste fuer uns war, aktiv zu werden, unsere Stimme zu erheben und die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass Sexismus hier auf dem Campus existiert.Unsere direkte Aktion wurde aufgenommen und auf verschiedene Indymedia-Seiten geposted, wo es auch angehoert werden kann. Es hat viele Diskussionen ausgeloest.
Ein positives Ergebnis unserer Aktion war, dass viele Leute unser nextes gemischtes Treffen von Frauen und Maennern besuchten. Wir wollten ein gemischtes Treffen , weil wir dachten, dass es wichtig ist, dass auch Maenner Verantwortung im Umgang mit Sexismus uebernehmen.
Wir sollten zusammenarbeiten und gemeinsam eine Sensibilitaet und Bewusstsein fuer alle Formen von Diskriminierungen gegen Frauen und Andere schaffen.
Wir entschieden uns aktiv zu werden und gruendeten vier verschiedene Gruppen :
1. Eine dirkte Aktionsgruppe
2. Eine Anti-Gewalt und Unterstuetzung-Anlaufstelle. Dies ist ein Ort, wo Menschen um Unterstuetzung fragen und sich aufhalten koennen, wenn sie sich in irgendeiner Art und Weise diskriminiert fuehlen.
3. Eine Transparent und Poster -Gruppe, die durch ihre Slogans patriachale Strukturen sichtbar machen wollen
4.Eine Oeffentlichkeitsgruppe
Wir hoffen, dass durch unsere Aktionen und Diskussionen wir eine mehr angenehmere Atmpospher fuer alle schaffen koennen.
Real Change starts within ourselves !!!!
You cannot smash capitalism without smashing patriarchy !!!!
Fight back !!!!
Frauen und Maenner aus Thessaloniki waehrend den Protesten gegen den EU-Gipfel
auf dem Campus der Universitaet Thessaloniki. Juni 2003
waehrend der Proteste gegen den EU-Gipfel auf dem Campus der Universitaet Thessaloniki im Juni 2003
was geschah :
Der Campus der Universitaet Thessaloniki ist ein Ort an dem der Widerstand gegn den EU-Gipfel organisiert wird. Die Atmosphere hier auf dem Campus ist z.T. sehr aggressiv.
Dies betrifft nicht nur sexistisches Verhalten, sondern die generelle Atmosphere ist immer mal wieder extrem gewaltbereit. So werden politische Konflikte zwischen einzelnen und Gruppen auch durch Einsatz koerperlicher Gewalt ausgetragen. Menschen, die sich anschreien, sich Pruegel androhen oder sich pruegeln praegen den Umgang. Auch der Diskussionsstil ist u.a. ruecksichtslos. Menschen fallen sich ins Wort, lassen sich nicht ausreden, schreien sich an, beziehen sich in Diskussionen nicht aufeinander.
Ueber die generelle Atmosphere hinaus dominiert ein Machismo die Szenerie. Waehrend Maenner in Diskussionen dominieren, werden Frauen z.T. dort nicht ernstgenommen oder glattweg ignoriert.Sexistische Anmache, Uebergriffe und Grenzueberschreitungen haben stattgefunden. In der patriachalen Realitaet finden Frauen meist nicht die geschuetzte Atmosphere und den Ort, die erfahrene Gewalt zu teilen. Wir gehen davon aus, dass es in dieser Weise hier auf dem Campus aehnlich ist und es sexistische Uebergriffe gibt, die nicht oeffentlich gemacht worden und von denen wir deswegen nichts wissen.
Darueberhinaus empfinden wir die Atmosphere auf dem Campus als sehr heterosexuell und homophob.Lesben, Schwule, Bi, und Transgender people sind ein Teil der Bewegung, fuehlen sich jedoch hier nicht vollstaendig respektiert und akzeptiert.
Dies alles sind Ausgangspunkte, warum Frauen am Dienstag, den 17.06.2003 ein Frauenplenum einberiefen, um sich ueber die Vorkommnisse auszutauschen, sie zu besprechen und zu ueberlegen, wie sie agieren wollen. Als Ausdruck dieser Diskussion wurde spontan eine direkte Aktion entwickelt, bei der Frauen das Wort ergriffen. So eroberten sich einige Frauen am DIENSTAG-Abend waehrend des Konzertes die Konzertbuehne, um ihr zuvor geschriebenes Manifest zu verlesen.:
ANTI-SEXIST MANIFESTO
of women Squatting the Stage at Thessaloniki anti-authoritarian camp
(diese Version, veraendert am 19.Juni, ist eine leicht modifizierte Fassung der Ursprungserklaerung vom 17.Juni)
We are here today because we all feel uncomfortable as women and men in this space
There have been cases of sexual harassment and also, women have been surpressed or not taken seriously because of their gender
There have been violent muggins and fist fights
In this camp men have sexually insulted women and reduced them to sexual objects - allthis continues
Additionally, women have not been listened to, not taken seriosly and not treated as equal persons - even when we tried to point it out from this stage two nights ago, the response was insulting and disrespectful
Alltogether, the atmosphere in the camp is very masculine-dominated
To our knowledge, this camp is supposed to be anti-authoritarian and anti-hierachical, but in this camp, the sexism , that exists in society, is beeeing reproduced
Sexism is aform of oppression, as is racism and homophobia
We will not tolerate masculine oppression within this camp anymore
Smash capitalism - Smash Patriarchy !
Diese direkte Aktion richtete sich sowohl an die Maenner, die zur sexistischen Atmosphere beitragen, als auch an alle, die hier auf dem Campus an dem Widerstand gegen den EU-Gipfel teilnehmen. Es ging uns darum, die sexistische Atmosphere in einem grossen Rahmen zu benennen und vielen AktivistInnen mitzuteilen, dass sexistische Grenzueberschreitungen stattgefunden haben und klarzustellen, dass wir als Frauen uns dies nicht bieten lassen. Enough is Enough.! Die Reaktion der hauptsaechlich mannlichen BesucherInnen war recht unterschiedlich: es gab positive Reaktionen, wie Applaus zum Beispiel, aber andererseits gab es auch recht krasse und sexistische Kommentare. Einige Leute haben es ueberhaupt nicht ernstgenommen. Allem in Allem war es fuer uns eine sehr kraftgebende und mutmachend Erfahrung. Trotz negativer Reaktionen, das wichtigste fuer uns war, aktiv zu werden, unsere Stimme zu erheben und die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass Sexismus hier auf dem Campus existiert.Unsere direkte Aktion wurde aufgenommen und auf verschiedene Indymedia-Seiten geposted, wo es auch angehoert werden kann. Es hat viele Diskussionen ausgeloest.
Ein positives Ergebnis unserer Aktion war, dass viele Leute unser nextes gemischtes Treffen von Frauen und Maennern besuchten. Wir wollten ein gemischtes Treffen , weil wir dachten, dass es wichtig ist, dass auch Maenner Verantwortung im Umgang mit Sexismus uebernehmen.
Wir sollten zusammenarbeiten und gemeinsam eine Sensibilitaet und Bewusstsein fuer alle Formen von Diskriminierungen gegen Frauen und Andere schaffen.
Wir entschieden uns aktiv zu werden und gruendeten vier verschiedene Gruppen :
1. Eine dirkte Aktionsgruppe
2. Eine Anti-Gewalt und Unterstuetzung-Anlaufstelle. Dies ist ein Ort, wo Menschen um Unterstuetzung fragen und sich aufhalten koennen, wenn sie sich in irgendeiner Art und Weise diskriminiert fuehlen.
3. Eine Transparent und Poster -Gruppe, die durch ihre Slogans patriachale Strukturen sichtbar machen wollen
4.Eine Oeffentlichkeitsgruppe
Wir hoffen, dass durch unsere Aktionen und Diskussionen wir eine mehr angenehmere Atmpospher fuer alle schaffen koennen.
Real Change starts within ourselves !!!!
You cannot smash capitalism without smashing patriarchy !!!!
Fight back !!!!
Frauen und Maenner aus Thessaloniki waehrend den Protesten gegen den EU-Gipfel
auf dem Campus der Universitaet Thessaloniki. Juni 2003
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
No Patriachat
Sehr gute Aktion! Wird mal Zeit, dass in der eigenen Bewegung die Dinge, die sonst vor lauter Fixierung auf aussenständige Konflikte in den eigenen Reihen nicht wahrgenommen nun mal angegangen werden.
Kampf dem Patriachat!
Jetzt regts mich echt auf
So wie das da oben steht, ist das nur eine ziemliche Diffamierung der Allgemeinheit, die in Thessaloniki tätig war. Flach, oberflächlich und nichtssagend reizt sie zum Widerspruch, egal wie du zu dem Themenkomplex Stellung beziehst und beleidigt alle mit, die sich von dem Mackertum abgrenzen, aber Teil des Widerstands sein wollten.
Ansätze, wie solche Auswüchse wie auf dem Campus angegangen werden müßten sind überhaupt nicht zu erkennen. Irgendeine Differenzierung zwischen den Gruppen, die sich dort in den militanten Block eingereiht haben - Fehlanzeige: mitgefangen, mitgehangen. Ein Hinterfragen des Politmackertums in der Szene überhaupt - hier treffen Geschlechter- und Macht-Themenkomplexe direkt zusammen - ist offensichtlich auch nicht nötig. Die Benennung der üblen Verhaltensweisen wird durch ein paar Schlagwörter ersetzt.
An dem Applaus und dem Interesse an eurer Initiative müßtet ihr doch gemerkt haben, daß dieses Thema von nicht wenigen neugierig aufgenommen, daß dieses Thema bereits diskutiert wird. Schade, daß ihr hier nicht mehr postet, als ein Furz im Wind.
Ich nehme allerdings an, du bist nicht "wir", sondern die sehr engagierte Frau mit dem deutschen Akzent, die auch im Plenum den Beitrag gehalten hat.
Sorry...
Bin wohl auch nen Macker?
Wehrst Du dich als Mann dann gegen Sexismus- sollst du als Typ dich da raushalten- das regeln die Frauen schon alleine- hälst du dich dann raus- wirft frau dir vor- du hättest bei Sexismus mal wieder weggesehen.
Willst du mit ihnen diskutieren, erklären sie dir, dass sie mit Typen nicht über Sexismus diskutiern würden und du dich auch verpissen könntest.
Das führt dazu, dass einige Männer in der Linken sich bevormunden lassen und die Meinungen dieser Gruppen kritiklos übernehmen.
Geprägt sind sie von einem Männerhass, der die politische Zusammenarbeit unmöglich machen.
Die Gleichungen, die in Bezug auf Sexismus aufgestellt werden sind einfach:
- Militanz ist männlich und schlecht, Gewalt sowieso
- Jeder Mann ist ein Vergewaltiger
- ein unmöglicher Diskussionsstil ist per se männlich
- Frauen sind gut, Männer sind schlecht ohne Schwanz wär die Welt gerecht.,,.
(oder auch Kriege sind männlich, Polizisten sind Männlich, Nazis sind Männlich, Naturkatastrophen sowieso..usw. - es wird schnell langweilig)
Interessant wäre es, würden diese bestimmten Gruppen mal beginnen ihr Feindbild Mann durch Feindbilder, wie sie in rechten Gruppen vorherrschen zu ersetzten. (Z.B. Neger-
Neger sind .........
Mit Neger kann man nicht....
Vielleicht verstehen jetzt einige, warum es wichtig ist zu differenzieren und Hass, egal gegen wen kein guter Ratgeber sein kann. Es ist wichtig sich mit Sexismus auseinanderzusetzten- schön wäre es wenn das gemeinsam gelingen könnte.
Dieser Thessaloniki-Beitrag wird nun schon zum fünften Mal hier gepostet und steht inzwischen auf der Startseite unter Thessaloniki. Langsam kennen wir den Inhalt. Bitte unterlasst Eure männlich dominante mackerhaften Versuche ihn aggressiv unter die Indy-User zu bringen...
Ergänzung-
Interessanter Satz...
Sorry..
Mir ist erst jetzt bewusst geworden, dass der Text journalistisch aufgearbeitet wurde. Bisher stand hier immer das Flugblatt, ohne diese Hintergrundinformationen. Das ist sicherlich im Sinne von Indymedia...
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
krawalltourismus... — h2o
Gute Aktion! — 0815
—
Hurra, ich bin Spammer.... — Ein Mann der nichts dazu kann...
An den "Mann, der was ..." — Pete