Gießener Burschenschaft dient als Kaderschmiede der NPD

Verbindungen kappen! 22.06.2003 21:00 Themen: Antifa
Verbindungen Kappen!
In Gießen hat sich die Burschenschaft Dresdensia-Rugia in den letzten Jahren zu einer bundesweit bedeutenden Kaderschmiede für Faschisten entwickelt. Neben Stefan Rochow (Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten) wohnen und wohnten im Verbindungshaus der Burschenschaft auch andere ultra-rechte `VordenkerA . Im folgenden Text soll zunächst der Dachverband der Dresdensia-Rugia ,die Deutsche Burschenschaft (DB), als auch die Dresdensia-Rugia selber näher beleuchtet werden.
Die Deutsche Burschenschaft - größter Dachverband der deutschen Burschenschaften Eine Geschichte und Gegenwart die keine Fragen offen lässt!

Gegründet wurde die DB 1881. Zu Beginn des 20. Jahrhundert war eine reaktionär-monarchistische Grundhaltung bei den Mitgliedern der DB vorhanden und drückte sich in einer Ablehnung der Weimarer Republik aus. Aufgrund dessen wurde an den alten Reichsfarben festgehalten, obwohl die Farben der DB eigentlich historisch Schwarz-Rot-Gold waren. Nach dem Ersten Weltkrieg versammelten sich zahlreiche DB-Mitglieder in (para)-militärischen Verbänden wie den Freikorps oder den Freiwilligenverbänden. Die Organisationszeitschrift des DB, die "Burschenschaftlichen Blätter" riefen 1923, wegen ihrer angeblichen "Verbindung mit dem jüdischen Volk und der Festlegung auf parlamentarischen Mechanismus der Parteien" gegen die Weimarer Republik auf. Die antisemitischen und antidemokratischen Ideologien der Burschenschaftsvertreter endeten häufig in blutigen Auseinandersetzungen, wie bspw. durch Beteiligung am sog. Kapp-Putsch. Ein "revolutionärer Nationalismus", das Führerprinzip, "Rassestandpunkte" sowie Blutzugehörigkeit zeichneten die Ideologien der DB-Mitglieder aus. Auch beim Hitler-Putsch 1923 konnte dieser auf breite Unterstützung durch Burschenschafter zählen. Die Gründung des NSDStB (Nationalsozialistischer deutscher Studentenbund) im Jahre 1926 wurde von der ersten Stunde an maßgeblich von Vertretern der DB mit initiiert, die auch zahlenmäßig dort überrepräsentiert waren. Ziel des NSDStB war es sog. "Rasselehrstühle" einzuführen, Wehrsportlager zu betreiben sowie gegen jüdische StudentInnen und politisch Andersdenkende vorzugehen. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler begrüßten dann die DB außerordentlich, schließlich war diese führend bei der Unterstützung der NSDAP. Im Juni 1933 verkündete dann die DB ihre interne Gleichschaltung nach dem Führerprinzip und versprach die rigorose Anwendung des "Ariernachweises" in ihren Reihen. Von diesem Zeitpunkt an wurden zudem auch studentische Wohnkameradschaften, im soldatisch Stil gehaltenen, eingeführt welche erst zu den noch heute üblichen Verbindungswohnhäusern führten. Im Oktober 1935 stimmte die DB für freiwilligen Überführung in den NS-Studentenbund, was gleichzeitig deren vorläufigen Auflösung gleichkam. Darüber hinaus wurden alle DB-Mitglieder unter 35 Jahren dazu angehalten, sich entweder der SS oder dem Stahlhelmbund anzuschließen.

Nach ihrer Neugründung im Jahre 1950 gelang es der DB, erneut gesellschaftlichen Einfluss zu erlangen. Erst mit der Entwicklung der Massenuniversitäten, in den 60er Jahren und nicht zuletzt aufgrund der immer größeren Zahl an weiblichen Studenteninnen gerieten Männerbünde in eine Krise. Viele Verbindungen mussten Ende 60er Jahre aufgrund von Mitgliedermangel aufgeben, in dieser Phase kam es innerhalb der DB zu Reformbestrebungen seitens der "liberalen" Burschenschaften. Geradezu "revolutionär" war ihr Vorschlag den Mensurzwang innerhalb des Verbandes aufzuheben und es den jeweiligen Burschenschaften zu überlassen ob sie das Fechtritual an ihren Mitgliedern vollziehen wollen. Der rechte Flügel der DB ,organisiert in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG), wehrte sich heftig gegen diese Reform versuche. Bei den Burschentagen 1969 und 1970 konnte Mann sich in dieser Frage nicht einigen. Es entstand eine patt Situation. Erst 1971 kam es zu einem Kompromiss:
Die rechten Burschenschaften stimmten der Abschaffung des Mensur-Zwanges zu. Dafür erfüllten die liberalen Bünde eine langjährige Forderung der Burschenschaftlichen Gemeinschaft indem ab diesem Zeitpunkt auch Burschenschaften aus Österreich die Mitgliedschaft im DB ermöglicht wurde. Dieser als "historisch" bezeichnete Kompromiss sollte das Gleichgewicht innerhalb des Verbandes erheblich nach rechts verschieben .Die am äußersten rechten Rand stehenden Österreichischen Burschenschaften verhalfen dem rechten Flügel zu einer Dominanz innerhalb des DB.
In den 70er und 80er Jahren gestaltete der Ultra-Rechte Flügel das Programm des DB maßgeblich:
Das völkische Prinzip wurde (wieder-) eingeführt, zahlreiche faschistische und erz-Konservative Personen wurden in DB-Burschenschaften aktiv. Versuche eine Unvereinbarkeit von Personen in DB-Burschenschaften und faschistischen Organisationen wie der NPD zu beschließen wurden stets abgelehnt.
Einen weiteren Rechtsruck gab es innerhalb des Verbandes 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung. Der rechte Flügel hatte denn ost-deutschen Burschenschaften maßgeblich bei ihren Neugründungen, oft schon zu DDR-Zeiten, geholfen und deren Programmatik entscheiden beeinflusst. Nun waren die "liberalen" Burschenschaften endgültig ins Hintertreffen geraten aufgrund der rechtsextremen Auswüchse in der DB spalteten sich 1996 acht Verbindungen ab um die Neue-DB einen eigenen, politisch rein konservativen Dachverband zu gründen. Die DB kann nicht per se als rechtsextremistisch bezeichnet werden, dafür ist das Spektrum zu weitläufig, welches von Konservativen bis zu strammen Rechtsextremen reicht. Dennoch spricht die Gründung der NDB und die Zahl der in der "Burschenschaftlichen Gemeinschaft", dem Sammelbecken der rechtsextremen Burschenschaften, vertretenen Verbindungen mit 43 Mitgliedsbünden, eine deutliche Sprache. Ebenso die oben erwähnten ausgeschlagenen Distanzierungsversuche der konservativen Burschen. Der Nationalistische Hochschulbund (NHB) der NPD ist bspw. ebenso personell in der DB vertreten. Dieser empfiehlt seinen Mitgliedern den Einstieg in Verbindungen des DB aufgrund des völkischen Nationalismus, dem männerbündischen Prinzip als auch der Traditionspflege. Zahlreiche rechtsextreme Persönlichkeiten tauchten in Vorträgen der DB bzw. in Verbindungshäusern von DB-Mitgliedern auf. Darunter Horst Mahler, Rolf Schlierer (Alter Herr der Giessener Burschenschaft Germania und Vorsitzender der Republikaner), Redakteure aus dem Umfeld der Jungen Freiheit und FPÖ-Kreisen. Auf dem Burschentag in Eisenach 1999 setzten sich dann auch die rechtsextremen Positionen in der DB durch, welche bspw. einen Antrag durch die DB für die Abschaffung des Volksverhetzungsparagrafen (der u.a. die Leugnung des Holocaust bestraft) forderten. Auch während den Auseinandersetzungen um die ``WehrmachtsausstellungAA standen ebenso Vertreter der DB mit Rechtsextremen in Reih und Glied wie beim alljährlichen Besäufnis auf dem Marburger Marktfrühschoppen. Letztes aufsehenerregendes Ereignis war ein Übergriff durch Neo-Nazis in München, bei dem ein Mensch fast zu Tode geprügelt wurde. Die Münchener Burschenschaft ``DanubiaAA versteckte in ihrem Haus den gesuchten Neo-Nazi, was sogar den CDU-Rechtsaussen Günther Beckstein dazu veranlasste vor den rechtsextremen Strömungen in der DB zu warnen.


Gießener Burschenschaft dient als Kaderschmiede der NPD.

Auf ihrem Bundeskongress im November 2002 wählten die Jungen Nationaldemokraten (JN) Stefan Rochow zu ihrem Bundesvorsitzenden. Stefan Rochow war zuvor bereits Chef des hessischen Landesverbandes und Bundesvorsitzender der Jungen Landsmannschaft Ostpreussen (JLO).Seine aktuelle Postadresse ist im Großen Steinweg in Gießen. Dort residiert die Burschenschaft Dresdensia-Rugia. Diese tritt nicht erst seit neustem als Kaderschmiede für die NPD in Erscheinung.


Junge Herren, Alte Träume
Hervorgegangen ist die Dresdensia-Rugia aus den Burschenschaften Rugia zu Greifswald und Dresdensia zu Leipzig. Erstere entstand "nach der 1848er Revolution, als die Verbindungen allmählich gesellschaftsfähig wurden." .Im Nazifaschismus wurde die Rugia eingegliedert. Als man nach dem Krieg keine Möglichkeiten hatte auf dem Gebiet der DDR an alte Traditionen anzuknüpfen, schloß man sich 1951 in Frankfurt mit der ebenfalls heimatlosen Burschenschaft Dresdensia zusammen. Erklärtes Ziel war es die Ursprungsburschenschaften in Greifswald und Leipzig neu zu gründen, sobald dies möglich wäre. Im Wintersemester 1969/70 musste die Verbindung "wegen Mangel an Mitgliedern" auf Eis gelegt werden. 1971 wurde sie in Gießen von fünf "abtrünnigen" Mitgliedern der Burschenschaft Germania reanimiert. Nach der Wende wurde die Ursprungsburschenschaft Rugia 1990 in Greifswald von örtlichen Studenten neu gegründet, woraufhin diese und die Dresdensia-Rugia zu "einer Burschenschaft die an zwei Hochschulen existiert" fusionierten.
Sie ist im Völkischen Dachverband Deutsche Burschenschaften (DB) organisiert und gehört dort zum äußersten rechten Flügel. So war die Dresdensia-Rugia Mitunterzeichner des revisionistischen Aufrufs `Freiheit für Königsberg` (1992) in dem die Abtrennung des Kaliningrader Gebiets von Russland und die Wiederansiedlung von Deutschen in Polen gefordert wurde. Dieser Aufruf wurde pikanterweise auch vom örtlichen RCDS unterstützt.


1987 wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Dresdensia Rugia der "Christlich Konservative Arbeitskreis Gießen/Mittelhessen" gegründet. Es folgten diverse Veranstaltungen mit Referenten aus dem revisionistischen, rechtskonservativen und neofaschistischen Spektrum, wobei der Arbeitskreis eine wichtige Scharnierfunktion zwischen konservativen und neofaschistischen Kreisen wahrnahm. Als Referenten wurden Personen aus dem extrem-konservativen bis faschistischen Klientel wie z. B. Rolf Schlierer (Bundesvorsitzender der Republikaner und Alter Herr der Germania Gießen) oder Dr. Hans Dietrich Sander (Autor im gesamten neofaschistischen Publikationsspektrum) geladen. Höhepunkt der Veranstaltungen war ein Vortrag von CDU-Rechtsausleger Heinrich Lummer, bei dem es zu massiven antifaschistischen Protesten kam. Daraufhin setzten die Alten Herren, die sich um das Image der Burschenschaft sorgten, unter Androhung der Beendigung der finanziellen Förderung, ein Ende der Aktivitäten der damaligen Aktivitas durch(1992).

Im folgenden wird an den Beispielen von drei Personen die Bedeutung der Dresdensia-Rugia für die nationalistische/völkische Szene verdeutlicht.


Dr. Wolfgang Traxel
Wolfgang Traxel ist Alter Herr der Dresdensia-Rugia. Er dürfte weniger für die Einstellung der Aktivitäten anfang der 90er verantwortlich sein, sondern tritt als Autor in zahlreichen rechten und neofaschistischen Puplikationen auf (Junge Freiheit, Nation+Europa, Criticon, Student, National Zeitung). Aktiv ist er u.a. im Bund dt. Unitarier/Mittelhessen (einer faschistischen Religionssekte), der _"Vereinigung alter Burschenschafter Leipzig" und dem "Ring freiheitlicher Studenten".


Jürgen W. Gansel
J.W. Gansel tauchte erstmalig 1995 als Student der Politikwissenschaften in Gießen auf. Damals wurde eine von ihm unterschriebene Erklärung der Dresdensia-Rugia veröffentlicht in der die Liquidation der "Deutschen Werte" durch die "Besatzer" anlässlich des 50 Jahrestages des Kriegsendes beklagt wurde . In den nächsten Jahren stieg er u.a. zum Vorsitzenden der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO)-Hessen, stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden von Hessen und Schulungsleiter der Jungen Nationaldemokraten (JN)-Hessen auf. Außerdem war er im NHB (Nationaldemokratischer Hochschulbund) aktiv. Heute schreibt er für die NPD-Postille "Deutsche-Stimme" in Riesa und die Zeitschrift "Opposition". Des weiteren wurde er in den Bundesvorstand der NPD gewählt. Den Grundstein für diese politische Laufbahn legte Gansel durch die Teilnahme an verschiedenen Demonstrationen der "Freien Kameradschaften" und der NPD wie bspw. 1997 in Marburg oder am 1.Mai 2000 in Wetzlar, wo er als einziger Teilnehmer mit einer Fahne der "Freien Kameradschaften" marschierte.


Ab 1998 fanden erneut Veranstaltungen in ihrem Burschenhaus statt. Höhepunkt war im Mai 2000 eine "Vortrags und Diskussionsveranstaltung mit `dem Publizisten Dr. Claus Nordbruch". Dieser studierte in Süd-Afrika, wo er unter anderem damit beschäftigt war Kontakte zwischen örtlichen und deutschen Faschisten zu knüpfen. Diese Veranstaltung wurde von "recht unangenehm aussehenden Schläger-Nazis" gesichert. Es erschien die gesamte lokale "NPD-Prominenz" aus dem Lahn-Dill-Kreis/Ehringshausen (u.a. Alfred und Doris Zutt, Thomas Hantusch, Frank Ludwig) und der Wetterau (u.a. Volker Sachs).

Im Dezember 1999 wurde der Hausmeister der Burschenschaft "Normannia-Leipzig zu Marburg" durch "Sieg-Heil"-Rufe geweckt. Er beschwerte sich bei den anwesenden Burschen über Ruhestörung, was zur Folge hatte, dass er mit Jürgen W. Gansels Luftgewehr beschossen wurde.


Stefan Rochow
Kurze Zeit nach dem Verschwinden von Gansel tauchte Stefan Rochow (*1973) in Gießen auf. Rochow war zuvor in Greifswald aktiv. Dort arbeitete er bereits in der JLO und dem Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB). Sein Bruder Matthias, ebenfalls Aktivita der Rugia zu Greifswald, ist dort stellvertretender NPD-Vorsitzender und sitzt außerdem im Bundesvorstand des NHB.

Stefan Rochow wurde kurz nach seinem Umzug nach Gießen am 19.Januar 2001 in Ehringshausen zum hessischen Landesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten gewählt.

Nach dem Auftauchen Rochows kam es in Gießen vermehrt zu Neonazi-Aktivitäten an der Universität. Wiederholt wurden schwerpunktmäßig Gebäude der Bereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaften mit Aufklebern der JN und faschistischen und insbesondere antisemitischen Schmierereien verunstaltet.

Im August 2002 war Rochow maßgeblich an der Organisation der "NPD-Wahlkampftour" beteiligt. Die NPD-Hessen versuchte im Vorfeld der Bundestagswahl in einer Woche 10 Veranstaltungen in verschiedenen Städten durchzuführen und wurde dabei meist mit Lärm und Eiern von GegendemonstrantInnen empfangen.

Im November 2002 wurde Rochow auf dem Bundeskongreß der JN im hessischen Kirchhain zum Bundesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten gewählt.

Am 26.11.2002 kam es zu einem Umtrunk im Haus der Gießener Burschenschaft "Germania". Dabei waren u.a. auch die Burschen der Dredensia-Rugia, einschließlich Stefan Rochow, anwesend. Die Germania, ebenfalls im DB organisiert, distanziert sich offiziell von der Dresdensia-Rugia. So sei sie, laut dem ehemaligen Altherren-Vorsitzenden der Germania Dr. Horst Menzinger, "von der Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Gießener Burschenschaften ausgeschlossen worden." Dass in der Realität die Dinge etwas anders liegen beweisen die Vorgänge des Abends: "Gegen 22 Uhr verließen ca. 20 Burschenschafter das Gebäude der Germania. An ihren Uniformen waren diese als Mitglieder der Burschenschaft "Dresdensia-Rugia" (Großer Steinweg) und der Landsmannschaft "Darmstadtia" (Alter Wetzlarer Weg) zu erkennen". Das Haus der Germania liegt pikanterweise genau gegenüber dem AK44, einem linken Kulturzentrum und Infoladen. "Im Mob befand sich auch Stefan Rochow" [...] "Laut gröhlend zogen die Burschenschafter am AK44 vorbei und beschimpften die anwesende Personen". Sprüche, wie "Ignatz Bubis ab ins Gas", "wir sehen uns im Arbeitslager" und "schwule Kommunisten" seien gefallen. "Ca. 15 Minuten später griff die Gruppe einige Personen die sie für Linke hielten, an." Die Angriffe konnten jedoch, laut dem Augenzeugenbericht, abgewehrt werden.

Am ersten Tag des Irak-Krieges diente das Haus der Dresdensia-Rugia als Rückzugsort für eine kleine Gruppe Neonazis, die zuvor in der Nähe des US-Depots in Gießen unter einem NPD-Transparent gegen den Irak-Krieg demonstrierten.

Am 29.März 2003 sollte Rochow dann bei der `Bundesweiten Großdemonstration des Nationalen WiderstandesA in Hanau, unter dem Motto "Schluss mit der U.S.-Tyrannei" als Redner auftreten. Dort tauchte er jedoch nicht auf.

Fazit:

Die Dresdensia-Rugia ist eine bundesweit bedeutende Kaderschmiede für die NPD und andere faschistische Organisationen. Außerdem stellt sie durch ihre Kontakte zu anderen Verbindungen einen Schnittpunkt zwischen konservativen und faschistischen Strukturen (u.a. Freie Kameradschaften und vor allem NPD) in Gießen dar. In den letzten 13 Jahren hat es innerhalb der Verbindung einen Rechtsruck gegeben, in dem sie sich vom rechten konservativen Spektrum auf eindeutigen NPD-Kurs katapultierte.
Trotzdem dürfte es nach wie vor reichliche Kontakte zu örtlichen konservativen Kreisen inkl. Der CDU, geben. Auch sollte die Funktion rechtsextremer Studenten als potenzielle intellektuelle Avantgarde nicht unterschätz werden.





1. vgl. Die braune Elite von Morgen Antifaschistisches Infoblatt Nr.58, S.18-23
2. Mitteilungsblatt der Burschenschaft Dresdensia-Rugia/Okt.1990
3. Setter, Jürgen: Kleine geschichte der Verbindungen in Gießen
4. Die braune Elite von Morgen, AIB Nr. 58, S. 18-23
5. vgl. VANU-News Nr. 6, Mai-Dezember 1995
6. VANU-News Nr.14, April-September 2000
7. vgl. VANU-News Nr. 13, Dezember 1999-April 2000
8. vgl. Neonazi-Aktivitäten an Gießener Universität, Antifaschistische Nachrichten Nr. 5/2002, S. 10
9. vgl. Giessener Anzeiger vom 26.06.01
10. Giessener Burschenschaftsszene radikalisiert sich, Augenzeugenbericht www.forumgiessen.de






Termine:
24.6.2003 20Uhr , Kerkradezimmer/Kongresshalle Giessen
?Burschenschaft und Rechtsextremismus?
mit Dr. Dietrich Heither(Sozialwissenschaftler, Wiesbaden)

26.6.2003 20Uhr, Alte Uni-Bibliothek Giessen
?Brauchtum und Deutschtümelei- eine Innenansicht?
mit Stefan Peters(ehemaliger Korporierter)

28.6.2003 12Uhr, Kirchenplatz Giessen
Demo:?Keine Festtage der neo-faschistischen Burschenschaft Dresdensia-Rugia oder anderer Verbindungen!
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Ergänzungen

Landsmannschaft Darmstadtia nicht beteiligt

Markus Gail 23.06.2003 - 15:55
Die Landsmannschaft Darmstadtia Gießen im Coburger Convent hat seinerzeit dementiert, an dem dem genannten Vorfall beteiligt gewesen zu sein:

 http://groups.google.de/groups?hl=de&ie=ISO-8859-1&as_umsgid=1fn3ev4.ovxqyow1cw74N% gail@gmx.de

Weiterführende Informationen:

Erklärung des Coburger Convents gegen Extremismus:
 http://www.coburger-convent.de/ccblaetter/ccblaetter011/rechtsextremismus.html

Maßnahmen des Coburger Convents gegen Extremismus:
 http://www.coburger-convent.de/faq/allgemeines.html#rechtsextremismus

News-Artikel

Markus Gail 23.06.2003 - 16:08
Bei der letzten Anmerkung wurde die Adresse des Artikels zerhackt. Neuer Versuch:

News-Artikel im Google-Archiv

Landsmannschaft Darmstadtia nicht beteiligt

Markus Gail 23.06.2003 - 16:33
Unter dieser Adresse ist der genannte News-Artikel abrufbar:

 http://groups.google.de/groups?q=Landsmannschaft+Darmstadtia+nicht+beteiligt

(Die obigen Angaben funktionierten wegen fehlerhaft interpretierter Sonderzeichen nicht.)

Demonstration gegen Burschenschafter Milieu

30.06.2003 - 18:18


von AK Keilerei - 30.06.2003 12:35
 http://www.de.indymedia.org/2003/06/56331.shtml

Tagung über Eliten, Männerbünde, Vaterland

30.06.2003 - 18:37

5. Juli 2003,
Marburg: Tagung über
Eliten, Männerbünde, Vaterland
 http://www.p-kw.de/

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