neues von den anarchisten

bei feuer 21.06.2003 19:05 Themen: EU Gipfel Thessaloniki Globalisierung Repression
Die anarchistische Demonstration "geraet" nach 15min nach Abmarsch in die ersten Riots
18:15 Die anarchistische Demonstration verliess mit 3000 Menschen geschlossen die Universitaet. An
der ersten Strassenkreuzung wurden auf dem Dach positionierte kommerzielle Kameramenschen mit
Leuchtspurmunition vertrieben, ebenso alle die auf der Strasse unterwegs waren.
Direkt vor dem Hauptgebaeude der Komunistischen Partei griechenlands kam die Demonstration zum stehen,
da die Absprache besteht nicht auf die anderen Demonstrationen zu treffen. Waehrendessen wurde das Eingangsportal
der KKE verwuestet. Die mit Riotcops praesente Polizei griff allerdings erst mit Traenengaseinsatz
an als die erste Bank angegriffen wurde. Die Demonstranten verteilten sich teilweise auf die Seitenstrassen
wo ebenfalls Banken und Juweliere angegriffen wurden. kleine Laeden wurden volstaendig verschont, allerdings
wurde ungeachtet dessen, dass in diesen Haeusern Menschen wohnen Feuer gelegt, und es kam imer wieder zu
ungezielten Steinwuerfen aus der Demomitte. Die Polizei setzt massiv Traenengas ein, greift aber
nur kleinere Gruppen gezielt mit knueppeleinsatz an.

Die polizei greift den philosophischen teil der universitaet an,
welcher mit Molotovcoktails verteidigt wird, Traenengasnebel verschleiern die Sicht, bis jetzt gibt es dreissig verhaftungen.
Die Polizei errichtet alle 20m strassensperren auf der Hauptstrasse.
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Ergänzungen

KP angreifen, Kommunisten den Mund verbieten

Kommunist 21.06.2003 - 20:16
das kennt man doch sonst nur von Faschisten. Greift mal eure wirklichen Feinde an, GenossInnen Anarchisten. Ich bin zwar Kommunist, aber ich find die Riots gegen EU trotzdem gut, ob sie von anarchos oder kommies gemacht werden. Aber wer Einheitsfront will, kann seine Einheitsfrontkollegen nicht angreifen. wie man in den Wals hineinruft, schallt es ebenso wieder raus. ein solches ergebnis kann aber weder von kommunisten noch von anarchisten gewollt sein,m oder irre ich mich da. vielleicht waren´s auch zivis, wer weiß. die täter sollten jedenfalls zur rechenschaft gezogen werden. falls es linke waren politisch, nicht juristisch. die anarchisten sollten zumindest stellung nehm,en zu den angriffen auf die kp. sonst sind sie als bündnispartner nicht zu gebrauchen. hast du angst davor, über-mir-poster? ich bin kein anarchistenfresser, es geht um einmheit und fairen umgang

hm....

bx 21.06.2003 - 20:27
ich find auch nicht sehr produktiv. in griechenland gibt es seit jahren schwere kämpfe zw. autoritären und antiautoritären, ich glaube, die bleiben sich nichts schuldig, will also auch keine partei ergreifen. ich finde aber die leute sollten iohre energie für sinnvollere aktionen einsetzen.

hab ich das richtig verstanden...

john_reed 21.06.2003 - 20:27
daß die Geschäftsstelle der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) von Teilen der Demo angegriffen wurde?
Falls dem so sein sollte, finde ich das einfach unerhört. Die KKE hat im Juli 2001 knapp 20 Busse nach Genova organisiert und hat, als die italienschen Bullen die Busse nicht einreisen lassen wollten, mit einer großen Geschlossenheit die Einreise durchgesetzt. Ich habe damals mit einigen jungen GenossInnen aus der KKE gesprochen und habe mich gefreut, daß da so viele aus Hellas nach Italia gereist sind. Jetzt hier wegen alter Grabenkämpfe zwischen Mike (Bakunin) und Kalle (Marx) GenossInnen das Haus zu zerdeppern, ist nicht nur unsolidarisch, sondern auch völlig unsinnig. Es sei denn es steckt als Ziel dahinter, mal selber als großer Macker/große Macke dazustehen und den Hanswurst für die Bullen zu mimen.

Gibt es denn in Thessaloniki keinen Mc Donalds, kein Lufthansa oder 'ne Rüstungsklitsche wie Daimler, um die angestauten Frustpotentiale abzulassen? Außerdem habe ich gelesen, daß in Thessaloniki einigen tausend Bullen und Militärs stationiert sind - die stehen schließlich für Festung EUropa, NATO und Kapital da und bieten sich als Kontrahent viel eher an als die KKE, oder?

Naja, vielleicht kommen ja noch aktuellere News im Laufe des Tages über den Ticker und runden das bisherige (bruchstückhafte) Bild ab.

Allen GenossInnen in Thessaloniki rsp. Chaldiki viel Erfolg!
Und haltet die Augen auf, denn am Abend könnten die Cops wieder Massenfestnahmen durchführen wie in Göteborg, Genova oder Geneve.

Re:

... 21.06.2003 - 21:04
also falls de KKE wirklich eher Stalinisten sind kann ich den Hass der Anarchos auf de KKE verstehen und falls es auch stimmt das de KKE in der vergangenheit wirklich anarchos bei demos an de bullen ausgeliefert haben dann versteh ich deren zorn noch mehr ...
falls beides nicht der fall sein söllte finde ich es ziemlich dumm und finde das se die KKE doch machen lassen sollen was se will ...

Wollt ihr das nicht verstehn, oder was?

Kommunist 21.06.2003 - 21:32
Es spielt keine Rolle ob Stalinisten oder Anarchisten die Leidtragendne im Konkreten Fall sind. Und was sind das für Gerüchte um Auslieferungen. Ohne Beweise bedeutet dass nur böses Blut. Vielleicht sollten die Linken mehr miteinader statt überinander zu sprechen. Ähnliche Verhältnisse wie zwischen Kommiews und Anarchos gibts auch in Tschechien. Es geht nicht um eure Eitelkeiten, es geht um die Eroberung der Welt durch die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten. Es geht nicht um "Ich bin der/die tollste" und "wir haben immer recht" und "die sind eh nur verräter...". Tätliche Angriffe auf den "geliebten Feind" sind nicht produktiv und vertiefen die kluft zwischen den Lagern. Abstand und Abgrenzung ist das eine, auf einander losgehen ist was anderes. Anmerkung: In Griechenland gibts die KKK, die KKE und die PDS-ähnlichwe Synaspimos. Wer genau was ist könnte ein "Griechianer"(George Bush)-Kundiger mal erläutern.Bzw ein solch kundiges weibl. WEsen. Wer halt gerad Lusst uznd Zeit hat dafür.

An alle vor Ort
Burn the Rich in Thessa!

oh man!

öööö 21.06.2003 - 21:42
ooh man,

warum greifen die anarchisten die kommunisten an?!

was soll sowas!


jetzt weiss man auch warums nn streit zwischen den gibt!


nur ma nebenbei,


die kommunisten haben 6% bei wahlen bekommen! :)

KKE sind Nationalbolschewisten

XXX 21.06.2003 - 21:44
Ausser der Veehrung Stalins, machen die fremdenfeindliche Demonstrationen. Ausserdem sind sie eine total etbalierte Partei (wäre so, als wenn die KPF der PDS im Parlament wäre)

Aberegal ob wir das nun toll finden oder nicht - Kommentare auf Indymedia.de ändern die politischen Verhältnisse nicht und haben auch keinen Einfluss auf die Streitigkeiten zwischen den linken Flügeln in Grichenland. Sparts Euch also!


Was viel krasser ist: Das erste mal seit der Diktatur (1973) greifen Bullen eine Universität an! Das sollte mal allen ganz gewaltig zu denken geben! Die Dämme brechen...

@xxx: Beweise bitte

Mohammed Said al Sahaf 21.06.2003 - 22:07
Was an der KPF der PDS etabliert ist, möchte ich jetzt gar nicht wissen. Jede Bewegung die wächst kann man ja ab einer gewissen größe als etabliert bezeichnen. VIelmehr ist schon wieder jemand mit unüberlegten Vorurteilen dabei Gräben aufzureißen. Mir scheint es eher so, als ob den Antistalinisten der Stalin wichtiger ist als den Stalinisten. Antithetische Fesselung nennt man sowas. Im übrigen ist nicht nicht antinational sein noch kein nationalbolschewismus. Schon vor dem 2. Weltkrieg hat die Kommunistische Bewegung den Patriotismus als ideologische WEaffe im Klassenkampf entdeckt. Ich bestreite jetzt errstmals Verbindungen der KKE mit Strasseristen und behaupte sie sind antifaschisten.

Mohammed Said al Sahaf schreibt Müll

21.06.2003 - 22:40
Toll daß dieser Saddam Hussein-Anhänger ausgerechnet die Stalin-National-Fraktion der grichischen Kommunisten verteidigt. Es gibt durchaus ne Menge vernünftiger kommunistischer Strömungen in Greece. Aber Mohammed Said al Sahaf verteidigt ausgerechnet die nationalistischen, ausländerfeindlichen Stalinos der KKE. Typisch. Mohammed Said al Sahaf ist wahrscheinlich aus dem Umfeld der KPF der PDS? Würde jedenfalls passen!

hm...

Desperado 21.06.2003 - 22:40
Es geht eben nicht darum, das die Arbeiterklasse die Welt erobert...es geht darum das alle Menschen frei sind und selbst entscheiden was sie tun und lassen...
Ich solidarisier mich auf jeden Fall mit dem Angriff auf die KKE, es ist egal ob der Totalitarismus von rechts oder links kommt, er muss bekämpft werden...Stalinisten sind nicht im geringsten libertär, sie wollen keine soziale Revolution und wer Anarchist(inne)n an die Bullen ausliefert gehört auch angegriffen...Punkt aus!

Die Linken

Kommunist 21.06.2003 - 23:23
sind nur zur Zusammenarbeit fähig, wenn sie vereint im Lager sitzen, das kennen wir aus der Geschichte. so lange sich das nicht ändert bleibt alles auf Sektenniveau. und diese autoriäre/antiautoritäre-Schablone ist für den Müll. WEnn das Posting mit der Gleichsetzung wirklich von einem Anarchisten/einer Anarchistin kommen sollte, muß er/sie sich wohl in der eigenen Bewegung kaum auskennen. Klassenanalyse ist auch Teil der ernsthaften Anarchistischen Theoriewelt. Zu der 95% der Leute die sich in Deutschland Anarchisten nennen nicht gehören. Im übrigen bleiben diejenigen die die Behauptungen gegn die KKE aufstellen ohne sie zu belegen Lügner. Ich bin dazu der Ansicht daß die Verleumdungen gegen die KKE nicht von Anarchisten kommen, sondern von Provos und Spitzeln. Was ihr könnt, kann ich auch

Ho 21.06.2003 - 23:40
"nationalistischen, ausländerfeindlichen Stalinos der KKE."

Begründe und Beleg mal kurz deine Behauptungen gegenüber der KKE. Ich meine zu wissen das die KKE eine Bruderpartei der DKP ist und die lehnen Stalin ab.

stimmt nich...

Desperado 21.06.2003 - 23:42
Die autoritär/antiautoritär-Diskussion ist nicht sinnlos, ganz im Gegenteil!
Macht korrumpiert immer, auch Kommunisten, die erste Erfahrung aus der Geschichte.
Die Antiautoritären, zum Beispiel die Anarchos waren immer mit die ersten die abgeschlachtet wurden nach einer erfolgreichen Revolution, in der sie mit den Kommunisten "in einem Lager" waren, das ist die zweite Erfahrung aus der Geschichte.
Der Staats-und Parteiensozialismus ist gescheitert, so wie alle anderen Systeme auch, ob in der DDR, in Kuba oder in Nordkorea, das Ergebnis waren immer Diktaturen.
Es gibt sicher vernünftige, libertäre Kommunisten, die nichts mit Parteien oder Zwangssystemen am Hut haben, alles andere ist mir suspekt, ob die sich nun MLer nennen, Maoisten, Stalinisten, Doofmänner, Antideutsche oder was auch immer. Dogmatisch und totalitär bleibt dogmatisch und totalitär. Ich will mit autoritären nicht in einem Lager sein, da ist mir Spaltung lieber und geklärte Fronten. Eher arbeite ich mit vernünftigen Menschen aus reformistischen Kreisen zusammen, deren Ziele sind oft richtiger, der Weg dahin nur oft falsch aufgrund falscher Analysen, das ist aber allemal besser als den Weg gemeinsam zu gehen, weil man ja ach so linksradikal ist, nur um dann festzustellen das die Ziele konträr sind.

?

Desperado 22.06.2003 - 00:39
Wie definiert ihr denn "die Linke des Kapitals"? Dazu würde ich Anarchisten ja mal nicht zählen, Parteien dagegen umso mehr, als sie integrierte Bestandteile des Parlamentarismus und des Kapitalismus sind.
Sicher sind auch Kommunisten in revolutionären Bündnissen abgeschlachtet worden, wenn sie sich der Meinung der neuen Regime widersetzt haben (Trotzki!?!).
Ich würd es kaum als "Punkt für Rot" bezeichnen, das Kommunisten die tragende Kraft aller bisherigen Revolutionen waren, gescheiterte Revolutionen haben entscheidende Vorzüge, ich lebe jedenfalls lieber in einer bürgerlichen Demokratie als in einer "sozialistischen" Diktatur.
Das einzige Dogma, das du mir vorwerfen könntest, wäre dasjenige das ich unter allen Umständen für Anarchie bin und für nichts anderes, kein System. Das ist aber insofern kein Dogma, als innerhalb dieser Anarchie manche Menschen, wenn sie sich denn so entscheiden, auch unter kapitalistischen Bedingungen produzieren können und andere, wenn sie es gerne so haben, von mir aus ihren kommunistischen Führerkult aufbauen können.
Zu der schwachsinnigen Aussage vom totalitären Kommunismus fällt mir nur ein Zitat Rudolf Rockers ein: "Denn der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein!".
Jedenfalls funktioniert Anarchie nur dann, wenn sie absolut antitotalitär ist.
Das kann euch aber ja egal sein, da ihr scheinbar ne Diktatur vorzieht. Dagegen würde ich aber unter allen Umständen kämpfen, und zwar noch bevor ich den Kapitalismus bekämpfe, das geht auch nicht anders...erstmal vor der eigenen Tür saubermachen, würd ich sagen. In diesem Sinne ist der Angriff auf die KKE absolut zu rechtfertigen, denn eine solche Partei (lest mal auf der etwas weiter oben angegeben Homepage die Selbstdarstellung - ekelhafte Selbstbeweihräucherung) ist wirklich Teil der kapitalistischen Linken.

Re:

... 22.06.2003 - 02:26
ich persönlich hab überhauptnix gegen kommunismus solange dieser nicht in irgendeine autoritäre form ausartet wie es im "realexistierenden Sozialismus" (obwohl es mich schon anwidert die scheisse die da über ein halbes jahrhundert so lief so zu bezeichnen) ich mein rätekommunismus ist sogar was verdammt gutes finde ich nur was lies lenin den zum beispiel durch trotzki machen er lies die arbeiter- und soldatenräte in saknt petersburg einfach zusammenschießen weil sie sich keiner parteilinie unterordnen wollten ...
tolle sache echt was is man für ein "linker" wenn man meint mensch bräuchte ein autoritäres system da eh jeder außer die ach so tollen berufsrevolutionäre der KP zu dämmlich wären ein "gerechtes" und "freies" system zu schaffen ...
ich will weder was mit reformisten zu tuhen ham die sich irgendwann diesen menschenverachtenden system anbiedern in dem wir leben noch will ich irgendwas mit irgendwelchen autoritären kommunisten arschlöchern zu tuhen haben die meinen das sie viel besser wüssten was für die menschen besser wäre ...
ich bin der meinung das man nur eine bessere, gerechtere und freiere welt schaffen kann wenn jeder an dieser welt partizipieren kann und jeglichen politischen entscheidungen basisdemokratisch getrffen werden ...

KKE sind scheisse

Armin 22.06.2003 - 02:49
Vor einigen Jahren gabs eine Demo, wo sie die Attacken der Anarchisten, die hier sonst beileibe nicht so gewaltig sind, wie immer alle meinen, sondern auch nicht viel anders wie bei uns (Schutzbewaffnung ist in Griechenland erlaubt und auch die Knueppel-Fahnen sind total ueblich, sieht halt dann toll aus auf Indy-Seiten). Die Ordner der Kommunisten gingen mit ihren Knueppeln auf die Anarchisten los und lieferten etwa 150 der Polizei aus. Eine Festnahme bedeutet hier zuerst einmal auf der Wache zusammengeschlagen zu werden, das mit Beweislage und Bussgeld wird eher wenig gemacht. Es spielt die politische Frage also eine untergeordnete Rolle. Die Kommies wuerden das jederzeit wieder tun und deswegen kriegen sie halt bei jeder Gelegenheit genauso eins aufs Maul wie andere Uebeltaeter.

Der erste Satz

Kommunist 22.06.2003 - 03:38
ist irgendwie wirr. das kann jedem mal passieren. ich versteh nur was von Attacken der Anarchisten. Da der Sinn wie gesagt nicht richtig rüberkommt machen Antworten nur wenig Sinn. Haben die Anarchisten die Kommunisten angegriffen oder die Bullen? Falls die Kommunisten sich nämlich angegriffen fühlten (physisch) kann ich die Schutzreaktion verstehen. Falls dies nicht der Fall war ist dies als falsche Maßnahme der KP zu verurteilen. Gibt es Erklärungen BEIDER SEITEN zu dem Vorfall? Wenn Kritik dann bitte Fundiert. Deine Jedm-aufs-Maul-Mentalität ist noch viel mehr Scheiße als es die KKE jemals sein kann. Hier geht es nämlich nicht um Kämpfe über die Barrikade, sondern innerhalb unserer Seite. Jeedenfalls versthe ich das so. vielleicht leigen deine Frontlinien ja ganz anders als die der objektiven Klassenlage. Was ich mal nicht hoffe, da sich eine Diskussion erübrigt

jetz mal langsam

anarcho 22.06.2003 - 05:07
ob ein angriff auf die kke nun not tut, mal dahin gestellt.
das gelabere hier ist jedoch absoluter scheiss.

da hör ich reformisten - guten morgen und aufgewacht, es sind faktisch einfach kommunisten eher die, die sich reformistisch einbringen. das heisst zum beispiel in form von parteien wie...
das anarchisten mal auch um das hier und jetzt kümmern, wenn die grosse revolution nicht in sicht ist oder es vorziehen zu leben anstatt umgebracht zu werden steht auf einem anderen blatt. die projekte, die funktionieren und wirklich radikal anders sind, sind anarchistisch.
die sovietunion zb was war denn da sooo radikal anders? was war denn da effektiv sozialisch. vieleich war es ja noch nichtmal reformistisch sondern ...
china was soll den da irgendwie revolutionär dran sein?

und heute, was machen den kommunisten so revolutionäres? si bauen irgendwelche organisationen auf. sie binden leute in die organisationen ein und binden die organisationen in den staat ein. wer was anderes will wird mundtod gemacht. toll und absolut toll. und wenn du mir schon mit spanien kommst, dann konter ich mit den räterepubliken. dann können wir uns noch ein paar jahre streiten, wer nun die grössten verräter waren.
es bleibt nur eins entweder du machst dich unabhängig von den organisationen, die in den staat eingebunden oder du bist eingebunden. dazwischen gibts nichts. wenn du das bewusst machst, wie es anarchisten tun, weil es der notwendikeit entspricht ist es nicht toll, aber immer noch besser in einem kollektiv zu arbeiten als in einem kapitalistischen betrieb. wenn ihr meint das wäre revormistischer als sich in parlamenten zu beteiligen, dann muss ich sagen, das ist schon ganz schön verblendet.

klar ist ein anarchistisches projekt, das in einem system steckt eher reformistisch, jedoch nie so reformistisch wie eine komunistische partei die auch in einem system steckt.

das projekt hat aber schon noch das bewusstsein darüber, dass es nicht die lösung ist, und es ist zumindest ein ansatz von dem aus anderes entwickelt werden kann. aus der isolation innerhalb der schliessfachkultur des systems wird gar nichts. dieser reformismus ist eigentlich bei kommunisten auch nicht so fremd, haben es doch vor ein paar jahrzehnten sogar kommunisten soweit gebracht die eine oder ander jugendorganisation, den einen oder anderen sportverein auf die beine zu stellen. wass soll der scheiss.
das einzige was kommunisten und anarchisten wirklich unterscheidet ist das kommunisten meinen mit dieser abstrakten abschaffung des "kapitalismus" alle anderen probleme auch gelösst zu haben. der unterschied ist, dass kommunisten meinen ein unterdrückungssystem aufbauen zu können, weil es sich ja so ... wutsch ... von selber auflöst wenn der kapitalismus abgeschaft wäre. vorallendingen aber das kommunisten nicht kapieren, dass in einem unterdrückungssystem der kapitalismuss niemals abgeschaft wird. sozialismus ohne freiheit ist genausowenig möglich wie freiheit ohne sozialismus ist ein wahlspruch der anarchisten und die freiheit greift ihr an und damit auch den sozialismus.
ende aus. ich les es mir auch nicht nochmal dur - weil um die auseinandersetzung ernsthaft und hintergründig zu führen bedürfte es ohnehin eines dicken buches, dass ihr dann sowieso nich lesen würdet weil das darinstehende weder auf marx noch auf lenin zurückgeführt werden könnte und ihr mal selber denken müsstet. ausserdem ist das sowieso unsinn weil irgendwie würde das ja wieder genau in euren kommunisten-unsinn hineinführen. ihr würdet, wenn ihr es für richtig erkennen würdet es wird als das einzig wahre ansehen und versuchen alles damit zu erklären ohne irgendwie zu erkennen, das anarchie nichts für leute ist, die irgendwelche führer, vorredner vorkauer oder galionsfiguren brauchen. vergiss den blödsinn weill wenn du das meinst irgendwo irgendwelche fürer zu finden wie die "durrutis" oder sonst was, hast du schon was grundsätzliches nicht verstanden: anarchisten lehnen herrschaft ab. auch solche autoritäten. wir denken selber und lassen nicht denken.
in dem sinne einen schönen abend und nochmal ich bedaure trotzdem einen angriff auf kommunisten - auch wenn sie nicht selber denken wollen. kommunisten sind hier nicht meine feinde, sondern der kapitalismus und dieses scheissystem.

@Desperado etc.

Rote Rübe 22.06.2003 - 10:48
- "egal ob der Totalitarismus von rechts oder links kommt..." - Die Totalitarismustheorie kommt jedenfalls von rechts, oder was soll bürgerliche Geschichtsschreibung und Theoriebildung anderes sein? So wie die Befreiung des Einzelnen, die Voraussetzung für die Befreiung aller ist, ist die Befreiung von Ausbeutung/Verwertung und ihren Folgen(Konkurrenz, Warenverhältnis, Entfremdung, u.a.) die Voraussetzung für die Befreiung des Induviduums. Keine Soziale Revolution ohne Kommunismus. Die berechtigte (linke) Kritik am Stalinismus veludert hier zum antikommunistischen Kampfbegriff. Nur solidarisch geht's weiter.
- "ich lebe jedenfalls länger in einer bürgerlichen Gesellschaft, als in einer sozialistischen Diktatur..." - Diese unter den heutigen Verhältnissen eher konstruierte Wahl, lässt sich hier in den Metropolen, auf den Leichenbergen des Trikonts einfach stellen. Dort ist diese Frage durch die ökonomischen Bedingungen schon beantwortet.
Kapitalismus abschaffen!

Anarchismus vs. Kommunismus

Fred 22.06.2003 - 13:51
Wer Kommunisten unterstellt, dass sie keine freie Gesellschaft wollen, der hat weder von Kommunismus noch von Freiheit eine Ahnung.
Das erste kann man/frau im 'Kommunistischen Manifest' nachlesen.
Freiheit:
'Jedem nach seinen Beduerfnissen, jeder nach seinen Faehigkeiten',
'Die freie Entwickung eines jeden ist die Bedingung fuer die freie Entwicklung aller'.
Die Freiheit des einzelnen endet natuerlich da, wo diese Prinzipen verletzt werden, zb. Ausbeutung ist verboten.

zur Freiheit: Ernst Bloch: 'Freiheit und Ordung' aus 'Das Prinzip Hoffnung'

kke

kommie 22.06.2003 - 16:03
wie heißt es doch so schön:
es gibt leute, die sich gegenseitig in die pfanne hauen, und leute, denen die pfanne gehört.
also, acuh wenn die kke nicht gerade die idealpartei ist, gibt es doch wirklich andere gegener zuerst zu schlagen.

@ Fred

22.06.2003 - 16:51
Und die praktische Umsetzung:
Kronstadt, Prager Frühling, Ungarn 1956, Platz des Himmlischen Friedens 1989
Sag jetzt nicht "nein, das war ja kein richtiger Kommunismus"! Fast alle Kommunisten die ich treffe, versuchen den Stalinismus zu verharmlosen oder schön zu reden ("war halt notwendig" bla bla). Freiheitliche Kommunisten sind eher die Ausnahme und gibts vielleicht in Italien (Cobas), aber nicht in Dtl.

An die Kommies/Nie wieder Einheitsfront!

Anarcho 22.06.2003 - 16:59
Wir haben ja geshen wohin ne Einheitsfront mir den Kommis führt ! In Spanien sind sie uns in den Rücken gefallen und auch Machno haben sie mehrfach verraten ! Daher finde ich die Aktion gegen die KP durchaus legitim!!
Keine Bündnis mit autoritären Staatskommis!!!!!

@ Pseudo-"Anarcho"

anarchia si 22.06.2003 - 17:12
Hab den Eindruck, Du bist ein Troll. Wenmeinst Du mit "unsi n den Rücken gefallen"? Du hast damals gar nicht gelebt. Auch waren das damals Anarchosyndikalisten und keine deutschen Kinder, die sich für Anarchos halten.
Tsss

@22.06.2003 15:51

Fred 22.06.2003 - 20:46
Was hat den der Anarchismus an praktischen Umsetzungen zu bieten? Nur wer nix macht, macht keine Fehler.

Wie oben Poster 'Desparado':
'ich lebe jedenfalls lieber in einer bürgerlichen
Demokratie als in einer "sozialistischen" Diktatur.'

Im uebrigen wird sich jede (auch zukuenftige) Gesellschaft gegen ihre Feinde verteigen muessen. Das nennen diese dann auch immer 'Diktatur'.

Tja, Fredi

steck dir den Honnecker in den Arsch! 23.06.2003 - 02:37
Tja, was gabs denn da so an antiautoritären Gesellschaftsversuchen?
Die Düsseldorfer Commune, die Räterepublik in München, Kronstadt, die Ukraine, Spanien 36, Ungarn 56, Argentinien 2002
Alle Versuche, freie sozialistische Gesellschaften aufzubauen, wurden von autoritären Kommunisten und/oder Faschisten zerschlagen. Oft sogar gemeinsam!
Der Spruch mit "gegen Feinde verteidigen" ist typische Rethorik für Euch Stalinos, um jeden Widerspruch in Blut zu ertränken!

ich habe das kommunistische manifest gelesen

ich 23.06.2003 - 10:29
das ist auch dünn genug!
nicht nur das, auch die aufzeichnugen zur 1. internationale, den briefverkehr zwischen marx und bakunin, das kapital(obwohl das zu dick ist um damit irgendwas zu begründen, bzw sich damit alles begründen lässt - ist 'ne gute kapitalismusanalyse aber nicht mehr). zusätzlich auch einige reden und briefe von marx. ok?

ich glaube nicht den kommunismus verstanden zu haben, aber ich denke genug verstanden zu haben, um zu sehen das dass auf unterdrückung hinausläuft!

ich glaube wenn du meinst das kommunismus irgendwas mit freiheit zu tun hat, dann hast du etwas grunsätzliches im streit zwischen kommunisten und anarchisten nicht verstanden!

der punkt ist, das anarchisten hersrchaft ablehnen und diese ablehnung jeder(!) herrschaft aber von kommunisten seit je her angegriffen wurde. freiheit im herrschaftsverhältnis gibt es aber nur für die herrschenden. wenn es anders wäre, dann wären ja kommunisten auch nur ein bestimmte anarchistische gruppe. erzähl also nicht so ein blödsinn. entweder du bist gegen herrschaft oder nicht. da gibts nicht viel dazwischen.(nur zur info anarchie heisst ohne herrschaft).
diese freiheit inerhalb eines herschaftsverhältnisses ist keine, im kapitalismus sowieso nicht.

die freiheit kommt nicht von alleine. abgesehen davon kommt mir das eigentlich seltner unter, das kommunisten sich für freiheit einsetzen. in der regel streite ich mich mit kommunisten(wenn dann) darüber ob etwas stukturiert werden muss und einer organisation unterworfen werden muss. ob irgendwelche redeführer, vorstände oder oder oder nötig sind.
nein und nochmal nein. keine chefs, keine führer und keine leute mir sagen was für mich richtig ist. ein leben in gleichstellung. das ist anarchie und ist unvereinbar mit kommunistischen führerwahn!
einen angriff auf kommunisten halte ich trotzdem für daneben, weil in der jetzigen situation niemand gezwungen ist sich kommunisten zu unterwerfen. es ist allen selbst überlassen kommunistische strukturen zu unterstützen oder nicht. solange das so ist und keine "diktatur des prolitariats"(die nicht wirklich eine des proletariats ist, sondern eine kommunistischer kader - schon zwecks machbarkeit) vorhanden ist, die mich zwingt mich irgendwelchen kommunistischen kadern zu unterwerfen und nach deren pfeife zu tanzen, solange finde ich, ist so ein angriff absolut daneben. die herschaftsverhältnisse sind anders. die unterdrücker sind nur in wenigen ländern kommunisten. deswegen halte ich von solchen aktionen recht wenig.

@22.06.2003 15:51

Yihah 24.06.2003 - 11:26
Genau mein Reden ...
Für Kronstadt/Spanien, etc. kein Vergeben kein Vergessen
Die Geschichte hat uns gelehrt, dass man sich als
Anarchist nicht auf Kommies verlassen kann !!!

wenn ihr nicht wisst was sache ist

theorie 24.06.2003 - 13:12
nich so viel theorie rumlaberei wenn ihr ni wisst wass hier so los ist mit den KNAT" KKE-KNE =ist die kommunisten jugend hier...MAT sind die riot cops daher der name knat also koent ihr euch shon vorstellen wie die hier so drauf sind.Total konservativ und stallinistisch eingestellt gegenueber aller aktiven linke und es gab shon auf demos zu sehen wie die jungs mit helmen und in zweier reihen formiert auf den demos autonomen/anarchisten an den hals wollten mit fetten balken mit fahne!!an was erinnert euch das?zur hilfe mir kamen die gedanken der es/es patruillen freunde!...das ist noch nicht alles dann auf den unis ganz zu schweigen wuerden uns am liebsten einen maulkorb aufgeben..ha und das beste zusammenarbeit mit den bullen auf der demo zum 17 november eine der jubileums demos zur diktaturbefreiung in griechenland 1973 mit 130 festnahmen wei sie den autonomen block umgekreist und mit gewalt der polizei ausgeliefert!!...ich glaub das reicht..
a und ausserdem der groesste alptraum lenins war sein militanter bruder und seine freunde das anarchisten prolletariat! hab ich unrect?.. bis dann und nich so viel bla bla