Bericht vom Kongress "Spiel ohne Grenzen" Part V
Einige warteten bestimmt schon gespannt auf den nächsten Kongressbericht von "Spiel ohne Grenzen". Und sei es nur, um wahlweise den Kongress selbst oder den Autor zu bashen. Letzterer (ich, der Kai) kann es offenbar niemandem recht machen. Dabei versuche ich jenseits der real existierenden Unverunft in Nürnberg oder Berlin, einen kritischen Bericht vom 23.5.-25.5.2003 abzuliefern und schon erzürnen sich die Geister! "der linksdeutsche Kai" oder der "antideutsche Bericht". Die Leute haben Sorgen, sag ich Euch! Immerhin haben sie schon die richtigen Tickets für diejenigen, die ihnen nicht passen. Nach den letzten vier Teilen [Part I ]+[Part II ]+[Part III ]+[Part IV ] nun endlich die Fortsetzung.
P.S. An Robert Kurz und KRISIS: Da ihr ja einen "Sammelband zur antideutschen Ideologie" herausbringen wollt, um Euch dann "wichtigeren Dingen" zu widmen (*prust* Eigentlich voll unwichtig und trotzdem muss man sich widmen...sehr komisch), lest den Artikel, da könnt ihr dann die Argumente abschreiben. Aber nicht die Quellenangabe vergessen! :-P
P.P.S. Tut mir leid wegen der Verspätung
P.S. An Robert Kurz und KRISIS: Da ihr ja einen "Sammelband zur antideutschen Ideologie" herausbringen wollt, um Euch dann "wichtigeren Dingen" zu widmen (*prust* Eigentlich voll unwichtig und trotzdem muss man sich widmen...sehr komisch), lest den Artikel, da könnt ihr dann die Argumente abschreiben. Aber nicht die Quellenangabe vergessen! :-P
P.P.S. Tut mir leid wegen der Verspätung
Samstag 24.5.2003 16:00 Uhr
Wir sind also wieder in München bei 30 Grad/Celsius in einer glücklicherweise kühlen Universität. Nach der Veranstaltung der Gruppe "Demontage" hatte ich wieder die Qual der Wahl. Eigentlich sprach keine der folgenden Veranstaltungen so richtig für sich. Da war einerseits Fabian Kettner, der über "Empire" von Antonio Negri und Michael Hardt referieren wollte. Seinen Aufsatz dazu hatte ich bereits gelesen. Den fand ich damals so lala, kann mich aber erinnern (falls jemand dazu was sekundär lesen will), dass in KONKRET (vor einem Jahr) ein Artikel von Georg Fülberth das Buch besser kritisierte. Zudem habe ich bisher keine Gelegenheit gehabt, dass Primärwerk zu lesen und das wird auch in Zukunft auch nicht der Fall sein, so dass diese Veranstaltung für mich nicht in Frage kam. Vielleicht kann ja jemand hier dazu ergänzen.
"Fetischistisches Bewusstsein und Israel" hieß die andere auch nicht viel mehr versprechende Veranstaltung mit Stefan Grigat und Andrea Wöldike. Nicht viel mehr versprechend eigentlich deswegen, weil mir die aus dem Reader hervorgehenden Argumente bekannt waren und - wir erinnern uns an den 2.Bericht - Thomas Schmidinger dazu bereits in der Vormittagsveranstaltung genug gesagt hatte. Andererseits hatten sich ja die "Autonomen AntimilitaristInnen Münnchen" angekündigt, um den Kongress mit "kreativen Aktionen" zu bereichern, weil dieser ja eine Veranstaltung von antideutschen "Softcore Bellizisten" (Kurz) wäre. Das war hinsichtlich der meisten Veranstaltungen verfehlt, höchstens bei dieser nicht. Vielleicht konnte ich ja mein Spektakelbedürfnis etwas befriedigen :-). Ich bin also unterwegs, nach einer Zigarettenpause, in das Audimax und bekam kein Spektakel von autonomen Geistergruppen, sondern argumentatives Desaster der ReferentInnen geboten.
Grigat - der eigentlich einen ganz kompetenten Aufsatz zum Antisemitismus vorgelegt hat (vgl.
http://infoladen.de/koeln/casablanca/docs/Stephan%20Grigat%20-%20Zur%20Kritk%20des%20Fetischismus.pdf)- empörte sich zunächst über die Veranstalter des Kongresses. Diese hätten sich nicht mit Israel solidarisch erklärt, auch gar keine Demonstration für die Solidarität mit Israel organisiert. Beide "Kritikpunkte" wurden mit emsigen Klopfen honoriert. Weiterhin stellte Grigat fest, dass wer bedingungslos hinter Israel steht, auch zu dessen Armee stehen muss. Wieder emsiges Klopfen. Das war selbst Grigat zu blöd, der dann darauf hinwies, dass das kein Parteitag wäre. Autoritätshörig wurde dann auf Beifall verzichtet.
Dieser Auftakt entbehrt schon nicht einer gewissen Komik. Da sitzt ein österreichischer Staatsbürger auf einem Podium, mehrere tausend Kilometer weg vom Nahen Osten und erteilt dem Faktum dort, also der Existenz des Staates Israel mitsamt dem, was zu einem Staat dazugehört, inkl. der Staatsgewalt, seine Absolution. Das ist wahrlich wesentlich für die dortige Situation.
Es ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass die arabischen Nachbarn Israel bedrohen. Dann aber Solidaritätsbekundungen und Latschdemos zur Abwehr dieser Bedrohung anzuführen, ist - wäre es nicht schon zu blöd - reiner Zynismus.
Grigat fuhr fort. Was er nun darstellte, fand wie gesagt schon einmal am Morgen statt, also die Deduktion des Antisemitismus als falsches Bewusstsein, welches objektiv der Warenform, dem Warenfetisch (Marx) entspringt. Der Antisemitismus kulminierte in Deutschland in den Vernichtungslagern. Die Gründung Israels 1948 als Möglichkeit der Holocaust-Überlebenden und aller anderen Juden, eine sichere Zuflucht vor Antisemitismus nach Scheitern einer eventuellen kommunistischen Revolution zu haben, stellt einerseits eine positive Zäsur für die Opfer antisemitischer Aggression dar, andererseits zieht Israel nun als originär jüdischer Staat den projektiven Hass auf sich, was vorher die Juden in Europa und insbesondere in Deutschland traf. Israel wäre besonders aggressiv im imperialen Streben (raffend), würde einen Vernichtungsfeldzug gegen die arabische Bevölkerung führen (Entschuldung von Nazi-Verbrechen, wohl eher im deutschsprachigen Raum), würde sich andere Staaten zunutze machen (z.B. die USA, hier ist das "jüdisch listige" angesprochen), wäre "Kindermörder" (Bezug zur antisemitischen Legende, dass Juden Kinder töten, um das Blut zu gebrauchen). usw. usw. Solche Projektionen finden durchaus Anklang in No-Global-Kreisen, was nicht zu letzt an "Boycott Israel"-Demos, auf denen Menschen mit T-Shirts "Burn Israel, burn!" herumlaufen (so geschehen in Dänemark) oder sonstigen Manifestationen für das "Palästinensische Volk", in deren dessen Staatsgründungsgewalt offen affirmiert wird, zu sehen ist.
Soweit erst einmal zu Grigat. Ich will später zu seinen Totalausfällen kommen. Zunächst zu Andrea Wöldike. Oder besser gar nicht zu ihr, denn ihrem Vortrag wird man eigentlich am besten gerecht, wenn man zu ihm schweigt. Daher will ich auch nicht allzu viele Worte darüber verlieren.
Mein ehemaliger Mitbewohner meinte kürzlich zu mir, dass er die Erfahrung gemacht hätte, dass viele Antideutsche keinen Gegenstand klären in ihren Referaten, sondern nur Fakten aufzählen, um sich anschließend zu empören und diesen Lackmustest auch mit dem Publikum oder Gesprächspartner durchzuführen, um sich seiner zu versichern oder noch mehr zu empören. Bei Wöldike traf das vollkommen zu. Ich mutmaße einmal, dass sie klären wollte, dass sich die Projektionen hinsichtlich Israel auch auf die USA verschieben in No-Global-Kreisen. Jedenfalls zitierte Wöldike zahlreiche Beispiele nach dem 11.9.2001 aus globalisierungskritischen und friedenspolitischen Kreisen, die teilweise offen, teilweise verdeckt ihre Befriedigung mit den Flugzeugattentätern ausdrückten. Zu mehr war sie offenbar nicht fähig?
Der größte Knaller war allerdings ihr Hinweis, dass die Friedensbewegung, die sie mit den
No-globals gleichsetzte, vor und während des Irakkrieges diesen ablehnte ohne auf die Mehrheit der Irakis zu hören, welche den Sturz Saddams befürwortete. Das mag zwar hinsichtlich der Friedensbewegung stimmen, ansonsten stinkt diese Aussage einerseits nach mittelbarem Geschichtsrevisionismus, andererseits nach Blindheit. Letzteres, weil ich mich dann frage, wieso diese Mehrheit dann die Füße stillhielt während des Regimes. Wenn die Irakis so die Schnauze voll hatten, hätten sie bei dem kleinen Militär- und Polizeiapparat das Regime wohl ziemlich leicht selbst beseitigen können. Haben sie aber nicht. So dreht man sich die Welt zurecht. Geschichtsrevisionismus wegen folgendem: Wöldike würde vermutlich die Allierten Angriffe gegen die Deutschen in den 40ern zur Befreiung der Welt von den Deutschen befürworten, vielleicht mit ähnlicher Begründung wie im Irak (Antifaschismus o.ä.) Dann ist es aber merkwürdig. Hier die Deutschen, die als Volksgemeinschaftsracket ihrem Vernichtungswahn freien Lauf ließen. Da die befreiungssüchtigen Irakis als andere Opfer des BA?ATH Faschismus...das geht irgendwie nicht zusammen. Aber vielleicht kann das hier geklärt werden?!
Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, wie Grigat dann zu seinem Super-GAU der Kritik kam, also ob das in seinem Referat oder nach Wöldike stattfand. Auf jeden Fall machte er die faschistische Barbarei, kulminierend in dem Zitat "Islam-Nazis", dann in der arabischen Welt fest, welche die ekligste Form der Regression überhaupt darstellen würden. Israel ist deshalb das Bollwerk gegen die arabische Barbarei.
Es gab durchaus Widerspruch aus dem Publikum zu dem Begriff des "Islam-Nazis", nur war der absolut schlecht mit Argumenten gefüttert. Dabei gäbe es einiges zu dieser Überlegung zu sagen, vereinigt sie doch das Sammelsurium antideutscher "Kritik".
Mehreres könnte man sich also dazu überlegen:
1. Vollenden solche Kritiker wie Grigat damit die pathische Projektion der 68er, welche Auschwitz in Vietnam oder Israel verorteten. Nun liegt ein mögliches Auschwitz eben in der Vernichtungsandrohung der arabischen Nachbarstaaten gegen Israel. Grund und einziges Argumten soll der in der arabischen Welt existierende Antisemitismus sein. Dabei wird nicht begriffen, dass es einen klaren Unterschied zwischen dem wahnhaften europäischen Antisemitismus und dem arabischen gibt. Dies resultiert aus der mangelhaften Ideologiekritik antideutscher Zirkel selbst, die eben von den materiellen Lebensverhältnissen abstrahiert. Der Vernichtungsantisemitismus der Nazis hatte einen ganz anderen Ursprung als der in der arabischen Welt, nämlich die pathologische Verarbeitung der existierenden warenförmigen Verhältnisse, bei der die Zirkulationssphäre (Handel) als Realisierung des eigenen Elends wahrgenommen wurde, aufgrund der Tatsache, dass der Warenfetisch die Ausbeutung der Arbeitskraft verdeckt. Da aufgrund historischer Zusammenhänge Juden in der Zirkulationssphäre eingeschlossen waren, wurden diese mit dem Geld, mit Wucher und Kreditwesen identifiziert. Die Hoffnung vieler Juden auf das universelle Versprechen der bürgerlichen Gesellschaft, also abstrakte Freiheit und Gleichheit, wurde durch den Antisemitismus dementiert. Die Juden waren den (deutschen) Antisemiten schutzlos ausgeliefert.
In der arabischen Welt mag der Antisemitismus vielleicht ein Export-Schlager aus Europa sein. Hier ist jedoch zunächst die materielle Situation miteinzubeziehen. Es ist etwas anderes, wenn jemand in wahnhafter Projektion gegen Wehrlose zum Pogrom schreitet, als wenn in einem realen physischen Konflikt zwischen Staaten, also Krieg zwischen arabischen Staaten und Israel, die Konfliktparteien sich gegenseitig die Pest an den Hals wünschen. Der Antisemitismus in der arabischen Welt mag mittlerweile eine wahnhafte Verselbständigung erreicht haben. Ihn eins zu eins zum europäischen zu setzen, gerade vor dem Hintergrund, dass Israel sich dem ziemlich selbständig ohne die Absolution von Grigat erwehren kann, ist verfehlt, hat aber folgenden Zweck:
Wir sind also wieder in München bei 30 Grad/Celsius in einer glücklicherweise kühlen Universität. Nach der Veranstaltung der Gruppe "Demontage" hatte ich wieder die Qual der Wahl. Eigentlich sprach keine der folgenden Veranstaltungen so richtig für sich. Da war einerseits Fabian Kettner, der über "Empire" von Antonio Negri und Michael Hardt referieren wollte. Seinen Aufsatz dazu hatte ich bereits gelesen. Den fand ich damals so lala, kann mich aber erinnern (falls jemand dazu was sekundär lesen will), dass in KONKRET (vor einem Jahr) ein Artikel von Georg Fülberth das Buch besser kritisierte. Zudem habe ich bisher keine Gelegenheit gehabt, dass Primärwerk zu lesen und das wird auch in Zukunft auch nicht der Fall sein, so dass diese Veranstaltung für mich nicht in Frage kam. Vielleicht kann ja jemand hier dazu ergänzen.
"Fetischistisches Bewusstsein und Israel" hieß die andere auch nicht viel mehr versprechende Veranstaltung mit Stefan Grigat und Andrea Wöldike. Nicht viel mehr versprechend eigentlich deswegen, weil mir die aus dem Reader hervorgehenden Argumente bekannt waren und - wir erinnern uns an den 2.Bericht - Thomas Schmidinger dazu bereits in der Vormittagsveranstaltung genug gesagt hatte. Andererseits hatten sich ja die "Autonomen AntimilitaristInnen Münnchen" angekündigt, um den Kongress mit "kreativen Aktionen" zu bereichern, weil dieser ja eine Veranstaltung von antideutschen "Softcore Bellizisten" (Kurz) wäre. Das war hinsichtlich der meisten Veranstaltungen verfehlt, höchstens bei dieser nicht. Vielleicht konnte ich ja mein Spektakelbedürfnis etwas befriedigen :-). Ich bin also unterwegs, nach einer Zigarettenpause, in das Audimax und bekam kein Spektakel von autonomen Geistergruppen, sondern argumentatives Desaster der ReferentInnen geboten.
Grigat - der eigentlich einen ganz kompetenten Aufsatz zum Antisemitismus vorgelegt hat (vgl.
http://infoladen.de/koeln/casablanca/docs/Stephan%20Grigat%20-%20Zur%20Kritk%20des%20Fetischismus.pdf)- empörte sich zunächst über die Veranstalter des Kongresses. Diese hätten sich nicht mit Israel solidarisch erklärt, auch gar keine Demonstration für die Solidarität mit Israel organisiert. Beide "Kritikpunkte" wurden mit emsigen Klopfen honoriert. Weiterhin stellte Grigat fest, dass wer bedingungslos hinter Israel steht, auch zu dessen Armee stehen muss. Wieder emsiges Klopfen. Das war selbst Grigat zu blöd, der dann darauf hinwies, dass das kein Parteitag wäre. Autoritätshörig wurde dann auf Beifall verzichtet. Dieser Auftakt entbehrt schon nicht einer gewissen Komik. Da sitzt ein österreichischer Staatsbürger auf einem Podium, mehrere tausend Kilometer weg vom Nahen Osten und erteilt dem Faktum dort, also der Existenz des Staates Israel mitsamt dem, was zu einem Staat dazugehört, inkl. der Staatsgewalt, seine Absolution. Das ist wahrlich wesentlich für die dortige Situation.
Es ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass die arabischen Nachbarn Israel bedrohen. Dann aber Solidaritätsbekundungen und Latschdemos zur Abwehr dieser Bedrohung anzuführen, ist - wäre es nicht schon zu blöd - reiner Zynismus.
Grigat fuhr fort. Was er nun darstellte, fand wie gesagt schon einmal am Morgen statt, also die Deduktion des Antisemitismus als falsches Bewusstsein, welches objektiv der Warenform, dem Warenfetisch (Marx) entspringt. Der Antisemitismus kulminierte in Deutschland in den Vernichtungslagern. Die Gründung Israels 1948 als Möglichkeit der Holocaust-Überlebenden und aller anderen Juden, eine sichere Zuflucht vor Antisemitismus nach Scheitern einer eventuellen kommunistischen Revolution zu haben, stellt einerseits eine positive Zäsur für die Opfer antisemitischer Aggression dar, andererseits zieht Israel nun als originär jüdischer Staat den projektiven Hass auf sich, was vorher die Juden in Europa und insbesondere in Deutschland traf. Israel wäre besonders aggressiv im imperialen Streben (raffend), würde einen Vernichtungsfeldzug gegen die arabische Bevölkerung führen (Entschuldung von Nazi-Verbrechen, wohl eher im deutschsprachigen Raum), würde sich andere Staaten zunutze machen (z.B. die USA, hier ist das "jüdisch listige" angesprochen), wäre "Kindermörder" (Bezug zur antisemitischen Legende, dass Juden Kinder töten, um das Blut zu gebrauchen). usw. usw. Solche Projektionen finden durchaus Anklang in No-Global-Kreisen, was nicht zu letzt an "Boycott Israel"-Demos, auf denen Menschen mit T-Shirts "Burn Israel, burn!" herumlaufen (so geschehen in Dänemark) oder sonstigen Manifestationen für das "Palästinensische Volk", in deren dessen Staatsgründungsgewalt offen affirmiert wird, zu sehen ist.
Soweit erst einmal zu Grigat. Ich will später zu seinen Totalausfällen kommen. Zunächst zu Andrea Wöldike. Oder besser gar nicht zu ihr, denn ihrem Vortrag wird man eigentlich am besten gerecht, wenn man zu ihm schweigt. Daher will ich auch nicht allzu viele Worte darüber verlieren.
Mein ehemaliger Mitbewohner meinte kürzlich zu mir, dass er die Erfahrung gemacht hätte, dass viele Antideutsche keinen Gegenstand klären in ihren Referaten, sondern nur Fakten aufzählen, um sich anschließend zu empören und diesen Lackmustest auch mit dem Publikum oder Gesprächspartner durchzuführen, um sich seiner zu versichern oder noch mehr zu empören. Bei Wöldike traf das vollkommen zu. Ich mutmaße einmal, dass sie klären wollte, dass sich die Projektionen hinsichtlich Israel auch auf die USA verschieben in No-Global-Kreisen. Jedenfalls zitierte Wöldike zahlreiche Beispiele nach dem 11.9.2001 aus globalisierungskritischen und friedenspolitischen Kreisen, die teilweise offen, teilweise verdeckt ihre Befriedigung mit den Flugzeugattentätern ausdrückten. Zu mehr war sie offenbar nicht fähig?
Der größte Knaller war allerdings ihr Hinweis, dass die Friedensbewegung, die sie mit den
No-globals gleichsetzte, vor und während des Irakkrieges diesen ablehnte ohne auf die Mehrheit der Irakis zu hören, welche den Sturz Saddams befürwortete. Das mag zwar hinsichtlich der Friedensbewegung stimmen, ansonsten stinkt diese Aussage einerseits nach mittelbarem Geschichtsrevisionismus, andererseits nach Blindheit. Letzteres, weil ich mich dann frage, wieso diese Mehrheit dann die Füße stillhielt während des Regimes. Wenn die Irakis so die Schnauze voll hatten, hätten sie bei dem kleinen Militär- und Polizeiapparat das Regime wohl ziemlich leicht selbst beseitigen können. Haben sie aber nicht. So dreht man sich die Welt zurecht. Geschichtsrevisionismus wegen folgendem: Wöldike würde vermutlich die Allierten Angriffe gegen die Deutschen in den 40ern zur Befreiung der Welt von den Deutschen befürworten, vielleicht mit ähnlicher Begründung wie im Irak (Antifaschismus o.ä.) Dann ist es aber merkwürdig. Hier die Deutschen, die als Volksgemeinschaftsracket ihrem Vernichtungswahn freien Lauf ließen. Da die befreiungssüchtigen Irakis als andere Opfer des BA?ATH Faschismus...das geht irgendwie nicht zusammen. Aber vielleicht kann das hier geklärt werden?!
Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, wie Grigat dann zu seinem Super-GAU der Kritik kam, also ob das in seinem Referat oder nach Wöldike stattfand. Auf jeden Fall machte er die faschistische Barbarei, kulminierend in dem Zitat "Islam-Nazis", dann in der arabischen Welt fest, welche die ekligste Form der Regression überhaupt darstellen würden. Israel ist deshalb das Bollwerk gegen die arabische Barbarei.
Es gab durchaus Widerspruch aus dem Publikum zu dem Begriff des "Islam-Nazis", nur war der absolut schlecht mit Argumenten gefüttert. Dabei gäbe es einiges zu dieser Überlegung zu sagen, vereinigt sie doch das Sammelsurium antideutscher "Kritik".
Mehreres könnte man sich also dazu überlegen:
1. Vollenden solche Kritiker wie Grigat damit die pathische Projektion der 68er, welche Auschwitz in Vietnam oder Israel verorteten. Nun liegt ein mögliches Auschwitz eben in der Vernichtungsandrohung der arabischen Nachbarstaaten gegen Israel. Grund und einziges Argumten soll der in der arabischen Welt existierende Antisemitismus sein. Dabei wird nicht begriffen, dass es einen klaren Unterschied zwischen dem wahnhaften europäischen Antisemitismus und dem arabischen gibt. Dies resultiert aus der mangelhaften Ideologiekritik antideutscher Zirkel selbst, die eben von den materiellen Lebensverhältnissen abstrahiert. Der Vernichtungsantisemitismus der Nazis hatte einen ganz anderen Ursprung als der in der arabischen Welt, nämlich die pathologische Verarbeitung der existierenden warenförmigen Verhältnisse, bei der die Zirkulationssphäre (Handel) als Realisierung des eigenen Elends wahrgenommen wurde, aufgrund der Tatsache, dass der Warenfetisch die Ausbeutung der Arbeitskraft verdeckt. Da aufgrund historischer Zusammenhänge Juden in der Zirkulationssphäre eingeschlossen waren, wurden diese mit dem Geld, mit Wucher und Kreditwesen identifiziert. Die Hoffnung vieler Juden auf das universelle Versprechen der bürgerlichen Gesellschaft, also abstrakte Freiheit und Gleichheit, wurde durch den Antisemitismus dementiert. Die Juden waren den (deutschen) Antisemiten schutzlos ausgeliefert.
In der arabischen Welt mag der Antisemitismus vielleicht ein Export-Schlager aus Europa sein. Hier ist jedoch zunächst die materielle Situation miteinzubeziehen. Es ist etwas anderes, wenn jemand in wahnhafter Projektion gegen Wehrlose zum Pogrom schreitet, als wenn in einem realen physischen Konflikt zwischen Staaten, also Krieg zwischen arabischen Staaten und Israel, die Konfliktparteien sich gegenseitig die Pest an den Hals wünschen. Der Antisemitismus in der arabischen Welt mag mittlerweile eine wahnhafte Verselbständigung erreicht haben. Ihn eins zu eins zum europäischen zu setzen, gerade vor dem Hintergrund, dass Israel sich dem ziemlich selbständig ohne die Absolution von Grigat erwehren kann, ist verfehlt, hat aber folgenden Zweck:
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
@ mods
-----------------
2. Wenn man die "Antisemitische Internationale" in Gestalt von Deutschland und der arabischen Welt als äußerste Form der Barbarei gegen den Liberalismus in Stellung bringt, also diese Differenz so stark macht, dann kann ich mühelos, was ja auch in antideutschen Zirkeln zelebriert wird, jede Bombe auf die Häupter der personifizierte Regression, die Araber, als antifaschistische Großtat abfeiern.
Das ist an dieser Stelle übrigens komisch. Wenn Kapitalismuskritiker ihre Kritik an Personen/Unternehmen konkretisieren, dann ist das struktureller Antisemitismus. Stimmt manchmal. Das Kapitalverhältnis hat nicht Namen und Adresse. Die Regression aber schon: Palis, Islamisten, Araber, Nazis. Merkwürdig.
Zurück zur Differenz von "Antisemitischer Internationale" vs. Liberalismus. Hier wird erstens der Zusammenhang von Aufklärung und Barbarei (bewusst) negiert, zweitens die realen Kräftverhältnisse außer Acht gelassen und drittens objektiv Sozialchauvinismus betrieben, in dem man die Barbaren überall in der Welt vermutet (nur nicht vor der Haustür...denn Bomben auf Berlin oder Wien hat noch kein Antideutscher gefordert), denen man mal ordentlich die Warenform nach Haus bomben und zivilisieren muss, bevor Emanzipation überhaupt möglich ist. Das gabs schon 1914, als die SPD den 1.Weltkrieg mit ach so spannenden Zivilisationsargumenten befürwortete, statt den Kapitalismus zu beseitigen.
Warum solche Menschen wie Grigat et al. solcherlei erzählen und warum das - besonders in Jungantifakreisen - so gewaltigen Zuspruch erfährt, kann ich mir nur mit der eigenen Ohnmacht, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern, erklären, derer man sich zu entziehen versucht, in dem man Partei für die Siegerseite (derzeit die USA) ergreift. Wenn die nächste "antifaschistische Großtat" der Staaten ansteht und erfolgreich ist, hat man wenigstens die Gewissheit, auch einmal auf der Siegerseite zu sein. Das bringt zwar keine bedürfnisorientierte Produktionsweise, genau so wenig wie Latschdemos und Soli-Bekundungen für irgendwelche Staatsgewalten, aber vielleicht die eine oder andere ruhige Nacht oder ein gutes Gewissen. Gute Nacht, Stefan.
Lesen Sie bald:
"Globalisierung und Ideologie" mit Thomas Ebermann
"Postkoloniale Theorie" mit Udo Wolter
und über die grottenschlechte Abschlussveranstaltung
meine rede!
Es ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass die arabischen Nachbarn Israel bedrohen. Dann aber Solidaritätsbekundungen und Latschdemos zur Abwehr dieser Bedrohung anzuführen, ist - wäre es nicht schon zu blöd - reiner Zynismus."
das sag ich seit die antideutschen ihr spiel treiben! who cares for antideutsch?
ich fürchte, Du denkst etwas in Zirkelschlüssen. Aber egal, um groß zu argumentieren ist Dein Textchen nicht stichhaltig genug. Nur eine Kleinigkeit sei korrigiert:
"Bomben auf Berlin oder Wien hat noch kein Antideutscher gefordert."
Offenbar hast Du die antideutschen Klosprüche der letzten Jahre wirklich nicht zur Kenntnis genommen.
Es seien zwei zitiert:
"Bomber Harris, do it again!" (Quelle verschwimmt im Nebel der zeit)
und
"Sir Arthur Harrsi did the right thing.
Mister Rumsfeld, proceed with his antifascist mission!
Fight the axis of evil: Berlin-Bagdad" (von einem Plakat der AK Berlin)
Ergänzung
@ den von 16.04: Sprüche wie "Nuke Bagdad" oder "bombardiert Berlin"/"bombardiert Kabul" nicht zu vergessen. Indy wurde seinerzeit ja auch mit diesem Quark überschwemmt. Kein Wunder, daß die Antideutschen ausgerechnet zusammen mit Stalinisten diesen "Kongress" veranstalten.
nur eins...
"Kleiner Militär- und Polizeiapparat" in Saddam´s Irak?! Das wäre mir ehrlich gesagt neu, Kei L. ...
Aber allgemein: Aus der Tatsache, dass in den letzten zehn Jahren kein Umsturz im Irak stattgefunden hat, den Schluss zu ziehen, die Irakis hätten die Diktatur befürwortet, finde ich auch etwas arg verkürzt (wenn ich dich da richtig verstanden habe). Das nationalsozialistische Deutschland auf den baathistischen Irak zu projizieren- wie unter nicht wenigen Antideutschen ja üblich- ist natürlich total falsch; falsch ist aber auch, aus den Irakis unter der Saddam-Diktatur sowas wie die Deutschen unter Hitler zu machen, die vollauf begeistert waren von ihrem Führer. Dass ein Regime, dass von breiten Bevölkerungsteilen abgelehnt wird, sich trotzdem halten kann, kann auch ganz andere Gründe als die Zustimmung der Beherrschten haben, so z.B. unüberbrückbare Widersprüche unter den Bevölkerungs- und Oppositionsgruppen oder ganz einfach Resignation und Demoralisierung, wie sie nach dem Desaster von ´91 womöglich viele Irakis erfasst hat, als die landesweiten Aufstände der irakischen Bevölkerung gegen die Diktatur mangels ausländischer Solidarität brutal niedergeschlagen wurden. Zudem hat sich die eh schon katastrophale wirtschaftliche Lage nach dem Krieg gegen den Iran mit dem zweiten Golfkrieg und dem Embargo noch einmal verschärft und das Problem des nackten Überlebens für die Irakis auf Platz 1 gesetzt. So ganz einfach oder überhaupt "leicht" ist die Sache also nicht mit dem Irak. Das war sie in Südafrika zu Apartheid-Zeiten oder jetzt im Iran ja auch nicht.
PS: Ich kann mich übrigens garnicht mehr dran erinnern, das die Woeldike über den Irak geredet hat... zu dem Zeitpunkt hat sie mich wahrscheinlich schon in den Schlaf gefaselt ;-)
Israel sollte auch von den Linken verteidigt
Allerdings muß man der Regierung Sharon und seiner rechtsradikalen Mafia den Kampf ansagen, auch im Namen der linken Israelis.
Sofern es um Symbole geht, wie zum Beispiel das Tragen von Israel-Fahnen auf Antifa-Demos, sollte man sich überlegen, ob man nicht auf verfremdete Farben - roter Stern und Streifen statt blaue (?)- zurückgreift, damit man nicht mit den rechtsradikalen, religiös-ortodoxen und fanatisierten Horrorgestalten (Zivilisten und Kindermörder) in eins gesetzt wird, ebenso nicht mit den Lumpenintelektuellen um gewisse deutsche AD-Führer, die bezüglich ihrer intelektuellen Verlogenheit und Progromhetze näher an Goebbels stehen, als sonst jemand hierzulande
@pixi
Worauf ich hinauswollte, ist etwas anderes: klassischer Antisemitismus dürfte in Deutschland kein reales Problem werden - dafür haben wir schlicht zu wenig Juden im Land. Eine in der öffentlichen Wahrnehmung nicht präsente Gruppe bietet aber einen schlechten Sündenbock im Kontext einer aggressiv-eliminatorischen Philosophie, und dabei reicht es nicht aus, wenn Leuten klar ist, daß es in Deutschland Juden gibt - das BÖSE(TM) muß ein Gesicht haben, damit man es (durch seine Vernichtung) bekämpfen kann.
Frankreich, Belgien, die USA scheinen mir momentan bessere Kandidaten für ein Wiedererstarken eines mörderischen Antisemitismus, wenn das System WIRKLICH zu verrecken beginnt, zu sein. Die Briten werdens vermutlich an den Asienstämmigen ablassen; bei den Spaniern könnts anhand der Eregnisse im Baskenland und des rebellischen Barca eine Fetischisierung des kastilianischen Nationalismus sein.
In Deutschland (und Italien) werden wir andere Buhmänner finden: Osteuropäer, Flüchtlinge, und gerade in Deutschland (Ordnung, Sauberkeit etc als Fetisch) Arbeitslose, Obdachlose usw.
Zumindest hier dürften Penner etc die Juden des 21. Jahrhunderts sein. Wenn die Agenda 2010 umgesetzt wird, dürften es uns an 'Arbeitsscheuen' ja nicht mangeln (siehe auch
antisemitismus geht auch ohne juden, weist
oder wie jean paul sartre sagte: "Existierte der Jude nicht, der Antisemit würde ihn erfinden."
@ Clandestino
Warum gibt es Antisemitismus?
Die Behauptung, Israel sei solch ein Staat wie Liechtenstein oder Deutschland ist eine Gleichsetzung, die schon den ersten Schritt zum Antisemitismus und zur Leugnung der Besonderheit des israelischen Staates bedeutet.
Die Vorstellung, israelische Arbeiter kämpften genauso gegen die Großkapitalisten der USA und der EU wie Arbeiter anderer Staaten zeigt eine völlige Verkennung der objektiven Lage der Bevölkerung Israels. Es sind der Antisemitismus und der Antizionismus, der die Arbeiter zwingt, sich auf die Seite der US-amerikanischen Großkapitalisten zu stellen, denn diese erklären als einzige, aus welchen egoistischen Gründen auch immer, auf der Seite Israels zu sein.
Zu erklären wäre, woher der "reinste" Wahn kommt. Da ist Moishe Postones Ansatz in "Antisemitismus und Nationalsozialismus" schon bemerkenswert und ausbaufähig:
Aber, was ein ordentlicher Marxist ist, der hält sich nicht gern mit der "Spannung zwischen Besonderem und Allgemeinem" auf und gar mit der Erwartung eines "Messias" - also neee!
Solange Linke dazu keinen Zugang haben, werden sie immer nur "mit dem Kopf" antisemitisch sein. Das hält aber der kleinsten Erschütterung nicht stand.
Frage
Und das "Bomber Harris do it again" ist wohl kaum je die Aufforderung gewesen, Deutschland zu bombardieren, sondern eine - m.A. nach teilweise sehr gute und wirksame - Provo gegen diejenigen, die in geschichtsrevisionistischer Manier die Deutschen zu Opfern der Alliierten machen, und das nicht erst seit Jörg Friedrich.
Aber mehr hat da nie dahintergesteckt.
@fight idiotism
Was ich allerdings für eigentlich noch wichtiger halte, ist die Menschen und Kräfte auf arabischer und israelischer Seite zu fördern, die sich für eine Lösung der ganzen Scheisse da unten einsetzen. Nun alle Palästinenser in die Terroristen-Schublade zu stecken, find ich falsch, ebenso wie die Charakterisierung Israels als "imperialistisches Teufelswerk". Das ist Kriegslogik, darauf dürfen wir uns nicht einlassen. Es muss eine Lösung her- die liegt aber nicht in der Zerstörung Israels durch fundamentalistische Irre, soviel steht fest: wer so eine "Lösung" unterstützt, ist alles andere als emanzipatorisch, linksradikal oder "revolutionär".
Zum Kotzen
Nomen est omen
Es sind solche Ansichten, die Moishe Pastone in seinem Artikel meint. Diese wüsten linksradikalen Sprüche, vorgetragen von jemandem, der meint, er müsse das Pseudonym des irakischen "Lügenbarons" wählen, zeigen, was tatsächlich "zum Kotzen" ist.
Solche Sympathien für Israel kannste inner Pfeife roochen.
Lügen vom Lügenbaron, der nichts begreift, der in drei Zeilen sagt, wo's langgeht, ja, und wenn er das Sagen hätte, wären schon Maßnahmen gegen Israel ergriffen.
Lieber unter Edmund Stoiber als unter solchen Leuten wie dem "Mohammed Said al Sahaf", sagt eine seit mehr als vierzig Jahren konsequent Linke!
@mohammed
Dazu folgendes (auch hier nachzulesen:
"Und - dies sei ohne 'vielleicht' gesagt - all jene, insbesondere auch in der hiesigen Friedensbewegung, die sich enthusiast-isch auf jene israelischen Stimmen berufen, sollten begreifen lernen, dass ihr 'Eins-zu-eins'-Transfer der Kritik von Israelis an israelischer Regierungspolitik nach Deutschland einen Klumpfuß hat. Genau genommen (und um dies zu begreifen, muss man nicht sonderlich intensiv in moderne Texttheorien einsteigen), handelt es sich gar nicht um eine 'Eins-zu-eins'-Übertragung: Da Bedeutung immer an Kontext gebunden ist und es kein 'Außerhalb-von-Kontext' gibt, zieht der Transfer in einen anderen Kontext unausweichlich eine Bedeutungsverschiebung nach sich. Daher bedürfte es, statt der naiven Vorstellung, man übernehme doch nur eine kritische israelische Position, der aktiven Kontextualisierung, also Kontext-Transformation - letzteres ist übrigens, entgegen verbreiteten (und häufig genug interessierten) Missverständnissen, eine Operation, die sich nicht allein in Texten (im herkömmlichen Sinne) abspielt."
PS: wer von einem "unteilbaren Arabien" redet, sollte von den "völkisch verklärten hirnen" anderer lieber schweigen
Arabien hat weniger Konflikte mit seinen Mind
ah so
du hast das ende des kalten krieges verpennt, was? und selbst wenn wir uns noch im kalten krieg befinden würden, was kümmern mich die beschissene sowjetunion und der beschissene nasser? zumal dir die sowjetunion wegen ihrer imperialistischen abenteuer in afghanistan doch spinnefeind sein müsste.
Sie heißen Antideutsche Linke bzw Kommunisten
@ Mohammad
Der Einmarsch der staatskapitalistischen SU in Afghanistan war selbstverständlich Imperialismus. Dein Imperialismusbegriff halt nur noch zu sehr an dem von Lenin. Den Imperialismus schließt auch Sicherheits- bzw. Souveränitätsinteressen eines Staates ein. Wie z.B. im Kosovokrieg, wo man mal keine Rohstoffe finden kann. Für die SU war der Einmarsch in Afghanistan wohl auch ein Sicherheitsinteresse.
Dass es den Leuten dort besser ging, will ich gar nicht bestreiten.
@ anonym
Und so geht das auch in der Außenpolitik. Dort schaut der Staat nicht nur nach guten Beziehungen für sein Kapital, sondern versucht auch z.B. Staaten, die ihm nützen vor anderen feindlichen zu schützen o.ä. Das kann man als Sicherheitsimperialismus bezeichnen, ein durchaus wichtiges nationales Interesse. Aber das hat mit Bodenschätzen erst einmal gar nix zu tun, wie z.B. im Kosovo. Aber Du hast bestimmt schon wieder Zink und Bleivorkommen entdeckt, oder?! :-P