frankfurt: 20 jahre au - ein grund zum feiern?
an pfingsten findet im ehemals bestzten haus "die au" in frankfurt-rödelheim ein musikfetival anlässlich des 20-jährigen bestehens dieses ladens statt.
fielen schon in der vergangenheit die au-konzerte durch ihren unerträglichen sexismus und das regelmäßige auftauchen von nazi-skins unangenehm auf (vergleiche bericht im autonomen rhein-main info "swing" 108 juli/august 2001) so wird es anlässlich der 20-jahr feier sicherlich nicht besser.
fielen schon in der vergangenheit die au-konzerte durch ihren unerträglichen sexismus und das regelmäßige auftauchen von nazi-skins unangenehm auf (vergleiche bericht im autonomen rhein-main info "swing" 108 juli/august 2001) so wird es anlässlich der 20-jahr feier sicherlich nicht besser.
aufspielen werden bands , die allein schon durch ihre namensgebung wieder einml reichlich sexistische party-atmosphäre versprechen:
spermbirds ("spermavögel")
the peepshows
brainless wankers ("hirnlose wixer")
last but not least natürlich noch eine band, die dem antiisraelisch-antisemitischen selbstverständnis eines teils der au und ihrer fangemeinde sehr entgegenkommen dürfte: die italienische ska-band "banda bassotti", deren im folgendenen dokumentierter hit "nazi, sion, polizei" eigentlich schon ausreichen müsste, diesem ekelhaften treiben ein ende zu setzen:
"Dai fucili vomita - Odio per la libertà
Di chi oppresso - Mai si arrenderà
Polizei, polizei - Nazi-sion polizei
A Dachau imparò - Come si fa
Polizei, polizei - Nazi-sion polizei
Le SS sono - la scuola del Mossad
Pietre contro i fucili - Nella Palestina
Il coraggio contro - La viltà
................
No, non è finita - E non finirà
Fino a quando l'ultimo - Sionista non se ne andrà
Polizei, polizei - Nazi-sion polizei
L'Intifada - Ti seppellirà"
die in zeilen wie "die ss ist die schule des mossad" sich ausdrückende relativierung der vernichtung von 6 millionen jüdinnen und juden sowie die am ende abgefeierte intifida, also das abfeiern des mords an juden und jüdinnen (in bussen, schulen, pizzerien) lassen tief blicken und die von den au-schlägern bei ihren gewalttätigen übergriffen artikulierten bekundungen "der mossad hat wohl schon feierbend" und "ich kann diese israel-scheisse nicht mehr sehen" in einem klaren antisemitischen zusammenhang erscheinen.
der notdürftig unter die ankündigung zum au-fest geklebte slogan: "GEGEN FASCHISMUS, RASSISMUS, ANTISEMITISMUS und SEXISMUS" kann da eigentlich bloß noch als schlechter scherz wirken.
http://www.copyriot.com/untergrund/termine_06.htm
*******************************
von sich reden machte die au zuletzt, als in der nacht zum 20. april mehrere menschen wegen eines an die wand des konzertsaales gemalten spruches ("save israel") zusammengeschlagen wurden.
http://www.copyriot.com/sinistra/news/texte03/au.html
http://www.de.indymedia.org/2003/04/49641.shtml
die weigerung der au und ihrer freunde diese tat wenigstens zu verurteilen hat in der frankfurter linken zur bislang stärksten spaltung geführt.
*********************************
in der nacht vom 19. auf den 20. april 2003 kam es in frankfurt während eines konzertes im ehemaligen besetzten haus ?au? zu einem gewaltsamen übergriff: ein besucher malte den slogan ?save israel? auf eine der wände des konzertsaales, woraufhin dieser von einigen der anwesenden mit schlägen traktiert wurde. personen, die versuchten sich zwischen die schläger und den angegriffenen zu stellen, wurden in der weiteren auseinandersetzung - z.t. mit außerordentlicher brutalität - attackiert. so erlitt etwa eine sich nach ihrer tasche bückende person einen den kehlkopf nur um wenige zentimeter verfehlenden tritt an den hals. nachher wurde den verletzten dann noch ein ?nachschlag? angedroht. besonders brisant wird dieser übergriff nicht zuletzt durch die tatsache, dass einer der schläger bereits vor einem jahr im frankfurter café exzess eine von ihm als ?antideutsch? identifizierte, ihm aber ansonsten gänzlich unbekannte person beim verlassen des lokals mit den worten ?der mossad hat wohl schon feierabend!? ohne vorwarnung ins gesicht schlug.
http://de.indymedia.org/2002/04/19805.shtml
nach dem übergriff in der au wurde am 12.5. zu den vorfällen ein plenum im exzess einberufen, ein flugblatt der gruppe ?linken frankfurterinnen? verbreitete allerdings schon im vorfeld die stimmung, dass ?sinistra! und ihr umfeld? auf diesem plenum nicht willkommen seien. ?sinistra! und ihr umfeld? steht hierbei synonym für denjenigen teil der linken, der u.a. eine solidarische position zum staat der überlebenden, israel, für eine unabdingbare konsequenz aus der jüngeren geschichte hält.
statt sich, wie es eigentlich hätte selbstverständlich sein sollen, mit den vorfällen zu beschäftigen und diese in aller deutlichkeit zu verurteilen, entwickelte sich das plenum, trotz einer mehrheit von leuten, welche die übergriffe in der au verurteilten, schnell zu einer abrechnung mit dem, was die freunde und förderer der schläger hier der bequemlichkeit halber unter dem label ?antideutsch? subsumierten.
das plenum war für einen teil der szene die gelegenheit, sich endlich einmal so richtig über ?antideutsche? und ?umfeld? auszukotzen zu können. ?selbst schuld? seien die doch an dem, was sich da in rödelheim ereignete, schließlich hatten sie sich doch in der vergangenheit schon des öfteren ?denunziatorisch und beleidigend? über andere - per definitionem gute - linke gruppen geäußert und die schläge in der au durch ihre jüngsten wandmalereien selbst provoziert, um sich anschließend als opfer stilisieren zu können. merkwürdigerweise bestand die ?provokation? aber angeblich gar nicht im an die wand getaggten slogan selbst, sondern vielmehr in einer nicht diffusen ahnung, dass dieser ?für weit mehr? stehe, als es ?erst einmal den anschein? habe. für was, mochte aber selbst auf nachfrage niemand zu sagen.
als sich bei einem teil des plenums der konsens zu verfestigen begann, dass ?diese leute? ja überhaupt nicht mehr zur linken gehörten, endete das raisonnement über ?die sinistra! und ihr umfeld? schnell in einer offensiven legitimation gewaltförmiger übergriffe. der tenor nicht weniger war dabei, dass ?sexisten oder faschisten auf?s maul zu hauen? seit eh und je konsens in der radikalen linken sei.
zu dieser rechtfertigung vergangener und zukünftiger gewalttätiger angriffe gesellte sich aber sicherheitshalber weitere täterschützende überlegungen: der übergriff - so glaubten einige - habe sich gar nicht - und wenn doch, dann wenigstens nicht so wie von den angegriffenen dargestellt - ereignet. eine wasserdichte, von den fesseln der logik befreite argumentation: schläge, die es eigentlich gar nicht gab, an denen die angegriffenen aber durch malen eines spruches mit provokant-kryptischem subtext, nichtsdestotrotz selbst schuld waren.
interessant in diesem zusammenhang auch das verständnis von ?provokation? und den aus einer solchen folgenden ?konsequenzen?: wer provoziert, so die linken hausmeister, braucht sich über negative reaktionen - bis hin zum faustschlag oder schlimmerem - nicht zu wundern. eine eigentümliche sichtweise, die einer täter-opfer-umkehrung tür und tor öffnet - bekannt nicht zuletzt aus diskussionen um sexualisierte gewalt, in denen dem opfer aufgrund seines ?provozierenden auftretens? sehr häufig eine mitschuld am übergriff gegeben wird.
letztlich oszillierte die debatte im wesentlichen um die frage der konstruktion von gruppenidentitäten im linken familienkollektiv: eine bereitschaft zur auseinandersetzung mit den sich im wiederholten zusammenschlagen von anderen linken manifestierenden tabubruch war nicht einmal mehr im ansatz erkennbar, stattdessen wurde ein eindeutiges feindbild gesucht: die tatsache beharrlich ignorierend, dass ?die sinistra!? an diesem abend gar nicht anwesend war und sich viele der die übergriffe vehement verurteilenden personen selbst nicht einmal als ?antideutsche? begriffen, wurde jede die eigene politische praxis infragestellende position umstandslos mit dem label ?sinistra!? vereindeutigt und aus der ?linken? herausdefiniert. selbst für plumpeste antiintellektuelle ressentiments waren sich dabei einige nicht zu schade: feige pseudonyme verwendend agierten diese leute aus dem hintergrund um die linke zu zerstören, macht übten sie durch ihre redegewandtheit aus, meinte eine mehrere minuten ohne größere schwierigkeiten monologisierende person, ?studi? wurde als schimpfwort gebraucht und einige der anwesenden wurden (von menschen die in akribischer kleinarbeit zig seiten ?beweismaterial? aus dem internet ausgedruckt hatten) aufgefordert, doch ?einfach wieder heim an ihren computer zu gehen?.
im großen und ganzen war die argumentation der täterschützerinnen ein deutlicher aufruf zur spaltung. die tatsache, dass mehrere (vermeintliche) antideutsche zusammengeschlagen wurden, konnte nicht einmal mehr den minimalkonsens herstellen, dass eine solche form der auseinandersetzung abzulehnen ist. im gegenteil wurde hier endgültig deutlich, dass keinerlei zusammenarbeit mehr erwünscht ist und bei ähnlichen anlässen jederzeit wieder mit derartigen übergriffen zu rechnen ist.
spermbirds ("spermavögel")
the peepshows
brainless wankers ("hirnlose wixer")
last but not least natürlich noch eine band, die dem antiisraelisch-antisemitischen selbstverständnis eines teils der au und ihrer fangemeinde sehr entgegenkommen dürfte: die italienische ska-band "banda bassotti", deren im folgendenen dokumentierter hit "nazi, sion, polizei" eigentlich schon ausreichen müsste, diesem ekelhaften treiben ein ende zu setzen:
"Dai fucili vomita - Odio per la libertà
Di chi oppresso - Mai si arrenderà
Polizei, polizei - Nazi-sion polizei
A Dachau imparò - Come si fa
Polizei, polizei - Nazi-sion polizei
Le SS sono - la scuola del Mossad
Pietre contro i fucili - Nella Palestina
Il coraggio contro - La viltà
................
No, non è finita - E non finirà
Fino a quando l'ultimo - Sionista non se ne andrà
Polizei, polizei - Nazi-sion polizei
L'Intifada - Ti seppellirà"
die in zeilen wie "die ss ist die schule des mossad" sich ausdrückende relativierung der vernichtung von 6 millionen jüdinnen und juden sowie die am ende abgefeierte intifida, also das abfeiern des mords an juden und jüdinnen (in bussen, schulen, pizzerien) lassen tief blicken und die von den au-schlägern bei ihren gewalttätigen übergriffen artikulierten bekundungen "der mossad hat wohl schon feierbend" und "ich kann diese israel-scheisse nicht mehr sehen" in einem klaren antisemitischen zusammenhang erscheinen.
der notdürftig unter die ankündigung zum au-fest geklebte slogan: "GEGEN FASCHISMUS, RASSISMUS, ANTISEMITISMUS und SEXISMUS" kann da eigentlich bloß noch als schlechter scherz wirken.
http://www.copyriot.com/untergrund/termine_06.htm *******************************
von sich reden machte die au zuletzt, als in der nacht zum 20. april mehrere menschen wegen eines an die wand des konzertsaales gemalten spruches ("save israel") zusammengeschlagen wurden.
http://www.copyriot.com/sinistra/news/texte03/au.html
http://www.de.indymedia.org/2003/04/49641.shtml die weigerung der au und ihrer freunde diese tat wenigstens zu verurteilen hat in der frankfurter linken zur bislang stärksten spaltung geführt.
*********************************
in der nacht vom 19. auf den 20. april 2003 kam es in frankfurt während eines konzertes im ehemaligen besetzten haus ?au? zu einem gewaltsamen übergriff: ein besucher malte den slogan ?save israel? auf eine der wände des konzertsaales, woraufhin dieser von einigen der anwesenden mit schlägen traktiert wurde. personen, die versuchten sich zwischen die schläger und den angegriffenen zu stellen, wurden in der weiteren auseinandersetzung - z.t. mit außerordentlicher brutalität - attackiert. so erlitt etwa eine sich nach ihrer tasche bückende person einen den kehlkopf nur um wenige zentimeter verfehlenden tritt an den hals. nachher wurde den verletzten dann noch ein ?nachschlag? angedroht. besonders brisant wird dieser übergriff nicht zuletzt durch die tatsache, dass einer der schläger bereits vor einem jahr im frankfurter café exzess eine von ihm als ?antideutsch? identifizierte, ihm aber ansonsten gänzlich unbekannte person beim verlassen des lokals mit den worten ?der mossad hat wohl schon feierabend!? ohne vorwarnung ins gesicht schlug.
http://de.indymedia.org/2002/04/19805.shtml nach dem übergriff in der au wurde am 12.5. zu den vorfällen ein plenum im exzess einberufen, ein flugblatt der gruppe ?linken frankfurterinnen? verbreitete allerdings schon im vorfeld die stimmung, dass ?sinistra! und ihr umfeld? auf diesem plenum nicht willkommen seien. ?sinistra! und ihr umfeld? steht hierbei synonym für denjenigen teil der linken, der u.a. eine solidarische position zum staat der überlebenden, israel, für eine unabdingbare konsequenz aus der jüngeren geschichte hält.
statt sich, wie es eigentlich hätte selbstverständlich sein sollen, mit den vorfällen zu beschäftigen und diese in aller deutlichkeit zu verurteilen, entwickelte sich das plenum, trotz einer mehrheit von leuten, welche die übergriffe in der au verurteilten, schnell zu einer abrechnung mit dem, was die freunde und förderer der schläger hier der bequemlichkeit halber unter dem label ?antideutsch? subsumierten.
das plenum war für einen teil der szene die gelegenheit, sich endlich einmal so richtig über ?antideutsche? und ?umfeld? auszukotzen zu können. ?selbst schuld? seien die doch an dem, was sich da in rödelheim ereignete, schließlich hatten sie sich doch in der vergangenheit schon des öfteren ?denunziatorisch und beleidigend? über andere - per definitionem gute - linke gruppen geäußert und die schläge in der au durch ihre jüngsten wandmalereien selbst provoziert, um sich anschließend als opfer stilisieren zu können. merkwürdigerweise bestand die ?provokation? aber angeblich gar nicht im an die wand getaggten slogan selbst, sondern vielmehr in einer nicht diffusen ahnung, dass dieser ?für weit mehr? stehe, als es ?erst einmal den anschein? habe. für was, mochte aber selbst auf nachfrage niemand zu sagen.
als sich bei einem teil des plenums der konsens zu verfestigen begann, dass ?diese leute? ja überhaupt nicht mehr zur linken gehörten, endete das raisonnement über ?die sinistra! und ihr umfeld? schnell in einer offensiven legitimation gewaltförmiger übergriffe. der tenor nicht weniger war dabei, dass ?sexisten oder faschisten auf?s maul zu hauen? seit eh und je konsens in der radikalen linken sei.
zu dieser rechtfertigung vergangener und zukünftiger gewalttätiger angriffe gesellte sich aber sicherheitshalber weitere täterschützende überlegungen: der übergriff - so glaubten einige - habe sich gar nicht - und wenn doch, dann wenigstens nicht so wie von den angegriffenen dargestellt - ereignet. eine wasserdichte, von den fesseln der logik befreite argumentation: schläge, die es eigentlich gar nicht gab, an denen die angegriffenen aber durch malen eines spruches mit provokant-kryptischem subtext, nichtsdestotrotz selbst schuld waren.
interessant in diesem zusammenhang auch das verständnis von ?provokation? und den aus einer solchen folgenden ?konsequenzen?: wer provoziert, so die linken hausmeister, braucht sich über negative reaktionen - bis hin zum faustschlag oder schlimmerem - nicht zu wundern. eine eigentümliche sichtweise, die einer täter-opfer-umkehrung tür und tor öffnet - bekannt nicht zuletzt aus diskussionen um sexualisierte gewalt, in denen dem opfer aufgrund seines ?provozierenden auftretens? sehr häufig eine mitschuld am übergriff gegeben wird.
letztlich oszillierte die debatte im wesentlichen um die frage der konstruktion von gruppenidentitäten im linken familienkollektiv: eine bereitschaft zur auseinandersetzung mit den sich im wiederholten zusammenschlagen von anderen linken manifestierenden tabubruch war nicht einmal mehr im ansatz erkennbar, stattdessen wurde ein eindeutiges feindbild gesucht: die tatsache beharrlich ignorierend, dass ?die sinistra!? an diesem abend gar nicht anwesend war und sich viele der die übergriffe vehement verurteilenden personen selbst nicht einmal als ?antideutsche? begriffen, wurde jede die eigene politische praxis infragestellende position umstandslos mit dem label ?sinistra!? vereindeutigt und aus der ?linken? herausdefiniert. selbst für plumpeste antiintellektuelle ressentiments waren sich dabei einige nicht zu schade: feige pseudonyme verwendend agierten diese leute aus dem hintergrund um die linke zu zerstören, macht übten sie durch ihre redegewandtheit aus, meinte eine mehrere minuten ohne größere schwierigkeiten monologisierende person, ?studi? wurde als schimpfwort gebraucht und einige der anwesenden wurden (von menschen die in akribischer kleinarbeit zig seiten ?beweismaterial? aus dem internet ausgedruckt hatten) aufgefordert, doch ?einfach wieder heim an ihren computer zu gehen?.
im großen und ganzen war die argumentation der täterschützerinnen ein deutlicher aufruf zur spaltung. die tatsache, dass mehrere (vermeintliche) antideutsche zusammengeschlagen wurden, konnte nicht einmal mehr den minimalkonsens herstellen, dass eine solche form der auseinandersetzung abzulehnen ist. im gegenteil wurde hier endgültig deutlich, dass keinerlei zusammenarbeit mehr erwünscht ist und bei ähnlichen anlässen jederzeit wieder mit derartigen übergriffen zu rechnen ist.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
was ist...
Ihr seid nichts als linke Spießer!
Von Sexisten geht es dann locker-flockig weiter zu Antisemiten und Nazis und weiter zu Euch als Opfer dieser. Eigentlich wollt ihr Euch nur selbst beweinen und ummäntelt das mal wieder mit der AU(a)-Geschichte ...
Die Spermbirds sind schon Anfang der Achtziger entstanden, als Du wahrscheinlich noch im Sandkasten gebuddelt hast, deshalb sei dir Deine Unwissenheit nochmal verziehen.
glatt gelogen ...
fakt ist (und darum drehen sich auch die swing artikel), das auf einem au-fest eine englische - explizit antifaschistische - oi band (die grade eine solitour durch europa machte) gespielt hat. deren sänger trug 'ne grüne bomberjacke und springerstiefel mit weissen schnürsenkeln (so what ?), woraus sich aufgeregte "bewegungslinke" eine naziband konstruiert haben.
fakt ist zwar auch, das in der au zwar öfter oiskin konzerte stattfinden, und über geschmack läßt sich bekanntlich (nicht) streiten - aber die erkenntniss, das nicht jeder skinhead ein nazi ist, dürfte bis zur uni vorgedrungen sein. in diesem sinne einfach mal locker machen und weniger über dinge reden von denen mensch dann offensichtlich eher wenig ahnung hat.
Macker halt ...
In der Au gab es meines Wissens aber schon öfter Diskussionen um sexistische Anmachen & Übergriffe im Rahemen der dort stattfindenden Parties und Konzerte. Wie frau das aber ja auch aus anderen Zusammenhängen kennt, wird das nicht groß ernstgenommen und einfach weiter durchgezogen.
Es könnten da ja auch mal Rrriot Girl Bands auftreten oder queere Performances stattfinden - dann würden die Proll-Macker von so was vielleicht auch von allein fernbleiben.
Aber so ist das ja kein Wunder.
Diese Israel/Palästina Debatte nervt irgendwie schon langsam total. Andererseits versteh ich dann auch wieder nicht, wieso da dann ausgerechnet so Bands mit so bekloppten Nazi-Zion-SS Sprüchen eingeladen werden? Da ist es doch klar, dass das für Ärger sorgt.
was ist an "wixern"...
schade diese undifferenziertheit
was bleibt und mit was beschäftigen sich sämtliche kommentatorinnen hier NICHT: dass eine antisemitische band auf dem au-fest auftritt. das ist der eigentliche skandal und zeigt, mit was für einem verschissenen haufen, wir es bei der au-veranstaltungsgruppe zu tun haben.
ANTISEMITEN, VERPISST EUCH!
hm
Das Spiel geht weiter, aber ohne Antideutsche
Gratulation zu 20 Jahren besetze Au und die Leute dort!
Niemand, der seine fünf Sinne noch halbwegs beisammen hat, glaubte, dass es noch eines Beweises bedurft hätte um aufzuzeigen, in welchem Stadium intellektueller Verlotterung das, was heutzutage "Linke" in Deutschland zu nennen sich herausnimmt, sich mittlerweile befindet. Leider bringt aber gerade diese geistige Niveaulosigkeit mit sich, dass dort, wo Argumente fehlen, physische Gewalt ihr Stellvertreter sein muss.
Folgerichtig konnte es nicht ausbleiben, dass Leute, die sich zwecks Konzertbesuchs in so genannten "linken Zusammenhängen" bewegten und es wagten "Save Israel!" an eine ohnehin schon keineswegs frisch renovierte Wand zu schreiben aber so was von die Fresse vollkriegten, dass man von Glück reden muss, dass keine ernstlich Verletzten zurückblieben.
Aber von vorn: In Frankfurt am Main gibt es ein vormals leer stehendes städtisches Gebäude, das von Leuten bewohnt wird, die sich allein aufgrund der Tatsache, dass sonst niemand Anspruch darauf erhebt, schon so super finden, dass jeder aufrechte deutsche Hausmeister sie um solches Platzhirschgebaren beneiden würde - dies natürlich abgesehen von der Tatsache, dass diese deutschen Hausmeister ihre Existenzberechtigung daraus ziehen, dass die von ihnen betreuten Häuser einigermaßen zeitgemäßen Wohnstandards entsprechen; mit solchen Marginalien braucht sich ein "linkes Wohnprojekt" selbstverständlich nicht abzugeben. Denn wo die scheinbar selbst geschaffene Identität regiert, braucht man keine funktionierende Zentralheizung - wo gewolltes und gewünschtes Elend selbst verwaltet wird, genügt die heimelige von ihr erzeugte Wärme. Klar, dass abweichendes Verhalten da nicht geduldet werden kann - ist die Nestwärme erstmal im Eimer, fängt vielleicht die kaputte Zentralheizung doch noch an zu nerven - also muss jeder, der zum Schlechter-Wohnen-Kollektiv gezählt werden will auch gleich ein Superhausmeister sein und fein Acht geben, dass da nicht jede(r) an die Wände schreibt.
Und weil hinlangen schon immer einfacher war, als sich Argumente an den fünf Fingern abzuzählen, wird halt zugeschlagen. (Vernünftige Menschen werden an diesem Punkt natürlich einwenden, dass doch diese Leute die gleichen seien, die als Erste auf so genannten "Friedensdemos" den aus der Hüfte schießenden Cowboy Bush entlarven - aber wie so oft entlarven sich diese Hausmeister immer nur selber.) Die Zusammengehauenen wenden sich nicht an die zuständigen Ordnungsbehörden, sondern machen das, was sie können: sie schreiben einen offenen Brief an das Kollektiv der Hausmeister (s. "Au tut weh!"), was diese ihrerseits mangels direkten physischen Zugriffs auf ihre Opfer notgedrungen ebenfalls schriftlich beantworten müssen. (s. "Erneute Diffamierungskampagne der sinistra! und Leuten aus dem sog. antideutschen Spektrum" der Au-Veranstaltungsgruppe, Zitate aus dem Text)
Aber weil für das Schreiben eigentlich eine Idee dessen, was man eigentlich sagen könnte nötig wäre, fällt ihnen außer Brüllen nichts ein: "Erneute Diffamierungskampagne!" schreien sie ohne zu merken, dass sie sich damit in prima Übereinstimmung mit Jürgen W. Möllemann befinden, der in seiner Selbstwahrnehmung das Opfer einer vom Mossad gesteuerten Drahtzieherei wurde. Wem gegenüber sollte eine solche "Diffamierungskampagne" Wirkung zeigen? Den geschätzt 15% der deutschen Bevölkerung, die nicht meinen, dass die palästinensischen Selbstmordattentate eine berechtigte Kritik am Staat Israel darstellen?
Aber immerhin: Gnädig räumen die Superhausmeister diesem Staat ein Existenzrecht ein: "Eine Position, die wir unterstützen", um gleich darauf klarzustellen, dass der Jude angesichts dieser Gnade aber nicht frech werden dürfe, denn schließlich gilt, wiederum in Übereinstimmung mit Möllemann, dass der zukünftige Staat Palästina frei von Juden zu sein habe: Den Schmierfinken gehe es schließlich nicht allein um dieses Existenzrecht, "sondern um die Propagierung einer äußerst umstrittenen Politik". Denn soviel muss schließlich klar sein: Nicht nur den Konzertbesuchern, auch der "englischen Alt-Anarcho-Punk Band", die an diesem Abend aufspielte, ist die Parole "Save Israel!" nicht zuzumuten.
Zur Verdeutlichung, dass da nicht jeder kommen kann, wird ab hier im Text sprachlich umgeschaltet auf einen Polizeiberichtsjargon, der jedem Gestapobeamten zur Freude gereicht hätte: Die solcherart ausgemachten Judenfreunde sind nunmehr "Provokateure", die Superhausmeister diejenigen, die sich gegen diese zur Wehr setzen mussten - ein Verhalten, das jedem Volksgenossen ohne weitere Erklärung einsichtig erscheinen muss - weil so geht's ja wirklich nicht. Vom "Hausrecht" wurde Gebrauch gemacht, die "Personen" wurden des Raumes verwiesen, der Schläger "eilte zu Hilfe", ein "Angreifer" (einer der Zusammengeschlagenen) musste mit einem "Tritt gestoppt" werden, auf keinen am Boden liegenden wurde eingetreten - wenn es nur die Richtigen trifft, kann man schon mal fünfe gerade sein lassen, auch wenn die Blessuren eine andere Sprache sprechen. Natürlich ist es unverschämt, diese "drei Personen", die "Provokateure", diesen "Vorfall" in einen "antisemitischen Zusammenhang" zu stellen, schließlich handelt es sich um einen "Anlass" der "benutzt" wurde, um "Solidarisierungseffekte" zu erzielen - wobei (siehe oben) völlig offen bleiben muss, wer sich mit den Angegriffenen solidarisieren könnte.
Die eigentlichen Opfer sind ausgemacht: Schließlich steht bis heute an einer Wand zu lesen: "Au Antisemiten auf die Fresse", geschrieben nach dem Übergriff und für die armen Hausmeister ist eines damit klar: Die Gewalt geht von den "Provokateuren" aus, sie setzen sich nur zur Wehr gegen irgendeine Übermacht, Hauptsache die andern warn´s und wiederholen so die Scheißhausparole jedes deutschen Wehrmachtsoldaten: Wir mussten tun, was wir taten, sei es aus Notwehr, sei es Befehlsnotstand.
Und in ihren Augen ist Antisemitismus, wenn eindeutig als Neonazis erkennbare Leute unter deutlich vernehmbaren "Juda verrecke!"-Rufen eine Synagoge anzünden. Und weil sie so nicht aussehen, so was nicht im Wortlaut rufen, kann nicht antisemitisch sein, wenn ein sog. "Autonomer" mit den Worten "Ich kann diesen Israel-Scheiss nicht mehr sehen!" auf Konzertbesucher losgeht, es handelt es sich vielmehr um einen "Vorwand", der in bösartiger Absicht aufgebauscht wird. Für ein "friedliches Miteinander aller Menschen" geben sie vor einzutreten. Wie dieses Miteinander im Einzelnen aussieht möchte man sich lieber nicht vorstellen, wenn allein das Äußern einer Meinung, die nicht der vom Hausmeisterkollektiv ausgegebenen entspricht, ausreicht krankenhausreif geprügelt zu werden.
In Zukunft sollte jeder, der sich nicht sicher ist, dass sein Denken mit den vom ideellen Gesamtpedell ausgegebenen Parolen identisch ist, solche Orte meiden und falls sich ein Besuch nicht umgehen lässt, darauf achten, still zu sein und die Kleidungsvorschriften peinlich genau zu beachten.
Antifa Gießen, 9. Mai 2003
Herzliche Glühstrumpf
Lasst Euch nicht bangemachen von einigen Politsektierern + Moralinskis, da habt Ihr schon anderes überstanden.
Viel Spaß beim Feiern, ich + viele Hundert weitere Menschen, Männlein wie Weiblein, werden am Wochenende dabei sein.
"Wohnraum sofort - aber subito!" (Aus dem BesetzerInnen-Fluglatt 1983)
Frankfurt/Main rockt das Haus!
Typisch!
Merkt ihr eigentlich inzwischen schon überhaupt nicht mehr, wie sehr euer berechtigtes Anliegen durch solch teilweise völlig hilflos wirkenden Patchwork-Basteleien (irgendwie wirds dann schon zusammenpassen...) diskreditiert??
Ich habe es in langen Szenejahren noch selten erlebt, wie Leute ein absolut wichtiges Thema derart der Lächerlichkeit preisgeben, ihr solltet langsam mal über euch nachdenken!
im übrigen gibts den heftigsten sexismus in eurem hausblättchen "bahamas", wo "psychoanlytisch" verscheleiert Vergewaltigung gerechtfertigt wird ("vgl. Artikel "Infantile Inquisition")
Auch wenn es euch ekelt: es ist ein geiles wetter und es wird ein geiles fest mit guten bands und ich freue mich auf die vielen netten leute die kommen. ihr könnt ja mal vorbei schauen und euch ein eigenes bild machen, oder bleibt verbittert in euren löchern.
Antifa Giessen
ey genau
Text ist Fake
Die erste Vermutung könnte sein, daß die sinistra-Leute den AU bekämpfen, weil sie dort für ihre Provokatinen rausgeflogen sind.
Diese Vermutung bestätigt sich nicht. Weil: Die Anti-AU-Aktionen laufen schon ein bischen länger.
Frage: Welchen Grund haben die sinistra-Leute gegen das AU zu kämpfen und sich damit auf Seiten von Staat und Nazis zu stellen?
In anderen Städten (Leipzig, Giessen, Marburg,...) haben antideutsche Gruppen (teilweise in Zusammenarbeit mit der Polizei) bereits linke Zusammenhänge erfolgreich zerschlagen. Schuld sind dort die Linken aber auch selbst. Die Reaktionen waren fast immer hilflos bis hysterisch.
AU schließen
Dass aber jetzt die Nazirelativerer und Antisemtitencombo "banda bassotti" dort spielt, sollte auch dem Aufklärungsressistentesten langsam klar werden, dass die AU geschlossen gehört.
Ich helfe den BewohnerInnen der AU gern bei der Wohungssuche.
Zwar vertreten diese bei weitem nicht solche Positionen wie die Konzertgruppe aber mit der Duldung solcher Antisemitenscheiße ,wie "banda bassotti", ist der Sache entgültig ein Ende zu setzen.
AU muß weg.
Save Israel!
enough is enough
@ über mir
aktionsformen:
- imagebeschmutzung (lügen so oft wiederholen, bis was hängen bleibt),
- polarisierung/spaltung,
- zusammenarbeit mit nazis und bullen (das aber nur bei einigen extremen antideutschen, wird von moderaten antideutschen abgelehnt),
- diffamierung
- offenlegung von gruppeninternen strukturen,
- versuch rechte ideologie in linke diskurse zu drücken
teilweise orientieren sich sich an aufstandsbekämpfungs-programmen von polizei und geheimdiensten.
aber: es diese gruppen werden vielleicht von staatlichen stellen unterstützt, es ist aber sehr unwahrscheinlich, daß sie von staatlichen stellen erschaffen wurden. verschwörungstheorien a la "antideutsche sind vom cia gesteurt" sind kontraproduktiv und unseriös. meistens handelt es sich lediglich um sich elitär gebende studies, die sich ihre identität einzig über das abdissen anderer kreieren. teilweise hängen sie der vorstellung an, daß erst die gesamte linke abgeschafft werden müsse, bevor man für eine bessere welt kämpfen können. allerdings sind sie aufgrund ihrer elitären ideologie sehr spaltungs-anfällig, wie der spog-treffen im ansatz zeigte.
@ über mir
aktionsformen:
- imagebeschmutzung (lügen so oft wiederholen, bis was hängen bleibt),
- polarisierung/spaltung,
- zusammenarbeit mit nazis und bullen (das aber nur bei einigen extremen antideutschen, wird von moderaten antideutschen abgelehnt),
- diffamierung
- offenlegung von gruppeninternen strukturen,
- versuch rechte ideologie in linke diskurse zu drücken
teilweise orientieren sich sich an aufstandsbekämpfungs-programmen von polizei und geheimdiensten.
aber: es diese gruppen werden vielleicht von staatlichen stellen unterstützt, es ist aber sehr unwahrscheinlich, daß sie von staatlichen stellen erschaffen wurden. verschwörungstheorien a la "antideutsche sind vom cia gesteurt" sind kontraproduktiv und unseriös. meistens handelt es sich lediglich um sich elitär gebende studies, die sich ihre identität einzig über das abdissen anderer kreieren. teilweise hängen sie der vorstellung an, daß erst die gesamte linke abgeschafft werden müsse, bevor man für eine bessere welt kämpfen können. allerdings sind sie aufgrund ihrer elitären ideologie sehr spaltungs-anfällig, wie das spog-treffen im ansatz zeigte.
alles antisemiten...
Im übrigen sind solche Lieder wie von Banda Bassotti oder auch von Slime "Polizei SA-SS" oder Texte wie "Stamheim ein KZ" blöd, denoch wäre es übertrieben Slime als "Antisemiten Band" zu bezeichnen oder sie mit "Landser" gleich zu setzen. Aber im Bahamas-Wahn funktionierts mit der geitigen Reflexion von Realität bei einigen von euch nicht mehr so richtig.
Swing-Debatte
Leider stehen die Texte nicht im Netz, so dass ich jetzt im folgenden nur einzelne Auszüge aus der Debatte zitieren werde.
****************************
Vorab vielleicht noch ein Hinweis: Der Streit um diese Oi-Skin Konzerte der Au-Veranstaltungsgruppe ist schon um einiges älter – damals veranstaltete ein Teil dieser Leute diese noch im Frankfurter Exzess:
Am 8. Mai 1992 fand in Bockenheim im Cafe-Exzess (Leipzigerstr., FFM) ein Konzert statt. Es spielten u.a. Musik-Bands wie "Blitz" aus GB, eine beliebte Gruppe bei den Skinheads (Oi-Musik). Die Gruppe selbst versteht sich eher als links.
Als bekannt wurde, daß viele Skinheads aus dem Rhein/Main-Gebiet zu erwarten sind (rechte Fan-Blätter haben schon das Konzert zuvor propagiert), hat die MigrantInnen-Gruppe "Cafe-Morgenland im Exzess" die Absage des Konzertes bzw. der Gruppe verlangt. Die stattgefundenen Auseinandersetzungen mit VeranstalterInnen, UnterstützerInnen und RaumverwalterInnen auf der einen Seite und Cafe-Morgenland auf der anderen, haben keinen Erfolg im Sinne einer Absage gehabt. Obwohl es bekannt wurde, daß in anderen Städten aus den gleichen Gründen (Skinheads-anlocken) die Konzerte mit "Blitz" abgesagt wurden. Darauf hin hat das Cafe-Morgenland beschlossen, das Exzess am 8. Mai zu besetzen, um das Skinhead-Fest zu verhindern. Die Besetzung selbst ist als ein zugespitztes Mittel der Auseinandersetzung verstanden worden. Bei der anschließenden Auseinandersetzung um die Besetzung hat aber die MigrantInnen-Gruppe jegliches Interesse verloren, etwas in diesen Zusammenhängen zu tun und die Besetzungsabsicht zurückgenommen. Gleichzeitig ist sie vorerst aus Cafe-Exzess ausgezogen.
Am Freitag den 8. Mai hat dann das Konzert stattgefunden. Bis spät in der Nacht "spuckte" die U-Bahn-Leibzigerstr. "Glatzen" aus. Die meisten davon (etwa 150) waren keine Red-Skins (interessant vielleicht für die, die einen Unterschied machen wollen). Es war der größte Skinhead-Aufmarsch in Frankfurt. Noch ein Sieg im "antirassistischen-antifaschistischen Kampf".
Auszug aus einem Text der migrantischen Gruppe Cafe Morgenland, der ganze Text findet sich hier:
***********************************
Jetzt aber zur Debatte in der Swing:
In einem ersten Diskussionsbeitrag beschreibt eine Person, wie sie das Au-Fest am 2. Juni 2001 erlebt hat:
"[...] das dominante Bild auf dem Fest sind Skinheads in ihren martialischen Uniformen – aber es sind ja Redskins, also linke Skins. Warum bin ich mir da eigentlich so sicher? Ach so, ja genau, es ist ja das Au-Fest, auf dem ich bin. [...] Wenn das Bild der Skins nicht durch die Auffälligkeit einiger Punkfrisuren durchbrochen wäre, könnte mensch wirklich annehmen auf dem komplett falschen Fest gelandet zu sein. Zurück bei meiner Peergroup werde ich angesprochen, ob mir denn klar sei, dass hier auch Faschisten rumlaufen würden. [...] Einer meiner Freunde schleift mich hinter sich her und zeigt mir im Vorbeigehen die weißen Schnürsenkel von einem dieser Skinheads"
Der/die Schreiber/in diskutiert daraufhin mit einigen der VeranstalterInnen und erfährt, dass weiße Schürsenkel gar nichts zu bedeuten hätten.
"Ich bekomme den Vorschlag gemacht, den Typen doch mal anzusprechen. Prima. Und was sag ich zu dem? Du, tschuldige, bist du ein Faschist? Oder vielleicht doch besser mal gleich sozusagen vorsorglich in die Fresse hauen? Und was wenn er doch kein Faschist ist? Auweia hier stimmt doch was nicht. Ich frage also erst mal nach, wie es überhaupt dazu kommen kann, dass hier eine solche Menge von Skins auftaucht. Die Antwort ist einfach und heißt: Oi-Musik. [...] Warum werden dann nicht Leute an den Eingang gestellt, die wenigstens darauf achten, dass keine Faschisten das Konzert besuchen. Als Antwort bekomme ich, dass es auf dem Au-Plenum eine Entscheidung für diese Bands gegeben hätte. Mir langt es jetzt!"
Drei Fragen tun sich in der Folge für den/die Schreiber/in auf:
1) Wie kann es sein, dass mensch am 1. Mai darum kämpft, dass keine Faschisten nach Frankfurt kommen und plötzlich steht mensch womöglich bei einem angeblich linken Fest neben ebendiesen Nazis.
2) "Vielleicht gab es ja trotz des Wissens um das Problem, dass auch auf dem Au-Festrechte Skinheads auftauchen können, keine Eingangskontrollen, weil es gar nicht möglich ist, zu unterscheiden zwischen Redskins und Fascoskins. Dann allerdings müssten sich die Organisatoren die Frage gefallen lassen, ob es überhaupt noch verantwortlich ist, bands einzuladen, zu deren Musik Leute kommen, die sich zumindest nicht abgrenzen von dem, was die Assoziation mit rechten Schlägertrupps nahe bringt"
3) Der dritte Punkt ist, dass sich der/die Autorin zwar klar ist, warum sich Nazis ein Outfit zulegen, das bei Ausländern, Schwulen und anderen Angst und Schrecken verbreitet, nicht aber versteht, warum dies Leute tun, die sich für links halten. Von den potentiell von Skinheads bedrohten, auf Schnürsenkel, Buttons zu achten oder gar diese zu fragen, ob sie nun rechts seien oder nicht sei nun ja völlig unzumutbar.
****************************
In einem Antwortschreiben wird das Konzert im Wesentlichen damit gerechtfertigt, dass sich die Band selbst als links verstehe und auch ein Infostand irgendwo auf dem Gelände der Au zu finden gewesen sei, auf dem antifascjhistische Broschüren auslagen.
****************************
Aus dem dritten Beitrag sei nur die folgende – ziemlich krasse - Begebenheit zitiert:
"Ich möchte ein Beispiel nennen, um das Problem zu verdeutlichen: Ein pakistanischer Jugendlicher erzählte mir von einem Nazi Haus in [Frankfurt]Rödelheim. Er meinte die Au und es stellte sich heraus, dass er eines abends vor dem Tor stand und sich sein eigenes Bild machte, als er eine Gruppe gröhlender Bomberjackenskins im Hof rumstehen sah. Er rannte nach Hause und erzählte es seiner Familie"
Antideutsche! Zuhausebleiben!
Deutlicher gehts nicht
Die Parole "AU muß weg" von Antideutschen weiter oben benutzt spricht Tacheles. Es geht hier gar nicht um die konkreten Vorfälle, es geht gegen linke Strukturen allgemein. Diese Vorfälle, die sich zumeist als Erfindungen herausstellen werden nur vorgeschoben.
Mir fällt dabei auf, wie feige diese Faschos sind. Sie trauen sich nur anonym über Indymedia Aktionen gegen linke Strukturen zu fahren.
Starkregen und Hagel über Rödelheim?
Vorhersage:
In der Nacht zum Samstag im Süden rasch abklingende Gewitter. Sonst gering bewölkt. Tiefstwerte 19 bis 14 Grad. Schwachwindig. Am Samstag nach Auflösen von örtlichen Dunst oder Nebelfeldern zunächst meist heiter.
Im Süden und in der Mitte im Tagesverlauf einzelne Gewitter, die örtlich Starkregen und Hagel bringen. Im Norden wolkig, aber kaum Regen. Höchsttemperaturen meist zwischen 24 und 31 Grad. Abgesehen von Gewitterböen schwachwindig
Text wieder ins Open Posting, bitte
2.) Der Text ist von sinistra herkopiert
3.) Er ist Teil einer Kampagne zur Zerschlagung der FFurter linken Infrastruktur
??????????????hallo ??????????????????
ja,punk,oi,ska,reaggae,techno,folk,klassik,rock,pop usw. sind teilweise subkulturen und wer hätte es geahnt ?! voller sexismen.ja wirklich.
was hören "antideutsche" für musik ? den ganzen tag blumfeld ?
da singt auch ein mann,also subjektive texte von einnem menschen,der als mann "sozialisiert" wurde.
also sexisten-musik , oder wie ?!
warum geht jemand auf ein punk/skin-konzert in der au + wundert sich über das glatzenpublikum ?
ich geh auch nicht zur love-parade + wundere mich,dass die musik eintönig + laut ist.
blaggers sollen faschos sein ?
unglaublich.
blitz faschos ?
nicht zu toppen.
soviel quatsch wie in diesem artikel vereint habe ich selten gelesen....
dann noch banda bassotti....
meinetwegen haben die schlechte,unreflektierte texte,die sie auch so nicht mehr singen sollten.klare sache.
aber das macht sie nicht gleich zu antisemiten.
was sind dann leute wie horst mahler ?
auf einer stufe mit bassotti ?
mit humor ist diese linke zu ertragen,aber auch nur mit humor....
ein wenig locker machen,alle.
offen machen für selbstreflexion.
überlegen der wortwahl.
und dann klappts auch mit dem nachbarn.
ich geh morgen in die au.
freu mich bei den spermbirds kaputt,tanze bis zum umfallen + sing jede zeile mit,die mich sehr geprägt haben in meinem leben.
ach so:
es gibt ne menge gründe,die spermbirds als a-politsche nicht (mehr) linke band zu denunzieren.aber das oben gezeigte bild + der verweis auf den namen,sind mit abstand die bescheuertsten.
hallo 02:44
welche fakten nicht stimmen, erklärst du leider nicht. ok, man kann natürlich darüber streiten, ob man die bandnamen jetzt sexistisch finden will oder nicht (antisexistisch sind sie aber bestimt auch nicht). möglich ist auch, dass die glatzen, die da seit jahren rumhängen, nur so aussehen und sich verhalten wie faschos und "in wirklichkeit" gar keine sind. der kernpunkt aber, der nazi-sion-polizei song, ist doch nun wirklich oberkrass und ich finde es gut, dass es leute gibt, die so etwas recherchieren. hätte die au darüber (und über so manch anderes) selbst mal nachgedacht, würden sie jetzt auch nicht so eine angriffsfläche bieten.
"teil einer kampagne zur zerschlagung der linken frankfurter infrastruktur". total lächerlich. in frankfurt gibt es schon seit einigen jahren nichts mehr, was den namen "linke infrastruktur" verdient hätte. nicht mal mehr die 1. mai organisation klappt noch (ohne die hansels von der anti-nazi-koordination wär da die letzten beide male mal grad gar nix mehr gelaufen). da brauchen die sinistra-leute auch echt nix mehr zu zerschlagen und 'ne "kampagne" braucht's schon gleich gar nicht. macht euch da mal nix vor. über die un-politischen verhältnisse in der au haben wir auch schon vor zehn jahren abgelästert und da gab's noch gar keine "antideutschen". war auch da schon voll von mackern und fußballglotzern. allerdings wäre damals trotzdem (glaub ich jedenfalls) nicht so ein komplett peinliches flugblatt wie das der au-konzertgruppe möglich gewesen (da gab's immer noch den ein oder anderen, der oder die ein bisschen was auf'm kasten hatte). dass die sinistra in den wunden der frankfurter linken so dreist rumpopelt ist vielleicht gemein aber unverdient kommt's für viele nun auch grad nicht.
ansonsten sind die sinistras übrigens auch ganz anders unterwegs als die völlig irre gewordene bahamas: sehe da nix von wegen "bush man of peace" oder so'n schrott.
schwachsinnig schon eher das ultrapolemische statement der antifa-gießen: no comment.
blitz lyrics:
Never Surrender
Never surrender, never give in
Never let the enemy win
Never say why, never say die
It's always worth another try
chorus:
Never surrender...
Never give in to things they say
Better move fast before its too late
Lose the race, lose your face
Better keep cool and play the ace
WARRIORS
Your sun is setting and the day is late
As we walk over this wasteland of hate
There's people getting angry in these darkest hours
There's blood on the streets and the streets are ours
Warriors, never forget the Warriors
Our mates are diamond and we shine like steel
You can't beat us down the wounds will never heal
You can't take us for a ride
You can't rob a warrior of his pride
It's your hate on which we feed
We are the new class we are the new breed
Send our regards to a nation on fire
And with love a bouquet of barbed wire
From the Warriors
die
das wars denn aber auch schon mit dem "linken anspruch". dass eine solche, antizionistisch/antisemitische band wie banda bassoti mit dem vermerk "polit-punk" eingeladen wird und mit tiemlicher sicherheit auch spielen wird, ist nur ein weiteres indiz für die im rödelheimer keller hegemoniale anti-emanzipation.
forderung nach au-schließung sind für mich aber ungefähr genauso sinnvoll wie nach dichtmachung des örtlichen altenheims oder kegelclubs. wat solln die daitschn raus aus ihrn haisern, hier jehörn se doch hin (abgewandelt nach den zitronen)!?
ich wäre für löschen
Muss sowas echt stehenbleiben?