Ein Bericht über die Brücke (Evian g8)
Übersetzung von einem Bericht, die in Indymedia Barcelona veröffetlicht wurde.
Eine Augenzeuge aus Indymedia Buenos Aires beschreibt, was in der Brücke, wo ein Aktivist abgestürtzt wurde, in Evian geschehen ist.
Ich glaube, es ist ausführlicher als was bis jetzt veröffentlicht wurde.
Eine Augenzeuge aus Indymedia Buenos Aires beschreibt, was in der Brücke, wo ein Aktivist abgestürtzt wurde, in Evian geschehen ist.
Ich glaube, es ist ausführlicher als was bis jetzt veröffentlicht wurde.
In barcelona.indymedia.org
by marol (((i))) buenos aires 12:29am Tue Jun 3 '03
Übersetzt von einer.
Wir waren 5 Chronisten von Indymedia in einem Auto. Wir hatten bis Genf nicht ankommen können, weil die Eingänge zur Stadt schon blockiert waren. Deswegen kehrten wir zu Lausanne zurück. Lausanne und Genf sind 65 km entfernt. In der Mitte des Weges fanden wir die Brücke Aubonne. Diese Brücke ist etwa 50 m hoch und unter ihr fließt ein keines Fluss mit sehr wenig Wasser.
Die nicht-gewalttätige Aktion, die die Bezugsgruppe "Schokolade" machte war die folgende: 2 Personen von ähnlichen Gewicht und Größe, Eine Frau und ein Mann, Experten in Klettern, wollten sich aus beiden Seiten der Brücke mit einem einzigen Seil hängen, um die Hauptautobahn, die beide Städte verbindet, zu blockieren. Um das zu machen setzte erstmal die Bezugsgruppe eine erste Linie Aktivisten 100 m weit vom Seil, mit Transparenten mit Sprüche von nicht zum g8.
Als wir ankamen wurden wir gestoppt, wie alle anderen Autos, da der erste Ziel der Blockade, d.h. das Verkehr zu unterbrechen erreicht war. In diesem Moment waren die zwei Personen bei der Vorbereitung der Aktion. Zum Glück hatten wir 2 Videokameras und Photoapparate, um was geschehen ist zu dokumentieren. Bis diesem Moment, um 11.15 morgens, war die Polizei noch nicht angekommen, deswegen gelangte die Aktion bis da völlig erfolgreich. Erst mal hat Martin sich gehängt und dann die Frau. Die Blockade war total. Die Autos die dort gestoppt waren begannen Drück zu üben und zu schreien, dass sie vorbei fahren sollten, aber das war unmöglich, da es zwei menschliche Leben hängend vom selben Seil gab.
Fünf Minuten nach dem erfolgreichen Gelingen der Aktion ist die erste Gruppe Polizisten angekommen. Sie waren aufgeregt und wollten nicht zuhören was für eine Aktion dort stattfand. Sie gaben nur Recht an den Autofahrer die verzweifelt über die Notwendigkeit sein Weg weiter zu fahren schreien.
Ein völlig cholerische Polizist und ein wütendes Autofahrer haben angefangen, die transparente, die auf der ersten Reihe waren, kaputt zu machen. So erreichten sie dass die Autos, die die Brücke kreuzen wollten, einige Meter weiter fahren könnten. Es kamen immer mehr Polizeiwagen.
Die Aktivisten, die die nicht-gewalttätige Aktion machten, versuchten die Lage zu erklären. Die weitere Polizisten sahen das reale Gefahr nicht ein, indem sie die zwei gehängten Personen setzten.
Andere Aktivisten legten sich im Boden und in einer chaotischen und gespannten Situation versuchten die Polizisten mit Gewalt sie am Rand des Autobahn zu schieben. Gleichzeitig liefen andere Polizisten zum Seil, während Aktivisten versuchten zu erklären, welche die Situation war. Aber sie hörten nicht zu.
Die Spannung wurde größer je näher die Polizisten und die Autos sich am Seil nährten. Als sie am Seil ankamen, haben sie sie erst mal mit den Händen nach oben geschoben, und so könnten einige Autos weiterfahren. In einer Situation von Konfusion, Geschrei und Autohupen kam ein Polizist, aggressiv, und während die Aktivisten die schwierige Situation zu erklären versuchten, hat er ohne weiteres den Seil geschnitten.
Nach einer langen leisen Sekunde hörte man den Geräusch des Körpers von Martin, wer im kleinen Fluss fiel. Die Leute hat angefangen zu schreien und weinen und einige Leute haben geschafft der andere Teil des Seiles festzuhalten, da in der anderen Seite noch eine Person gehängt war.
Da hat die Polizei angefangen, die Schlwere der Situation zu begreifen. Trotzdem hat es mehr als eine Stunde gedauert bis ein Hubschrauber angekommen, um die Verletzte zum Krankenhaus zu bringen. Martin war erstaunlicherweise noch bewusst unter der Brücke und die andere Frau zitterte im Schock-Zustand.
Endlich waren 6 der Aktivisten verhaftet und mit Polizeiwagen weg gebracht. Wir waren von der Polizei bedroht, auch verhaftet zu werden, aber endlich müssten wir nur zum Gewahrsam gehen um über das Geschehene Aussage zu machen.
Was kann man weiter sagen? Dass die Gewalt von den Staaten kommt, dass man sogar in einer nicht-gewaltsame Weise nicht protestieren darf, dass mehr als 400 Personen in den verschiedenen Demonstrationen verhaftet worden sind. Dass das von der Weltpolitik verursacht wird, wurde heute deutlicher. Man konnte nicht frei fahren. Politik von Hass und Repression, von Terror und Desinformation. Die Staaten üben soziale Kontrolle und geben Rechte nur an die Wohlhabende. Die Ungleichheiten wachsen. Die Medias desinformieren. In dieser Staaten leben wir. Das sind die Ergebnisse des Kapitalismus, der kapitalistische Barbarie.
Man kämpft mit nicht-gewalttätigkeit, mit Trommeln und Samba und man kommt zurück mit Blut und Repression. Wer ist geirrt? Das ist alles so klar, dass das zu hinterfragen nicht notwendig ist. Aber doch. Diese Welt wird geschafft von denen die uns regieren. Seine Arten und Weisen ernähren und bewahren die Misere.
by marol (((i))) buenos aires 12:29am Tue Jun 3 '03
Übersetzt von einer.
Wir waren 5 Chronisten von Indymedia in einem Auto. Wir hatten bis Genf nicht ankommen können, weil die Eingänge zur Stadt schon blockiert waren. Deswegen kehrten wir zu Lausanne zurück. Lausanne und Genf sind 65 km entfernt. In der Mitte des Weges fanden wir die Brücke Aubonne. Diese Brücke ist etwa 50 m hoch und unter ihr fließt ein keines Fluss mit sehr wenig Wasser.
Die nicht-gewalttätige Aktion, die die Bezugsgruppe "Schokolade" machte war die folgende: 2 Personen von ähnlichen Gewicht und Größe, Eine Frau und ein Mann, Experten in Klettern, wollten sich aus beiden Seiten der Brücke mit einem einzigen Seil hängen, um die Hauptautobahn, die beide Städte verbindet, zu blockieren. Um das zu machen setzte erstmal die Bezugsgruppe eine erste Linie Aktivisten 100 m weit vom Seil, mit Transparenten mit Sprüche von nicht zum g8.
Als wir ankamen wurden wir gestoppt, wie alle anderen Autos, da der erste Ziel der Blockade, d.h. das Verkehr zu unterbrechen erreicht war. In diesem Moment waren die zwei Personen bei der Vorbereitung der Aktion. Zum Glück hatten wir 2 Videokameras und Photoapparate, um was geschehen ist zu dokumentieren. Bis diesem Moment, um 11.15 morgens, war die Polizei noch nicht angekommen, deswegen gelangte die Aktion bis da völlig erfolgreich. Erst mal hat Martin sich gehängt und dann die Frau. Die Blockade war total. Die Autos die dort gestoppt waren begannen Drück zu üben und zu schreien, dass sie vorbei fahren sollten, aber das war unmöglich, da es zwei menschliche Leben hängend vom selben Seil gab.
Fünf Minuten nach dem erfolgreichen Gelingen der Aktion ist die erste Gruppe Polizisten angekommen. Sie waren aufgeregt und wollten nicht zuhören was für eine Aktion dort stattfand. Sie gaben nur Recht an den Autofahrer die verzweifelt über die Notwendigkeit sein Weg weiter zu fahren schreien.
Ein völlig cholerische Polizist und ein wütendes Autofahrer haben angefangen, die transparente, die auf der ersten Reihe waren, kaputt zu machen. So erreichten sie dass die Autos, die die Brücke kreuzen wollten, einige Meter weiter fahren könnten. Es kamen immer mehr Polizeiwagen.
Die Aktivisten, die die nicht-gewalttätige Aktion machten, versuchten die Lage zu erklären. Die weitere Polizisten sahen das reale Gefahr nicht ein, indem sie die zwei gehängten Personen setzten.
Andere Aktivisten legten sich im Boden und in einer chaotischen und gespannten Situation versuchten die Polizisten mit Gewalt sie am Rand des Autobahn zu schieben. Gleichzeitig liefen andere Polizisten zum Seil, während Aktivisten versuchten zu erklären, welche die Situation war. Aber sie hörten nicht zu.
Die Spannung wurde größer je näher die Polizisten und die Autos sich am Seil nährten. Als sie am Seil ankamen, haben sie sie erst mal mit den Händen nach oben geschoben, und so könnten einige Autos weiterfahren. In einer Situation von Konfusion, Geschrei und Autohupen kam ein Polizist, aggressiv, und während die Aktivisten die schwierige Situation zu erklären versuchten, hat er ohne weiteres den Seil geschnitten.
Nach einer langen leisen Sekunde hörte man den Geräusch des Körpers von Martin, wer im kleinen Fluss fiel. Die Leute hat angefangen zu schreien und weinen und einige Leute haben geschafft der andere Teil des Seiles festzuhalten, da in der anderen Seite noch eine Person gehängt war.
Da hat die Polizei angefangen, die Schlwere der Situation zu begreifen. Trotzdem hat es mehr als eine Stunde gedauert bis ein Hubschrauber angekommen, um die Verletzte zum Krankenhaus zu bringen. Martin war erstaunlicherweise noch bewusst unter der Brücke und die andere Frau zitterte im Schock-Zustand.
Endlich waren 6 der Aktivisten verhaftet und mit Polizeiwagen weg gebracht. Wir waren von der Polizei bedroht, auch verhaftet zu werden, aber endlich müssten wir nur zum Gewahrsam gehen um über das Geschehene Aussage zu machen.
Was kann man weiter sagen? Dass die Gewalt von den Staaten kommt, dass man sogar in einer nicht-gewaltsame Weise nicht protestieren darf, dass mehr als 400 Personen in den verschiedenen Demonstrationen verhaftet worden sind. Dass das von der Weltpolitik verursacht wird, wurde heute deutlicher. Man konnte nicht frei fahren. Politik von Hass und Repression, von Terror und Desinformation. Die Staaten üben soziale Kontrolle und geben Rechte nur an die Wohlhabende. Die Ungleichheiten wachsen. Die Medias desinformieren. In dieser Staaten leben wir. Das sind die Ergebnisse des Kapitalismus, der kapitalistische Barbarie.
Man kämpft mit nicht-gewalttätigkeit, mit Trommeln und Samba und man kommt zurück mit Blut und Repression. Wer ist geirrt? Das ist alles so klar, dass das zu hinterfragen nicht notwendig ist. Aber doch. Diese Welt wird geschafft von denen die uns regieren. Seine Arten und Weisen ernähren und bewahren die Misere.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Was ist der Zustand von M.?
Verletzungen
Von: Thomas Bunke 04.06.2003 16:21
Martin Shaw erlitt meinen Informationen zufolge zwei Becken-
brüche und vielfältige komplizierte Fussverletzungen, welche
Montag Morgen mehrstündig operiert wurden.
Polizeisprecher bestätigt: Seil zerschnitten
Schaffhauser Nachrichten Lokales 5.6.2003 8:40
zerschnitt ein Polizist das Seil. Er gibt an, er hätte nicht gewusst, dass jemand daran hängt. Der Polizist ist wieder im Dienst. Eine etwaige Verfolgung hängt von der weiteren Untersuchung ab.
Original:
Volltext:
Donnerstag 5. Juni 2003, Region
Schaffhauser Polizist schnitt
G-8-demonstration: Untersuchung läuft
Ein Schaffhauser Polizist hat am letzten Sonntag das über die Autobahn A1 bei Aubonne von Anti-G8-Demonstranten gespannte Seil durchschnitten. Das bestätigte gestern Hanspeter Strasser, Mediensprecher der Schaffhauser Polizei, gegenüber den SN.
Das Zerschneiden des Seils führte zum Absturz eines Anti-G-8-Aktivisten, der dabei verletzt wurde.
Der Polizist erklärte, er habe den Mann, der am Seil hing, nicht gesehen. Gegen den Schaffhauser Beamten sowie alle weiteren an der Aktion beteiligten Polizisten und Anti-G-8-Aktivisten hat das Untersuchungsrichteramt des Kantons Waadt eine Untersuchung eingeleitet (vergleiche auch SN von gestern).
Der Schaffhauser Polizist hat, so Strasser, in der Zwischenzeit, zusammen mit allen anderen Beamten aus Schaffhausen, die aus Anlass des G8-Gipfels im Einsatz waren, seinen normalen Dienst wieder aufgenommen. Ob gegen ihn Anklage erhoben wird, muss die Untersuchung zeigen, deren Resultat in Schaffhausen jetzt einmal abgewartet wird, wie Strasser erklärte. Der verletzte Demonstrant, ein Engländer, konnte am Dienstag die Intensivstation verlassen. (ek)
love.to.martin@web.de