Einige kritische Anmerkungen zu Geneva, Samstag abend.
Fassungslosigkeit, bis blankes Entsetzen dominierte am samstag abend bei der Spontandemo in Geneva mein Gefuehl. Kurz zur Erinnerung. Gegen 23 Uhr zog eine Spontandemo mit ca. 150-200 Menschen von dem linken Zentrum UISINE Richtung Innenstadt los. Nach dem Beginn der Demo war klar, dass der dominierente Teil der Demo aus hirntoten Deppen bestand. Viele AktivistInnen kamen nach ein paar Minuten entsetzt zurueck...
Einige kritische Anmerkungen zu Geneva, Samstag abend.
Fassungslosigkeit, bis blankes Entsetzen dominierte am samstag abend bei der Spontandemo in Geneva mein Gefuehl. Kurz zur Erinnerung. Gegen 23 Uhr zog eine Spontandemo mit ca. 150-200 Menschen von dem linken Zentrum UISINE Richtung Innenstadt los. Nach dem Beginn der Demo war klar, dass der dominierente Teil der Demo aus hirntoten Deppen bestand. Viele AktivistInnen kamen nach ein paar Minuten entsetzt zurueck.
Um es gleich vorweg zu sagen, der Text soll keine Gewaltlosigkeit predigen. Ganz im Gegenteil.. Symbolische Gewalt (was anderes ist es nie) sollte eine Option des Widerstandes gegen Treffen, wie die G8 sein. Zumal in einer Stadt, wie Geneva, die genug Symbole weltweiter Unterdrueckung in Form von Sitzen internationaler Institutionen und Banken bietet. Samstag abend war davon allerdings wenig zu sehen. Keine 50 Meter nach Beginn der Demo wurden die ersten Kleinstlaeden gesmasht, die eben nicht die Kohle hatten, fuer teures Geld ihre Scheiben zu sichern. Fahrende Autos wurden mit Flaschen beworfen und laut AugenzeugInnen wurden Mollis auf eine Privatwohnung geworfen. So darf linksradikaler Widerstand aber nicht aussehen! Zumal ja die Bullen nicht, bzw. fast nicht praesent waren. Saemtliche Bruecken zum Hotel und Institutionen viertel waren offen. Also haette die Demo dorthin gehen muessen. Selbst wenn es in diesem Falle nichts zu Bruch gegangen waere, haette die Demo einen entschlosseneren Charakter gehabt. Ausserdem hat eine nicht bewilligte Demo unter den Fenstern der Deligierten nochmal eine politisch andere Aussage, wie blindes Randalieren in Seitenstrassen der Altstadt. Leider haben es aber die politisch motivierten TeilnahmerInnen nicht geschafft, die Demo in diese Richtung zu beeinflussen. Was eben dann passiert ist, war eine politische Bankrotterklaerung ohne jegliche antikapitalistische Aussage. Selbst wenn groessere Ladenketten gepluendert wurden, hatte das nichts mit Umverteilung zu tun. Die DemoteilnehmerInnen gehoerten doch allesamt der privilegierten, weissen Schicht an.
Alles in allem hatte dieser Samstagabend nichts mit einem Widerstand gegen den G8 zu tun. Es waren nichts anderes, als unpolitisch motivierte Strassenfestspiele. Der linkesradikale Widerstand in Geneva hat sein Aktionsfeld nicht ausgenutzt.Der Ort als Zentrum der kapitalistischen Institutionen blieb weitestgehend unkritisiert.
Fassungslosigkeit, bis blankes Entsetzen dominierte am samstag abend bei der Spontandemo in Geneva mein Gefuehl. Kurz zur Erinnerung. Gegen 23 Uhr zog eine Spontandemo mit ca. 150-200 Menschen von dem linken Zentrum UISINE Richtung Innenstadt los. Nach dem Beginn der Demo war klar, dass der dominierente Teil der Demo aus hirntoten Deppen bestand. Viele AktivistInnen kamen nach ein paar Minuten entsetzt zurueck.
Um es gleich vorweg zu sagen, der Text soll keine Gewaltlosigkeit predigen. Ganz im Gegenteil.. Symbolische Gewalt (was anderes ist es nie) sollte eine Option des Widerstandes gegen Treffen, wie die G8 sein. Zumal in einer Stadt, wie Geneva, die genug Symbole weltweiter Unterdrueckung in Form von Sitzen internationaler Institutionen und Banken bietet. Samstag abend war davon allerdings wenig zu sehen. Keine 50 Meter nach Beginn der Demo wurden die ersten Kleinstlaeden gesmasht, die eben nicht die Kohle hatten, fuer teures Geld ihre Scheiben zu sichern. Fahrende Autos wurden mit Flaschen beworfen und laut AugenzeugInnen wurden Mollis auf eine Privatwohnung geworfen. So darf linksradikaler Widerstand aber nicht aussehen! Zumal ja die Bullen nicht, bzw. fast nicht praesent waren. Saemtliche Bruecken zum Hotel und Institutionen viertel waren offen. Also haette die Demo dorthin gehen muessen. Selbst wenn es in diesem Falle nichts zu Bruch gegangen waere, haette die Demo einen entschlosseneren Charakter gehabt. Ausserdem hat eine nicht bewilligte Demo unter den Fenstern der Deligierten nochmal eine politisch andere Aussage, wie blindes Randalieren in Seitenstrassen der Altstadt. Leider haben es aber die politisch motivierten TeilnahmerInnen nicht geschafft, die Demo in diese Richtung zu beeinflussen. Was eben dann passiert ist, war eine politische Bankrotterklaerung ohne jegliche antikapitalistische Aussage. Selbst wenn groessere Ladenketten gepluendert wurden, hatte das nichts mit Umverteilung zu tun. Die DemoteilnehmerInnen gehoerten doch allesamt der privilegierten, weissen Schicht an.
Alles in allem hatte dieser Samstagabend nichts mit einem Widerstand gegen den G8 zu tun. Es waren nichts anderes, als unpolitisch motivierte Strassenfestspiele. Der linkesradikale Widerstand in Geneva hat sein Aktionsfeld nicht ausgenutzt.Der Ort als Zentrum der kapitalistischen Institutionen blieb weitestgehend unkritisiert.
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Ergänzungen
hirntoter berichterstatter
polarisierungen, wie die deine, gehen mir so auf die nerven! wenn ich einen gymnasiasten und einen arbeitslosen jungproll nebeneinander sehe, dann sehe ich das so und nicht den guten und den schlechten.
bödsinn
P.S.: "Hirntote Deppen" wie du sie nennst, sind eher die Leute, die nach so einer aktion wieder zu einem linken Zentrum zurück laufen und so die bullen mitschleppen....
Der Bericht ist ne einzige Lüge!!
gut geplant und voll daneben
krise
dann kann er ja sicher mitreden was passiert ist.
Das war die teuerste Einkaufsstrasse von Genf.
Da waren sicher ein haufen kleiner unschuldiger läden.
Das ein molli in eine Wohnung geflogen sein soll ist auch Blödsinn, das behauptet ja nichtmal die Polizei/Presse.
Aber ich finde natürlich auch das man das nächste mal bevor
man ein stein oder molli auf eine Bank wirft ein 2 stündiges Plenum hält und den dort gebildenten sprecherinnenrat, nach einholen der meinungen aller anderen beteiligten gruppen und organisotionen, eine entscheidung treffen lässt. Ausserdem sollte man das gebiet am besten schon tage davor weiträumig absperren und Warnschilder anbringen, dass keine fahrenden Autos mehr getroffen werden können.
Entsezt war ich auch, aber erst ein tag später, und zwar darüber das es mache Leute glauben sie könnten die welt verbessern indem sie 4 Stunden über eine verlassene Autobahn laufen und danach wieder nach hause fahren.
könnte auch so sein