zur Camp-Einkesselung in Lausanne...+ Polizeipressekonferenz 1.6.
Das Auftauchen der Lausanner Gegen-G8-Demonstranten sowie einiger Pressevertreter verhinderte wohl einige Verhaftungen.
Polizei verbreitet Unwahrheiten über Lausanner Demo.
Polizei verbreitet Unwahrheiten über Lausanner Demo.
Die Polizei ließ wohl von der Verhaftung aller Aktivisten im Camp ab, da ca. 3000 Demonstranten (EInwohner der Stadt), die eigentlich in der Stadt gegen den G8 demonstrieren wollten, zum Camp gelotst wurden, wo die eingekesselten waren. Im Schlepptau waren auch etliche Pressevertreter.
Ursprünglich sei der Plan wohl gewesen, alle zu verhaften.
Da sieht mensch mal, wieviel Solidarität bringen kann.
Ansonsten:
Eine Journalistin, der bei der Polizeipressekonferenz nach der Demo gestern früh dabei war, berichtete, dass dort u.a.Molotow-Cocktails von den Demonstranten eingesetzt wurden.
Erst als explizit nachgefragt wurde, gab die Polizei an, dass sie dies doch nicht bestätigen könne. Die nachfragende Journalistin wurde anschliessend von einigen Sicherheitsbeamten genauestens befragt, für wen sie denn in welcher Art und Weise aktiv sei. Die umstehenden Journalisten gaben anschliessend an, dass so eine Befragung durch die Sicherheitskräfte sehr sehr ungewöhnlich sei, und sie sowas noch nicht erlebt hätten....
Auch in den "bürgerlichen" Medien soll von Molotow-Cocktails in Lausanne berichtet worden seien und Bilder aus Genf mit Berichten über Lausanne vermischt worden seien. Habs aber nur gehört und nich selber gesehen.
Aber letztendlich ist sowas ne gute Begründung für ein verschärftes Vorgehen der Polizei... hoffen wir, dass es ruhig bleibt.
Ursprünglich sei der Plan wohl gewesen, alle zu verhaften.
Da sieht mensch mal, wieviel Solidarität bringen kann.
Ansonsten:
Eine Journalistin, der bei der Polizeipressekonferenz nach der Demo gestern früh dabei war, berichtete, dass dort u.a.Molotow-Cocktails von den Demonstranten eingesetzt wurden.
Erst als explizit nachgefragt wurde, gab die Polizei an, dass sie dies doch nicht bestätigen könne. Die nachfragende Journalistin wurde anschliessend von einigen Sicherheitsbeamten genauestens befragt, für wen sie denn in welcher Art und Weise aktiv sei. Die umstehenden Journalisten gaben anschliessend an, dass so eine Befragung durch die Sicherheitskräfte sehr sehr ungewöhnlich sei, und sie sowas noch nicht erlebt hätten....
Auch in den "bürgerlichen" Medien soll von Molotow-Cocktails in Lausanne berichtet worden seien und Bilder aus Genf mit Berichten über Lausanne vermischt worden seien. Habs aber nur gehört und nich selber gesehen.
Aber letztendlich ist sowas ne gute Begründung für ein verschärftes Vorgehen der Polizei... hoffen wir, dass es ruhig bleibt.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Molis in Lausanne ?!
die polizei sah das leider nicht so, und nebelte ganze straßen komplett mit tränengas ein, oder schoss es dierekt auf den geöffneten balkon eines mehrfamielenhauses, was dazu führte, dass die komplette wohnung verseucht wurde.
und dadurch soll die police vertrauen bei den bürgern gewinnen... naja
all cops are puppets
(SIB-MIB)
keine mollis
trotz der plünderung von 4 tankstellen wurden auch keine gebaut.
das ziel,auch des autonomen blocks,war die blockade + nicht der kampf gegen die polizei.
dies wurde auch so auf der demo mehrfach durchgegeben.
die polizei hielt sich,vielleicht auch deshalb,anfangs sehr zurück.
timmi und spike
Nur so ein Gedanke.
super diletantisch
Keine Kapazitäten
merci merci merci
aber der zusammenhalt der meisten leute war stark und tat gut. die invasoren hatten sichtlich probleme, damit umzugehen und hatten drum stundenlang zeit beschimpft, ausgebuht und ausgelacht zu werden.
danke der demo!!!
solidarität ist unsere waffe.
totaler wity
Schonmal gepostete Ergänzung
Nachdem nämlich beide Blöcke ganz gezielt vermischt und mit Tränengas durch die ganze Stadt getrieben worden waren, landeten letztendlich fast alle Demonstranten im legalen Camp La Bourdonette (wobei glaube ich nur ein Teil von Pink-Silver-Leuten in das illegale See-Camp abbiegen durfte). Einige Minuten war es ruhig, die Leute begannen, sich zu entspannen, sich umzuziehen, Duschen zu gehen etc. Dann bezog plötzlich die deutsche Polizei auf der Straße unterhalb des Camps Position. Einige Leute begannen, ihre Zelte abzubauen, die Sachen in Autos zu packen und dann zu gehen, zumal das Gerücht umging, daß alle Zivis abgezogen worden seien. Einige Zeit später wurde das Camp von der Schweizer Polizei illegal ohne Durchsuchungsbefehl betreten, einzelne Zelte wurden pseudomäßig und ohne Genauigkeit durchwühlt und ca. 4-5 Einzelpersonen wurden gezielt festgenommen, alles unter Begleitung der Presse. Danach schien die Polizei auf Zeit zu spielen: Die Bullen verteilten sich locker über das Gelände, die meisten Demonstranten setzten sich im vorderen Teil des Geländes friedlich auf den Boden in die knallheiße Sonne, sangen Bella Ciao (!), tanzten vor den Bullen (!!) und bildeten eine Kette, von wo aus sie sich dann wie die Radikalschafe wegtragen ließen. Leute, die vorschlugen, man solle doch wenigstens aufstehen und sich aktiver gegenseitig schützen, ohne die Situation jedoch gleich eskalieren zu lassen, wurden ausgebuht; man müsse "die hinteren Reihen schützen". Das Verhalten in dieser Situation steht in einem krassen Gegensatz zu den vorher gehaltenen Plena des Anthrazit-Blocks. Es scheint also so gewesen zu sein, daß sehr viele Leute aus dem unteren Camp in dieser Situation dabei waren, während die hier campierenden und wohl eher gefährdeten Leute genug Zeit hatten, sich in den Wald abzusetzen. Die Polizei muß das gewußt haben. Dafür spricht, daß die Überwachung im Camp eher lax war, die Menschen konnten sich frei bewegen und der Polizei unterlief ein absolut dämlicher Fehler: Wahrscheinlich aufgrund von Komunikationsproblemen wurden die deutschen Bullen von der Straße abgezogen, die gesamte untere Flanke des Camps blieb über fünf Minuten unbewacht. In dieser Situation gelang es einigen, sich abzusetzen, unter anderem auch mir (das war so ca. 15.40 Uhr). Wir wurden auch nicht daran gehindert, obwohl unsere "Flucht" von sehr vielen Bullen bemerkt wurde. Für uns sah es so aus, also würde sich die Polizei jetzt zurückziehen, wir gingen sogar nochmal aufs Klo, bevor wir uns aufmachten. Daß sie sich nicht zurückzogen, merkten wir erst, als 20 Sekunden hinter uns plötzlich ein Kessel um die Leute im vorderen Teil des Camps gezogen wurde, da sich immer mehr Leute abzusetzen begannen. Da wir das Gefühl hatten, daß im unteren illegalen Camp sicher auch geräumt wurde und wir uns vorstellen konnten, daß es dort aufgrund des illegalen Status sicher noch mehr abging als im oberen Camp, verdrückten wir uns erstmal für eine Stunde in einen nahegelegenen Park. Danach gingen wir zum illegalen Camp, wo wir feststellten, daß hier überhaupt nicht geräumt worden und die Stimmung entspannt und locker war. Die Polizei war zwar wohl dagewesen und hatte auch hier gezielt 3-4 Einzelpersonen herausgegriffen, sich ansonsten aber wieder komplett zurückgezogen. Wir erfuhren jedoch, daß direkt nach unserer Flucht 100 oder mehr Schweizer Bullen ins obere Camp reingerockert waren, den Kessel komplett geschlossen hatten und immmer noch dabei waren, Leute einzufahren. Kurz darauf erreichte jedoch die Demo aus der Stadt (die zwar eigentlich verboten worden war, aber trotzdem stattfand), das obere Camp, woraufhin sich die Polizei komplett zurückzog und ungefähr das letzte Drittel der Gekesselten einfach gehen ließ. Einige Stunden später wurden fast alle eingefahrenen Leute per Bus von der Polizei zum Camp zurückgebracht. Das heißt, daß ca. 400 Personen quasi für nichts eingefahren sind und ihre Personalien abgegeben haben, denn nach meiner Einschätzung hätte ein bißchen mehr Ge- und Entschlossenheit genügt; die Polizei war nicht darauf aus, so viele Leute abzugreifen, dafür hatten sie nicht mal genug Busse dabei. Sie haben das dann aber gemacht, da es sich so schön anbot, die Leute einzeln wegtragen zu können; das einzige Mal, wo sie zurückwichen, war, als sie mit eindringlichen und einstimmigen "Assassini-Rufen" konfrontiert wurden. Auch Bullen sind nicht total verblödet, die haben sich mit Sicherheit denken können, daß der überwiegende Teil der von ihnen gesuchten Leute einfach nicht mehr da ist, zumal sie sich ja auch alle Zeit der Welt ließen, bis sie überhaupt kamen. Aber mal eben so 400 Personalien aufnehmen und speichern zu können ist ja auch nicht von Pappe. Bleibt also festzuhalten: 1. Für mich ist die Polizeistrategie bei dieser ganzen Aktion absolut nicht erkennbar. 2. Mehr Kampfgeist wäre angebracht gewesen. Stattdessen schien es mir, als seien einige Leute sehr auf der Märtyrer-Schiene. "Die hinteren Reihen schützen" tut man halt aber eben nicht, wenn man darauf wartet, in den Knast gebracht zu werden, im Gegenteil: Je weniger Leute da sind, desto größer ist die Gefahr, daß richtig hart gegen die übrigen durchgegriffen wird, zumal gefährdete Leute sich nicht vor einen Bullen setzen, um sich dann brav einknasten zu lassen. Genausogut hätten alle ihre Personalien gleich auf eine Liste schreiben und feierlich in einem Staatsakt übergeben können, daß wäre billiger gewesen und wir hätten was Sinnvolles mit unserer Zeit machen können.
Im übrigen: Kommentare zu diesem subjektiven Erfahrungsbericht und zu meinen Einschätzungen sind erwünscht, auch gegenteilige Empfindungen !