Riots in Genf

betty pabst 02.06.2003 03:04 Themen: G8
In Genfs Innenstadt wurde heute am frühen Abend wieder randaliert.
Gegen halb acht randalierten einige Vermummte in der Nähe der Usine. Schaufenster wurden mit verschiedenen Gegenständen Scheiben zertrümmert und Container in Brand gesteckt. Es flogen Flaschen und Steine. Die Polizei versammelte sich zwar um die Geschehnisse herum, griff aber erst wesentlich später ein.
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Ergänzungen

todschick38259

todschick38259 02.06.2003 - 03:33
Wem nützt diese Sachbeschädigung?
Den Konservatiaen und den "Rechten"!
Und sonst niemanden!!!!!!
Den Leuten die legitimietät nehmen,und nicht noch weiteres
legitimieren!!

Proletarier aller Länder wehrt euch!!!!!
Friedlich!

Die organisiert-kriminelle,elitär bourgeoise Willkür in den Parlamenten abstellen,
Volks und Bürgerentscheide auf allen Ebenen und zu allen Problemen fordern!!
Herrschaft bleibt Herrschaft,
Rechts wie Links und in den Parlamenten!
Viva la libertad!!
No paseran!!
Nichts wird vergeben,
und nichts wird vergessen!!
Links genauso wie Rechts!!
Radikal??

 http://forum.panokratie.de/index.php?board=1;action=display;threadid=302

 http://www.attac.de/forum/viewtopic.php?topic=400&forum=2&22

ja ja

02.06.2003 - 04:12
macht mal euren "friedlichen Übergang zum Sozialismus". Ich wette die Welt-Bourgeousie lacht sich kaputt und tritt euch kräftig in den A...!!

riots oder randale?

........ 02.06.2003 - 07:54
da is n unterschied, oder?

Das ist bitter

angry 02.06.2003 - 08:13
Wie elend und peinlich. Die einen können sich vor Freude (auf´s peinlichste, weil voll realitätsfremd) nicht mehr halten, weil´s geknallt hat, die Provos streuen ihre perversen Kommentare, die peacemaker sind verstört, kritische Menschen werden als hippies beleidigt etc. Die gelaufenen Sachen gehören noch genau ausgewertet. Aber überzeugend kommt derzeit erstmal gar nix ´rum.

das denk ich auch

02.06.2003 - 08:14

Hooliganism

Stipe 02.06.2003 - 08:27
kann mir mal jemand den Unterschied zwischen Fussball-Hooligans und 'autonomen' Hooligans erklären? Jaja, Shell, McDonalds und die andern Bösen müssen dran glauben... die 'autonomen Plünderer', die ich gesehen habe, haben fast ausschliesslich US-Produkte und Zigaretten gestohlen ist das die vielbeschworene Umverteilung? :) lächerlich. Frustrierte Hooligans, nichts weiter.

vokabular

p.h. 02.06.2003 - 08:42
Es ist schon erstaunlich bis erschreckend wie hier Begriffe wie sie vor zwei Jahren und also vor Genua noch von den buergerlichen Medien gestreut worden mittlerweile zum linken Standardvokabular avanciet sind.
Ansonsten: Ueber militante Aktionen liesz sich schon immer trefflich streiten, sie liefern eine ideale Angriffsflaeche um die Protestaktionen insgesamt zu kriminalisieren aber dienen auch, und das sollte mensch schon eingestehen, enorm der Intensivierung der Berichterstattung. Die ist dann natuerlich nicht positiv, das waere aber auch bei friedlichen Protesten nicht anders. Wer nach den gigantischen Friedensdemos noch immer nicht erkannt hat dass diese doch rein gar nichts aendern konnten sollte langsam mal die Augen auf machen. Ein Freibrief zum Brandschatzen kann das allerdings noch lange nicht sein.

genau!

ruft doch domian an! 02.06.2003 - 11:26
nicht jede militante aktion ist per se vernünftig, aber wer heult eigentlich über die brutalität des regimes, darüber dass 200 dicken ärschen die halbe welt gehört, darüber dass es im trikont sklavenarbeit gibt, darüber dass in vielen ländern frauen für 60cent die stunde zu arbeit gezwungen werden, darüber dass die polarkappen schmelzen, darüber dass jeder mensch auf der welt satt sein könnte?

steine fliegen und ihr schreit,
menschen sterben und ihr schweigt!

HEUCHLER!!!

Randaliert oder Widerstand geleistet

Marat&Kumapanei 02.06.2003 - 12:06
Wer die Sprachregelungen der Herrschenden "Es wurde randaliert" übernimmt, anstatt zu schreiben "es wurde Widerstand geleistet", darf sich nicht wundern, das er moregn so denkt und handelt wie die Herrschenden!

Randale und Widerstand

betty pabst 02.06.2003 - 13:01
Ergänzung zu meinem Text oben: Nach meinen Beobachtungen in den letzten 2 Tagen gab es militanten Widerstand, der sich gezielt u.a. gegen große Firmen richtete. Jedoch gab es nach meiner Einschätzung genug Mitläufer, die zum größten teil auch sehr jung waren. Wer zwei Strassen von einem alternativen Kulturprojekt sich so austobt und damit den Verdacht bewußt oder unbewußt noch mehr auf solche Häuser lenkt, leistet in meinen Augen keinen Widerstand. Gemeinerweise könnte mensch das auch als Kooperation mit der falschen Seite bezeichnen...

Randale?

... 02.06.2003 - 15:05
also über gezielten militanten widerstand mit symbolischer wirkung (mcdonalds shell usw.)kann man sich streiten aber schaufenster einschlagen ist denk ich total sinnlos und zieht die ganze bewegung ins randalierer-spektrum.
wenn man sich anschaut was die mehrheit der duetschen bevölkerung für medien hat(bild etc.) dann darf man sich nicht wundern dass es leicht legitimiert werden kann die bürgerrechte gegen solche leute und organisationen einzuschränken.
zu der bemerkung die herrschenden sind nur mit gewalt von ihrer postion zu bringen...das ist vielleicht richtig aber dazu braucht man die große mehrheit und entschlossenheit der bevölkerung hinter sich und die ist momentan zumindest in den industrieländern überhaupt nicht vorhanden was euch ja hoffentlich auch klar ist.deshalb sollte man die bewegung vielleicht erst mal so vergrößern und das geschieht wahrscheinlich eher durch freidliche überzeugungsarbeit als durch sinnlose randale.wenn es dann mal soweit ist können wir wenn nötig immer noch "zu den gewehren" greifen.

Hier versuchen einige zu provozieren

Hinweis 02.06.2003 - 17:31
Um irgendwelche Sinnlos-Streitereien zu verursachen, sind seit gestern wieder einmal jede Menge Trolls unterwegs.
Diese Trolls geben sich eine eindimensionale politische Meinung und vertreten sie mit absolutistischen Pseudo-Standpunkten. Dabei gehen sie gar nicht auf im Text oder den Ergänzungen gemachte Aussagen ein. Oder sie tun es nur scheinbar.

Beispiel G8:
Einige Vertreter der militanten Seite haben bemerkt, daß ein Teil der Aktionen nicht gut durchdacht war und Kritik geübt. Sie meinen z.B. daß auch aufgrund der Isolierung der Linken solche Aktionen vielleicht kontraprodukiv sein könnten. Andere, eher pazifistisch orientierte Aktivisten bemerkten, daß sie zwar solche Aktionen für sich ablehnen, aber durchaus verstehen können, wenn Leute sowas machen. Eigentlich eine gute Verständigungsbasis.
Hier setzen jetzt die Trolls an. Einige werden wohl Polizei/Nazis sein (die während den meisten Aktionstagen extrem aktiv bei Indymedia sind), andere meinen die Dinge, die sie von sich geben, wirklich so und scheinen in sehr einfachen Kategorien zu denken.
Diese Trolls nehmen sehr extreme eindimensionale Haltungen an ("Ihr scheiss Hppies Ihr" oder "Ihr bösen Gewalltäter") und reagieren auf andere Meinungen nur rein reflexiv, kaum inhaltlich. Sie lernen im Zuge einer "Auseinandersetzung" nicht hinzu. Wollen sie auch nicht. Die bewussten Trolls setzen sich diese Pseudo-Meinungen ja auch erst künstlich auf.

Ergebnis:
- Die Ergänzungsfunktion von Indymedia wird zerstört, Informationen können nicht mehr aus diesem Teil eines Postings gezogen werden. Sinnlosdiskussionen lassen wichtige Informationen verschwinden.
- Frustration und Spaltung wird zumindest versucht zu erzeugen. Leute gegeinander aufhetzen macht halt einigen Spass.

Umgang mit Trolls:
Die Mods sollten die wirklich krassen Teile rauskicken. Sowas hat wirklich überhaupt nichts mit Nachrichten-Machen zu tun.
User sollten diesen Müll ignorieren oder wenn überhaupt, dann sachlich, inhaltlich und knapp widerlegen.
Die Leute, die auf Trolls so reagieren, wie von den Trolls gewollt, helfen mit bei der Zerstörung von wichtigen Strukturen im Netz. Das gilt nicht nur für Indy.
Wirkliche Diskussionen lassen sich sowieso nicht in den Ergänzungen bei Indymedia führen. Für einfache Themen eignen sich Diskussionsforen besser und bei komplexeren Themen empfehle ich Mailinglisten oder Diskussionsgruppen. Ausserdem ist es krass, den Mods zuzumuten, immer wieder den ganzen Müll checken zu müssen.

Auf Indy-Schweiz gabs dazu einen ganz guten Text. Hab aber die URL nicht parat.



Noch ein Nachtrag: Ich will jetzt nicht jede stumpfe Diskussion als Troll-Stuff bezeichnen. Manchmal ist es eine "echte" Diskussion. Da aber gegenseitig nicht wirklich aufeinander eingegangen wird und immer wieder dieselben Argumente wie Parolen widerholt werden, ist das Ergebnis dasselbe.


Noch mal Links zu den Bullen-Provos

02.06.2003 - 18:05
provokationen
wieder wimmelt es von provokationen auf indymedia.
benuetzt eure intelligenz beim lesen und nehmt nicht alles fuer authentisch.
wie schon im maerz, waehrend des irakkrieges  http://ch.indymedia.org/de/2003/03/6156.shtml - ist es auch jetzt wieder soweit: die provokateure treiben es bunt hier.
 http://switzerland.indymedia.org/de/2003/06/10385.shtml


Falschmeldungen und Provokationen
Erklärung zu den vielen Falschmeldungen und Provokationen, die zur Zeit auf indy.ch veröffentlicht werden
 http://ch.indymedia.org/de/2003/03/6156.shtml

Beispiel für einen ganz offensichtlichen Provo, der auch erkannt werden will:
 http://ch.indymedia.org/de/trash_comments/archive.shtml

video zum riot am 1.6. in genf

jens blatt 02.06.2003 - 21:04
gibts in kuerze bei www.kanalb.de

uebrigens waren die glasschaeden nicht bei geschaefte sondern wie im video zu sehen bem Hotel de Finanze, also dem Finanzamt.