Peru: landesweite Streiks + Polizeigewalt bei "lateinamerikanischem G8"
Wochen miltanten Protests haben den 17. Gipfel der 19 Präsidenten der "Rio Gruppe" der lateinamerikanischen Staaten in Cusco, Peru eingeleitet. Während der Proteste kam es zu landesweiten Streiks in verschiedenen Sektoren: Lehrer, Transportarbeiter und andere. Ein Generalstreik für die nächsten Tage ist im Gespräch. Weite Teile des Landes sind blockiert.
Die Staatsgewalt reagiert auf die Proteste mit brutaler Gewalt. 10 bis 20 Menschen sind in den letzten Tagen verhaftet worden. Am Freitag verlor ein Lehrer bei einem Übergriff durch die Polizei ein Auge. Mittlerweile beträght die Zahl der Streikenden 2 Millionen, der Präsident rief den Ausnahmezustand aus und die Armee ist jetzt im Einsatz.
Die Proteste richten sich gegen die korrupten neoliberalen "demokratischen" Regierungen, Einsparungen im Sozial- und Bildungsbereich, Steuererhöhungen, die Strukturanpassungs-programme des IWF und die Auswirkungen der Freihandelszone FTAA. Deutlich wurde die Politik von Präsident Alejandro Toledo abgelehnt.
Doch auch die Regierungsvertreter selbst gaben kritische Töne von sich. So heisst es in der unterzeichneten "Vereinbarung von Cusco" u.a.: "Die Zeit des "Neoliberalismus", in der ein Rückzug des Staates aus der Wirtschaft gepredigtworden sei, sei Vergangenheit...". Künftig wolle man mindestens 20% der Zinsen für die Bedienung der Schulden in den Schuldnerländern für soziale Belange ausgeben. Weitere Themen waren u.a. die Lage in Venezuela und der Bürgerkrieg in Kolumbien.
Bericht aus Peru von Montag: Chaos in Peru
Bericht vom Dienstag: Peru: Streiks weiten sich aus
Bericht vom Mittwoch: Panzer in den Staedten Perus
Bericht vom Freitag: Massaker an protestierenden Studenten in Peru
weitere Links:
Indymedia Peru | Editorial & Background Information [es] | Corporate Media Report & Photos [en | es]
AK Kraak-Tour: Eins | Zwei | Drei
Die Staatsgewalt reagiert auf die Proteste mit brutaler Gewalt. 10 bis 20 Menschen sind in den letzten Tagen verhaftet worden. Am Freitag verlor ein Lehrer bei einem Übergriff durch die Polizei ein Auge. Mittlerweile beträght die Zahl der Streikenden 2 Millionen, der Präsident rief den Ausnahmezustand aus und die Armee ist jetzt im Einsatz.
Die Proteste richten sich gegen die korrupten neoliberalen "demokratischen" Regierungen, Einsparungen im Sozial- und Bildungsbereich, Steuererhöhungen, die Strukturanpassungs-programme des IWF und die Auswirkungen der Freihandelszone FTAA. Deutlich wurde die Politik von Präsident Alejandro Toledo abgelehnt.
Doch auch die Regierungsvertreter selbst gaben kritische Töne von sich. So heisst es in der unterzeichneten "Vereinbarung von Cusco" u.a.: "Die Zeit des "Neoliberalismus", in der ein Rückzug des Staates aus der Wirtschaft gepredigtworden sei, sei Vergangenheit...". Künftig wolle man mindestens 20% der Zinsen für die Bedienung der Schulden in den Schuldnerländern für soziale Belange ausgeben. Weitere Themen waren u.a. die Lage in Venezuela und der Bürgerkrieg in Kolumbien.
Bericht aus Peru von Montag: Chaos in Peru
Bericht vom Dienstag: Peru: Streiks weiten sich aus
Bericht vom Mittwoch: Panzer in den Staedten Perus
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Bilder vom 22.Mai
Bilder vom 21.Mai - Tausende Lehrer nahmen an dieser Demonstration teil
Bilder vom 21.Mai - Tausende Lehrer nahmen an dieser Demonstration teil
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Was findet sich so in der Presse?
In den Zeitungsberichten liesst es sich so, als wenn die Regierungschefs sich eigentlich ausschliesslich aus Wohltätigkeitsgründen getroffen hätten. Kein Wort über die Folgen ihrer fatalen Politik.
Auch über die Proteste nicht ein einziges Wort - zumindest in den Meldungen, die ich gefunden habe.
Dabei wurde sogar über ein kleines Erdbene berichtet:
Ausnahmezustand in Peru verhängt
Den Protesten der Bauern, die Schutz gegen Importe verlangen, haben sich in den letzten Tagen auch Lehrer sowie Beschäftigte des Gesundheits- und des Justizsystems angeschlossen, die höhere Gehälter fordern. In einer TV-Ansprache erklärte Toledo, die Proteste verletzten die "grundlegenden Rechte" aller Bürger. Kurz darauf erklärte Bildungsminister Gerardo Ayzanoa den Lehrerstreik für illegal.
noch viel mehr...
Wo finde ich weitere Infos
Ich bin dankbar für jede Information
MfG Martin
PasteurOS / Prenzlauer Berg / Berlin / Germany
Hallo Martin
Weiterführende Infos: Eigentlich nur bei den jeweiligen Indymedias (Indy-Peru, Indy.de und Indy-global), bei peruanischen Nachrichtenseiten (sind dann eher Pro-Regierng) und vielleicht bei zmag.org. Ansonsten siehts eher mau aus. Die "normale" Presse desinformiert ja leider als sie informiert.
Aber wenn noch wer anders Links zu Quellenhat: Immer her damit!
liebe ÜbersetzerInnen ...
koordiniert euch, um Doppelübersetzungen zu vermeiden, reserviert längere Texte als von euch begonnen, unterstützt euch gegenseitig bei Zeitmangel, schwierigen Übersetzungen etc.
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