Zirkuswanderung in Hannover
Die NPD rief am gestrigen Sonnabend zu einer bundesweiten Demonstration in Hannover auf. "Heimreise statt Einwanderung, denn deutsche Kinder braucht das Land" lautete das Motto dieser schon sehr lang angekündigte Demonstration. Doch statt den angekündigten 1.000 (später vom NPD Bundesvorstand auf 500 herunterkorrigiert) nahmen an dem Aufmarsch satte 180-200 Nazis teil, die sich ab 12.00 Uhr auf dem Braunschweigerplatz versammelten.
So nahm das Unheil für die Nazis Schritt für Schritt seinen Lauf…
Hier folgt nun ein unvollständiger Bericht.
So nahm das Unheil für die Nazis Schritt für Schritt seinen Lauf…
Hier folgt nun ein unvollständiger Bericht.
Nachdem es bekannt wurde, dass die Nazis in Hannover aufmarschieren wollen, riefen daraufhin zahlreiche linke Gruppen und Initiativen (u.a. von der Antifaschistischen Aktion Hannover über das Antifaschistische Plenum Braunschweig bis zur Göttinger Antifa (M)) zu einem Gegenbündnis auf, dass es als Ziel gesetzt hatten, diesen Tag nicht den Nazis überlassen. So entstand ein hübsches Rahmenprogramm mit diversen Veranstaltungen wie Parties, eine Demonstration am Tag des Naziaufmarsches und ein Konzert nach dem Naziaufmarsch im UJZ Korn u.a. mit dem Rapper CHAOZE ONE, der u.a. schon auf dem Demonstrationsauftakt gespielt hat.
Nachdem üblichen juristischen Gerangel im Vorfeld des Aufmarsches, entschied das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am Freitag, dass der Auftakt der Antifademonstration "zwangsverlegt" werden musste. Ursprünglich rief das Antifabündnis dazu, sich ebenfalls um 10.00 Uhr auf dem Braunschweiger Platz zu versammeln. Dies wurde von den Gerichten verboten, da es sich um den Auftaktort der NPD handelt. Aus Angst vor Krawallen, Lynchjustiz und Anarchie beorderte der Polizeipräsident Klosa rund 2.500 Polizisten und diversen Spezialeinheiten in die Landeshauptstadt Niedersachsens um der NPD einen reibungslosen Ablauf ihres Aufmarsches zu garantieren. Ein Sprecher vom Antifa Bündnis erklärte daraufhin:
„Antifaschistischer Protest muss dem Terror der Neonazis von NPD und sog. Freien Kameradschaften weichen. Somit wird Antifaschistischer Protest gegen faschistische Gewalt kriminalisiert. Für uns bedeutet dies, dass wir mit äußerstem Widerwillen unsere Demonstration am Emichplatz starten werden."
Gegen 10.00 Uhr begann am Emichplatz die Auftaktkundgebung des antifaschistischen Gegenbündnisses. Redner der Antifaschistischen Aktion Hannover (AAH) und der VVN-BdA Hannover erteilten den Nazis eine klare Absage. Kurz nachdem der Rapper CHAOZE ONE mit seiner Einlage begann forderte der Polizeieinsatzleiter den Veranstalter dazu auf, endlich mit der Demonstration anzufangen. Das ließen sich die rund 2.000 Teilnehmer (laut NDR Hallo Niedersachsen 1.500 Teilnehmer) nicht zweimal sagen. Der Demonstrationszug formte sich nun in der Hohenzollernstraße. Hier kam es allerdings zu der ersten Auseinandersetzung mit den zahlreich versammelten Einheiten der Polizei. Zu diesen Rangeleien ist es gekommen, nachdem sich die Polizei zuerst geweigert hatte, die vor dem Fronttransparent trabende Pferdstaffel abzuziehen. Der Demonstrationsanmelder beschwerte sich daraufhin bei dem Einsatzleiter, dass es eine Unverschämtheit ist, dass den Demonstrationsteilnehmern zugemutet wird eine Route zu laufen, die sie gar nicht wollten und deren Strecke auch noch mit Pferdeäpfeln übersät sei. Während der NPD eine Route deluxe (durch die Innenstadt) zugewiesen wird. So blieb der Demonstrationszug eine Zeit lang stehen und eine Eskalation drohte nun. Offenbar durch den Zeitdruck des anstehenden NPD-Marsches, orderte der Einsatzleiter seine Pferdestaffel zurück (zumindest hielten sie sich eine Zeitlang zurück) und die Demonstration konnte endlich fortgesetzt werden. Im Verlauf der Demonstration kam es immer wieder zu kleineren Rangeleien mit vermummten BFE-Einheiten als Spalier einsetzt wurden. Dies beeindruckten die Antifas kaum und setzten die Demonstration geschlossen bis zum Steintorplatz fort. Hier wurde mit der Abschlusskundgebung begonnen, an denen jedoch nur noch wenige Menschen teilnahmen, da ein Großteil der Demonstranten nun versuchte zum Braunschweiger Platz durchzukommen.
Dort versammelten sich zeitgleich etwa 200 Nazis zu ihrem "Protestmarsch". Während auf der einen Seite die NPD die Auftaktkundgebung mit dem verlesen der polizeilich angeordneten Auflagen verlesen wurden auf der anderen Seite fleißig Winkelemente, Schilder und Transparente unter den Teilnehmern verteilt. Gegen 13.30 Uhr setzte sich der Zug der Nazis in Bewegung. Umgeben war der NPD-Aufmarsch von zwei polizeilichen Absperrringen. Einmal um die Demo selbst (Schilderbullen) und eine massive Kette lief vor der Demo und sollte die NPD davor bewahren, dass sich Menschen vor deren Zug warfen.
An dem Aufmarsch nahm ein Teil des NPD-Bundesvorstands um Udo Voigt herum, der später auch als Redner fungierte, teil. Interessanterweise wurde diese Demonstration von einem Großteil der freien Nationalisten boykottiert. Selbst der von der NPD als Redner aufgestellte (NPD-Website) Thomas „Steiner“ Wolff war nichts zu sehen. Bis auf einige Ausnahmen wie z.B. die KS-Weserbergland und Dortmund, blieben sie von dieser Demonstration fern und marschierten wahrscheinlich gegen „Antifaterror“ in Rostock auf. Eine interessante Entwicklung, die man schon eine ganze Zeit lang beobachten konnte, die wohl in Hannover einen weiteren Höhepunkt fand. Unter den Teilnehmern befanden sich neben Manfred Böhm noch weitere Prominenz wie Siegfried Borchardt (SS-Siggi), Steffen Pfingsten und der Berliner Björn Wild (ANB Autonome Nationalisten Berlin – war schwarz gekleidet mit Sonnenbrille und Basecape – fungierte mal als Fahnenbengel bzw. Schildbursche).
Run auf die Nazis….und deren Folgen.
Um die Nazis herum scharrte sich sehr schnell ein massiv anwachsender Pulk an Gegendemonstranten. Die Polizei, anfangs noch mit wenigen Einsatzkräften unterwegs hatte sichtliche Probleme damit, die Antifas von den Nazis fernzuhalten. Schon nach 100 Metern flogen schon die ersten Gegenstände in Form von Vitaminen in Richtung der Nazis. Und schon bald darauf stellten sich auf der Marienstraße 5-6 junge Demonstranten den Nazizug entgegen und stoppten sie eine Zeitlang. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit wurde diese Blockade mit Gewalt von der Straße geprügelt. Die Polizei wurde daraufhin mit weiteren Einsatzkräften verstärkt, u.a. mit der o.g. Pferdestaffel die vor dem Nazizug lief, um Blockaden in jeglicher Form zu verhindern. Von nun an wurden Blockaden mit äußerst großer Brutalität unter Einsatz der Pferdebullen von der Straße gedrängt/getreten. Doch die Gegendemonstranten ließen sich von der Polizeistrategie nicht beirren und so regneten weiterhin Gegenstände auf die marschierenden Nazis. Den Gegendemonstranten gelang es trotzdem noch mehrmals den Nazizug zu stoppen u.a. am Aegidientorplatz. Von nun an drängten starke Polizeiverbände und Paramilitärs die weiterhin stetig anwachsenden Gegendemonstranten weg und nun entstanden die ersten Kessel, in deren Verlauf immer mehr Leute (erst einmal temporär) vor Ort „gebunden“ wurden.
An der Kreuzung Georg- Ecke Baringstraße war es dann soweit, hier konnte der Naziaufmarsch durch eine „größere“ Blockade längerfristig aufgehalten werden. Die Nazis, sichtlich unwohl und eingeschüchtert, waren mittlerweile von einigen hundert Gegendemonstranten und unglaublich viele Passanten umringt und wurden pausenlos beschimpft und dabei auch noch massiv mit Gegenständen des alltäglichen Lebens bedacht. Einige Passanten stellten dabei sogar einigen Antifas ihre Lebensmitteleinkäufe zur Verfügung, was den Bullen natürlich (und vor allem den Nazis) Kopfschmerzen bereitete, da sie anscheinend nicht mehr in der Lage war Gegendemonstranten von „Normalbürgern“ zu unterscheiden. Immer wieder versuchten vermummte BFE-Einheiten und unter Einsatz der Pferdestaffel die Leute u.a. mit großer Gewaltanwendung zurückzudrängen, jedoch ohne ersichtlichen Erfolg. Nun wurde auch in den Seitenstrassen schweres Gerät aufgefahren (2 Räumpanzer und drei Wasserwerfer) und immer schneller und verbindlicher gekesselt. Die Blockade wurde unter Einsatz massiver Gewalt zur Seite gedrängt und deren Teilnehmer in Gewahrsam genommen. Dies war nun vielerorts der Fall, lt. Polizeipressemitteilungen sollen rund 200 Personen in Gewahrsam genommen worden sein. Die Polizeiführung entschied sich nun den Marsch der NPD stark zu verkürzen. So marschierte die NPD zum Aegidientorplatz zurück wo sie noch schnell eine Zwischenkundgebung abhalten durften. Diese ging wie alle anderen Reden auch im Pfeifkonzert unter. Danach ging es ohne Halt ruckzuck ohne weitere größere Störungen zum Braunschweiger Platz zurück, da die Umgebung von der Polizei weiträumig abgesperrt wurde.
FAZIT:
Eine mit Bullen und Pferdeäpfeln vollgekackte Hannover Innenstadt. Die NPD konnte ihre Demonstration zwar bis zum Ende durchführen, von einem Erfolg kann man jedoch nicht wirklich sprechen, da dessen Wirkung völlig verfehlt hat. Denn diese Demonstration, die durch ein Teil der äußerst belebten Innenstadt führte, wurde von dem Großteil der Hannoveraner ignoriert und diejenigen die sie nicht ignorieren wollten stellten sich spontan den Nazis entgegen bzw. bedachten den Faschisten mit diversen Unmutsbekundungen. Dadurch blieben die Nazis bis auf paar hinzukommenden Flaschen und Tomaten (in Form von Wurfgeschossen) unter sich, wodurch ihre „bundesweite“ Demonstration zum Farce wenn nicht sogar zum Desaster für die NPD wurde. Auch für viele jüngere NPD-Anhänger dürfe dieser Tag nicht so schnell zu vergessen sein, da viele durchaus die Hosen voll hatten (im Sprichwörtlichen Sinne).
Einzig allein die Antifa konnte diesen Tag als Erfolg verbuchen, da sie zum einen ihre eigene Demonstration entschlossen und störungsfrei durchführen und zu anderem der Naziaufmarsch massiv gestört werden konnte. Zu bemängeln ist jedoch nur die einigermaßen schlechte Durchführung des Infotelefons. Ansonsten war die Infrastruktur an diesem Tag sehr gut.
Und zum guten Schluss noch etwas zum lachen…
Der Nationalist des Tages:
Während der Blockade an der Kreuzung Georg- Ecke Baringstraße entfernte sich der oben abgebildete Nazi aus dem Aufmarsch um wohlmöglich seine Blase zu entleeren. Das Problem war jedoch war sein "zeckiges" Auftreten, was zur Folge hatte, dass ihm die Polizisten eine weitere Teilnahme an dem NPD-Aufzug untersagten und ihn zu den linken Demonstranten zurückschickten. Fortan lief er dem "Protestzug des nationalen Widerstandes" hinterher und versuchte sich immer und immer wieder in Reih und Glied einzuformatieren. Dies gelang ihm jedoch nicht und wurde ständig von den Gegendemonstranten – die ihn durchaus als „Nationalisten“ entlarven konnten – angepöbelt.
Am Ende (Aegidientorplatz) wurde er einiger Polizisten gegenüber wohl etwas zu ausfallend (weil er wieder weggeschickt wurde), woraufhin er unter Belustigung einiger anwesender Antifas von mehreren Polizisten weggezerrt und als "vermeintlicher linker Störer" in Gewahrsam genommen wurde. Das Angebot einiger Antifas für ihn beim nationalen "Ermittlungsausschuss" anzurufen scheiterte am unkooperativen Verhalten des Volksgenossen. Denn er weigerte sich, den engagierten Antifas seinen Namen und Adressen zuzurufen. Auch er dürfte diesen Tag nicht allzu sehr schnell vergessen. Tja, das "zeckige" Auftreten im Anti-Antifalook hat auch seine Schattenseiten :)
In diesem Sinne:
Hepatitis A
Hepatitis B
Hepatitis C
Für die NPD!!!
Wir sehen uns am 7.Juni in Genthin.
Fight Fascism – Smash Rascism!!!
Nachdem üblichen juristischen Gerangel im Vorfeld des Aufmarsches, entschied das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am Freitag, dass der Auftakt der Antifademonstration "zwangsverlegt" werden musste. Ursprünglich rief das Antifabündnis dazu, sich ebenfalls um 10.00 Uhr auf dem Braunschweiger Platz zu versammeln. Dies wurde von den Gerichten verboten, da es sich um den Auftaktort der NPD handelt. Aus Angst vor Krawallen, Lynchjustiz und Anarchie beorderte der Polizeipräsident Klosa rund 2.500 Polizisten und diversen Spezialeinheiten in die Landeshauptstadt Niedersachsens um der NPD einen reibungslosen Ablauf ihres Aufmarsches zu garantieren. Ein Sprecher vom Antifa Bündnis erklärte daraufhin:
„Antifaschistischer Protest muss dem Terror der Neonazis von NPD und sog. Freien Kameradschaften weichen. Somit wird Antifaschistischer Protest gegen faschistische Gewalt kriminalisiert. Für uns bedeutet dies, dass wir mit äußerstem Widerwillen unsere Demonstration am Emichplatz starten werden."
Gegen 10.00 Uhr begann am Emichplatz die Auftaktkundgebung des antifaschistischen Gegenbündnisses. Redner der Antifaschistischen Aktion Hannover (AAH) und der VVN-BdA Hannover erteilten den Nazis eine klare Absage. Kurz nachdem der Rapper CHAOZE ONE mit seiner Einlage begann forderte der Polizeieinsatzleiter den Veranstalter dazu auf, endlich mit der Demonstration anzufangen. Das ließen sich die rund 2.000 Teilnehmer (laut NDR Hallo Niedersachsen 1.500 Teilnehmer) nicht zweimal sagen. Der Demonstrationszug formte sich nun in der Hohenzollernstraße. Hier kam es allerdings zu der ersten Auseinandersetzung mit den zahlreich versammelten Einheiten der Polizei. Zu diesen Rangeleien ist es gekommen, nachdem sich die Polizei zuerst geweigert hatte, die vor dem Fronttransparent trabende Pferdstaffel abzuziehen. Der Demonstrationsanmelder beschwerte sich daraufhin bei dem Einsatzleiter, dass es eine Unverschämtheit ist, dass den Demonstrationsteilnehmern zugemutet wird eine Route zu laufen, die sie gar nicht wollten und deren Strecke auch noch mit Pferdeäpfeln übersät sei. Während der NPD eine Route deluxe (durch die Innenstadt) zugewiesen wird. So blieb der Demonstrationszug eine Zeit lang stehen und eine Eskalation drohte nun. Offenbar durch den Zeitdruck des anstehenden NPD-Marsches, orderte der Einsatzleiter seine Pferdestaffel zurück (zumindest hielten sie sich eine Zeitlang zurück) und die Demonstration konnte endlich fortgesetzt werden. Im Verlauf der Demonstration kam es immer wieder zu kleineren Rangeleien mit vermummten BFE-Einheiten als Spalier einsetzt wurden. Dies beeindruckten die Antifas kaum und setzten die Demonstration geschlossen bis zum Steintorplatz fort. Hier wurde mit der Abschlusskundgebung begonnen, an denen jedoch nur noch wenige Menschen teilnahmen, da ein Großteil der Demonstranten nun versuchte zum Braunschweiger Platz durchzukommen.
Dort versammelten sich zeitgleich etwa 200 Nazis zu ihrem "Protestmarsch". Während auf der einen Seite die NPD die Auftaktkundgebung mit dem verlesen der polizeilich angeordneten Auflagen verlesen wurden auf der anderen Seite fleißig Winkelemente, Schilder und Transparente unter den Teilnehmern verteilt. Gegen 13.30 Uhr setzte sich der Zug der Nazis in Bewegung. Umgeben war der NPD-Aufmarsch von zwei polizeilichen Absperrringen. Einmal um die Demo selbst (Schilderbullen) und eine massive Kette lief vor der Demo und sollte die NPD davor bewahren, dass sich Menschen vor deren Zug warfen.
An dem Aufmarsch nahm ein Teil des NPD-Bundesvorstands um Udo Voigt herum, der später auch als Redner fungierte, teil. Interessanterweise wurde diese Demonstration von einem Großteil der freien Nationalisten boykottiert. Selbst der von der NPD als Redner aufgestellte (NPD-Website) Thomas „Steiner“ Wolff war nichts zu sehen. Bis auf einige Ausnahmen wie z.B. die KS-Weserbergland und Dortmund, blieben sie von dieser Demonstration fern und marschierten wahrscheinlich gegen „Antifaterror“ in Rostock auf. Eine interessante Entwicklung, die man schon eine ganze Zeit lang beobachten konnte, die wohl in Hannover einen weiteren Höhepunkt fand. Unter den Teilnehmern befanden sich neben Manfred Böhm noch weitere Prominenz wie Siegfried Borchardt (SS-Siggi), Steffen Pfingsten und der Berliner Björn Wild (ANB Autonome Nationalisten Berlin – war schwarz gekleidet mit Sonnenbrille und Basecape – fungierte mal als Fahnenbengel bzw. Schildbursche).
Run auf die Nazis….und deren Folgen.
Um die Nazis herum scharrte sich sehr schnell ein massiv anwachsender Pulk an Gegendemonstranten. Die Polizei, anfangs noch mit wenigen Einsatzkräften unterwegs hatte sichtliche Probleme damit, die Antifas von den Nazis fernzuhalten. Schon nach 100 Metern flogen schon die ersten Gegenstände in Form von Vitaminen in Richtung der Nazis. Und schon bald darauf stellten sich auf der Marienstraße 5-6 junge Demonstranten den Nazizug entgegen und stoppten sie eine Zeitlang. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit wurde diese Blockade mit Gewalt von der Straße geprügelt. Die Polizei wurde daraufhin mit weiteren Einsatzkräften verstärkt, u.a. mit der o.g. Pferdestaffel die vor dem Nazizug lief, um Blockaden in jeglicher Form zu verhindern. Von nun an wurden Blockaden mit äußerst großer Brutalität unter Einsatz der Pferdebullen von der Straße gedrängt/getreten. Doch die Gegendemonstranten ließen sich von der Polizeistrategie nicht beirren und so regneten weiterhin Gegenstände auf die marschierenden Nazis. Den Gegendemonstranten gelang es trotzdem noch mehrmals den Nazizug zu stoppen u.a. am Aegidientorplatz. Von nun an drängten starke Polizeiverbände und Paramilitärs die weiterhin stetig anwachsenden Gegendemonstranten weg und nun entstanden die ersten Kessel, in deren Verlauf immer mehr Leute (erst einmal temporär) vor Ort „gebunden“ wurden.
An der Kreuzung Georg- Ecke Baringstraße war es dann soweit, hier konnte der Naziaufmarsch durch eine „größere“ Blockade längerfristig aufgehalten werden. Die Nazis, sichtlich unwohl und eingeschüchtert, waren mittlerweile von einigen hundert Gegendemonstranten und unglaublich viele Passanten umringt und wurden pausenlos beschimpft und dabei auch noch massiv mit Gegenständen des alltäglichen Lebens bedacht. Einige Passanten stellten dabei sogar einigen Antifas ihre Lebensmitteleinkäufe zur Verfügung, was den Bullen natürlich (und vor allem den Nazis) Kopfschmerzen bereitete, da sie anscheinend nicht mehr in der Lage war Gegendemonstranten von „Normalbürgern“ zu unterscheiden. Immer wieder versuchten vermummte BFE-Einheiten und unter Einsatz der Pferdestaffel die Leute u.a. mit großer Gewaltanwendung zurückzudrängen, jedoch ohne ersichtlichen Erfolg. Nun wurde auch in den Seitenstrassen schweres Gerät aufgefahren (2 Räumpanzer und drei Wasserwerfer) und immer schneller und verbindlicher gekesselt. Die Blockade wurde unter Einsatz massiver Gewalt zur Seite gedrängt und deren Teilnehmer in Gewahrsam genommen. Dies war nun vielerorts der Fall, lt. Polizeipressemitteilungen sollen rund 200 Personen in Gewahrsam genommen worden sein. Die Polizeiführung entschied sich nun den Marsch der NPD stark zu verkürzen. So marschierte die NPD zum Aegidientorplatz zurück wo sie noch schnell eine Zwischenkundgebung abhalten durften. Diese ging wie alle anderen Reden auch im Pfeifkonzert unter. Danach ging es ohne Halt ruckzuck ohne weitere größere Störungen zum Braunschweiger Platz zurück, da die Umgebung von der Polizei weiträumig abgesperrt wurde.
FAZIT:
Eine mit Bullen und Pferdeäpfeln vollgekackte Hannover Innenstadt. Die NPD konnte ihre Demonstration zwar bis zum Ende durchführen, von einem Erfolg kann man jedoch nicht wirklich sprechen, da dessen Wirkung völlig verfehlt hat. Denn diese Demonstration, die durch ein Teil der äußerst belebten Innenstadt führte, wurde von dem Großteil der Hannoveraner ignoriert und diejenigen die sie nicht ignorieren wollten stellten sich spontan den Nazis entgegen bzw. bedachten den Faschisten mit diversen Unmutsbekundungen. Dadurch blieben die Nazis bis auf paar hinzukommenden Flaschen und Tomaten (in Form von Wurfgeschossen) unter sich, wodurch ihre „bundesweite“ Demonstration zum Farce wenn nicht sogar zum Desaster für die NPD wurde. Auch für viele jüngere NPD-Anhänger dürfe dieser Tag nicht so schnell zu vergessen sein, da viele durchaus die Hosen voll hatten (im Sprichwörtlichen Sinne).
Einzig allein die Antifa konnte diesen Tag als Erfolg verbuchen, da sie zum einen ihre eigene Demonstration entschlossen und störungsfrei durchführen und zu anderem der Naziaufmarsch massiv gestört werden konnte. Zu bemängeln ist jedoch nur die einigermaßen schlechte Durchführung des Infotelefons. Ansonsten war die Infrastruktur an diesem Tag sehr gut.
Und zum guten Schluss noch etwas zum lachen…
Der Nationalist des Tages:
Während der Blockade an der Kreuzung Georg- Ecke Baringstraße entfernte sich der oben abgebildete Nazi aus dem Aufmarsch um wohlmöglich seine Blase zu entleeren. Das Problem war jedoch war sein "zeckiges" Auftreten, was zur Folge hatte, dass ihm die Polizisten eine weitere Teilnahme an dem NPD-Aufzug untersagten und ihn zu den linken Demonstranten zurückschickten. Fortan lief er dem "Protestzug des nationalen Widerstandes" hinterher und versuchte sich immer und immer wieder in Reih und Glied einzuformatieren. Dies gelang ihm jedoch nicht und wurde ständig von den Gegendemonstranten – die ihn durchaus als „Nationalisten“ entlarven konnten – angepöbelt.
Am Ende (Aegidientorplatz) wurde er einiger Polizisten gegenüber wohl etwas zu ausfallend (weil er wieder weggeschickt wurde), woraufhin er unter Belustigung einiger anwesender Antifas von mehreren Polizisten weggezerrt und als "vermeintlicher linker Störer" in Gewahrsam genommen wurde. Das Angebot einiger Antifas für ihn beim nationalen "Ermittlungsausschuss" anzurufen scheiterte am unkooperativen Verhalten des Volksgenossen. Denn er weigerte sich, den engagierten Antifas seinen Namen und Adressen zuzurufen. Auch er dürfte diesen Tag nicht allzu sehr schnell vergessen. Tja, das "zeckige" Auftreten im Anti-Antifalook hat auch seine Schattenseiten :)
In diesem Sinne:
Hepatitis A
Hepatitis B
Hepatitis C
Für die NPD!!!
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Fight Fascism – Smash Rascism!!!
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Ergänzungen
infotelefon und es
ich habe mich ziemlich über das infotelefon geärgert, da die frau, die ich meistens dran hatte, mir weder irgendeine art von information geben konnte, zudem ziemlich unfreundlich war. auf meine frage nach irgendeiner art informationsstruktur wie z.b. sprecherinnenrat oder ähnliches bekam ich nur ein rupiges da hätte ich gefälligst nen tag früher kommen können. sorry, liebe hannoveraner, ich finde es eine unverschähmheit. wenn ich mich schon 3 stunden in einen zug setzte um euch zu unterstützen, dann erwarte ich auch, das ihr für leute von ausserhalb etwas tut. z. b. gab es schon im vorfeld keinen geeigneten stadtplan mit eingezeichneter route. den, den ihr veröffentlich habt, hatte weder straßennamen, noch irgendwelche anhaltspunkte. auch vor ort war es kaum möglich irgendeine art von info zu bekommen, nicht mal die leute vom lauti hatten irgendeinen plan. dann frage ich mich noch, warum zum teufel, habt ihr nicht mal leute an der strecke aufgestellt? niemand, schon gar nicht das infotelefon wußte, ob die npdeppen schon losgelaufen sind, geschweige denn auf welchen teil der route, die auch nicht vollständig veröffentlicht wurde, die sich nun befinden. und zum guten schluß nahm auch niemand mehr beim ea ab. so konnte ich mich weder melden, das ich wieder draussen war, noch nach meinen leuten fragen. super orga hattet ihr da. wir waren zwar trotz allem erfolgreich, aber bitte beim nächsten mal besser machen...
genthin
was is'n da los???
infos!
wo liegt dat etc....
Infos zu Genthin:
Wir sehen uns!
@Lenie
Dummer Slogan
noch was zum infotelefon
Krankheit
Aber als eine Form von Geisteskrankheit findet der Vergleich problemlos Anwendung
Wer kennt den Unterschied
angeborenen Hang zur Gelbsucht ?
Falsch.
erfolg?
HAZ Artikel
PS: und man sollte sich wirklich zum Ziel machen, bei den nächsten Demos schon die Busse und Autos von denen anzugreifen etc ...
@xxx - Ruhe in den billigen Reihen.
Ich find den Bericht relativ passabel und ganz okay.
WICHTIG!!! Zu "FICK DIE BULLEN IN DEN ARSCH"
"Der tolle Rapper", also ICH (chaoze one) wurde irgendwann von einem anderen menschen auf der Strasse angesprochen, ob das mic mal kurz den besitzer wechseln könnte. Logischerweise hab ich das MIC nicht für mich gepachtet und in diesem Sinne hab ich es hergegeben - Ich hab dann teils zugehört, teils aber auch nicht und anscheinend ist bei dem Typ mächtig viel Mist raus gekommen... Wer sich jedoch mit seiner Aufmerksamkeit etwas mehr dem Rap gewidmet hätte, der hätte gerafft, das ich das nicht war.
ich benutze keine homophoben Vergleiche und ich veruteile sie genauso wie du. UNd das mit dem Mackergelaber ist absoluter Blödsinn, das ist dann immer das letzte Argument wenn sonst nix mehr zieht. "Alles Macker, igittigitt"
nochmal ich
deutschland verrecke - keine wahl - antiNATIONAL!!!
chaoze one
infotele
zum thema homophobie: Chaoze One hat recht! Ich habe die texte alle gehört (stand eigentlich die ganze zeit neben dem lauti-lkw), der typ mit den rasta hat das micro im laufe der demo mal für einen freestyle bekommen. als er scheiße sang (was nicht gleich so war) wurde ihm das micro wieder weg genommen. also alles paletti!
No Justice, No Peace....
Der Einsatz von Pferdestaffeln ist stark zu kritisieren. ich möchte jetzt nicht die Debatte um Tierquälerei und "die armen Pferdchen" starten und diese gilt es auch zu vermeiden. Fakt ist, dass in diesem Augenblick die Tiere als Waffen eingesetzt wurden. Was ist aus der verletzten Frau geworden, sie hing am Tropf als ich ihr begegnet bin und hat vor Schmerzen geschrien, warum gibt es darüber keine Berichterstattung?
Für alle Bullen, die das hier lesen sollten:Wenn ihr meint, dass eure Provosprüche, Schläger- und Kriminalisierungstaktik uns einschüchtern sollten, dann träumt weiter!!!!!
BRD, BULLENSTAAT; WIR HABEN DICH ZUM KOTZEN SATT
Bericht aus der HAZ
Mit der angekündigten Härte haben 2500 Polizeibeamten am Sonnabend bei den Demonstrationen von NPD und der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) verhindert, dass die Gewalt eskaliert.
Die Polizei nahm 220 Demonstranten fest. Viele davon durften nach dem Ende der Veranstaltungen die Gewahrsamszellen wieder verlassen. 34 Frauen und Männer blieben aber wegen Sachbeschädigung oder Körperverletzung eine Nacht in Haft. Polizeipräsident Hans-Dieter Klosa lobte die hohe Professionalität der eingesetzten Beamten, die aus ganz Deutschland nach Hannover gekommen waren.
Während die SPD-Jugendorganisation „Die Falken“ das harte Einsteigen der Polizeibeamten kritisierte, war Dirk Aigner von der City-Gemeinschaft mit dem Vorgehen zufrieden. „Die Beamten haben verhindert, dass das Image der Stadt noch höheren Schaden nimmt“, sagte er. Die Händler hätten wegen des Belagerungszustandes empfindliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. „Viele Besucher sind weggeblieben, das kostet Geld und in letzter Konsequenz vielleicht sogar Arbeitsplätze“, btonte Eigner.
Nachdem rund 1500 Teilnehmer der VVN-Demonstration den Steintorplatz erreicht hatten, zogen die meisten davon in Richtung Aegidientorplatz, um dort den Zug der NPD in Empfang zu nehmen. Unter den Linken befanden sich Hunderte vermummter Autonome. „Das sind Berufsrandalierer“, sagt Klosa. Kurz bevor die 170 NPD-Demonstranten den Aegi erreicht hatten, eskalierte die Situation. Trotz mehrfachr Aufforderung wollten die linken Demonstranten den Platz nicht verlassen. Die Polizei kesselte die Frauen und Männer ein und nahm sie nach und nach in Gewahrsam. Ein junges Mädchen wurde vom Tritt eines Polizeipferdes schwer verletzt. Als der NPD-Zug schließlich die Innenstadt erreichte, flogen auf die meist kahl geschorenen Teilnehmer Eier, Kleingeld und Flaschen.
Die Polizei ließ Wasserwerfer auffahren, die aber nicht zum Einsatz kamen. Immer wieder störten kleineren Auseinandersetzungen die Veranstaltung. Gegen 16.30 Uhr war der Spuk vorbei. Die Straßen glichen anschließend einem Müllhaufen: Scherben, zerplatzte Eier und Tomaten lagen auf der Fahrbahn.
Auf den Straßen rund um den Aegidientorplatz war der Verkehr den ganzen Nachmittag zum Erliegen gekommen, auch die Stadtbahnen der Üstra hatte den Platz nicht überqueren können.
Chaoze one
Zensur
Zensur?
infos zu der schwerverletzten frau
wurde recht schnell erstversorgt (rausgeholt, ruhig'gelegt', stelle gekühlt und so); notärztin hat dann schmerzmitttel verpasst (deswegen der tropf) und vor ort die kniescheibe wieder 'eingerenkt'.
die schmerzen so einer verletzung sind echt krass und die arme hat ja auch entprechend geschrien -insgesamt eine sehr krasse szene.
aber nach ein paar tagen mit dickem knie, müsste es wieder gehen, wenn nicht noch mehr verletzt wurde....
gute besserung!
Weiter Verletzte
verletztes frau