Nazis, Burschenschaftler und Konservative feiern gemeinsam
Am Mittwoch Abend wurden alle Hamburger durch Zeitungsartikel zum feierlichen Beginn der Beleuchtung des Bismarck-Denkmals an den Landungsbrücken eingeladen. Viele Hamburger Bürger wollten oder konnten der Einladung nicht folgen. So blieben Nazis und Konservative weitestgehend unter sich.
Zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass die rechtsextreme Hamburger Burschenschaft Germania für das Catering (Erbsensuppe) zuständig ist und auch nach "dem rechten schaut". Die Germania ist Pflichtschlagend, feiert auf ihrer Homepage ihren "Burschenbruder" Mauss einen Wehrmachtsgeneral. Anfang der 90er wohnte ihr Mitglied André Goertz im Burschenhaus in der Sierichstraße und erledigte seine Parteiarbeit für die inzwischen verbotene faschistische FAP von dort aus. Einen Vortrag im Burschenhaus durfte auch schon der Anti-Antifa-Prof. Knütter aus Bonn im Burschenhaus halten.
Zur Zeit bekanntestes Mitglied der Germania ist Christian Brandes. Landesvorstandsmitglied der Schill-Partei, Bürgerschaftsabgeordneter und wissenschaftspolitischer Sprecher der Schill-Fraktion. Am Mittwoch Nachmittag wurde er in der Bürgerschaft von einigen Zuschauern mit "Nazi raus"-Rufen und Flugblättern empfangen.
Brandes ist ebenfalls Mitglied im Verein für Denkmalerhaltung, der zu den Ausrichtern der bismarcklichen Illuminationsfeier gehörte. Neben dem Bismarck-Denkmal kümmert sich der Afrika-Korps-erfahrene Verein auch um den Kriegsklotz am Dammtorbahnhof, dessen Sinnspruch die Punkband 'Slime' zu einem ihrer bekanntesten Lieder inspirierte.
Seit Montag wurden zu einer Demonstration mit anschließender Kundgebung gegen die Illuminationsfeier mobilisiert.
An der Demonstration vom Schulterblatt bis zum Millerntorplatz beteiligten sich 300 bis 400 Menschen. Am Millerntorplatz war der Weg in Richtung Bismarck-Denkmal von Polizeigittern, Wasserwerfern und Polizisten versperrt.
Obwohl die Polizeisperre leicht umgangen werden konnte war die Feier nicht wirklich öffentlich. Direkt vor den Festgelände gab es Gesichtskontrollen durch die Polizei.
Auf dem Platz vor dem Denkmal hatten sich 150 bis 200 Personen versammelt. Neben eindeutigen Naziskinheads, Burschenschaftler mit und ohne Wichs, Oberschlesiern, Bismarck-Urenkeln, konservativen alten Männern und Frauen auch der Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitter Schreiber (SPD). Alle zusammen labten sich an Erbsensuppe, lauschten der Musik oder sangen gar mit und bewunderten die Erleuchtung.
Aus der Menge selbst als auch aus dem dunklen Park um das Denkmal herum wurde die einträchtige Feier anhaltend akustisch gestört. Parolen, Trillerpfeifen, Fußballtröten, usw. Der wild mit Lampen im Dunkeln herumleuchtenden Polizei gelang es alle "Störer" aus dem Park zu treiben. Nur direkt vor dem Ausgang des Geländes standen sie auch nicht gut. Also nochmal alle mit Wasserwerfern als Drohgebärde in Richtung Reeperbahn drängen.
Zur Zeit bekanntestes Mitglied der Germania ist Christian Brandes. Landesvorstandsmitglied der Schill-Partei, Bürgerschaftsabgeordneter und wissenschaftspolitischer Sprecher der Schill-Fraktion. Am Mittwoch Nachmittag wurde er in der Bürgerschaft von einigen Zuschauern mit "Nazi raus"-Rufen und Flugblättern empfangen.
Brandes ist ebenfalls Mitglied im Verein für Denkmalerhaltung, der zu den Ausrichtern der bismarcklichen Illuminationsfeier gehörte. Neben dem Bismarck-Denkmal kümmert sich der Afrika-Korps-erfahrene Verein auch um den Kriegsklotz am Dammtorbahnhof, dessen Sinnspruch die Punkband 'Slime' zu einem ihrer bekanntesten Lieder inspirierte.
Seit Montag wurden zu einer Demonstration mit anschließender Kundgebung gegen die Illuminationsfeier mobilisiert.
An der Demonstration vom Schulterblatt bis zum Millerntorplatz beteiligten sich 300 bis 400 Menschen. Am Millerntorplatz war der Weg in Richtung Bismarck-Denkmal von Polizeigittern, Wasserwerfern und Polizisten versperrt.
Obwohl die Polizeisperre leicht umgangen werden konnte war die Feier nicht wirklich öffentlich. Direkt vor den Festgelände gab es Gesichtskontrollen durch die Polizei.
Auf dem Platz vor dem Denkmal hatten sich 150 bis 200 Personen versammelt. Neben eindeutigen Naziskinheads, Burschenschaftler mit und ohne Wichs, Oberschlesiern, Bismarck-Urenkeln, konservativen alten Männern und Frauen auch der Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitter Schreiber (SPD). Alle zusammen labten sich an Erbsensuppe, lauschten der Musik oder sangen gar mit und bewunderten die Erleuchtung.
Aus der Menge selbst als auch aus dem dunklen Park um das Denkmal herum wurde die einträchtige Feier anhaltend akustisch gestört. Parolen, Trillerpfeifen, Fußballtröten, usw. Der wild mit Lampen im Dunkeln herumleuchtenden Polizei gelang es alle "Störer" aus dem Park zu treiben. Nur direkt vor dem Ausgang des Geländes standen sie auch nicht gut. Also nochmal alle mit Wasserwerfern als Drohgebärde in Richtung Reeperbahn drängen.
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Ergänzungen
Nachtrag
Eindeutig?!
streßfrei?
ingewahrsamnahmen und/oder festnahmen angeblich nicht?
kann das sein? sind die hvv-busse alle in reperatur?
nicht alles lief glatt
was genervt hat war mal wieder die p-schicht und die restlichen zivis, die im dunkeln oft schwer zu erkennen waren.
der bulleneinsatz war mal wieder völlig daneben und die fühlten sich offensichtlich durch die sprechchöre persönlich beleidigt. vielleicht wars denn doch der falsche job...
alles in allem wars doch ganz nett.
doch
das wäre schön
Bismarck unser Held
Mit seinen Sozialistengesetzen wurde Versammlungsverbot für alle sozialistischen, kommunistischen und andere linke Vereinigungen erlassen, und sie verboten. Flugblätter waren damit auch gleich verboten.
Bevor hier ein erzkonservativer Machtmensch, dem seine preussische Aristokratie über jede Art von Menschenrechte ging, als Menschenfreund hingestellt wird, erstmal denken, und die Geschichte so darstellen, wie sie war!
Gegeninformanten
Da wo dann letzten endes die Demo von den Bullen aufgehalten wurde, gesellte sich nach wenigen Minuten noch ein Gegenaufklärer der Nazis mit Ohrstöpsel im Ohr dazu (Hat aber nicht jeder mitbekommen)... Er wurde zum Laufen aufgefordert ...was er dann auch schleunigs tat. komischer vogel aufjedenfall. schade, nach der Veranstaltung zwischen 23 - 24 Uhr gab es noch genügend möglichkeit kontakt mit dem Feind aufzunehmen. Leider war aber schon alles gesplittet. Ein zweiter Versuch zum Denkmal zu kommen, seitens der leute die in Planten un Blomen und sonstwo hin vertrieben wurden wäre sicherlich erfolgreicher ausgegangen da die Cops auch Feierabend machen wollten und sie es auch schon zu dem Zeitpunkt taten.
ach, lasst die trolle doch posten
immerhin laut und störend
Die Nasen wurden auch an die Wand gestellt und mussten ihre Personalien da lassen, zumindest eine zehnergruppe, die den cops wohl vorher schon aufgefallen waren, als sie sich beschwerten, von Linken angepöbelt worden zu sein und sie kämen darauf nicht klar (waren größere skins..).
Da ich eh keinen Bock hab mich irgendwem zu kloppen, finde ich solche Aktionen gut, sie zeigen, dass solche Veranstaltungen zumindest auf Pauli nicht einfach durchzuführen sind, zudem zeigt es einem immer wieder wie `rechtsstaatlich` hier alles geht, so`ne harte und willkürliche Gesichtskontrolle gibt`s bei kaum einer Disco!! Ist auch immer toll für Touris, plötzlich nicht mehr weitergehen zu können, weil da Polizeigitter stehen, obwohl gar nichts wildes zu sehen ist (Unvertändnis auch bei Vollprolls..).
Weiter laut sein!
Widerstand gegen Burschen auf allen Ebenen
Was seid ihr??
Ihr könnt nichts,ihr seid noch viel weniger als das,ihr habt kein Bewusstsein,keine Identität gar nichts.
Ihr klammert euch an Konstrukte wie Nation,Vaterland und Rasse.Wie gesagt,das sind Konstrukte die aus reiner Geistestgestörtheit und einem satten Minderwertigkeitskomplex herrühren,wobei ich mich manchmal Frage ob es wirklich ein Komplex ist.
Burschenschaftsfrühschoppen in Giessen verhin
I need an enemy
Betrachte mal die Bibel oder von mir aus auch den Koran als Geschichtsbuch und du wirst vielleicht begreifen, dass es sowas wie Völker schon immer gegeben hat. Dies garantiert kulturelle Vielfalt. Jedes Volk hat das Recht auf seine eigene Nation und jede Kultur braucht einen Raum, in dem sie sich entfalten kann. Nicht die Nation ist die Ursache für Krieg, sondern der Versuch sie aufzulösen (siehe Afrika, siehe ehemaliger Ostblock, siehe Kosovo usw.).
die anderen postings zum Thema im Überblick
Hamburg: Widerstand gegen Burschen auf allen Ebenen
Hamburg: Demo gegen Burschenschaften angekündigt
Hamburg: Rechtsextreme Burschenschaft am Mittwoch auf St.Pauli
Dem eisernen Kanzler huldigen
oooo
Fünf Skinheads steigen in ihr Auto wollen wegfahren, werden von einer einzelnen Person mit Steinen angegriffen und anschließend von der Polizei einkassiert! sehr lustig, Gruß an den unbekannten Helden!
@i need an enemy
I know that you are our enemy
du bist klasse im Fakten verdrehen. legst du dir immer alles so schön zurecht dass es passen musst? versuchst du immer noch eckige bauklötze in runde Öffnungen zu zwängen?
1. Völker gibt es nicht "schon immer". Früher waren es Stämme (also höchstens eine Vorstufe).
2. Wenn du jedem Volk eine eigene Nation geben willst wären das dann weit über 1000 Staaten weltweit.
3. Lass deine völkischen Illusionen endlich platzen. Lern ma in Menschen zu denken.
4. Nationen sind unmittelbar oder mittelbar Wege um Kriege zu rechtvertigen! (vgl. z.B. die Weltkriege)
5. Kosovo: Die albanische Minderheit hat versucht einen eigenen Nationalstaat aufzubauen (Ist doch deiner Meinung nach ihr Recht, oder???). Nationale Bewegungen destabilisieren also auch Nationalstaaten.....
So und wenn du wieder nicht drüber nachdenkst helfen dir deine scheiß Kamaraden bestimmt gerne mit Schlägen auf den Hinterkopf. Wenn du möchtest können wir das auch tun...
Realdemokrat
"Schlagt die Faschisten wo Ihr sie trefft"
(Tucholski)
Muss ma dabei immer aufpassen, det einem vor lauter vortäuschen angestrengten denkens de fontanelle nich platzt.
Paul.
Falsches Zitat
jedenfalls wenn ich denke das du das meinst:
Küßt die Faschisten!
Ihr müßt sie lieben und nett behandeln,
erschreckt sie nicht - sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift eurem Hund, wenn er kläfft
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: "Ja und Amen - aber gern!
Hier habt ihr mich - schlagt mich in Fetzen!"
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Und schießen sie - du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen...
Und spürt Ihr auch
in eurem Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft -:
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Tucholsky, 1931: "ROSEN AUF DEN WEG GESTREUT"