Berlin: circa 3000 demonstrieren gegen Bildungs- und Sozialabbau - Fotos
In Berlin demonstrierten heute mindestens 3000 Studierende gegen Bildungs- und Sozialabbau. Aufruf: hier Die Demonstration fand als Teil einer berlinweiten Aktionswoche statt. Anlass für die Proteste sind die vom rot-rotem Senat angekündigten Sparpläne. Mehr als ein Drittel des Bildungsetats soll weggestrichen werden, was einen berlinweiten Total-NC und die Schliessung einer Universität nach ziehen könnte. Studiengebühren von bis zu 1300 Euro sind im Gespräch. Diese Kürzungen sind nur ein Beispiel von vielen für den massiven Abbau im Sozial- und Bildungsbereich.
Update: Im Anschluss an die Demonstration wurde das Rote Rathaus besetzt.
Kamapagne: Berlin Umsonst
Koordinationsseite für die Proteste: allefueralle.tk
Statt nur Protest nach Alternativen suchen: [alternativuni]
Auch in Hamburg wurde heute im Rahmen von Aktionstagen demonstriert: Fotos zur Demo gegen das "Hochschulmodernisierungsgesetz"
11 Fotos von der Studi-Demo in Hamburg
Update: Im Anschluss an die Demonstration wurde das Rote Rathaus besetzt.
Kamapagne: Berlin Umsonst
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Statt nur Protest nach Alternativen suchen: [alternativuni]
Auch in Hamburg wurde heute im Rahmen von Aktionstagen demonstriert: Fotos zur Demo gegen das "Hochschulmodernisierungsgesetz"
11 Fotos von der Studi-Demo in Hamburg

An der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz nahmen vielleicht 1000 Leute teil

irgendwann gings dann los, wobei immer mehr dazukamen

ein paar Transparente

die Demospitze - "Für eine offene Uni - kein Sozialabbau nirgends"

gut gesichert - das Abgeordnetenhaus (ein paar Mafiosis sind im Hintergrund zu sehen) - davor wurden ein paar Botschaften auf den Boden geschrieben, was teils zu allergischen Reaktionen der Uniformierten führte

DU (...sollst nicht sparen) - überall waren diese Zeichen zu sehen - Aufgrund der Kreidemalerei versuchten die Uniformierten später eine Festnahme

ein paar Diskussionen um das (nicht legale) Filmen von Demonstranten, einer versuchten Festnahmen wegen Ordnungswidrigkeiten und der Weigerung die Dienstnummer zu zeigen. Die Beamten (24er Ehu), um die es geht, verdrücken sich derweil..

Deutsche Idylle

der Demozug

der Demozug

der Demozug

der Demozug

der Demozug

Stasischweine - filmen für die Dissidentenkartei
Gegen 14.30 hab ich mich von der Demo verdrückt. Eine Zwischenkundgebung an der HU und eine Abschlusskundgebung vor dem Roten Rathaus fanden anschliessend statt. Als ich gegangen bin, waren gut 3000 Leute auf der Demo. Was später los war, kann ja noch ergänz werden.
Am 1.Juni gibts übrigens einen kleinen Besuch bei Sonderparteitag der SPD zum Sozialabbau Hotel Estrel (Es geht um den Beschluss der Agenda 2010). Mehr dazu auf den verschiedenen Terminseiten im Netz oder bei Berlin Umsonst
Weitere Termine für die Aktionswoche finden sich hier
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
wieso allefueralle
allefueralle ist der name einer webseite
war übrigens eine ziemlich coole demo gewesen. gab teilweise auch ganz lustige parolen wie "wir sind keine hoologans - wir sind deutsche bildungsfans", teilweise aber gute inhaltliche sachen. es wurde viel musik gemacht und ne menge leute hatten sich was einfallen lassen.
Indy-Printausgaben verteilt
Am besten erst runterladen vor dem Öffnen.
wegen Printausgaben und so
Beschämend
sicherlich ist es gerechtfertigt, wenn nicht gar notwendig, die studiengebühren in einen grösseren zusammenhang einzuordnen (2010, gats, g8 usw.), aber wenn ich sehe (und das geht nicht nur mir so), wie sich verschiedene gruppen bei jeder bewegung oder äusserung von unmut an die spitze stellen und sich damit wohl ihre existenzberechtigung erschleichen, sprich: wenn die ablehnung von studigebühren, die sicherlich auf grosse zustimmung unter den betroffenen stösst, instrumentalisiert wird für ideologische zwecke, kann einem die lust vergehen bzw. kann das auf viele abschreckend wirken. besonders möchte ich hier auf ein - meiner meinung nach absolut dummes - transpi verweisen, auf dem stand: "für ein recht auf bildung, ausbildung und arbeit. für den kommunismus!" (transpi von "roter oktober")
es ist eben diese kader gestählte nullargumentation aus der ganz roten ecke, die immernoch einen breiteren konsens und weitergefassten diskurs unter studis von vorne herein abblockt.
und ausserdem: wenn immer gleich gegen alles demonstriert wird, wenn sich die argumentation auf viele unterschiedliche und schwierige themen zugleich stützt, von denen viele angesprochene nicht viel wissen und sich auch nicht dafür interessieren, wird es einfach unübersichtlich und trennt die "normalos" von den "professionellen".
mehr pragmatismus und ein bisschen mehr propagandistisches geschick (im positiven sinne) wären angebracht.
veranstaltung in köln
Naja, immerhin tut sich was. Die HP findet ihr unter
Zum Kommentar von Kadek
Zu den 5% fällt mir noch ein: Wenns 3000 Studis waren, dann haben nur 1% teilgenommen. 99% sind für Studiengebühren oder ihnen ist es egal.
sehr sinnig: Flugis die nicht verteilt werden
warum diese dann nicht verteilt werden sondern auch nach der Demo noch im Ref Rat der HU rumliegen
Elite Uni und kein Redebeitrag
@unwichtig
es gilt mehr leute zu mobilisieren. das erreichst du nicht mit noergelei.
ansonsten sei noch gesagt, dass es am ende durchaus locker 5000 -6000 leute waren. die demo war echt gut, auch wenn (wie nun mal immer) auch vereinzelte gruppen (wie zb auch attac) nicht immer positiv rueberkommen...aber, praesenz ist wichtig und das gemeinsame ziel zaehlt.
gebt nicht auf, kaempft weiter fuer eure ziele.
kein sozialabbau-nirgends !!!
@ hoppla: Kritik ist kein rumpoebeln
"...aber anstatt immer nur rumzupoebeln, mach doch bitte selber was.nicht nur reden sondern handeln."
was weißt du was ich mache ?
und warum die verallgemeinerung "immer" ?
du kennst mich nicht und (ver)urteilst
sehr überzeugend - Danke
Presseberichte?
Beispiele:
(Tagesspiegel über die Demo)
(Märkische Oderzeitung über die Besetzung)
Das ist dann auch schon so ziemlich alles, was zu lesen ist. In überregionalen Medien ist gar nichts mehr zu hören. Die Demo in Hamburg? Laut Presse nie stattgefunden.
Studierendendemo in Berlin -Fotos(21.05.2003)
@ Sammler - bist du Verschwörungsfan ???
Gegen Bildungsklau und Sozialabbau 5000 Berliner Studierende und Schüler demonstrierten gegen geplante Kürzungen bei Hochschulen von Ralf Wurzbacher
Verschiebungen
Berliner Unis in Aufruhr
Von Jeannette Goddar
Flierl kämpft hinter den Kulissen gegen Sarrazin
zum Gesamtthema "Sparen"
Berlinern drohen weiterhin harte Einschnitte
Senat weicht von ehrgeizigem Sparziel ab, muss aber weitere 500 Millionen Euro Steuerausfälle kompensieren
von Joachim Fahrun
11 Fotos von der Studi-Demo in Hamburg
Sammlers Verschwörungen?
FR ist irgendwo hinten im Bildungsteil und taz/Welt sind 2 von hunderten Zeitungen.
Aber danke für die Ergänzungen.
weitere Artikel
Wachsende Proteste gegen Sarrazin
Studenten besetzen das Büro des Senators
Petra Ahne und Jana Nolte
hier noch was für die mainstreamstudies und andere Flachdenker/innen
presse-echo und kritik
verschwörung vermuten, sondern ganz pragmatisch eingestehen,
dass die demo viel zu klein und unspektakulär war, um ein
solches medien-echo auszulösen (wie sagte ein redner doch
so schön: in berlin finden im durchschnitt pro tag drei demos statt).
und ob da nun 3000 (und viel mehr waren das beim besten
willen nicht) studis auf die strasse gehen und sich in den
"aber bitte nicht bei uns sparen, wir sind doch
so wichtig"-trauergesang einreihen würde mich als
nachrichtenredakteur auch nicht wirklich ansprechen.
die besetzung des büros von sarasani war ja insofern schon
etwas spektakulärer, hatte aber auch nicht wirklich viel
öffentlichkeit gebracht und obs unserer sache was genützt
hat mag ich eher zu bezweifeln.
noch was zu der instrumentalisierung der demo durch irgendwelche politischen gruppen: ich finde das unerträglich! ich bin nicht gegen die räumung der rigaer 94 auf die strasse gegangen (danke tu-asta) sondern gegen
die tod-streichungen der berliner hochschulen.
@bernd das brot
du bist nur wegen Kürzungen bei dir auf die Strasse gegangen. Das andere gesellschaftliche Gruppen von Sozialklau, Spekulationen und Repression betroffen sind kann dir ja scheißegal sein.
Echt, wenn so das allgemeine Weltbild der Studis ist kann mensch nur noch alle Unis schließen oder euch Scheuklappentraeger richtig viel Geld abknöpfen.
Ja, auch ich sage danke an den AStA-TU, wurde doch mit Redebeiträgen der R94 und von Berlin-umsonst ein Bogen zu den anderen Problemen in dieser Stadt, diesem Staat, diesem System geschlagen.
Über den Tellerrand schauen...
möchte ja nicht meckern...
davon mal abgesehn sind 3000 menschen schon nicht wenig, wenn auch zuwenig wenn mensch sich das potenzial anschaut.
@sammler etc
zu: Pöbler & Bernd das Brot
Kleiner Beitrag
der tellerrand
auch nicht geschrieben. zweitens sehe ich die gefahr, dass
wenn wir studis auf die strasse gehen mit mottos wie:
keine studiengebühren, mehr geld für die unis, keine kürzungen
bei der sozialhilfe, keine räumung der rigaer 94, bvg umsonst, keine streichung von krankenhausbetten, kein krieg im irak,
ende mit der besetzung der palästinensergebiete, kein walfang,
kein raubbau am regenwald, dagegen, dagegen, dagegen
dass dann unser eigentliches anliegen verwässert. das sind
alles wichtige themen, die aber m.e. nicht thema dieser
demonstration waren.
und wo bitteschön bleibt der blick über den tellerrand, wenn
bei der tu-vv, die podium für diskussionen über die geplanten
kürzungen im hochschulbereich sein soll, ein friedensaktivist
zu wort kommt und dann NUR über den besuch von powell in
berlin redet. wo bitteschön bleibt denn sein blick über den
tellerrand? sieht er auch andere probleme als "nur" den
aussenminister der usa?!? wie gesagt, dass sind alles
wichtige themen, die aber auch an anderen stellen ein
forum haben, wir hingegen nicht. deswegen wäre ich
vorsichtiger, unsere forderungen mit weiteren themen zu
verknüpfen.
weitere Presse Artikel zur Studiedemo ...
BERLINER UNI
Wir backen uns ein Studienplätzchen
und hier nochmal Boulevard - diesmal der Spiegel
zu bernd das brot
wir wollen unsere interessen vertreten, wir sind eine interessengruppe und es ist doch nur natürlich, dass unser anliegen für uns im mittelpunkt steht. die solidarisierung mit anderen gruppen ist daher zweitrangig.
natürlich besteht ein zusammenhang mit der räumung der rigaer u.a. aber dieser zusammenhang war nicht DAS thema der demo (gegen die räumung der rigaer bin ich auch nicht auf die strasse gegangen).
bündnisse und kooperationen sollten nicht ideologisch, sondern pragmatisch begründet werden. und was hat es mit solidarität und demokratie zu tun, die eigene plattform mit jedem zu teilen? es geht auch ohne weltverbesserungswahn a la 68.
solidarität ist eine waffe
ich finde es nach wie vor wichtig nicht bloß eigene interesse zu vertreten sondern sich natürlich auch auf einer demo mit anderen zu solidarisieren. daher kann auch ich insb. dem AStA TU ein großes lob für die auswahl der redebeiträge aussprechen.
@kadek (oberideologe vom dienst)
ideologiekritik
ideologie & "realität"
kadek hat's erkannt...
schnurps schreibt murks
was können die 68er dafür? da haben im gegensatz zu euch kindern wenigstens was getan und versucht die welt zu ändern. teilweise haben sie es sogar geschafft, während es bei euch pseudo-kommies gerade mal zum linke-angreifen reicht.
auch wenn lesen unbequem ist: probier dich mal zu informieren!